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Dieses Thema hat 23 Antworten
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 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

28.08.2014 16:25
E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo alle hier im Forum,

Wer hat an seiner Jantar21 einen E-Motor verbaut? Wenn ja welche Schubkraft und wie sind die Erfahrungen?

Danke Gobby

haben ist besser als brauchen!

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

29.08.2014 11:55
#2 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Ich hatte einen Rhino55 oder 65 dran, also den, der bis zu 1,5 Tonnen Boot vorgesehen ist. Der ist zart, unauffällig, leise sowieso und sieht eben nicht so orthopädisch aus, macht auch nicht so komische Geräusche, wie der überteuerte Marktführer (für mich nur der Marketingführer), bei dem schon eine Einbau-Ersatzbatterie 5x mehr kostet, als eine gute Autobatterie bei ATU.

Für Hafenmanöver und Flautengeschiebe ist der E-Quirl vollkommen ausreichend. Ansonsten ist das ja ein Segelboot. Den Rhino kann man einfach abmachen und wegpacken, wiegt so gut wie nichts.

Zum Wandersegeln und auf See sind E-Motoren meines Erachtens nicht geeignet, da zu leistungsschwach. Das ist Binnen nur ein Luxusproblem, auf See braucht man aber einen leistungsbereiten, schubstarken Motor, sonst kann man sich die Karten legen, wenn im Verkehrstrennungsgebiet der Wind weg bleibt oder der einzige Fluchthafen in Legerwall liegt und die Wellen schon gegen den Wellenbrecher donnern. Da möchte ich jedenfalls nicht mit einem Elektroquirl am Heck ausgestattet sein.

Ach ja und die Batterie muss natürlich zur Solaranlage passen.

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

29.08.2014 13:05
#3 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Danke , gibt es hier in dem Forum eigentlich nur 3 User ?


Ich habe aktuell einen 8PS AB dran und fahre gefühlte 5Minuten aus dem Hafen und eventuell das selbige wieder rein! Batterie wird über Solarpanel geladen. Ich dachte mir das dann ein E Motor hier ausreichend ist. Spare dadurch ja auch Platz!

Aber wie verhält es sich wenn mal eine Welle vom Meter ist, schaft das der E Motor? Ich habe letztes Jahr mal erlebt das eine Condor 55 mit einem kleinen Benziner nicht voran kam und das sollte nicht passieren!

Für längere auswertigen Touren kann man ja den Benziner wieder ran machen

haben ist besser als brauchen!

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

29.08.2014 20:36
#4 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Zitat von Gobby im Beitrag #3
Danke , gibt es hier in dem Forum eigentlich nur 3 User ?


Ne, eigentlich nur einen. Wenn ich selbst mal eine Frage habe, was auch mal vorkommt, kann ich auch gleich mit der Parkuhr quatschen.


Zitat von Gobby im Beitrag #3

Ich habe aktuell einen 8PS AB dran


Willst du Wasserski fahren? Ich habe 6 PS dran, aber nur, weil sie keine 5er hatten. 5er und 6er sind ohnehin baugleich und meiner war auch noch preisgleich, weil der Händler grad keinen 5er dahatte. Für das bisschen Binnengerutsche habe ich noch einen 4 PS-Zweitakter, der reicht vollkommen. Den 6er nehme ich nur für lange Wanderfahrten über mehrere Tage und für die See.

Zitat von Gobby im Beitrag #3

und fahre gefühlte 5Minuten aus dem Hafen und eventuell das selbige wieder rein! Batterie wird über Solarpanel geladen. Ich dachte mir das dann ein E Motor hier ausreichend ist. Spare dadurch ja auch Platz!


Genau richtig gedacht. Der ideale Anwendungsfall. Wie gesagt, der Rhino kostet nur einen Bruchteil vom Torquedo und sieht auch noch besser aus.
Das mit der Welle habe ich nicht kapiert. Gibts bei euch Wellen ohne Wind? Bei uns ist das stets kombiniert, so dass man mit einem Segelboot auch segeln kann und ja, der Rhino schiebt 1,5 Tonnen und die Jantar wiegt nur eine Tonne oder 1,3 mit Urlaubskram und Mannschaft. Das schafft der E-Quirl schon. Der sich da mit der Condor so gegen den Wind gequält hatte, hat sicher ganz vergessen, dass er ein Segelboot hat.

VG Eric

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

29.08.2014 20:48
#5 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Wind und Welle sind zusammen leider aber viele Segler die aus "Vorsicht" die segel bei viel Wind einholen und unter Motor versuchen in Hafen zu kommen.

Ich schau mal mit dem EMotor und werde mal zum testen so etwas holen.

Batterie ist wie groß?

Ach ja wir sind ja nun zu zweit

haben ist besser als brauchen!

ollie Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 40

31.08.2014 12:05
#6 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo Gobby,
bei Verwendung des E-Motors denk an die Kabelquerschnitte der Batterieverrkabelung.
Meine Jantar hat 2 Batteriestellplätze: den "üblichen" im Bug hinter dem Ankerkasten und einen 2. Stellplatz an Steuerbord neben dem Niedergang. Der E-Motor ist bei mir von diesem hinteren Stellplatz direkt verkabelt. Als Motorkabel wurden hier Kabel mit 10 mm2 verwendet. Ist vielleicht mächtig überdimensioniert, wird aber nicht warm. Ob die Bordverkabelungvon der Bugbatterie mit 30 A zurechtkommt weiß ich nicht. Falls nicht, wirst Du das nicht (bzw. im ungünstigsten Fall zu spät) merken, da alle Kabel verdeckt verlegt sind.
Der Rhino 54 hat etwa 360 Watt, das bedeutet bei Vollast zieht er 30 Ampere. Bei dem Strom brennt ein Lichtbogen stabil und unterdimensionierte Kabel können anfangen zu glühen.

Ich hatte für binnen einen Rhino 44. Der Motor reichte am Binnensee für an- und Ablegen, auf größeren Gewässen freue ich mich aber über meinen 5PS Benziner.
Gruß Ollie

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

31.08.2014 16:08
#7 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Bei meiner Jantar war ja ebenfalls ein E-Motor dran. Die etwas größere Solarbatterie war im Heckkasten verankert, direkt hinterm Schott.
Dort wo der Schaumkern der Schale endet, ergibt sich eine waagerechte Stellfläche. Da ist sie ganz gut aufgehoben und braucht auch keine langen Kabelstränge längs durchs Boot. Da habe ich sie auch gelassen, habe aber heute eine kleinere, einfache Starterbatterie, da ich keinen E-Motor brauche.

Für den E-Quirl war am Heck noch eine gut erreichbare Außensteckdose, Solarpanel, Ladegerät und Einspeisesteckdose, Schaltpanel, Sicherungen, Solarregler, alles kompakt mit kurzen Wegen im Heckbereich verbaut.

Den Batteriestandort hinterm Ankerkasten - nun ja. Ich finde ihn ein wenig unpraktisch.
Da der E-Quirl im Vergleich zu einem Verbrenner praktisch kein Heckgewicht erzeugt, spielt der Batteriestandort im Heck bei mir ohnehin keine Rolle beim Längstrimm.

Zu den Kabelquerschnitten - da würde ich einfach davon ausgehen, was am Motor verbaut ist, zwischen Motor und Stecker. Das sollte ausreichend dimensioniert sein.

Da man den Motor schön unters Heck schwingen kann, genügt der Kurzschaft. Im www ist der stärkere Rhino VX54 für deutlich unter 200 Eus zu ordern, fabrikneu. Der hat auch die solidere Schalttechnik. Einen E-Motor muss man auch nicht im Spitzenlastmodus fahren, da man dann nur die Batterie leerlutscht. Wie gesagt, wenn Wind ist kann man segeln und bei Flaute genügt ein Paddel.
Mit einem E-Quirl sollte man ohnehin nicht versuchen Rennen zu gewinnen. Wenn man den einigermaßen vernünftig einsetzt, braucht man auch keine Riesenbatterie.

VG Eric

hirschi Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

25.01.2015 21:23
#8 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

wenn man nur kurz einen braucht würde ich auch einen nehmen da er schön ruhig ist aber auf der Ostsee bleibe ich beim 5ps Motor ,der 2,5ps war auf der Ostsee zu schwach. aber auf binnen seen würde ich ihn auch ausprobieren.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

26.01.2015 11:22
#9 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Ja, welche Power man am Heck braucht, ist natürlich revierabhängig. Einige Beiträge zuvor hatte ich geschrieben, dass man bei Wind und Welle auch segeln kann. Das kann ich heute nicht mehr unterschreiben.

Auf meiner letzten Seereise war ich in zwei Situationen, in denen ich die Leistungsbereitschaft und Schubkraft des 6PS-Motors voll abrufen musste.
Einmal bin ich vor dem erreichen des nächsten Hinterlandhafens in DK eine gute Stunde lang in einer nicht segelbaren, engen Fahrrinne genau gegenan motort. Das war am Ende einer Tagesfahrt und ich hatte wenig Lust, alles zurück zu segeln. Aber das war echt übel, denn die Welle kam kurz und steil.
Da sollte man besser nicht voll reinbrettern, denn einige der Wellen sind ja höher, als der Durchschnitt. Es macht sich besser, wenn man mit dem Gasgriff arbeiten kann.
An einem anderen Punkt hatte ich die Windverhältnissse etwas unterschätzt, bin einfach zu lange ungerefft weitergesegelt, bis es nicht mehr möglich war, zu reffen. Wir hatten raumen Wind und sind nur so abgeflogen, trotz Urlaubsladung. Aber so sind wir dann vor Mön in eine Legerwallsituation geraten, bei der wir vor der Hafeneinfahrt von Klintholm so gezielt mit dem Motor mitdrücken mussten, dass wir genau in die Welle passen. bei genau achterlichem Wind läuft man sonst Gefahr quer zu schlagen und wenn links schon die Gischt über den kamm des Wellenbrechers fliegt und und sich auf der anderen Seite an einer Spundwand bricht, dann muss man was tun, um steuerbar zu bleiben, sonst kann die nächste Heckewelle schnell die letzte sein.
So etwas ist nichts, was man mit einem 2,5 PS-Motor machen kann oder mit einem E-Quirl.

Wind und Wetter richten sich eben nur manchmal nach dem, was angesagt wird und sie nehmen auch wenig Rücksicht auf schlecht vorbereitete Segler.
Mit 6PS ist die Jantar aber bestens motorisiert und verfügt über ausreichende Sicherheitsreserven.

Binnen rutsche ich auch mit 4 PS rum, aber da ist ja immer irgend was in der Nähe, wo man sich abducken kann. Bei sehr langen Wanderfahrten merkt man aber schon, dass der kleine 4PSer ein bisschen braucht, bis er die Jantar auf Rumpfgeschwindigkeit hat und abstoppen kann man gleich mal vergessen.

Da man mit der Jantar doch zügig fahren muss, bevor sie aufs Ruder reagiert, muss ich auch so in Schleusen einfahren. Es gibt ja echt Experten, die halten bei der Schleuseneinfahrt mit ihrer dicken Motoryacht mal eben einfach an, um sich zu sortieren und dann habe ich schon zu rühren, um die Jantar mit dem kleinen Quirl wieder zum halten zu kriegen.

Der "große" Motor mit Lastschraube erzeugt allerdings einen deutlichen Schraubeneffekt. Ich muss also auch immer aufpassen, wie ich aus einer Schleuse rausfahre, gerade mit gelegtem Mast. Wenn der gut 5 m übers Heck hinausragt, kann ich mir den Schraubeneffekt zwischen Schelusenwänden nicht erlauben. Hier helfen aber zwei kräftige Gasstöße.

Ansonsten ist der 6PS- Motor auf Wanderfahrten ein Traum, leider aber doch doppelt so schwer, wie mein leichter 2Takt-4PSer.
Um nur aus einem Binnenhafen rauszudrücken und als Flauteschieber ist so ein E-Quirl eine echte Alternative. Für lange Wanderfahrten ist er eher nicht zu gebrauchen und auf See haben E-Motore nach meiner Erfahrung nichts zu suchen.

VG Eric

Jo Offline

Neues Mitglied

Beiträge: 1

29.01.2015 15:16
#10 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo,
mein erster Beitrag hier. Ich hatte einen 4 PS Yamaha-Motor an meiner Jantar, das war schon recht gut. Auch bei viel Wind gegenan bin ich sehr gut vorangekommen. Leider wurden bei uns im Hafen etliche Ab gestohlen, meiner war auch dabei. Ich habe nun einen Rhino 54. Im Hafen ist der völlig ausreichend, bei gutem Wetter auch auf weiteren Strecken. Bei stärkerem Wind habe ich mich dann wie früher wieder mehr auf meine seglerischen Fähigkeiten verlassen, das hat prima geklappt. Also: Bei starkem Wind nicht so bequem wie ein Außenborder mit mindestens 4 PS. Als Flautenschieber problemlos. Richtig starken Wind habe ich damit noch nicht erlebt, hätte aber ein mulmiges Gefühl. Praktisch: Leicht abschraubbar, kann dann auch nicht mehr gemopst werden.

FSA Segelsport GmbH Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 175

29.01.2015 22:36
#11 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Also, Benziner für Buten / Küste optimal. Auch hier empfehlen wir einen 6 PS - egal ob Honda, Yamaha oder
sonstiger Markenhersteller. Kennen die Fallböen bei Klintholm leider auch. Ein E-Motor scheidet aufgrund von
Leistung und Laufzeit definitiv aus !

Elektroantriebe sind sicherlich ideal für Binnenreviere mit wenig Welle und kurzen Distanzen.
Ist mittlerweile eh auf fast allen Binnenrevieren die einzig zugelassene Lösung.

Natürlich sind Rhino, Excursion und sonstige Chinaware billig und man redet sich aufgrund des Preises
die Leistung schön. Dumm nur, das der Eigner bei 4 Bft gegen Wind und Welle auf den Spiegel
nicht aus der Box kommt und mit Verholleine oder Staaken unterstützen muss. Natürlich geht das irgendwie aber
Komfort und Sicherheit geht anders - nämlich nur mit Torqeedo wenn man unter 2 tsd bleiben will.
Auch das geht natürlich noch komfortabler mit Kräutler und Konsorten - dann aber darf die Investition
Im Budget nicht auffallen 😄

FSA

Zeno Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 18

30.03.2015 21:02
#12 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo An Alle,

ich werde für diese Saison auch den Excursion 55 für das Hafenmanöver nutzen. Das war mit Sorgleine bei Ostwind OK aber ich würde auch gerne mal Einhand und mit mehr Komfort raus.

Bei der Platzierung der Batterie könnte ich nochmal ein paar Erfahrungswerte brauchen. Über die Batterie im Bug zu gehen, wurde ja nicht empfohlen d.h. eine extra Batterie für den Motor, korrekt?

Im Heck gibt es ja diese kleine Vorrichtung.

Neben dem Niedergang hatte ich noch gelesen aber wenn der Schacht hinter den Sicherungen gemeint ist, ist der ja doch eher eng. Muss ich die Batterie extra sichern?

Ist vielleicht eine doofe Frage aber wird die zusätzliche Batterie, wenn sie nicht mittig liegt, etwas Krängung ins Boot bringen im Ruhezustand? Hat jemand Erfahungen?

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

30.03.2015 22:36
#13 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo Zeno.
Das Thema hatten wir schon mal. Schau doch bitte mal nach "Elektrik und Elektromotor".
Erst wenns dann noch Fragen gibt, dann bitte hier posten.
Konkret zu Deinen Fragen:
- Die Batterie sollte einigermaßen zugänglich sein. (Rein- und Rausheben, Säure kontrollieren usw.) Das Schapp hinter dem Schalttableau wäre daher ein schlechter Platz.
- Wenn Du diese ca. 20 kg außermittig plazierst wird das die Schwimmlage nur sehr wenig verändern.
Noch zwei Tipps:
Stell die Batterie in einen solchen Batteriekasten mit Deckel. Dann hast Du keine Probleme mit Kurzschlußgefahr und Säurenebel.
Und kauf keinen Typ Starterbatterie (wie fürs Auto), die leben bei dem Einsatz für den Elektroantrieb nicht lange. (Sind nicht tiefentladefähig).

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

31.03.2015 11:13
#14 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo Zeno,

zunächst würde ich mal grob überschlagen, wie gross die Batterie eigentlich sein soll, dann fallen im Ausschlussverfahren einige der Batteriestellplätze schon mal weg.

Dein Heimatteich ist ja recht lang, wenn dir da Sonntag Abend der Wind ausfällt, kann das eine ziemlich eintönige Paddelei werden. Darauf würde ich die Batteriekapazität auslegen. Dann bleiben nur noch der Platz in der Backskiste und neben dem Kiel.

Bei den heutigen, wartungsfreien Starterbatterien ist mir noch kein Säurenebel aufgefallen. Die bleiben ja auch beim Laden geschlossen.
Es gibt ja die Theorie, dass die Schräglage und Wellenstöße nicht aushalten.
Das stelle ich mir lustig vor, wenn bei Geländefahrten im Bayrischen Bergland andauerend die Starterbatterien ausfallen würden, nur weil der Förster mal mit dem Landy durch den Wald brettert und auf einer Steilstrecke parkt. Nö, passiert da einfach nichts, das können die ab.

Es gibt Gelbatterien und Sonderbatterien für die Start-Stop-Fahrzeuge, aber die sind gleich dreimal so teuer und halten auch nicht länger, als eine Starterbatterie für ein Dieselfahrzeug.
Der Regler der Solaranlage warnt bei Tiefentladung, aber ansonsten bekommt man ja direkt an der Heckschraube des E-Quirls mit, wie es um die Batterie bestellt ist und dann kann man ja aufhören, die leer zu saugen. Im Winter quält ja auch keiner die Srtarterbatterie, bis sie tot ist, nur weil die Karre mal wieder nicht anspringen will.

Helmut hat Recht mit seinem Hinweis, dass wir das hier alles schon durchgekaut haben. Da wirst du eine Menge finden, auch viel Gegensätzliches.

Als ich die Jantar gekauft habe, war da auch ein E-Quirl dran, mit einer 120 Ah-Batterie. Da war ich heilfroh, wenn man den Klopper endlich im Heck versenkt hatte, angurten, anschliessen und bis zum Spätherbst vergessen. Erhaltungsladung über ein Solarmodul, aber Wunder an Motorpower darf man da nicht erwarten.
In die vordere Luke passt so eine Batterie nicht mehr rein. Ich halte auch die Kabelei vom Solarpad am Heck und wieder zurück zum Motor für eher fragwürdig. Innen, neben dem Kiel passt zufällig genau eine passive Kühlbox hin, der Platz ist also auch schon vergeben. Bliebe noch vor dem Kiel, aber da sind ja in der Regel die Geber und auch da sind ja die Kabel irgendwie im Weg.

Bei mir hat der Voreigner alles im Heck konzentriert mit kurzen Wegen, Ladegerät, Panel, Batterie, Einspeisesteckdose und die Anschlusssteckdose für den E-Quirl und Solarregler mit Entladewarnung.
Kurze, kompakte Kabelei, ich bin zufrieden, kann ich empfehlen.


Zum Einparkverhalten der Jantar:
Die Jantar macht auch mit voll abgesenktem Kiel genug Sperenzien bei An- und Ablegemanövern, da habe ich schon beste Hafenunterhaltung geliefert, obwohl ich eigentlich dachte, ich habe das Boote ein- und ausparken ganz gut drauf. Aber was sich dieses hochbordige Leichtschiffchen bei Querwind leistet, das ist echt schräg.
Schon bei voll abgesenktem Kiel benötigt sie ja mindestens Schrittgeschwindigkeit, damit sie nicht einfach nur quertreibt. Das ist aber wieder zu schnell, um in einem unbekannten Hafen mal eben von der Boxengasse in eine freie Box zu drehen. Oder eben vorbei, wenn sie grad so ihre Launen hat.
Ganz hart wird es bei achterlichem Wind, weil sie ja auch ohne Segel sofort losmarschiert, sobald sie von einer Anlegeböe getroffen wird. Stoppt man sie dann als Alleinsegler an einem der Achterdalben, bleibt sie auch nicht einfach stehen, wie alle anderen Boote, sondern schert seitlich aus. Da freut sich der Nachbar.
Was du also als schwierig empfindest, ist für einen Hubkieler eher normal. Du wirst dir möglicherweise eine neue Technik überlegen müssen.

Es hilft, das Ruderblatt fast waagerecht zu stellen, aber gerade noch im Wasser zu lassen. Damit hat man einen äusserst wirksamen Ruderdruck. Wenn sich dann noch mit dem Ruder der Quirls dreht, hat man auch kein Hack im Ruderblatt und die Wirkung verstärkt sich nochmal.

Wenn dein Liegeplatz ohnehin tiefgangbehindert ist, würde ich mir eine Fange- und Leiteinrichrung überlegen, die nur treffen musst, die Jantar an der Bergeöse einhaken und schon hat sie verspielt. Das geht auch rauszu.

VG Eric

p.s. letztes Jahr waren ein paar Jungs mit einer Varianta 18 und einem Toquedo -E-Motor bei Wind und Welle in einem Hiddenseeer Hafen.
Naja, wenn der halbe Hafen aufspringen muss, um zu helfen, damit die an anderen Booten keinen Bruch machen, dann zeigt das, dass auch der Mercedes unter den E-Motoren schnell mal an seine Grenzen stößt. Wo es Vorschrift ist und wo man schnell mal anlegen kann und mit dem Fahrrad nach hause radeln, da mag das gehen. Im rauen Seealltag mit Elektromotor unterwegs zu sein, scheint mir eher nicht so durchdacht.

spacedriver0 Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 8

31.03.2015 14:21
#15 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

hallo,
was der Helmut sagen will, ist das sich der Zeno eine Versorgungsbatterie kaufen soll.

Die Versorgungsbatterie versucht über einen langen Zeitraum gleichbleibend viel Energie zu liefern.

Die Starterbatterien sind, wie der Name schon sagt, zum Starten von Motoren. Für einen kurzen Zeitraum ( ca. 30sek ) möglichst viel Energie zur Verfügung zu stellen.

Danach liefert der Generator den Strom für die Verbraucher.

Deshalb sind Starterbatterien als Energiequelle für E-Motoren nicht so gut geeignet.

Gruß
Martin

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