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Dieses Thema hat 23 Antworten
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 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
cosifantutte Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 45

01.04.2015 20:16
#16 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo Zeno,

ich habe jahrelang mit dem Schiff auf Binnenen-Seen gelegen und bin als Flautenschieber gut mit einem Minkota ausgekommen. Der reicht zum Anlegen ohne Wind oder um ohne Wind zum Steg zurückzukommen für mich völlig aus. Bei Wind bin ich erst immer an eine Takelboje und von dort mit Motor in die Box. Auf dem Ijsselmeer und an der Ostsse geht ohne Außenborder nichts, da viel mehr Welle und Wind.

Ich habe eine 70Ah Batterie vorne unter den Polstern im Vorschiff. Finde ich sehr gut, da hinten sowiso alles Gewicht gesammelt wird. Auf dem Ijsselmeer z.B. noch 35kG für den Ab +25kG für den Tank + Mannschaft. Von der Batterie gehe ich mit 16mm² auf eine CE-Steckdose am Heck. Dadurch kann ich den E-Motor ohne Probleme jederzeit in die Backkiste packen oder mit nach Hause nehmen (Diebstahlschutz).

Je größer die Batterie desto schwerer. Meine 70Ah wiegt ca 30kg. Denk dran Du mußt das Ding handhaben können. Wie kannst Du die Batterie laden? mußt Du die dann immer mit nach Hause nehmen? Keine Batterie hält ohne laden eine Saison. Ich hatte mir zum Laden ein Solarpanel montiert. Das hat gereicht um die Batterie über die Woche wieder zu laden. Leider wurde aber wohl gerade deswegen ins Schiff eingebrochen und das Solarpanel wurde geklaut mit zusätzlichem Kollateralschaden an der Verkabelung und am Schiff. Die Diebe hatten wohl auf mehr gehofft.

Eine kleinere Batterie kann man einfacher wieder mit nach Hause nehmen, wenn auch vielleicht öfter als ein 120Ah Klopper.

Ich habe seit 16 Jahren die Batterien im Vorschiff, immer hermetisch geschlossene Flüssigkeitsbaterien, keine normale Auto-Starter Batterien, sodern eine Versorgungsbatterie für langsame Entladung. Das Ding hat obendrauf eine optische Anzeige mit dem der Ladezustand abgeschätzt werden kann. Findest Du in jedem Bootshandel oder im Versand.

Ich empfehle auf jeden Fall die Batterie im Bug, zumal dort bei den neueren Schiffen auch das Batteriefach schon unter den Polstern ist, mit eine Rohr nach achtern für die Verkabelung.

Entscheiden mußt Du selbst.

MfG

Cosifantutte

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.04.2015 00:36
#17 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Zitat von cosifantutte im Beitrag #16

Von der Batterie gehe ich mit 16mm² auf eine CE-Steckdose am Heck.

Tz, tz, tz, wie hast Du denn die 16mm²-Adern in die Schraubanschlüsse der CEE-Dose gekriegt? (Die CEE-Verbindungen sind ja für Netzstrom, 230 bzw 400 Volt gedacht. Hoffentlich geht da nie einer mit Landstrom dran!)

Zitat von cosifantutte im Beitrag #16
.....immer hermetisch geschlossene Flüssigkeitsbatterien, keine normale Auto-Starter Batterien, sondern eine Versorgungsbatterie für langsame Entladung.


"hermetisch geschlossene Flüssigkeitsbatterien", das ist interessant, sowas ist mir noch nie untergekommen. Nach meinem Wissen gibt es:
- GESCHLOSSENE Batterien (Flüssiger Elektrolyt, Schraubdeckel, bei Überladung Wasserverbrauch und Austritt von Knallgas, aber Aqua-dest kann nachgefüllt werden).
- VERSCHLOSSENE Batterien (Elektrolyt in Gel oder Vlies gebunden, hermetisch verschlossen, bei Überladung Austritt von Knallgas durch ein Überdruckventil, dann Wegschmeiß, weil nicht nachgefüllt werden kann).
Also, was hast Du tatsächlich verwendet und wie lange haben die Batterien jeweils gelebt?

Aber in einem Punkt hast Du vollkommen recht: Starter-Batterien sind völlig ungeeignet, aber nicht etwa, weil sie zu wenig Strom abgeben könnten, sondern weil sie nach ein paar tiefen Entladungen hinüber sind.

VERSCHLOSSENE Batterien haben zwar einige Vorteile (werden von den Händlern wärmstens empfohlen) sind meiner Meinung nach aber unwirtschaftlich, weil zwar die Lebensdauer ein bisschen länger ist, sie aber wesentlich teurer sind als sog. Naßbatterien (also der Typ GESCHLOSSEN).

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

02.04.2015 10:46
#18 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Es wird ja immer wieder mal diskutiert, was so ein E-Quirl alles können soll. Da liest man dann, dass da unglaublich Wind steht, gegen den man ankämpfen muss (wir sind doch in einem Segelbootforum? ) oder 1m Welle, gegen die man ewig anmotoren will. An dieser Stelle sollte man anfangen Entscheidungen zu treffen und dafür gleich mal ein paar unrealistische Erwartungen an so einen Batteriesauger ausklammern.

Danach wird es einfacher mit der Batteriewahl.
Am Ende kann man noch über Spannungsabfall nachdenken und weshalb es wenig Sinn ergibt, die Kabel so lang wie möglich durchs Boot zu ziehen.und dann findet man auch die richtigen Kabelquerschnitte.

Hier ist mal so eine Beratungsseite, wo man durch die drei Themen geführt wird und mal grob überschlagen kann, wie viel (bzw. wie wenig) so ein gängiger E-Quirl leisten kann, bevor eine gewaltige Battrie runter ist und welche Kabelquerschnitte man braucht, je nachdem ob man 5m Kabel oder 0,5m verbaut.
https://www.yachtbatterie.de/de/wie-gros...in.html?coID=72


Hoffentlich geht da nie einer mit Landstrom dran!

Ich bin jetzt ein elektotechnischer Laie, aber ist es nicht so, dass das eine eine Marine-Einspeisesteckdose ist und das andere eine normale 12V-Steckdose? Selbst mit dem Kopf voll Rum bekommt man den Marine-Landstromstecker nirgend wo anders reingedremmelt, als in die 230V-Marine-Einspeisesteckdose, die ja extra einen Sicherungsstift hat, für komplett verpolte Zeitgenossen, damit die da nicht aus Versehen was anderes reinstecken.
Somit besteht keine Gefahr. Dafür gibt es ja extra die Camping- und Marine-Serie.

Hinter der Einspeise-Steckdose ist nur 230V, bis zum Ladegerät und zur hoffentlich kindersicher und regengeschützt verborgenen Schukosteckdose Niemand, der noch halbwegs bei klarem Verstand ist, wird sein 230V-Bordnetz mit dem 12V-Netz verkabeln.

Wenn nun jemand an eine CEE-Steckdose nur 12V von seiner Bordbatterie anlegt, dann kann man doch auf der Abgangsseite reinstecken, was man will, mehr als 12 Volt kommen da nicht raus. Und in eine normale Steckdose kann man ja nichts einspeisen. Ich sehe kein Risiko, ausser dass es klobig aussieht. Im 12V-Bereich gibt es ja etwas unauffälligere Steckdosen.

Zur Batteriegröße - bei mir hing eine 120Ah-Batterie dran, das ist schon ein ordentlicher Klopper und der hat nicht einmal gereicht, um dem E-Quirl mal etwas Leistung abzuverlangen. Bei Null-Wind braucht man aber nur Halb"gas", die Jantar ist ja leicht. Bei der oft zitierten 1m-Welle möchte ich jedenfalls nicht mit einem E-Quirl zwischen den Wellenbrechern eines Seehafens rumeiern.
Binnen kann man ja in der Landabdeckung ankern, bis der Hack vorüber ist und wenn man bei Hack nicht aus dem Hafen rauskommt, geht man halt radfahren oder angeln. Ich würde die Batterie für 2 Stunden Flauterutschen auslegen, das sollte genügen, um in der Ruhe vor dem Sturm rechtzeigig vom Binnenteich zu sein. Mehr muss die nicht leisten können.

Tiefentladungen finden nur statt, wenn man eine Kühlbox mitschleppt und vergessen hat, die auszuschalten. Ansonsten bekommt man vom E-Quirl eine sehr exakte Rückkopplung, wenn ihm der Saft zur Neige geht und auch der Solarregler meldet sich lange vorher mit einem nervtötenden Warnton, wenn nur noch 25 Prozent Ladung da sind. Ansonsten sollten diejenigen, die sich für E-Antrieb entscheiden oder entscheiden müssen, nicht über teure Batterien jammern. Für den Preis einer 150Ah-Gel-Batterie und einen passenden Rhino bekomme ich noch keinen passenden Verbrenner.

Zum Heckgewicht - nun ja, die Batterie wiegt 30kg und steht knapp hinterm Reitbalken. Das würde ich gerne mal in der Wasserlinie sehen, ob die Jantar das merkt.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.04.2015 15:56
#19 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #18

Hoffentlich geht da nie einer mit Landstrom dran!
Ich bin jetzt ein elektotechnischer Laie, aber ist es nicht so, dass das eine eine Marine-Einspeisesteckdose ist und das andere eine normale 12V-Steckdose? Selbst mit dem Kopf voll Rum bekommt man den Marine-Landstromstecker nirgend wo anders reingedremmelt, als in die 230V-Marine-Einspeisesteckdose, die ja extra einen Sicherungsstift hat, für komplett verpolte Zeitgenossen, damit die da nicht aus Versehen was anderes reinstecken.
Somit besteht keine Gefahr. Dafür gibt es ja extra die Camping- und Marine-Serie.
Hinter der Einspeise-Steckdose ist nur 230V, bis zum Ladegerät und zur hoffentlich kindersicher und regengeschützt verborgenen Schukosteckdose Niemand, der noch halbwegs bei klarem Verstand ist, wird sein 230V-Bordnetz mit dem 12V-Netz verkabeln.
Wenn nun jemand an eine CEE-Steckdose nur 12V von seiner Bordbatterie anlegt, dann kann man doch auf der Abgangsseite reinstecken, was man will, mehr als 12 Volt kommen da nicht raus. Und in eine normale Steckdose kann man ja nichts einspeisen. Ich sehe kein Risiko, ausser dass es klobig aussieht. Im 12V-Bereich gibt es ja etwas unauffälligere Steckdosen.
eric


Lieber Eric.
So sehr ich Deine Kommentare sonst schätze, aber mit laienhaften Gefasel über Elektrothemen solltest Du Dich besser zurückhalten. Hier sollten nur Leute Ratschläge geben, die das gelernt haben. Der Elektrobereich (12/24 Volt ebenso wie 230 Volt) ist für Bastelein durch Laien bestenfalls nur dann geeignet, wenn sie sich vorher mit der Thematik eingehend beschäftigt haben (Z. Bsp. "Elektrik auf Yachten von Michael Herrmann"). Ja, ja ich weiß, das klingt alles ein bisschen überheblich, aber die Materie ist recht komplex und nicht umsonst lernen das die Fachleute jahrelang.
Und die meisten Stromunfälle entstehen durch laienhafte Basteleien!
Ich versuch mal meinen kurzen Kommentar aus meinem vorigen Posting zu begründen:
Die einschlägige DIN EN ISO 13279 sagt zum (Wechselstrom-)Landanschluß von Booten etwa Folgendes aus:
Landstromsäule: CEE Steckdose, Wechselstom 230 Volt, 16 Ampere, Kennfarbe blau, oder (selten) Drehstrom, 400 Volt, 16, 32 oder 63 Ampere, Kennfarbe rot.
Landstromkabel Landseite: CEE-Stecker (I.d. R. also Wechselstrom 230 Volt, blau).
Landstromkabel Bootsseite: CEE-Kupplung.
Einspeisestelle am Boot: CEE-Stecker (an Kabelschwanz oder als Einbaustecker fest angebracht).
Im Boot, kurz nach der Einspeisestelle: Zweipoliger Leitungsschutzschalter (vulgo: Sicherungsautomat) und FI- (neu RCD-) Schalter.
(Wer genauer wissen möchte, was sich hinter CEE verbirgt, kann Wikipediea, Stichwort "IEC 60309" nachschauen).

Cosifantutti hat nun am Heck eine CEE-Steckdose oder einen CEE-Einbaustecker verbaut (unklar was) und am Motorkabel zwangsläufig des Gegenstück. Egal wie rum, das CEE-Landstromkabel kann mit seiner bootsseitigen Kupplung auf alle Fälle wo angesteckt werden. Der Mensch ist nun mal ein Dusel und irgenwann wird jemand nach dem "blauen Stecker" suchen, ihn finden und den Landstrom anstecken.
Nehme mal an daß er die 16-Ampere-Wechselstrom-Ausführung (blau) verwendet hat und nicht die große 32-Ampere-Drehstrom-Ausführung (rot) genommen hat. Diese Ausführung ist mit ihren 16 Ampere ohnehin viel zu gering belastbar (und 10 mm² sind auch nicht sauber anschließbar). Warum nicht gleich die richtigen Steckverbindungen? Zu teuer?

Die o.g. Norm sieht auch vor daß Gleich-und Wechselstromanlagen installationsmäßig getrennt gehalten werden. Um jegliche Verwechslungsmöglichkeit auszuschließen sollten darüber hinaus nur die für die jeweilige Anlage vorgesehenen Steckverbindungen verwendet werden.


Helmut

cosifantutte Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 45

02.04.2015 18:30
#20 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Um alle wieder zu beruhigen,

es gibt auch CEE Steckdosen für andere Spannungen, z.B. für 24VDC, diese haben eine andere Farbe und eine andere Anordnung der Pole, eine Verwechselung ist damit definitiv ausgeschlossen.

[

Da diese für eine geringere Spannung ausgelegt sind, lassen sich auch größere Querschnitte anschließen! Nicht unbedingt 16mm², aber da geht es ja in erster Linie um den Spannungsabfall über die Leitungslänge. Über geeignete Endhülsen / Stifte läßt sich der Wuerschnitt auch wieder etwas verringern. Da es sich hierbei um Steckverbinder aus dem Industriebereich für 24V handelt, sind sie auch besonders für einen hohen Strom ausgelegt, der ja durch einen E-Motor nunmal benötigt wird.

Als Batterie habe ich eine Vetusbatterie verwendet. Hier ein paar technische Daten:

Vetus Batterien werden speziell für den Gebrauch an Bord von Freizeitbooten gefertigt - eine gelungene Kombination aus Starter- und Verbraucherbatterie! Die Vetus-Batterie ist im Vergleich zu herkömmlichen Batterien bei gleicher Kapazität ca. 25% leichter und ca. 40% kleiner. Die Selbstentladung beträgt nur ca. 4% gegenüber ca. 13%. Durch die spezielle Konstruktion der wartungsfreien Vetus-Batterie ist ein Nachfüllen des Elektrolytes nicht mehr erforderlich. Das Batteriegehäuse ist geschlossen, ein Schauglas gibt Aufschluss über den Ladezustand. Ein Ausbau der Batterie im Winter ist nicht notwendig - selbst im halbgeladenen Zustand ist eine Frostsicherheit bis -30° Celsius gegeben. Vetus-Batterien werden gefüllt und geladen geliefert.

Die letzte Batterie hält jetzt seit 10 Jahren, zwar nicht die ganze Zeit mit einem E-Motor, aber mit Pinnenpilot, Nachtfahrt in 2014 (mit Beleuchtung), Wochendenleben an Bord (mit Beleuchtung) und zeitweiligen Kühlbox Betrieb. Immerhin Hält Sie so noch 1 bis 2 Wochenenden ohne Laden durch.

Ich gebe Helmut recht, das viele Unfälle durch Manglhafte Elektrik entstehen. Ich kann Ihn aber beruhigen, ich habe E-Technik studiert, und über 26 Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich. Daher habe ich natürlich auch alles abgesichert und möglichst kurzschlußfest (doppelt isolierte Adern) verlegt. Fahre das Schiff so seit 16 Jahren.

MfG

Cosifantutte

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

02.04.2015 20:25
#21 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Wenn ich sage, dass ich von Bordelkrtrik und Elektronik so gar keine Ahnung habe, dann ist das ein bisschen tiefgestapelt, ich habs halt nicht studiert, aber so kompliziert ist das ja auch nicht, wenn man nicht zu dem, was alles fertig erfunden ist, noch was ganz anderes erfindet.
Das was ich wollte war ja auch, darauf hinzuweisen, dass man in eine Marine- Eispeisesteckdose nur was einspeisen kann, wenn man den passenden Marinestecker dafür hat, nicht wahr? Dafür wurde die ja erfunden.
Nur dort kann also jemand mit Saft ankommen und so sehr er sich auch bemüht, er wird diesen Stecker nirgend wo anders reinbekommen. Das ist ja der tiefere Sinn der Sache.

Danach gehts auf auf meinem Kahn auf kürzestem Weg, also einmal um die Ecke, an eine fest und regengeschützt im Heck installierte Schukosteckdose, an der das Ladegerät hängt, ebenfalls fest verbaut. Das wars mit der Starkströmerei. Mehr muss man doch nicht einbauen.
Für alles andere gibts Verteilerkabel. Innen in der Kajüte will ich keine dauerhaft installierte Schukosteckdose haben eben auch keine dickadrigen Kabel.
Wenn ich mal kurz Kaffee kochen will oder das Handy laden oder mich elektrisch rasieren, dann stecke ich eben das ebenfalls spritzwassergeschützte Verteilerkabel rein und gut ist. Null komma nichts muss ich da absichern, denn der FI-Schalter sitzt am Verteilerschrank der Marina. Kennt man ja, kaum hat man sich verkabelt, steckt irgend ein Depp seinen verbastelten Hochleistungstoaster rein und schon hauts für alle die Sicherung raus. Ich meine jetzt nicht, wenn es draussen kalt ist und alle verpimpelten Luxussegler werfen gleichzeitig die Heizlüfter an.
Dann kommt die Hauptsicherung. FI kommt bei verbasteltem Gerät oder nicht erkannter Scheuerstelle der vor 15 Jahren das letzte mal inspizierten Schukokabel im Küchentrakt.

Die 12V-Technik ist auf meinem Kahn natürlichauch irgendwo nochmal abgesichert, aber hier ging es ja um die gefährlichen Sachen.



Um der Stecker des E-Quirls irgendwo reinzustecken, muss Cosifantutte eine Steckdose verbaut haben, weil Stecker auf Stecker nun mal nicht passt und weil das eben eine Steckdose ist, kann auch da von aussen niemand mit was auch immer ankommen und da 230 Volt anlegen. Innen hat er ja nur 12 Volt anliegen, also sind sämtliche theoretisch vorstellbaren Unglücke sorgfältig bedacht und ausgeräumt.

Ganz nebenbei ist auch die Baustellentechnik, die jetzt anstelle von Marinetechnik eingebaut wurde, relativ deppensicher gestaltet. Da steht eben nicht mal einer mit einem stromführenden Kabel auf dem Steg und kriegt das irgendwo in die 12 Volt-Steckdose rein. Da müssten sich ja zwei ahnungsbefreite Bastler gleichzeitig treffen. Nahezu ausgeschlossen. Das ist schon alles ganz gut durchdacht.

Natürlich ist man gut beraten, mal in ein Buch zu gucken, bevor man an der organisch gewachsenen Elektroanlage eines Gebrauchtbootes herumfummelt. Auch 12 Volt tun weh, wenn man was falsch macht. Insofern, danke für den Buchtip.


In Sachen E-Quirl bin ich ja eher pessimistisch unterwegs, auf See hat der m.E. nichts zu suchen und binnen brauche ich ihn nicht (mehr) Habe ich verkauft und mir einen Stinker zugelegt.
Da aber alles Theoretisieren nichts nutzt, würde mich interssieren, wie die Betroffenen auf Trinkwassertalsperren und auf Privatteichen zurecht kommen. Ich glaube, darum ging es auch eingangs.
Also welche Batterien, welche Kabel und wie lange hält der Motor durch.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.04.2015 20:58
#22 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Zitat von cosifantutte im Beitrag #20

es gibt auch CEE Steckdosen für andere Spannungen, z.B. für 24VDC, diese haben eine andere Farbe und eine andere Anordnung der Pole, eine Verwechselung ist damit definitiv ausgeschlossen.


Ja wenn Du eine andere als die blaue 2L+PE eingebaut hast, dann ist ja alles i.O. Verwechslung mit dem Landstrom ausgeschlossen. Otto Normalverbraucher hört halt CEE und denkt gleich an die sog. Campingstecker. "Nachahmer" könnten es so auffassen und dann so machen.

Zitat von cosifantutte im Beitrag #20
Da diese für eine geringere Spannung ausgelegt sind, lassen sich auch größere Querschnitte anschließen!
Mir ist keine 2polige (bis 50 V) CEE-Steckverbindung bekannt, die mehr als 16A kann (und an die damit die entsprechend großen Querschnitte angeschlossen werden könnten). Wenn Du eine mit höheren Strom hast schau doch bitte mal drauf, wer die herstellt. Bräuchte ich. Danke.

Zitat von cosifantutte im Beitrag #20
Nicht unbedingt 16mm², aber da geht es ja in erster Linie um den Spannungsabfall über die Leitungslänge.

Du weisst sicher ganz genau, dass nicht nur der Spannungsabfall , sondern uch die Strombelastbarkeit des Leiters zu berücksichtigen ist. Diese verringert sich aber mit jeder Querschnittsverminderung (Die Du möglicherweise vorgenommen hast um die Adern in die Klemmen zu kriegen). (Die Strombelastbarkeit richtet sich ja immer nach dem geringsten Querschnitt des Leitungszuges). Reicht der verbleibende Querschnitt für die vorgeschaltete Sicherung noch aus? Wenn Du als Fachmann genau weisst was Du tust ist das i.O. Laien darf man sowas aber nicht empfehlen.

Zitat von cosifantutte im Beitrag #20

Über geeignete Endhülsen / Stifte läßt sich der Wuerschnitt auch wieder etwas verringern.

Da hast Du also einzelne Drähte des mehrdrähtigen Leiters rausgezwickt, oder? Oder hast Dueine andere Lösung gefunden? Die Endhülsen fressen leider auch etwas vom vorhandenen Klemmquerschnitt. Aber die müssen sein. (Kenne diese blöde Problem. Hab bei meinen Bootsistallationen immer wieder damit zu kämpfen). Bei 16A-Kontakten gehen bestenfalls Endhülsen für 6 mm² rein.

Zitat von cosifantutte im Beitrag #20
Das Batteriegehäuse ist geschlossen, ein Schauglas gibt Aufschluss über den Ladezustand.

Also doch eine Naßbatterie.


Zitat von cosifantutte im Beitrag #20
Die letzte Batterie hält jetzt seit 10 Jahren.

Ein Super Wert für eine Nassbaterie. Hast sie wohl immer gut behandelt: Ordentliches Ladegerät verwendet, nie überladen, nie tiefentladen stehen lassen?

Zitat von cosifantutte im Beitrag #20
Ich kann Ihn aber beruhigen, ich habe E-Technik studiert, und über 26 Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich. Daher habe ich natürlich auch alles abgesichert und möglichst kurzschlußfest (doppelt isolierte Adern) verlegt.

Na klar, man kann vieles in diesem Bereich selbst machen, wenn man genau weiß was man tut. Ich bleib aber dabei: Is nix für Laien.


Beste Grüße
Helmut

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

03.04.2015 09:41
#23 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Hallo Gobby.

FSA hat in einem Post geschrieben:
"Elektroantriebe sind ........mittlerweile eh auf fast allen Binnenrevieren die einzig zugelassene Lösung".
Das ist so allgemein gesagt nicht ganz richtig. Trifft wohl für die meisten österreichischen Seen zu, aber nicht hier in D. Auf den Bayerischen Seen z.Bsp. sind nach wie vor Verbrenner zulassungsfähig, sogar noch als Zweitakter. Allerdings gibt es da Benutzungsbeschränkungen, (sowohl für Verbrenner als auch für Elektro gibt es welche).

Zitat von Gobby im Beitrag #3

Ich habe aktuell einen 8PS AB dran und fahre gefühlte 5Minuten aus dem Hafen und eventuell das selbige wieder rein! Batterie wird über Solarpanel geladen. Ich dachte mir das dann ein E Motor hier ausreichend ist. Spare dadurch ja auch Platz!
Aber wie verhält es sich wenn mal eine Welle vom Meter ist, schaft das der E Motor? Ich habe letztes Jahr mal erlebt das eine Condor 55 mit einem kleinen Benziner nicht voran kam und das sollte nicht passieren!
Für längere auswertigen Touren kann man ja den Benziner wieder ran machen


Die Grenzen eines Elektroquirls wurden hier von einigen ja schon deutlich aufgezeigt:
Binnen: Elektro möglich (aber nur als Flautenschieber geeignet, kaum für Hafenmanöver)
Buten: Nur Verbrenner brauchbar (Ideal 6 PS, mehr nicht nötig und zu schwer).
Aber für binnen gäbe es noch eine Alternativlösung zum elektrischen Spielzeugmotor, nämlich den leichtesten und kleinsten Verbrenner auf dem Markt: Honda 2,3BF, Viertakter, luftgekühlt, 2,3 PS.
Vorteile: Leistung ein mehrfaches der üblichen Elektroquirls (damit etwas "gewittersicherer" und Hafenmanöver sind gut möglich), Reichweite theoretisch unbegrenzt, leicht (13,7kg),technisch sehr einfach (Luftkühlung, keine Schaltung, stattdessen Fliehkraftkupplung, kein Rückwärtsgang), Motor um 180 Grad drehbar (damit voller Schub auch seitlich und rückwärts), billig.
Nachteil: Sehr laut, weil luftgekühlt, kein Schubpropeller erhältlich. (Und nö, stinken tut der nicht, weil Viertakter).

Fahre mit sowas seit Jahren hier am Ammersee (und manchmal auch auf anderen Binnenrevieren). Hatte immer mal wieder an Elektro gedacht aber dann aus den oben genannten Gründen diese Idee wieder verworfen.

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

07.04.2015 11:26
#24 RE: E-Motor an der Jantar21 Zitat · Antworten

Auch ein luftgekühlter Verbrennungsmotor bleibt ein Verbrenner.
Von Segelfreunden am Berliner Wannsee kenne ich noch eine Alternative - den gasbetriebenen Verbrennungsmotor.

Hier gab es wegen des angrenzenden Trinkwasserwerkes Probleme mit dem Trainingsbetrieb und den dafür notwendigen Begleitbooten, die alleine schon wegen der erforderlichen Geschwindigkeit nicht elekrobetrieben sein können. Wer einen "entlaufenen" Kat einfangen will, muss eifach mal Vollgas geben können.

Der Umbau auf Gasbetrieb wurde akzeptiert. Es gibt auch kleine Gasmotore zu kaufen, hier wurden aber bereits vorhandene Verbrennungsmotore umgerüstet.
Wie genau das Verbot für Verbrennungsmotore formuliert ist, wird höchst unterschiedlich sein. Möglicherweise muss man mal nachfragen. Die Versorgung mit Propangas ist jedenfalls problemlos. Nicht so leicht, wie Benzin nachschütten, aber in jedem Fall einfacher, als wenn mitten auf dem Teich der Akku verreckt.

VG Eric

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