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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 1.088 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

25.01.2015 20:20
Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Leute,

wie in einem anderem Thread schon angekündigt hier nun die Bilder von meinem Ruder





Was muss ich tun um das wieder fit zu bekommen?
Reicht da abschleifen und neue Farbe drauf? Wenn ja welche?

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

26.01.2015 10:35
#2 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Bru, was genau hast du da fotografiert?

Für mich sieht das aus, wie Osmose im Endstadium. Da das Ruderblatt praktisch keine statischen Reserven hat, kann man nicht davon ausgehen, dass man großflächige Laminatschäden hier einfach auskratzen und zuspachteln kann. Spachtelmasse ist kein Material, mit dem man Torsion und Biegung aufnehmen kann.

Wenn dir ein geschwächtes Ruderblatt wegbricht, dürften die Folgeschäden verheerend sein, denn in der Regel bricht sowas nicht bei Sonnenschein in der Box, sondern wenn es hart und rauh zugeht und man das garantiert nicht auch noch gebrauchen kann.

Den Vorteil eines Klappruders sollte man konsequent ausnutzen. Es ist also besser, das Ruder immer nur dann ins Wasser zu stecken, wenn man es tatsächlich braucht. Damit muss man das Blatt auch nicht mit Antifouling streichen.
Mein Ruderblatt schleife ich alle 1- 2 Jahre mal minimal an und rolle dann irgend einen weissen Fensterlack drauf, was grade da ist.

Der einzige Nachteil, der bei mir entsteht, sind Rostspuren vom Edelstahl-Ruderkopf. Speziell im Seewasser passiert das schnell, ohne dass zu sehen ist, dass der Ruderkopf rostet. Der sieht vollkommen blank aus.
Warum das so ist und wie man das verhindern kann, konnte mir aber auch noch keiner sagen. Fall einer eine Idee hat, auch wie man das verhindern kann, immer her damit.


Falls auf dem Foto das zu sehen ist, was ich vermute, würde ich ein neues kaufen oder bauen. Alles andere scheint mir zu riskant. Dein Ruderblatt ist ein unverzichtbares Sicherheitselement, Wenn das wegbricht, gefährdest du nicht nur dein Boot, sondern vielleicht auch Unbeteiligte. Auch die eigene Unversehrtheit und die deiner Mannschaft sollte dir wichtig sein. Einen dünn gescheuerten Sicherheitsgurt im Auto würde man konsequent austauschen.

Leider ist bei einem Klappruder das Außenmaß vorgegeben, sonst könnte man das Blatt radikal schleifen und 1-2 zusätzliche Lagen drauflaminieren.

Ich würde bei diesem Zustand eines Ruderblattes nicht mehr über eine Reparatur nachdenken.

VG Eric

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

27.01.2015 09:55
#3 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Eric,

das hört sich ja übel an.
Für mich als Laie sieht das nur so aus als wäre halt der Lack ab.
Ruder aus dem Wasser weiß ich, der Vorbesitzer anscheinend nicht.
Ich kann nochmal eine Aufnahme machen auf der das ganze Ruderblatt zu sehen ist wenn es etwas hilft.
Oder sollte ich das Teil gleich einpacken und mal einem Bootsbauer zeigen?

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

28.01.2015 10:48
#4 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Zitat von Bru im Beitrag #3
Hallo Eric,

das hört sich ja übel an.
Für mich als Laie sieht das nur so aus als wäre halt der Lack ab.
Ruder aus dem Wasser weiß ich, der Vorbesitzer anscheinend nicht.
Ich kann nochmal eine Aufnahme machen auf der das ganze Ruderblatt zu sehen ist wenn es etwas hilft.
Oder sollte ich das Teil gleich einpacken und mal einem Bootsbauer zeigen?

Mfg

Bru


Hallo Bru, das ist ja nur Ferndiagnose, die kann auch ganz falsch sein. Für mich sah es eben aus, als hätte schon mal jemand tiefgründig gespachtelt und wenn das der Fall ist, muss ja irgendwo schon Material fehlen. Ich wollte dich nur darauf hinweisen, dass es riskant ist, in einem so empfindlichen Bauteil Strukturschwächungen einfach zuzuspachteln. Ich würde diese Stellen einfach mal mit einem Stecheisen aufpopeln und wenn du das Gefühl hast, du kommst auf blanke Glasfasern oder piekst dabei schon fast im Schaum rum, dann war es das mit diesem Blatt. Dann kann man es nehmen, um die Form abzunehmen, aber die Stabilität genügt nicht mehr, um damit mal in schweres Wetter zu geraten.

Einige diskutieren ja, dass das Binnen nicht passiert, aber vor einigen Jahren gab es an einem schönen Sommertag auf dem Wannsee ein übliches Sommergewitter, allerdings mit Böen in Orkanstärke. Also auch binnen kann es mal nur noch um Leib und Leben gehen und da hat man sicher genug damit zu tun, sich durch ein Feld gekenterter und entmasteter Boote zu kämpfen, wenn der See in Spundwänden endet, ist das auch nicht gerade einfacher, als auf freier See.
Dann kann man ein brechendes Ruder absolut nicht gebrauchen. Aber auch bei weniger Wind ist man ja nie alleine unterwegs. Mir ist schon mal ein Ruderblatt gebrochen und das ist absolut unwitzig.

Warum sollte das gespachtelt sein und dann noch so sichtbar? Ist mir nicht nachvollziehbar. Wenn man etwas spachtelt, was man danach ins Wasser taucht, dann wird der Spachtel immer gut eingepackt, sonst wird das nichts.

Du machst also nichts verkehrt, wenn du das einem Bootsbauer zeigst. Im besten Fall gibt der Entwarnung, im zweitbesten baut er dir ein neues.
Die FSA bietet übrigens auch neue Jantarblätter an. Die sind teuer, aber das ist relativ.
Ich habe mal einen Bootsbauer wegen einer Neuanfertigung gefragt. OK, der baut Regattablätter, aber was der haben wollte, dafür könnte man zwei Blätter bei der FSA ordern. Preisvergleich lohnt sich.

VG Eric

spacedriver0 Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 8

28.01.2015 11:30
#5 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #2
Hallo Bru, was genau hast du da fotografiert?

Für mich sieht das aus, wie Osmose im Endstadium
. Da das Ruderblatt praktisch keine statischen Reserven hat, kann man nicht davon ausgehen, dass man großflächige Laminatschäden hier einfach auskratzen und zuspachteln kann. Spachtelmasse ist kein Material, mit dem man Torsion und Biegung aufnehmen kann.

Wenn dir ein geschwächtes Ruderblatt wegbricht, dürften die Folgeschäden verheerend sein, denn in der Regel bricht sowas nicht bei Sonnenschein in der Box, sondern wenn es hart und rauh zugeht und man das garantiert nicht auch noch gebrauchen kann.

Den Vorteil eines Klappruders sollte man konsequent ausnutzen. Es ist also besser, das Ruder immer nur dann ins Wasser zu stecken, wenn man es tatsächlich braucht. Damit muss man das Blatt auch nicht mit Antifouling streichen.
Mein Ruderblatt schleife ich alle 1- 2 Jahre mal minimal an und rolle dann irgend einen weissen Fensterlack drauf, was grade da ist.

Der einzige Nachteil, der bei mir entsteht, sind Rostspuren vom Edelstahl-Ruderkopf. Speziell im Seewasser passiert das schnell, ohne dass zu sehen ist, dass der Ruderkopf rostet. Der sieht vollkommen blank aus.
Warum das so ist und wie man das verhindern kann, konnte mir aber auch noch keiner sagen. Fall einer eine Idee hat, auch wie man das verhindern kann, immer her damit.


Falls auf dem Foto das zu sehen ist, was ich vermute, würde ich ein neues kaufen oder bauen. Alles andere scheint mir zu riskant. Dein Ruderblatt ist ein unverzichtbares Sicherheitselement, Wenn das wegbricht, gefährdest du nicht nur dein Boot, sondern vielleicht auch Unbeteiligte. Auch die eigene Unversehrtheit und die deiner Mannschaft sollte dir wichtig sein. Einen dünn gescheuerten Sicherheitsgurt im Auto würde man konsequent austauschen.

Leider ist bei einem Klappruder das Außenmaß vorgegeben, sonst könnte man das Blatt radikal schleifen und 1-2 zusätzliche Lagen drauflaminieren.

Ich würde bei diesem Zustand eines Ruderblattes nicht mehr über eine Reparatur nachdenken.

VG Eric

Hallo Eric,
du rollst also ein unverzichtbares Sicherheitselement mit irgend einem weissen Fensterlack .... und immer wieder drüber. (deine Worte)

Na herzlichen Glückwunsch, deine Tipps sind Gold wert!!

Wie dick ist eigentlich dein Ruderblatt mittlerweile?

Und da bei Ferndiagnosen ganz viel schief gehen kann, halt dich doch etwas zurück und rede nicht gleich von Osmose im Endstadium.

Damit verunsicherst du nur die anderen!!


mfg
Martin

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

28.01.2015 13:14
#6 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Leute,

wie gesagt es sieht nicht nach gespachtelt aus. Sieht eher so aus als ware halt der Lack ab.
Kleine Blasen sind hier und da aber trotzdem zu sehen was ja auf Osmose deuten würde.
Hier noch ein anderes Bild



Dann mach ich mich mal auf die Suche nach einem Bootsbauer...
Kennt jemand zufällig einen im Raum Regensburg?´

Mfg

Bru

spacedriver0 Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 8

28.01.2015 14:57
#7 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo,

schleif doch erst mal den ganzen Dreck runter.

Taste dich langsam an den Gelcoat heran.

Ist der soweit i.O. machste einen neuen Lackaufbau mit Zweikomponenten Grundierung und dann Zweikomponenten Decklack.

Ich hab z.B. PUR Lack ( Lösemittelhaltig ) von Zero verwendet.

Kleinere Unebenheiten dürfen auch gespachtelt werden.

mfg
Martin

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.01.2015 00:37
#8 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Martin, das nervt grad ein bisschen. Wenn du was substanzielles betragen möchtest, tue dir keinen Zwang an, hier darf jeder mitknobeln und von seinen Erfahrungen berichten.

Wenn du aber nur rumnölen willst, ohne dir den Text vorher genau durchzulesen, dafür gibt es das Nölboard.

Zitat von spacedriver0 im Beitrag #5
Hallo Eric,
du rollst also ein unverzichtbares Sicherheitselement mit irgend einem weissen Fensterlack .... und immer wieder drüber. (deine Worte)

Na herzlichen Glückwunsch, deine Tipps sind Gold wert!!

Wie dick ist eigentlich dein Ruderblatt mittlerweile?


Nun, Ruderblätter lackieren mache ich schon immer so. Auch Boote. Ich weiss natürlich nicht, in welchen Schicktstärken du selbst so lackierst, dass du davon ausgehst, dass da was messbar dicker wird, aber du hast auch ein ganz wesentliches Detail mal eben übersehen, obwohl du meine Textzeile ja extra nochmal dick gesetzt hast. Ich male nicht nur mal eben was drüber, sondern schleife das auch an.

Mein Ruderblatt schleife ich alle 1- 2 Jahre mal minimal an und rolle dann irgend einen weissen Fensterlack drauf, was grade da ist.

Genau. Der Vorteil ist, ich sehe alle 1-2 Jahre mal ganz genau, ob und wo mein Ruderblatt beschädigt ist oder Spannungs- oder Überlastungsrisse hat.
Schleifst du deinen PUR-Lack auch so oft an? Falls ja, kannst du nämlich jeden anderen Lack auch nehmen. Oder gilt das Prinzip, solange der Lack hält, ist da auch nichts?
DAS wiederum würde ich bei einem sicherheitsrelevanten Bauteil ziemlich abenteuerlich finden. Aber das kann ja jeder machen, wie er glücklich wird.

Übrigens- an meinem Ruderblatt befinden sich keine so gepachtelten Stellen. Ich kenne auch niemanden, bei dem das so aussieht.
Wie gesagt, ist ja auch nur Ferndiagnose, des erste Bild war schon mikroskopisch, das zweite konnte ich garnicht öffnen.
Den Tip, wie man hier ganz normale Bilder einstellt, hatte ich schon mal gegeben. Andere auch.

Deshalb hatte ich Bru auch nochmal nachgefragt, was er da fotografiert hat, da ich wie gesagt, noch kein Ruderblatt in so einem desolaten Zustand gesehen habe und mir Sorgen machen würde, zumindest mal einem Fachmann das Blatt zeigen würde.
Aber vielleicht war da auch nur was auf der Linse, was dazu führt, dass ein eigentlich nur leicht gespachteltes Ruderblatt aussieht, wie Osmose im Endstadium.

Auf die Gefahren, die mit einem geschwächten Ruderblatt einhergehen, habe ich hingewiesen. Auch darauf, das nicht selbst zu beurteilen, sondern das einem Fachmann vorzustellen. Das kostet ja nichts. Worin soll also die Beunruhigung aller anderen bestehen? Womit genau soll ich mich zurückhalten? Wenn ich sage, mach das besser nicht oder dieses und jenes unbedingt, dann muss doch derjenige, den das betrifft, sich selbst dazu eine Meinung bilden und sorry, wen das nicht betrifft, also dessen Gefühlslage kann und werde ich nun nicht explitit berücksichtigen.

Wenn es sich als harmlose Schatten auf der Fotolinse herausstellt, ist doch toll, dann schreibt der Bru, da war nichts und alle freuen sich.
Wenn der Bootsbauer sagt, das Blatt hat es hinter sich, dann freut sich der Bru, dass ihm das in einem geheizten Bootsbauerbüro gesagt wurde und ihm nicht auf hoher See das Ding einfach weggebrochen ist. Und alle freuen sich mit.
Lieber Martin, ich kann grad dein Problem nicht genau erkennen.
Wenn es dir so garnicht gefällt, was ich schreibe, dann scroll drüber weg oder mach einfach eigene Vorschläge.

VG Eric

p.s. Der tiefere Sinn beim Zitieren besteht darin, sich auf ganz konkrete Textabschnitte zu berufen. Sonst wird es schnell unübersichtlich.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.01.2015 00:52
#9 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Ergänzung zum Rostproblem - auf Brus Bildern ist das gleiche Problem zu erkennen, auch hier markiert sich der Edekstahl-Ruderkopf mit deutlichen Rostspuren und jede Wette, dass beim Ruderkopf selber das nicht zu sehen ist. Hat einer eine Idee, woran das liegen könnte und wie man das ggf. verhindern kann? Man bekommt es nämlich auch nicht weggeputzt, nur weggeschliffen.

Fotos hochladen
Bru, es ist weder ein eigenes Programm, noch ein Webhouster erforderlich. pack einfach die Bilddatei auf deinen Dektop, gehe unterm Text auf Datei hochladen und lade sie hoch, dann noch einfügen, ferig.

VG Eric

p.s. ich glaube nicht, dass unter dem alten Antifouling noch sowas wie Gelcoat kommt. Da wird vielleicht ein bisschen Grundierzeug drauf sein und dann gehts ins Laminat. Es ist eher unüblich, Gelcoat zu spachteln. Die Ruder werden von aussen nach innen gebaut, da muss nichts gespachtelt werden, ausser ein kleiner Hauch an der Klebenaht. Die Fläche selbst ist so glatt, wie die Form.
Osmoseverdachtsblasen einfach mal anpieksen. Wenns nach Essig riecht, ist es blasenkrank.

FSA Segelsport GmbH Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 175

29.01.2015 22:58
#10 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Ferndiagnose FSA :

Schwarz-grüne Schicht ist Bewuchs
Darunter liegende weiße Schicht ist Antifouling ( leider auch über den Wasserpass hinaus gestrichen, gesamter Kopf)
Darunter liegende graue Schicht ist eine Grundierung / Sperrschicht

Die kleinen Blasen sind entweder osmotische Reaktionen oder aber nicht so gravierende Feuchtigkeitsblasen
Zwischen Gelcoat und Grundierung. Die entstehen bei Auftrag der Grundierung bei nachlässiger Vorbereitung
des Anstrichs, falsche Temperaturen während des auftragens oder Verwendung von 1-Komponenten Material womöglich noch
aus dem Baumarkt.

Alles schon gehabt und gesehen.

Falls kein Partner Vorort sein sollte Blatt zusenden und erst dann können wir konkrete Aussagen treffen.

FSA

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

30.01.2015 09:41
#11 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Ferndiagnose Ergänzung:
Gegen Ende der letzten Saison hatte der Bru ja unter dem Thema "Kein Stauraum im Vorschiff" zu seinem Ruderblatt folgendes geschrieben:

Mir kam es beim abschrauben aber schon so vor als wär da Wasser drin....


Bei solchen Sätzen denke ich eben, dass es wahrscheinlich nicht nur um den Lack geht.
Die Reling schafft es auch mal ohne Politur. Aber das Ruderblatt ist ein Bauteil, um das man sich kümmern muss.

Übrigens, nichts gegen Farben aus dem Baumarkt - mein Baumarkt hat eine echte Wassersportabteilung und die ist besser, heisst umfangreicher und meist auch etwas preiswerter bestückt, als der ganz große Ausrüster. Sogar bei den Beschlägen. Der große Ausrüster ist bei uns eher so ein Klamottenladen. Das ist inzwischen schon fast die Hälfte der Verkaufsfläche. Das haben die im Bauhaus natürlich nicht.

Das Ruderblatt an meiner Jantar war ziemlich zerkratzt und ein wenig vergilbt, sonst hätte ich es vielleicht nur poliert. Ich habe aber gute Erfahrungen mit der Fensterfarbe. Das habe ich schon bei anderen Booten so gemacht. Da ist auch keine Grundierung drunter. Wenn man sich beim Anschleifen, ich mache das von Hand, ein bisschen Mühe gibt, also erst dann Farbe draufrollt, wenn da vorher nichts mehr glänzt, dann platzt da auch nichts ab oder wird auch nicht unterwandert. Wer beim Anschleifen pfuscht, muss auch keine Grundierung raufmachen. Die platzt dann nur mit ab.

Falls ein Ruderblatt mit Wasser drin, nicht zuhause am Kamin überwintert, sondern wie die meisten irgendwie in der Kälte, dann wird das den Gesamtzustand garantiert nicht verbessern.

Verliert man bei Wind und Welle den Mast, hat man ein Problem, man hat aber gute Chancen, noch in den nächsten Hafen zu kommen. Versagt das Ruder, sieht die Sache schon nicht mehr so lustig aus. Ich würde das Blatt in jedem Fall jemandem zeigen, der davon Ahnung hat und damit meine ich real zeigen, z.B. der FSA und nicht nur als Foto hier im Forum.

Das mit dem Versenden ist ja schnell gemacht. Die GLS-Kuriere bekommen das für 13 Euro hin und wenn die FSA feststellt, dass es das Blatt hinter sich hat, haben die wahrscheinlich sogar ein neues und können gleich mal gucken, ob das auch passt. Da gibt es ja etliche Versionen, die nicht einfach austauschbar sind. Ausserdem sanieren die immer wieder mal Ruderblätter.
Wer das auf sich nimmt, würden dir auch nicht einfach ein Neues verkaufen, wenn das alte noch zu retten ist.

VG Eric

hirschi Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

31.01.2015 20:06
#12 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

mach es wie eric vorschlägt ich mache auch einiges selber aber fachmann ist eben Fachmann spare nicht am falschen ende,mein ruderblad ist eben weiß. ich habe mir meine genua fock neu nachbauen lassen ich hoffe nun auf den frühling aber es ist noch genug zu machen,also bis bald und teile uns ruhig deine abläufe mit g hirschi

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

02.03.2015 12:27
#13 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Leute,

vielen Dank für die Ratschläge. Ich hatte leider keine Zeit mich darum zu kümmern.
Habe aber am Samstag mal das Ruder in die Hand genommen. Als ich es auf die Böcke legen wollte hörte ich schon ein gluckern.....
Also Loch gebohrt und Wasser auslaufen lassen.
Dann ging es ans Schleifen.... so sieht es nun aus





Bin mir nun unschlüssig wie es weiter geht.

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

03.03.2015 08:41
#14 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Bru,

ob die Krater nun angeschliffene Osmoseblasen sind oder Feuchtigkeitsblasen, wie die FSA vermutet, ist nur noch eine Frage akademischer Natur. Das echte Problem liegt innen.
Falls der Schaum noch intakt ist und lückenlos mit den beiden Halbschalen verbunden, dürfte es kaum gluckern. Das eingedrungene Wasser muss sich schon kräftige Hohlräume geschaffen haben, sonst würde es nicht hörbar fließen.
Es gibt Technologien zwischen Wärmezufuhr und Unterdruck, mit denen man dieses Wasser wieder herausbekommt. Das eigentliche Problem löst man dabei aber nicht.
Bei einem Verbundwerkstoff ist es zwingend erforderlich, dass der stützende Schaum zwischen den beiden tragenden Schalen eine feste Verbindung zu den Schalen hat und sich weder zusammendrücken lässt, noch ablöst.
Das Ruderblatt ist, vereinfacht gesehen, ein Verbundbalken, der oben und unten eine Materialzone hat, die Zug und Druckkräfte aufnehmen kann.
Bei Biegebeanspruchung werden die Kräfte in die Druck- und Zugzone eingeleitet.
Die Mittellage aus Schaum nimmt keine Kräfte auf, sondern hält nur die Druck- und Zugzone auf Abstand und in Form.

Löst sich jedoch die aussteifende Mittellage aus Schaum, wird die Druckzone bei entsprechender Belastung ausknicken, sprich versagen.
Soviel nochmal zu Funktionsweise und weshalb es wichtig ist, dass der Innenschaum intakt ist und mit den aussenlagen verbunden und eben nicht nur irgendwie da.

Das Ruderblatt ist jedoch zusätzlich in zwei Richtungen eine gebogene Schale und hält möglicherweise auch, wenn gar kein Schaum drin ist.

Das Problem steckt jedoch in dem kleinen Wörtchen "möglicherweise". Da die Jantar ein regattataugliches Boot ist, sind viele Komponenten gewichtsreduziert gebaut. Ein neues ruderblatt ist verdächtig leicht. Ich glaube nicht, dass das auch ohne Verbund zwischen Schaum und GfK-Schale lange hält.

Man kann es eben schlecht ausprobieren, denn wenn bei einem Kurzkieler im Seegang das Ruderblatt wegbricht, wird er sich unkontrollierbar verhalten.
Man hat bei Kurzkielern schon mit intaktem Ruderblatt genug Probleme, das Boot bei hohen achterlichen Wellen auf Kurs zu halten. Ich bezweifle, das sich das mit einem abgeknickten Blatt besser steuert.

Soviel nochmal, weshalb ich glaube, dass ein Ruderblatt mit abgelöstem oder nassen Schaum hinüber ist und ohne Sanierungsversuch nicht verwendet werden sollte. Denn auch wenn man nur binnen rumgurkt, da gibt es auch Wind.


Ich glaube, du machst nichts verkehrt, wenn du mit der Schleiferei aufhörst, das Blatt einpackst und es zur FSA sendest. Ich würde damit keinen Tag warten, das Frühjahr steht vor der Tür und dann haben die zum Saisonstart auch anderes zu tun, als halbtote Ruderblätter zu sanieren.

Will man dieses Blatt sanieren, muss das Wasser raus.
Mit vielen kleinen Löchern (ich meine nicht die vielen, kleinen vorhandenen, sondern neue, durchgehende Bohrlöcher) und einem guten Vakuumgerät bekommt man einen Großteil des Wassers heraus. Auf gar keinen Fall darf man mit Druckluft arbeiten.
Trotzdem wird der Schaum ruiniert sein. Ob solche Ruderblätter trotzdem steif genug sind, oder wieder ausreichend ausgesteift werden können, wird die FSA wissen, da die ja seit Jahren mit Ruderblättern dieser Bauweise zu tun haben.

Aber bei allem Optimismus, ich würde mich schon mal gedanklich mit einem Neubau oder Neukauf befassen.
Wie gesagt, bei der FSA wird man dir dann auch das genau passende Ruderblatt raussuchen.
Die wissen auch, ob sich das Blatt durch zusätzliche Laminierungen retten lässt, oder ob es hinüber ist.

Je nach handwerklichem Geschick, kann man Ruderblätter auch selbst bauen.
Bevor du das einpackst und versendest, kann es also nicht schaden, die Form abzunehmen.

Von gebrauchten Ruderblättern würde ich die Finger lassen.
Das Blatt der Jantar wurde mehrfach geändert und die verschiedenen Bauweisen sind nicht kompatibel. Was ein Gebrauchtblatt hinter sich hat, weisst du auch nicht.

Neubau ist auch nicht ohne.
Ein Segelfreund hat sich bei Ebay ein neu gebautes Blatt aus Kohlefaser gekauft. Das sah fantastisch aus, super Arbeit, hat jedoch nur zwei Testfahrten überlebt.
Man kann ja gerne mal Binnen zum Betatester für Hobbylaminierer werden, auf See wäre mir das zu viel Abenteuer.

Auch hier bist du bei der FSA auf der sicheren Seite, die werden dir weder ein ungetestetes Reparaturblatt verkaufen, noch ein Experimentalblatt und am Ende passt dann das neue Blatt auch in den alten Ruderkopf.

Aber ich glaube, das habe ich schon mal geschrieben, irgendwann letztes Jahr, als du das erste mal bemerkt hast, dass du Wasser inm Ruderblatt hast.
Ende März ist bei uns Krantermin, das ist nicht mehr so lange hin.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

10.03.2015 16:57
#15 RE: Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo.
Hatte vor Jahren auch mal Wasser im Ruderblatt (wie wohl etliche andere auch, wie ich hier lesen konnte).
Hab dann an den entgegengesetzten Enden Löcher gebohrt, einen Staubsaugerrüssel an einem Ende angetapt und im Heizraum tagelang Luft durchgezogen. Hatte keine Bedenken, daß das Blatt später brechen könnte, weil ich festgestellt hatte, dass im Blatt zur Verstärkung ein Nirorohr (natürlich in Längsrichtung) drin war. Weiss nicht, ob das alle Janter21-Blätter so haben. (FSE?).
Ich wollte natürlich verhindern, dass sich das Blatt künftig wieder mit Wasser füllt. Wo kam also das Wasser rein? Hatte die Nähte in Verdacht an denen die beiden Halbschalen zusamengeklebt sind (zu sehen war nichts). Habe dann an Vorder- und Hinterkante bis zum Laminat abgeschliffen und neu drüber laminiert, verspachtelt, gestrichen. Schweinearbeit, aber bisher hält es und ist dicht.

Helmut

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