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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 1.016 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
ollie Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 40

11.02.2015 22:36
Kuchenbude Zitat · Antworten

Hallo Jantar-Gemeinde,
auf der Boot bin ich über das Habitent (www.habitent.com) als flexible Kuchenbude auch für Boote ohne Sprayhood gestolpert.

Hat jemand Erfahrungen damit?

Gruß
Ollie

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

12.02.2015 11:48
#2 RE: Kuchenbude Zitat · Antworten

Hi Olli, für das Ding spricht, dass es offenbar sehr leicht ist. Mir ist allerdings nicht ganz klar, für welches Wetter das gedacht sein soll, denn sobald ein bisschen Sonne scheint, wird alles, was so durchscheinend ist, den Raum darunter in ein Gewächshaus verwandeln. Wer mal ein Billigzelt gekauft hat und nicht darauf geachtet hat, dass die Außenhaut entweder eine Alu-Reflektionschicht hat oder nicht durchscheinend ist, der weiss sicher, wovon ich rede. Die Idee, das erst mal jemand anderen ausprobieren zu lassen, ist also nicht verkehrt. Wer opfert sich?

Ein richtig gutes Sonnensegel gehört für mich zum festen Bestandteil des Reisegepäcks. An vernieselten Tagen biete die Jantar ja erstaunlich viel Platz unter Deck, jedenfalls für eine 2er-Mannschaft. Sobald es schöner ist. sitze ich sowieso lieber draussen. Eine echte Kuchenbude vermisse ich daher nicht. Bei viel Wind wird das Teil nicht funktionieren und bei viel Sonne auch nicht. Da mein Sonnensegel auch regendicht ist, reicht mir das, um im Hafen wenigstens mal die Luke auf zu machen und die Regenklamotten draussen aufzuhängen.
Natürlich ist so eine Regenplane/Sonnensegel nicht mückendicht. Aber das ist diese Kuchenbude auch nicht.

Die Jantar hat ja durch die geneigten Schotts eine recht große Plicht und durch das abgeschrägte Heck läuft das ohnehin auf eine Sonderanfertigung hinaus. Damit auf alle Fälle auf eine größere Kuchenbude, als auf den Bildern.
Das Heckgestell braucht man nicht, da ja die Achterstagtaljen sehr hoch geführt sind, dafür ist der Großbaum so tief, dass man ihn mit in die Kuchenbude reinnehmen müsste, um in der Plicht nicht nur auf allen Vieren herumzukriechen. Das gibt wieder Probleme bei Regen und wenn man Stagreiter hat - für mich sieht so eine Standardlösung nach viel Umnäharbeit aus und dann kann man sich eine Kuchenbude auch gleich exakt fürs Boot schneidern. Oder schneidern lassen.

Hast du mal gefragt, wieviel die für die Jantar kosten würde?

VG Eric

ollie Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 40

13.02.2015 18:35
#3 RE: Kuchenbude Zitat · Antworten

Hallo Eric,
es gibt 3 verschiedene Größen, die sich vor allem durch die Breite des Bügels am Spiegel unterscheiden.
Nach den Zests, die ich gefunden habe, scheint das Ding erstaunlich Wind- und Regenfest zu sein (kommt ja aus England, kennen die dort andere Wetter?).
Der Bügel ist das Wichtigste an dem Zelt, denn dadurch entsteht ein riesiger Innenraum.
Durch die großen Fenster kann man bei diesem Ding von Sonnensegel bis komplett geschlossen alles einstellen.
Nach unserer bisherigen Camping-Erfahrung scheint uns das Habitent sehr sinnvoll gelöst.
Die Frage ist eben: wohin mit dem Baum?
Innen ins Zelt geht nicht, der Baum soll für den Aufbau zur Seite gebunden werden.
Daher auch meine Frage, ob jemand das Ding schon auf der Jantar probiert hat.

Interessant ist der Preis, es kostet etwa 500 Euro, dafür bekommt man keine Kuchenbude vom Segelmacher.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

14.02.2015 00:38
#4 RE: Kuchenbude Zitat · Antworten

Zitat von ollie im Beitrag #3
...scheint das Ding erstaunlich Wind- und Regenfest zu sein (kommt ja aus England, kennen die dort andere Wetter?).


Hallo Olli, im Video vom Aufbau ist es aber komplett windstill.
Trotzdem stellt sich der gute Mann an, dass man ihm ständig helfen möchte.

Der Bügel ist das Wichtigste an dem Zelt, denn dadurch entsteht ein riesiger Innenraum.
Eben und genau den braucht man möglicherweise nicht bei der Jantar, da man den Dachbügel an die beiden Achterstagtaljen binden kann.

Diese Achterstagspanner sind jedoch viel steiler, als auf den Beispielbildern/Video des Herstellers. Das heisst, diese Form der Kuchenbude wird den Innenraum der Jantar nicht gerade optimal ausnutzen. Um mit dem Achterstag nicht ins Gehege zu kommen, müsste die Kuchenbude noch vor den Backskistenklappen enden. Dann endet aber auch, dass man sich auf den Sitzflächen mal lang macht, was so ziemlich das beste ist an der kleinen Jantar.

Eine Kuchenbude für eine Jantar müsste sich also den Achterstagspannern anpassen. Die hätte entweder eine ebenfalls schräg gestellte Zeltwand als Abschluss oder lässt diese einfach weg.

Durch die großen Fenster kann man bei diesem Ding von Sonnensegel bis komplett geschlossen alles einstellen.

Die Fenster sehen merkwürdig dünn und zerknittert aus. Hatten die das auf der Messe mal in echt oder nur auf Fotos?


Nach unserer bisherigen Camping-Erfahrung scheint uns das Habitent sehr sinnvoll gelöst.

Das ist nicht unbedingt vergleichbar, denn in meiner bisherigen Campingerfahrung sind mir sehr leichte, einwandige Zelte als morgendliche Tropfsteinhöhlen in Erinnerung und wehe, man pennt mal bis 9.00 und die Sonne scheit aufs Dach. dann wird das zum schnellen Brüter. Schlagregen und einen, der dauernd an die Zeltdecke fassen muss , dann weisst du ja sicher noch, was passiert.

Aber ich lasse mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

Die 500 Eus sind wahrscheinlich nicht der Endpreis. Denn entweder, die schneidern dir das Ding exakt für die sehr spezielle Jantarform zu (breiter Bauch, schmales Heck, Laufdecks enden weit vor dem Heck in einer abfallenden Seitenlinie, Heckstufen, tief hängender Baum, Deckswinschen) oder du musst damit zum Segelmacher, damit der dir das für die Jantar anpasst.
Vielleicht sind das die Gründe, weshalb hier niemand damit Erfahrungen hat.

Die Frage ist eben: wohin mit dem Baum?
Innen ins Zelt geht nicht, der Baum soll für den Aufbau zur Seite gebunden werden.


Auch anders herum, es geht nur nach innen, denn weder vor Anker, noch im Hafen kannst du einen 3m-Großbaum mal eben zur Seite rausbinden. Wohin denn auch, in die Nachbarpersenning? Hochbinden geht auch nicht, dann baumelt er unkontrolliert bei jeder Welle oder wenn Wind kommt. Nein, es geht nur nach innen und schon muss wieder was umgenäht werden und das Segel braucht dann auch eine Tasche, sonst sammelt es Regenwasser und leitet das ins Cockpit.

Nein, für 500 Eus bekommst du keine komplette Kuchenbude vom Segelmacher. Aber für 100 eine gebrauchte von Ibäh und da du die ja ohnehin fast vollständig umnähen und anpassen musst, schiesst du gleich noch für 50 eine gute Nähmaschine dazu und machst dir das Ding passend.

Was mich seit Jahren davon abhält, das genau so zu machen, ist meine Erinnerung an die KuBu auf einem früheren Kahn.
Windanfällig, schwer und immer zur falschen Zeit nass. Ich glaube, ich habe die 5x auf und abgebaut, dann habe ich sie bei ebay vertickt.

Windanfällig ist ja ein Jantarthema. Die ist ja so schon zickig an der Ankerleine.
Letztes Frühjahr hatte ich ein Ankererlebnis der dritten Art - siehe "Ankern mit der Jantar" - und da hatte ich nur mein kleines Sonnensegel/Regenplane drauf, als mich die ersten Vorgewitterböhen aus der Koje geschmissen haben. Das wäre mit so einer Kuchenbude noch ganz anders ausgegangen. Und wenn man nachts vor Anker liegt und aufstehen muss, nur um bei aufkommendem Wind die Kuchenbude zu retten, na ich weiss nicht. Das scheint mir eher so ein Flautetagthema zu sein.

Das soll dich aber nicht abhalten, für uns den Vortester zu machen.

VG Eric

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