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Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 578 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
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eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

06.11.2019 10:41
#31 RE: Jütgabel Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #30
Hi eric,

Die Maße verblüffen mich, vor allem das Verhältnis hinterer Abstand zu vorderem.
Auf der Zeichnung steht die Vorderkante den Mastes etwas hinter der Mitte zwischen den beiden Relingsstützen. Der Drehpunkt ist noch gut 30 cm achterlich der Mastvorderkante.
Die von mir aus dem Foto meines Bootes rausgemessen 28 cm können also schon stimmen!

Helmut


Die Maße sind am Bau zu nehmen!


Hallo Helmut,
das knallen sie immer als Stempel auf die Bauzeichnung.
Da kann sich weder der Klempner, noch der Fensterbauer hinterher rausreden, dass irgendwas nicht passt, was er aus der Zeichnung rausgemessen hat.

Dazu kommt noch - Schiffbau ist schief Bau.
Im Idealfall siehts hinterher halbwegs symmetrisch aus, aber miss nicht nach.

(Wer hatte denn hier neulich gesagt, dass sogar die Fenster der Jantar unterschiedlich sind?)

Ich habe noch was leckeres für deine Stütze gefunden.
Dachte mir schon, dass eventuell auch der Tritt im Niedergang oder das Brückenschott infrage kommen.

Hier ein GWS-Klempner bei der Arbeit.
Man beachte das formschöne KG-Rohr und wie hoch er mit so wenig Rohr den Mast gedrückt bekommt. Danach ist es nämlich einfach, denn Boot und Mann teilen sich das Gewicht und das ist dann so einfach, dass er ganz auf eine Jüt verzichten kann.

Masthebeanlage für unter 20 Euro. Da wirds dem Edelstahlbauer schlecht. OK, vielleicht kann man ja die Stütze bei ihm bestellen.

Trotz des ziemlich verpixelten Videos ist zu erkennen, dass er den Mast seitlich in die Stütze einheben kann, was wirklich mitgedacht ist und hier praktisch keiner hat und dass die Stütze unverrutschbar im Niedergang steht und damit eher in 90 Grad zum Mast. Dadurch bekommt sie kein Biegemoment, sondern nur Druck.

https://www.youtube.com/watch?v=EKjUi2h0mX8

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

06.11.2019 18:10
#32 RE: Jütgabel Zitat · Antworten

Hi eric.
Deine Frage: Wie war denn deine Lösung, wenn der Mast trotz Hilfswanten ausschert?
Ich versuche den Unfall mal zu analaysieren:
Hilfswanten aus 10er normaler Leine hängen an einem Mastrutscher und dieser direkt am Großfall (so wie bei Dir, aber ohne Gummistropp). Das andere Ende der Hilfsleinen fährt durch die ganz nach vorne geschobenen Leitösen (die sind dann etwa so weit vorne wie der Drehpunkt, aber natürlich etwas tiefer als dieser). Von da nach achtern auf die Fockschotklemmen. Damit kann ich links und rechts gleiche Spannung geben. Richtig gespannt werden beide dann über das Großfall. (Beim Setzen /Absenken muss natürlich das Großfall mitgeführt werden).
Der Mast kam bei etwa 30 Grad (außerhalb der Handreichweite) ins Pendeln und stürzte auf die Backbordreling. Ich vermute, dass sich die Hilfswanten oder das ebenfalls 10mm dicke Großfall gedehnt haben. (Das Großfall ist ja ewig lang). Schäden: Mastfuß verbogen, Relingsbefestigung gebrochen und Verklicker hin. Keine Personenschäden.
Sonstige Rahmenbdingungen: Aktion erfolgte und wird weiterhin erfolgen: An Land, 2x im Jahr und durch 2 ältere Herren (Muckis waren früher mal!). Unterwegs nicht erforderlich, daher kann die Einrichtung nach Benutzung vom Boot entfernt werden.
Unter Zugrundelegung dieser Facts habe ich nun Folgendes vor:
Hilfswanten: Weiter nach aussen (mit Dynemaa-Leinen an an die Relingsfüße) und aus nicht dehnbaren Material.(Will dazu die Unterwanten nehmen, Länge müsste passen). Keine Verstelleinrichtung, d.h. ohne das lange Großfall und kein Gummi. Das bedingt, dass der Anlenkpunkt der Hilfswanten mit dem Drehpunkt fluchtet.
Jütt (Toter Mann): Dafür will ich den Spi-Baum verwenden, der in eine fest an der Mastvorderkante angebrachte Öse einhängt wird. Das andere Ende des Baumes soll einen (wegnehmbaren) Spezialbeschlag aus Alublech tragen, an dem einerseits das Fockfall und andrerseits die Holeleine angeknotet wird. Diese führt über einen Block am Bug zu einer der Dachwinschen.
Bis auf die dünnen Dynemaa-Leinen (zwischen den Relingsfüßen) ist alles da. Kommt auf Deine Devise raus: Make it small and easy!

Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

07.11.2019 16:36
#33 RE: Jütgabel Zitat · Antworten

Oh je, Helmut, da hast du aber noch Glück gehabt.

Eine Jüt hast du nicht erwähnt, ich gehe aber mal davon aus, dass die dran war, denn ohne kommt irgendwann so ein extremer Zug auf den oberen Anschlag des Vorstags, dass der Mast zwangsläufig ausscheren muss und dann eben unhaltbar.

Bei zu schnellem fieren des Grossfalls, setzt du praktisch die Hilfswanten ausser Betrieb (siehe Alex und die am Ende vollkommen entspannte Gummileine).
Bist du dabei zu langsam, erhöht sich der Druck über die obere Umlenkrolle des Falls ebenfalls und das System wird sich das schwächste Glied der Konstruktion suchen, um dem Druck auszuweichen und das war offenbar eine Seite der Hilfswanten.

Der Unterschied in der Materialwahl ist ja, dass so eine kleine Leine mit Dyneemakern in diesem Kräftespektrum praktisch keinen Reck zeigt.
Dadurch, dass das auch nicht umgelenkt wird und durch Schäkel mit der Fussstütze verbunden ist, und schon unterhalb der Saling am mastrutscher endet, entstehen ausserdem deutlich kürzere Seilängen.

Aber tröste dich, ich habe daran auch eine Weile getüftelt. Beim ersten mal Mastlegen mit der Jantar wäre ich fast draufgegangen.
In einem Moment geistiger Umnachtung hatte ich mich in den Niedergang gestellt, um schneller mit den Händen an den Mast zu kommen, ihn also zu greifen und so das ungute auspendeln zu beenden. Dort hat man ein Hebelverhältnis von mehr als 1:8, also auch das entsprechende Kräfteverhältnis.
Der Mast ist unhaltbar bis zu meiner Schulter niedergegangen und hat mich dann gnadenlos runtergedrückt. Das hält niemand.
Zu allem Unglück kam noch Pech dazu und ich mit dem Hals auf die Hebelklemme des Kielfalls.

Zum Glück hat die Lieblingsvorschoterin kapiert, was grad passiert ist, denn ich selbst konnte nur röcheln und habe um mein Leben gekämpft. Aber gegen Mastgewicht 1:8 ist man chancenlos.

Also schön vorsichtig und mit Bedacht.
Das ist auch der Grund, weshalb ich da dranbleibe, wenn das Thema auftaucht. Man kann garnicht genug warnen.
Das geht 20 x gut und einmal nicht, warum auch immer. Aber das eine mal kann eben schon das letzte mal sein.

VG Eric

übrigens - wenn du nur die landgestützte Anwendung hast, warum stellst du den Mast nicht über die Trailerwinsch?

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

10.11.2019 16:27
#34 RE: Jütgabel Zitat · Antworten

Hi eric.
Ich glaube, da sind wir uns einig, dass Mast legen/stellen unterwegs (Brückendurchfahrt) ganz andere Anforderungen stellt, als wenn das nur vor und nach der Segelsaison geschehen muss.
Ich werde Fotos von meiner Realisierung hier einstellen. (Logo, erst nächstes Jahr, bei Beginn der Segelsaison). Vielleicht helfen die Dir was beim "Unterwegs-Problem"?
Beste Grüße
Helmut

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