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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 636 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

11.06.2018 10:25
E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Moin Segelfreunde,

habe hier lange nicht mehr reingeschaut, doch nun aber mal wieder eine Frage.

Der Benzinmotor macht schlapp und ist auch sonst nicht mehr so zeitgemäß - es soll daher ein neuer bzw. neuer Gebrauchter her. Da denke ich auch über einen E-Motor nach, ist ein schöner Moment beim Segeln doch auch der, wenn man den Motor abschaltet ... Fange daher an, mich in die Materie einzulesen.

Wir haben jetzt einen 2-Takter Mercure Langschaft mit knapp 5 PS und liegen in einer Hafenanlage, wo Fahren nur unter Motor zulässig ist. Gelegentlich fahren wir auch mal raus zum Baden oder zu einem Ausfluglokal, was eine Strecke von bis zu 10 km am Tag ergibt.

Habe an einen gedacht, der ein Akku eingebaut hat, den ich abends mit ins Bootshaus nehmen kann. An eine Lösung mit externem Akku/Batterie habe ich kein Interesse. Stieß ich da nach kurzer Zeit auf das Modell Torqeedo Travel 1003 L, so fand ich dann weitere kurze Zeit später kritische Beiträge, die die annähernd völlige Praxisuntauglichkeit an Segelbooten beschrieben, wie z.B. Einklappen Pinne, Hochklappbarkeit für den Segelbetrieb, Drehbarkeit zur Steuerungsunterstützung.

Habt ihr euch schon an das Thema herangetraut und wenn ja: Wie sind eure Erfahrungen?

Viele Grüße,

Micha

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

11.06.2018 15:23
#2 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von miclin im Beitrag #1
Moin Segelfreunde,


Moin Micha

habe hier lange nicht mehr reingeschaut, doch nun aber mal wieder eine Frage.

Damit zählst du immerhin zum engeren Kreis der Forumsteilnehmenr, an deren Schlepptop eine Tastatur angeschraubt ist und die dann noch wissen, wofür die eigentlich gedacht ist. An die anderen 250 stillen Mitleser - im Zweifel einfach mal rauftippen, ist fantastisch!

Der Benzinmotor macht schlapp und ist auch sonst nicht mehr so zeitgemäß - es soll daher ein neuer bzw. neuer Gebrauchter her. Da denke ich auch über einen E-Motor nach...

Na, für mich hört sich das eher an, als hättest du dich bereits für den Mercedes unter den Elektromotoren entschieden.

...An eine Lösung mit externem Akku/Batterie habe ich kein Interesse. Stieß ich da nach kurzer Zeit auf das Modell Torqeedo Travel 1003 L


Bingo! Teurer gibt es nicht! Hässlicher eigentlich auch nicht, oder?

Aber was die da im Internet an künstlichen Problemchen herbeidichten, findet bei uns im Verein nicht statt, jedenfalls nicht bei denen, die sich für diesen Designunfall entschieden haben.

Nicht klappbar? Pinne auch nicht? Nicht zu gebrauchen für den Segelbetrieb?! Da habe ich nicht nur andere Beobachtungen, sondern offenbar auch ein anderes Internet...



Drehbarkeit zur Steuerungsunterstützung hat er tatsächlich nicht, aber dafür hast du ja die Pinne.
Die freudige Leistungsentfaltung deines alten Verbrenners, der dich mit einer Drehung und einem beherzten Gasstoss aus so mancher brenzlichen Situation gerettet hat, die kannst du hier sowieso nicht erwarten. Also braucht das auch keiner.

Ohnehin sollte man jetzt für knapp 2.000 auch nicht alles verlangen...
pssst - da kommt noch der Ersatzakku dazu, herstellergebunden und deshalb suuuuuperbillig.
900 Ocken, um genau zu sein.
Aber du hast dich ja gegen externe Batterien entschieden.
Die Werbeabteilung des Küchengeräteherstellers sagt, bei Kühlung (?) und guter Pflege hält so ein Li-Ionen-Akku bis zu 6 jahre. Hört man ja gerne, "bis zu".
Wenn die Marketingfutzies sowas sagen, rechne eher mit 3 Jahren - bis zu...

Ersatzakku könnte dann interessant werden, wenn du keine 15 Std Zeit hast, bis dein Akku wieder aufgeladen ist, nachdem dich der Küchenquirl so tapfer im Halbgas ganze 3:30 Std mit ungeheuren 2,5 Kn durchs Wasser geschoben hat.

Herstellerangaben, nein, nicht im Labor unter kontrollierten Abschalteinrichtungen gemittelt unter Streichung des schlechtesten Rennens...
...ist ja nicht Audi oder Skoda oder VW, BMW, oder Daim...

Falls du keinen Gergenwind hattest, wie ausserhalb des Labors oder Strömung oder Wellen, sonst stehst du nach 3:30 immernoch da, wo du losgefahren bist.
OK, im Vollgas sind es schon satte 9 kmh! OK, dafür auch nur 30 min lang, aber immerhin.

Klingt jetzt wenig, das kann aber reichen, wenn du erkennst, dass da am anderen Seeufer vor einem nahenden Gewitter gerade der letzte Segelfreund mit Verbrennungsmotor den Anker aufholt, um sich noch schnell vom Acker zu machen, bevor es dicke kommt.

Das nervtötende Gesirre des Mixers übertönst du locker, einfach kräftig rufen und so verständlich, wie möglich um Schlepphilfe btten.

Wenn das nicht mehr ankommt, weil der einsetzende Sommersturm zu viel Biolärm erzeugt, einfach beherzt die Schleppleine schwingen.
Wenn der Segelfreund mit seinem Benzinstinker dich gut leiden kann, (sofern du ihn noch nicht allzu lange über die Vorzüge der Elektromobilität belehrt hast), wird er es sehen, wenn nicht... einfach auf Legerwall in irgend eine Marina treiben lassen.

In 15 Stunden hast du ja wieder Saft.
Da ist wahrscheinlich auch der Sturm vorbei und dann gehts sowieso alles viel einfacher.

OK, blöd wäre jetzt Wellenbrecher und Steinmole in Legerwall, aber das gibt es ja nur auf richtigen Segelrevieren.

Gibt noch ein voll schickes Taschenset für nicht mal 200,- Eus. Das ist zu empfehlen, denn das ist halt alles auf rasche Mitnahme ausgelegt, was auch immer die sich dabei gedacht haben. Ist so wie mit Schnellspannverschlüssen an der Fahrradnabe. Man kann noch nicht mal hinterfahren, wenn der Dieb damit wegrennt.
Deshalb achte auf den Fitnesgrad der Lieblingsvorschoterin.



Wenn die schon mit der Motorübergabe überfordert ist,
wer soll dann das Bier schleppen?

Da hin Schatz, gleich neben die Ersatzakkus...



Ach komm, da hat der Hersteller doch echt mitgedacht. die 16 kg auf zwei Arme verteilt, das schafft die locker...




Oder du nimmst einfach einen Ersatzverbrennungsmotor mit, die sind ja nicht ganz so teuer.


Habt ihr euch schon an das Thema herangetraut und wenn ja: Wie sind eure Erfahrungen?

Schätz mal...

VG Eric

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

11.06.2018 18:42
#3 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Moin Eric,

danke für deinen Beitrag und die Zeit, die du dir dafür genommen hast.

Könntest du ihn aber bitte noch einmal zusammenfassen? Oder habe ich das so richtig verstanden:
- viel zu teuer,
- würde am Segelboot schon grundsätzlich funktionieren,
- eine Jantar 21 ist aber zu groß, bei der ein E-Motor einen Benziner nicht wirklich ersetzen kann.

Ist das ein Torqeedo-Modell, was auf den Bildern abgebildet ist?

Viele Grüße,
Micha

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

11.06.2018 20:11
#4 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Der Vorbesitzer meiner Jantar hat seinerzeit einen E-Motor als Hafenquirl genutzt.

Ganz erlich, das Laden der Batterie für den Fall der Fälle und die Größe zur benötigen Leistung, da Packe ich mir lieber 5l Benzin in die Backskiste und fahre damit mehrere Stunden durch die gegend.

Ich schaffe es in einer Saison nichtmal meinen 12l Benzin Tank leer zu fahren!
Ist ja ein Segelboot und kein Motorboot.

Da glaube ich sogar das die Anschaffungskosten zur eigentlichen Nutzung nicht im verhältniss stehen.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

12.06.2018 01:01
#5 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von miclin im Beitrag #3
Moin Eric,

danke für deinen Beitrag und die Zeit, die du dir dafür genommen hast.


Ging schneller, als mit dem E-Quirl übern Teich zu gurken ;-)

Hi Micha, Spass beiseite, das sind ordentliche Motore, die sicher ihr Geld wert sind und wenn es dir nicht so auf die Kohle ankommt, warum denn nicht.

Mein Jantarchen habe ich mit E-Quirl gekauft und ihn auch eine zeitlang genutz. Genau, wie für den bei dir vorgesehenen Anwendungsfall.
Das war ein Rhino 55 oder 65, jedenfalls stark genug, die Jantar bei Totalflaute wieder an den Heimatsteg zu schieben.
Rasen geht natürlich nicht, aber darum gehts ja auch nicht.

So ein Teil kostet gebraucht um die 80 Euro. Der bleibt auch nicht am Heck, sondern wird einfach an- und abgeschraubt, Stecker rein, fertig.
Dauert keine 10 Sec. Danach fliegt er in die Backskiste.

Der limitierende Faktor ist dabei die Batterie. Die muss stark sein und wenn du da was um die 120 Ah einbaust, alles darunter ist Unfug, dann ist das Ding auch schwer. (und als Solar-Gelbatterie auch nicht ganz billig).
Dazu war ein Solarfeld auf einem der Backskistendeckel verbaut, was mir die Woche über auch bei mässigem Wetter die Batterie wieder voll gemacht hat.

Tolle Sache, vor allem wartungs- und damit kostenfrei, aber...

Wir sind Wandersegler. Wir können nicht nur in 7-8 Std in unser stadtnahes Idealrevier fahren oder in eins der anderen Stadtreviere, sondern in drei Tagen an die Müritz oder in 2 Tagen nach Stettin und in die inneren Seegewässer oder gleich raus auf die See. Schon dafür ist ein E-Quirl absolut nicht zu gebrauchen.
Und binnen bei aufziehendem Gewitter? Da musst du auch schnell sein und handlungsfähig.

Ich will jetzt nicht davon anfangen, dass du bei schwerem Seegang in der Regel nicht in einen Seehafen auf Legerwall reinsegelst, sondern max unter Fock und laufender Maschine, manchmal kann man es sich nicht mehr aussuchen und dann braucht man etwas Nervenstärke und einen leistungsbereiten Motor, der genau dann lossprinten muss, wenn die Welle passt.
Wenn mitten im Verkehrstrennungsgebiet der Wind einschläft, möchte ich auch nicht mit den E-Quirl die Lücke zwischen zwei Tankern finden.

Wir sind ein paar Jahre mit unserem 4 PS Langschaft an die See gefahren, binnen vollkommen ausreichend, auf See reicht er eindeutig nicht.
Und wenn der schon zu schwach ist, muss man sich nicht über E-Motore am Heck in Seegebieten unterhalten.

Das ist ein reines Binnenthema und selbst dort nur eingeschränkt.

Ich sage mal, wenn du am Steg schon weisst, dass du abends zurück sein willst und dass eventuell nur der Wind weg ist, ist ein E-Motor nicht zu schlagen. Einfach fantastisch! Billiger und umweltschonender ist nur noch paddeln.

Bevor ich mir jedoch so einen Designermixer ans Heck hängen würde, würde ich die Kohle lieber in einen massgeschneiderten Satz Regattasegel investieren. Kostet nämlich ungefähr genausoviel, wie das Schmuckstück in bürograu und müllautoorange.

Wenn du aber andere Menschen gefährdest, die sich auf dein Können und Wissen als Bootsführer verlassen oder in Notsituationen Hilfe anfordern musst, nur weil dein E-Quirl, wie vorauszusehen, der Situation nicht gewachsen ist, dann handelst du grob fahrlässig.
Egal, was die Marketingfuzzies von Torqueedo in ihre Prospekte drucken, das Ding (und jeder andere) ist nichts für Schwerwetter.
Und das kommt auch mal auf deinem Teich.

Ich hoffe, das ist eine plausible Argumentationskette.

Es gibt kein einfaches ja oder nein für den E-Motor, es gibt Torqueedofans, die glücklich sind und es gibt sicher gute Gründe, sich für den Marktführer mit der meisten Werbegetöse zu entscheiden, z.B. wenn dauernd das Konto voll ist, aber es gibt gleichwertige Alternativen für ein 10tel des Anschaffungspreises.

Und ja, es macht Spass, nachts nochmal mit einem E-Quirl aus dem Hafen zu rutschen und nach Mitternacht wieder rein, ohne die anderen zu wecken.
Das ist richtig cool und die Anschaffungskosten sind vergleichbar mit 1-2 Durchsichten am Verbrennungsmotor. Vom Sprit ganz zu schweigen.

Könntest du ihn aber bitte noch einmal zusammenfassen? Oder habe ich das so richtig verstanden:
- viel zu teuer,


Torqueedo sagt nein. Kommt drauf an, was du willst. Mit einem Rhino kannst du halt nicht angeben.

- würde am Segelboot schon grundsätzlich funktionieren,
Na sicher, dafür wurden die ja gebaut. Für Boote halt. Das weiss ja der Motor nicht, dass das eigentlich ein Segelboot ist.

- eine Jantar 21 ist aber zu groß, bei der ein E-Motor einen Benziner nicht wirklich ersetzen kann.
Falsch. Auch ein Angelkahn ist zu groß, so dass ein E-Motor einen Benziner nicht wirklich ersetzen kann.
Jedoch für die oben beschriebenen Anwendungfälle ist ein E-Motor bestens geeignet. Auch an einer Jantar.

Wir fahren übrigens im Hausrevier die meiste Zeit im Jahr gar keinen Motor. Das ist noch leiser.
Und sogar billiger.
Wenn aber die Wettersituation so ist, dass eventuell Gewitterneigung ist und wir eventuell reagieren müssen, hänge ich meinen 4PS-Verbrenner ans Heck. Es ist einfach unangebracht, auf Schlepphilfe zu hoffen, wenn jeder mit sich schon wettertechnisch genug eigene Probleme hat.
Habe ich den Verbrenner am Heck, leiste ich selbstverständlich Schlepphilfe, auch bei Motorbooten kann mal was ausfallen. Das ist aber was anderes, als wenn sie von vornherein mit untauglichem Motor auf dem See rumeiern.

Der 4PSer ist übrigens leichter, als der Torqueedo und war deutlich günstiger.
Für Fernreisen haben wir einen leistungsbereiten 6PS-4-Takter, extrem sparsam und einigermassen laufruhig. Der hat neu mal ungefähr die Hälfte des E-Luxusmodells gekostet.

Ist das ein Torqeedo-Modell, was auf den Bildern abgebildet ist?
Ja, das ist der, den du kaufen wolltest. Auf allen Bildern.

Viele Grüße Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

12.06.2018 02:02
#6 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #4
Der Vorbesitzer meiner Jantar hat seinerzeit einen E-Motor als Hafenquirl genutzt.

Ganz erlich, das Laden der Batterie für den Fall der Fälle und die Größe zur benötigen Leistung, da Packe ich mir lieber 5l Benzin in die Backskiste und fahre damit mehrere Stunden durch die gegend.

Ich schaffe es in einer Saison nichtmal meinen 12l Benzin Tank leer zu fahren!
Ist ja ein Segelboot und kein Motorboot.

Da glaube ich sogar das die Anschaffungskosten zur eigentlichen Nutzung nicht im verhältniss stehen.


Hi Mathias, also wenn du so wenig motorst, dass du noch nichtmal 12 Liter Sprit verpustest, dann wäre ein E-Quirl eigentlich genau richtig.
Worin bestand denn das Problem mit dem Nachladen? Hast du Strom am Steg genügt doch ein Stecker zum Ladegerät und wenn nicht, legst du dir ein Solarfeld dahin, wo die Sonne scheint. Die Batterie wird nur zum Winter ausgebaut, wenn überhaupt. Im Auto friert die auch und überlebt das.

Wenn man Bootsreisen macht, ist das sehr wohl ein Motorboot. Natürlich motoren wir auch so wenig wie möglich, aber bevor wir auf eigenem Kiel in Stettin sind, fahren wir 250 km , davon knapp 150 durch eine der schönsten Flusslandschaften. Da würden wir mit 12 Litern alt aussehen.
Auch mit einem Elektromotor.

Aber nur mal eben an- und ablegen und wenn der Wind weg ist, wieder in den Hafen rutschen, da gibt es kaum was besseres, als einen E-Motor.
Auf vielen Talsperren ist ohnehin nichts anderes erlaubt.
Auch Brandenburg hat etliche Seen, bei denen die Stinkies draussen bleiben müssen.
Erfahrene Fahrtensegler greifen dann mal kurz in die Backskiste und knipsen mal schnell einen E-Quirl der 120 Euro-Klasse ans Heck und wenn der Kahn erstmal läuft, dann lauft er und schon liegt man ruhig und da, wo nur noch Angler und Paddler hinkommen.
Diese Motore sind übrigens praktisch geräuschlos.
Warum ausgerechnet der Marktführer so rumfiept, ist mir unklar.
https://www.youtube.com/watch?v=dorUd2PFDqk

Nur bei torqueedo selbst kommt so eine Art hippe Warteschleifenmusik, wenn man am Gasgriff dreht.
https://www.youtube.com/watch?v=lCcPAF476t4

Und dann schnell wegpacken und mit tollen Segelbildern von der orthopädischen Gurke ablenken.

VG Eric

App auf eigenem Kiel über Elbe und Oder ans Meer - eine gute Gelegenheit, die Stärken des Hubkielers auszuspielen.
Tauchtiefen von 70-80 cm? Für eine Jantar kein Problem.

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

12.06.2018 10:28
#7 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Danke euch beiden für eure Beiträge ... :o)

Na so langsam scheint mir, als wäre so ein Teil doch etwas für uns. Ein neuer Benziner mit 5 PS kostet auch über 1 T€ und dann der Umweltaspekt ...

Wir liegen ja am Schweriner See in einer Reihenbootshausanlage. Aus der Hafenanlage rausmotoren und Segel setzen sind so bis 500 m, rein ähnlich. Geht es nur mal raus zum Baden, kommen da bis 2 km am Tag zustande. Abends liegen wir grundsätzlich in der Anlage und bis am nächsten Tag wieder losgeht, vergehen ca. 12 h - also genug Ladezeit. Ach, und soweit Unwetter überhaupt in der Nähe bzw. angekündigt ist, geht es gar nicht erst raus. Also im Prinzip lediglich kurze Einsätze als "Sprint" auf einem Binnensee, die der Motor zu leisten hätte. Lange Fahrten sind nicht im Sinn.

Gewicht ist natürlich ein Thema, es sollte schon auch reduziert sein, weniger aber aus Gründen der Segeleigenschaft (wäre toll - ist aber nachrangig) sondern des Handlings. Und wenn man das Akku zum Laden ja herausnehmen kann, ist das Gewicht zum Transportieren (Akku) bzw. Verstauen (Motor) ja halbiert. Muss Gestehen, dass ich auch sonst keine Batterie an Bord habe, da es stets erst nach der Dämmerung rausgeht (ausschlafen) und wir vor der Dämmerung (Abbendbrot) am Liegeplatz im Hafen sind.

Davon, dass die Dinger für Segelboote gemacht sind, bin ich aber nicht überzeugt. Hauptanwendung sind mMn Gummi- und Angelboote, bei denen die Schraube grundsätzlich im Wasser verbleibt - ganz im Gegenteil zu Segelbooten. Und in diesem Zusammenhang ist z.B. bei ama*** zum "Torqeedo Elektro-Außenborder Travel 1003 mit 1000 Watt Eingangsleistung" in einer Rezension vom 1.Mai 2018 zu lesen, dass er für ein Segelboot nur wenig geeignet ist, was überzeugend begründet wird.

VG, Micha

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

12.06.2018 18:48
#8 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von miclin im Beitrag #7
Danke euch beiden für eure Beiträge ... :o)

Na so langsam scheint mir, als wäre so ein Teil doch etwas für uns. Ein neuer Benziner mit 5 PS kostet auch über 1 T€ und dann der Umweltaspekt ...


Hi Micha, nun ja, damit kostet so ein Verbrenner praktisch halb so viel, wie der Torqeedo im Sommerangebot (ohne Tasche und ohne Ersatzakku)
OK, der Verbrenner hat die vierfache Leistung und die kann er dreimal so lange abrufen, nur mit dem kleinen internen Tank, aber im Grunde durchaus vergleichbar.
Trotzdem hat ein E-Quirl seine Berechtigung und seine Fans. Ich zähle übrigens auch dazu, habe nur auf einige limitierende Faktoren aufmerksam machen wollen.

Mein Fall wäre der Torqeedo nicht, erst recht nicht mit der Fernschaltung. Kostet natürlich extra.
Kabel übers Deck legen, ach nöö... Sorry, Dronen fliegen die Kids heute mit dem Smartphone und der Marktführer legt sich offene Kabelverbindungen zur Steuerbox und pappt das Display oben auf den Motor, dahin, wo die Sonne scheint?
Nee, das ist ja wohl ein bisschen gestern. Genau wie das Design.

Übrigens, die Firma hat noch andere Konzepte auf Lager, auch richtig innovative.

Der Voreigner meiner Jantar hatte in seinem Revier Verbrennerverbot, so dass das Konzept von Aussensteckdose, bis fest eingebautem Laderät, Solarfeld, Regler und Solarbatterie sehr durchdacht war. Dabei wird der Motor nur gesteckt, wenn man ihn braucht und der wiegt ca 3 kg.
Über die Kosten hatte ich ja schon berichtet.

Dürft ihr in Schwerin nicht vor Anker liegen? Warum musst du abends wieder in die Reihenhaussiedlung? Das klingt ja traurig...

Das Problem bei Unwettern liegt natürlich nicht in der Entscheidung, nicht mehr rauszufahren, wenn´s grummelt, sondern noch draussen zu sein und handeln zu müssen.

Der Motor am Heck (16kg) spielt gewichtstechnisch keine Rolle und kommt höchstens zur Regatta ab.
Im Video hat man ja gesehen, wie schnell der an- und abgebaut ist. Nur falls er sich nicht weit genug hochklappen lässt.

Ich habe bei meinem Jantarchen einfach eine Querleiste von 2,5 cm aufs Motorbrett geklebt, die den Langschafter in angeklappten Zustand gerade so aus dem Wasser hebt. Einfache Massnahme.
Mein Fahrtenmotor wiegt 27 kg und wenn der mal dran hängt, hängt er dran.
Mein 4PS Flauenschieber ist auch ein Langschafter und wiegt mit Sprit ebenfalls 16 kg. Das merkt die Jantar nicht.
Was sie sehr wohl merkt, ist die Sitzposition der Mannschaft.

Vorsicht bei "überzeugenden" Rezensionen.

Im Zweifel einfach mal gucken, wie die Segler im Heimatrevier mit dem Motor zurecht kommen und da konnte ich noch nichts Negatives beobachten und ausser, dass ich den Torqeedo für ein Designunglück halte, dass er ein nerviges Geräusch verursacht, in der Leistung begrenzt ist und unverschämt zu teuer, habe ich mich ja nicht negativ geäussert.

Nein, niemand lässt einen Motor im Wasser. Auch keine Angler. Wie soll der denn nach einer Woche aussehen?

Und woher soll der Motor wissen, an welchem Boot er hängt?
Gerade Segelboote sind mit viel weniger Leistung in Bewegung zu setzen, als gleichgroße Motorboote. Hänge mal 4PS an ein 6m langes Motorboot, da passiert garnichts, ganz zu schweigen von E-Power unter 1 KW. Um ein Segelboot aus der Boxengasse zu drücken, reicht das locker.

Alles, was man so im www findet, befreit nicht davor, sich selbst Gedanken zu machen. Übrigens auch nicht dieser Text.

Noch was Kritisches - seit wann kauft man denn Wassersportartikel (oder irgendwas) bei der Krake Amazon?!
Und wundert sich dann, dass die letzten Läden verschwinden, dass der Ausrüster zumachen muss und dass die ganze Innenstadt mit diesen Lieferkarren verstopft ist, deren junge, russische Aushilfsfahrer beim Personalverleiher des Personalverleiher als "selbstständig" gelistet sind?

Sorry Micha, aber wenn du so viel Kohle hast, dass es dir vollkommen egal ist, was dein Fortbewegungsmittel kostet, dann sei doch bitte so klug und gehe damit zum Ausrüster deines Vertrauens. der bestellt dir das Teil und gibt noch was Nützliches obendrauf.
Aber der bescheisst auch nicht seine Angestellten und wahrscheinlich überwacht und drangsaliert er sie auch nicht bis in die Umkleidekabine.
Der hintergeht auch nicht die deutsche Steuer, oder nicht so unverschämt.

Darauf einen Starbucks Crema Latte mit Caramel, medium...oder gibts den Kaffee Latte auch mit Sojamilch...?

VG Eric


Was ich toll finde bei den Amazons "Rezensionen" und weshalb man sich wirklich danach richten kann, ist die
Rubrik: Kunden, die dieses Produkt kauften, interessieren sich auch für...

Ja, in diesem Fall - für einen Tischkrümelwegsauger, einen Tretroller...
Wer sagt denn jetzt, dass Leute, die sowas kaufen, nicht auch über Aussenborder bescheid wissen?

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

12.06.2018 19:55
#9 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Na Eric,

so langsam solltest du schon mitbekommen haben, dass Geld nicht DAS Kaufkriterium bei mir ist. Ich lasse mir Umweltschutz nicht nur beim Hobby schon etwas kosten. Und wenn es nicht anders geht, dann auch nur dadurch, die wenigen Alternativen zu unterstützen.

Fernsteuerung ist kein Thema.

Ja, wir dürfen vor Anker liegen. Nur zum einen berichtete ich ja, dass wir ansonsten kein Strom an Borad haben. Zum anderen ist Frauchen auch immer froh, alle 3 h an Land zu kommen. Sonst hätte es dieses PROJEKT ohnehin gar nicht gegeben. Bin aber auch nicht so eine Segelnatur wie du, sondern eher der "Sonntagssegler".

Und traurig ist das allabendliche Heimfahren schon gar nicht: Die allwöchentlich bei schönem Wetter (ist ja immer seltener) stattfinden Balkonparties sind seit Errichtung der Schuppen vor ca. 50 Jahren legendär. Okay - mag nicht jeder, wir schon ... :o)

Hier habe ich einen solchen Motor noch an keinem Segler gesehen - kann von daher nicht schauen. Die Idee ist aber in unserem gedanklichen Austausch hier gereift, doch irgendwie zu einem Praxistest hier in unserem Revier an unserem Boot zu kommen - ohne dem keine Entscheidung. Ein neuer Motor ist dabei ja kein MUSS.

Kein Angler angelt eine Woche durch ... Und beim Segler geht der Motor schon nach ein paar Minuten wieder trocken ...

He Eric ... Für ein bequemes Handling am Segelboot sollte man schon den "Gasgriff" hoch- bzw. einklappen können, stufenlos regeln - schnell vom Vorwärts- auf den Rückwärtsfahrt umschalten - und den Motorschaft mit gut greifbarer Mechanik hochklappen können. Ein Komplettabbau, wie du ihn im Sinn hast, ist für mich indiskutabel. Denn früher oder später landet beim Ab- oder Anbau irgendetwas im Wasser - spätestens wenn Frauchen ran muss ... :o|

Und was willst du damit sagen, dass Recherchen im www nicht eigene Gedanken ersetzen ... Was machen wir denn gerade hier?

Und wer sagt, dass ich beim amazon kaufen will? Man kann sich aber sehr schnell dort einen erste Überblick verschaffen - viel schneller als bei Verkäufern oder selbst bei Foren wie hier. Und die besagte Kritik bei amazon kann ich schon nachvollziehen, auch wenn ich nicht solche Seglerseele wie du bin ... ;o) ... Natürlich kaufe ich vor Ort, allein schon wegen dem Service - man kennt sich ja ...

So, und nun du ... :o)

Viele Grüße, Micha

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

12.06.2018 21:10
#10 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von miclin im Beitrag #9
Na Eric,

so langsam solltest du schon mitbekommen haben, dass Geld nicht DAS Kaufkriterium bei mir ist.


Hallo Micha, den Torqeedo gibts bestimmt auch in Gold. Du musst nicht die Billigversion in Bürograu nehmen.

... Balkonparties sind seit Errichtung der Schuppen vor ca. 50 Jahren legendär. Okay - mag nicht jeder, wir schon ... :o)

Wechselt bei uns. Ich bin ja Vereinssegler, wir haben eine eigene Kneipe, wenn nicht grad Waldbrandwarnstufe ist, brennt auch mal die Feuerschale oder man klönt und grillt zusammen oder jeder für sich.
Und dann gibt es die Momente, da will man mal wieder mit der Lieblingsvorschoterin alleine auf dem Teich aufwachen, baden gehen, in der Plicht frühstücken usw und nichts weiter hören als Teichrohrsänger und Co.
Hat beides seine Berechtigung.

Hier habe ich einen solchen Motor noch an keinem Segler gesehen - kann von daher nicht schauen.

Genau, deshalb hattest du ja gefragt. Bei uns haben 2 den Torqeedo, eine 24ft Yacht (Bleitransporter) und eine 21ft-Yacht und beide kommen mit dem bestens zurecht.
Zur Hochklappfrage habe ich dir ein Video verlinkt, bei dem zu sehen ist, dass es geht. Das alleine schickt schon die, die da sagen, ist nichts für Segelboote in die Ecke der Schwätzer.
Dass die Regattafeilen die Dinger vom Heck nehmen, ist doch logisch. Viel zu flach überm Wasser und da ist jedes Gramm Heckgewicht zuviel.
Aber solche Typen kürzen auch Zahnbürstenstiele.

Der Normalsegler lässt den Motor am Heck und achtet darauf, dass er bei Lage möglichst nicht durchs Wasser schleift. Auch dazu gab es einen kleinen Trick aus meiner Trickkiste.


Die Idee ist aber in unserem gedanklichen Austausch hier gereift, doch irgendwie zu einem Praxistest hier in unserem Revier an unserem Boot zu kommen - ohne dem keine Entscheidung. Ein neuer Motor ist dabei ja kein MUSS.

Wenn die Videos und andere Erfahrungen nicht helfen, kauf einfach einen Motor (gibts auch beim Ausrüster, nicht nur bei Amazon ) und teste.
Bei Nichtgefallen gibs zurück. Aber weshalb sollte das jetzt ausgerechnet an deinem Boot nicht funktionieren?


Und was willst du damit sagen, dass Recherchen im www nicht eigene Gedanken ersetzen ... Was machen wir denn gerade hier?


Das ist ja das WWW.
Du kannst dir nur Anregungen holen. Das befreit dich nicht davor, dir deine ganz eigene Meinung zu bilden.

Und wer sagt, dass ich beim amazon kaufen will? Man kann sich aber sehr schnell dort einen erste Überblick verschaffen - viel schneller als bei Verkäufern oder selbst bei Foren wie hier. Und die besagte Kritik bei amazon kann ich schon nachvollziehen, auch wenn ich nicht solche Seglerseele wie du bin ... ;o) ... Natürlich kaufe ich vor Ort, allein schon wegen dem Service - man kennt sich ja ...

Ich hätte es nicht schöner ausdrücken können.

VG Eric

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

13.06.2018 09:48
#11 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Danke für deinen Einsatz Eric ... :o)

Eines noch: Du schriebst, du hättest ein Video verlinkt, welches zeigt, dass der Segler den Motoeinfach hochklappt und das funktioniert.

Also das erste verlinkte Video zeigt einen E-Motor mit Fernsteuerung, welcher nicht hochgeklappt wird. Und im zweiten Video bauen die Segler den Motor komplett ab. Und auf den weiter empfohlenen Videos habe ich ein solches Video auch nicht entdeckt. gebe aber zu mit dem www nicht si firm zu sein. Hast du da noch einmal einen weiteren Tipp für mich?

Viele Grüße,
Micha

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

13.06.2018 17:40
#12 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Karl Valentin: "Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von jedem".
Hätte sich miclin hier erst mal umgesehen, dann hätte er sicher endeckt: "Schaftlänge des Außenborders". Da wurde doch schon mal ausgiebig das für und wieder von Elektro-ABs diskutiert.

Helmut

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

13.06.2018 18:39
#13 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Tut mir leid Helmut,

dass ich es unterlassen hatte, mich beim Thema "Schaftlänge des Außenborders" über Elektro-ABs zu informieren.

Aber danke für den Tipp - werde das sofort nachholen.

Viele Grüße,

Micha

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

13.06.2018 19:09
#14 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

das Thema "Schaftlänge des Außenborders" bringt mich in Sachen Elektro-ABs nicht weiter, ich wäre also um dieses Thema hier nicht herumgekommen, kommt es letztlich doch gerade auf die örtlichen Begebenheiten und den persönlichen Gebrauchsgewohnheiten an.

Viele Grüße,

Micha

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

13.06.2018 20:48
#15 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von miclin im Beitrag #11
Danke für deinen Einsatz Eric ... :o)

Eines noch: Du schriebst, du hättest ein Video verlinkt, welches zeigt, dass der Segler den Motoeinfach hochklappt und das funktioniert.


Hi Micha, sorry, ich meinte das Bild.



Torqeedo am Segelboot, Langschaft, hochgeklappt.
Wenns kein Zaubertrick ist, würde ich mal sagen, klappt prima, auch am Segelboot.
Ist nämlich eins.

Dass diese Motore bestens auch an Segelbooten funktionieren, selbst an schwereren, als Jantar21, deckt sich mit meinen realen Beobachtungen im Heimathafen. Wir haben einen Neuzugang, eine VA18, da war das Ding wohl schon angeschraubt. Auch der kommt bestens zurecht.

Worüber machst du dir Sorgen?
Richtiges Revier, richtiger Anwendungsfall, die Einschränkungen sind dir bewusst - ich würde es machen.
Man kann ein überraschendes Sommergewitter auch abwettern, muss man ja auf See auch. Das kann sogar weniger riskant sein, als schnell noch zu versuchen in einen Hafen zu gelangen. Das lässt du ja mit einfliessen.

Mit meinem Anforderungsprofil an einen Motor, ist ein E-Quirl keine Option. Deshalb habe ich meinen verkauft, obwohl ich das lautlose rein- und rausrutschen aus dem Hafen sehr gemocht habe. An- und Abschrauben und ab in die Backskiste, kein Thema. Allerdings war mein Motor deutlich leichter und auch leichter zu verstauen.
Kann man beim Torqeedo was ins Wasser schmeissen? Ja, sicher. Gab schon leute, die im Frühjahr ihren Anker versenkt haben, mit Ankerleine und Schäkel in der Hand. Alles möglich, aber ein reales Risiko?

Und ja, man kann so ziemlich jedes Thema auch über die Suchfunktion finden, ist alles schon mal durchgekaut. Die Vorteile des E-Quirls, die Risiken, die Kosten und Folgekosten, Kurz- Lang- Dünn- und Dickschaft, alles schon da.
Natürlich auch, dass Verbrenner lauter, aber sicherer sind und dass man trotzdem an die Jantar keine 10PS-Maschinen hängen sollte.
Nicht nur weils Scheisse aussieht. Alles schon mal durchdiskutiert und durchaus kontrovers.

Vielleicht auch dass gerade für die Motore des Marktführers viel modernes (deswegen nicht weniger nervendes) Marketinggetöse gemacht wird, gerne als Buzz-Marketing und Storytelling*. Fällt auch garnicht auf...

Ich habe in so einer als Blog getarnten Werbeshow mal die Theorie geäussert, dass ein E-Motor auf See nichts verloren hat und dass es gerade von seeerfahrenen Multiplikatoren ziemlich verantwortungslos ist, unerfahrene Segler per Videoclip davon zu überzeugen, dass man mit so einem Motor auch aus einem Seehafen ablegen kann. Bei Flaute. Mag Zufall sein...

Das hat ja auch niemand bestritten, dass das geht, ist aber nur auf Platz 0-2 der Bft-Skala.

Wind weg und am Horizont reihen sich die Gewitterzellen auf? Da kann es erforderlich sein, ein paar Stunden am Stück durchzumotoren, nicht nur in Schleichfahrt.
Mit 2,5 kn durchs Verkehrstrennungsgebiet? Könnte eng werden und dass man möglicherweise auf verlorenem Posten ist, wenn man mit einem E-Qirl am Heck versucht, sich in einen Seehafen zu retten, während die Wellen schon über die Mole fliegen, das kommt vor im realen Leben.

Ok, nicht in Schwerin, aber da, wo wir mit der kleinen rumgurken.
Schon entpuppt sich so ein Blog als das, was er ist - eine Verkaufsplattform und wer beim Rheumadeckenverkauf stört, fliegt eben raus.

Ich stehe übrigens nicht auf der Provisionsliste von Torqeedo und komme sicher auch nicht rauf. Merkt man das?

Hier in diesem Forum ist es schon mal über Monate totenstill, dann freut sich ein Fragensteller sicher, wenn er auch mal eine Antwort kriegt, ohne dass er sich das erst alles mühsam zusammensuchen muss.

Also insofern, alles gut.
Erst wenn es zu offensichtlich ist, dass der Fragesteller zu bequem war, erstmal selbst zu suchen oder bei bestimmten Pappenheimern, wo man das Spielchen schon kennt, gibts auch mal die gelbe Karte.



Hast du da noch einmal einen weiteren Tipp für mich?

Es ist alles gesagt...

Viele Grüße
Eric

*Storytelling
(oder wie man heute Zeug verkauft)

...Das Storytelling bildet dabei unser Kernelement. Das heißt wir packen trockene Fakten in lebendige Geschichten. Wie wir unsere Geschichten kreieren? Ganz nah zusammen mit dem Auftraggeber. ... Wir schauen uns seine Zielgruppe, ihre Bedürfnisse und ihren Nutzen durch das Produkt an.

Dann entwickeln wir eine Story, die aus dem Leben gegriffen sein könnte, aber trotzdem kurios anmutet. Das unterstützt die Aufmerksamkeit. Der Protagonist im Film muss die Zielgruppe so ansprechen, dass sie sich mit ihm identifiziert. Das erhöht ebenfalls den Verständnisfaktor. Unsere Geschichten folgen dabei der klassischen Dramaturgie: Exposition (Problem) – Lösungsweg zeigen – Problem lösen (= Happy End). Elementar für unsere Erzählart ist unsere didaktische Methodik, denn wir wollen in erster Linie nicht unterhalten, sondern ...


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