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Dieses Thema hat 20 Antworten
und wurde 636 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
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miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

14.06.2018 11:14
#16 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Hallo Eric,

dann habe ich ja nix überlesen ... ;o)

Aber: Heck und Spiegel der Jantar 21 sind da doch ganz anders aufgebaut als beim dem Boot auf dem Bild. Das Motorbrett ist viel höher (und standardmäßig fest) montiert und hinterm Motor in Richtung Plicht ist eine Backskiste und von daher gar nicht soviel Platz wie auf dem Bild.
Also ich denke: Soweit man den "Gasgriffhebel" nicht weit mehr als 100 Grad kippen kann (Abnehmen ist für mich keine Option), funktioniert der Torqeedo nicht ohne weiteres einfach an der Jantar 21.

Oder habe ich da einen Denkfehler?

Viele Grüße,
Micha

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

18.06.2018 07:17
#17 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Zitat von miclin im Beitrag #16
Hallo Eric,

dann habe ich ja nix überlesen ... ;o)

Aber: ...(Abnehmen ist für mich keine Option)


Hallo Micha, kenne ich - wenn man sich mit seinem Wohlfühlgewicht wohlfühlt, ist Abnehmen keine Option.

Ich weiss nicht, ob du nichts überlesen hast.
Das Abnehmen der Pinne und des Akkus ist bei Torqeedo dermassen einfach, (leider für jeden!), dass Dranlassen keine Option ist.

Ich wohne in der dicken Stadt und hatte an meinem Fahrrad ungesicherte Schnellspanner an Sattelstütze und Vorderrad und war nur mal schnell beim Bäcker. Das reicht...
Die Pinne vom Verbrenner musst du voll zurückklappen, wenn du ihn aus dem Wasser nimmst und die vom Torqeedo eben abmachen. Wo ist das Problem?
Die hat man doch in der Hand. Die fliegt höchstens ins Wasser, wenn man auch reinfliegt. Das selbe beim Akku.
Ich kenne niemanden, bei dem das schon mal vorgekommen ist.

Also - Torqeedo wäre als E-Motor wegen seiner klotzigen Hässlichkeit, des nervenden Betriebsgeräuschs und vor allem wegen des vollkommen absurden Preises jetzt nicht unbedingt meine erste Wahl, auch nicht meine letzte, aber das sind grundsolide Motore und selbstverständlich funktionieren die ohne weiteres an der Jantar. Wie an x anderen Segelbooten auch.

Die preiswerten und deutlich leichteren Torqueedo-Alternativen macht man sogar komplett ab, vermutlich, weil sie immernoch aussehen, wie von Chemielabor-Nerds zusammengeschraubt. Aber das geht so schnell und einfach, dass da keiner drüber nachdenkt.
Ich glaube auch beim Torqeedo bist du der Erste, der sich so intensive Gedanken darüber macht.
Alle anderen haken einfach die Pinne aus und gut ist.

Viele Grüße, Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

25.06.2018 07:42
#18 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Technische Ergänzung

Hi Micha, ich habe mir an diesem verregneten Herbstwochenende unsere Torqeedo-Fans und ihre Klapplösungen nochmal genau angeschaut.
Alle haben zusätzlich zum Motor eine absenkbare Motoraufhängung angebracht. Die hebt den Motor soweit aus dem Wasser, dass er sich auch klappen lässt und dann bei Lage nicht mehr den Schaft und dicken Motorkopf durchs Wasser schleift.

Die Klappaufhängung an der Jantar ist m. E. keine sinnvolle Lösung, da sie enorme Hebelkräfte auf das zierliche Treppchen wuchtet und ohne Verstärkungen nicht zu empfehlen ist. Mein Vorschlag wäre einfach ein etwas längeres Aufhängebrett zu verwenden.
Den Tip habe ich in diesem Tröt schon mal gegeben - bei mir habe ich das durch eine aufgeleimte Querleiste erreicht. 3 cm oben drauf und mein Langschafter zieht den Propeller auch bei Lage nicht mehr durchs Wasser.

Übrigens - alle anderen E-Motore sind höhenverstellbar und durch die Trennung von Batterie und Motor auch nicht so schwer.

VG Eric

schaefed Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 6

02.07.2018 00:48
#19 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Hallo,

bei userer Jantar 21, welche wir letztes Jahr gekauft haben, war ein fast neuer Torquedoo 1003L dabei. Für uns auf einem Binnenrevier, Otterstädter Altrhein, ist der Torquedoo zum aus und in den Hafen fahren sowie als Flautenschieber zum Baden fahren genau richtig. Der Motor wird vor jeder Fahrt montiert und danach demontiert. Dies dauert keine 5 min. Der Spiegel der Jantar passt genau wie für einen Benziner für den Torquedoo, 1. Motor mit zwei Klemmschrauben am Spiegel befestigen, 2. Akku einhängen, der wird nach hinten angehängt und mit einem Stift fixiert. 3. Pinne nach vorn einhängen. und zum Schluss noch 2 Elektroverbindungen zusammenschrauben. Wir fahren zum Baden ca. 5 km (gesamt also Hin und Zurück) mit denn oben schon erwähnten 2,5 kn und haben dannach noch ca. 70 % rest auf dem Akku. Es ist der Standardakku, es gibt noch einen größeren mit höherer Kapazität. An der Steckdose benötig man beim Laden ca. 1h für 20%. Bei "Vollgas" läuft unsere Jantar 4,4 kn mit dem Torquedoo aber natürlich dann ist nach 5 km der Akku leer und auf den Rhein würde ich mit mit dem E-Motor nicht wagen.
Das Hochklappen zum Segel geht gut. Bei Lage nach Steuerbord liegt die Motorgondel leicht im Wasser, was mir aber nichts ausmacht. Die Pinne klappt sich beim Hochziehen ca. 45° und liegt auf der Backskiste.
Ich habe zwischenzeitlich auch einen Benziner einen Yamaha 5C. Der ist deutlich stärker, lauter, schwerer und setzt das Boot in Vibrationen.
Soweit meine Erfahrung mit dem Torquedoo 1003L.

VG Dirk

Markus Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 11

05.11.2018 11:00
#20 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Hallo,
es scheint ja einige zu geben, die wie ich einen E-Motor nutzen müssen/wollen. Bisher haben ich meinen Motor immer direkt an die Batterie angeschlossen (mit einem 60A Sicherungsautomaten im Kabel). Einige von Euch scheinen eine feste Steckdose im Heck verbaut zu haben. Mein Motor zieht bis zu 50A Strom, jedoch konnte ich bisher nur 2 polige Steckdosen mit max 32A ausfindig machen.

Nun meine Frage:
nutzt ihr diese 16A oder 32A CEE-Steckdosen und wenn ja, werden diese nicht heiß? Falls Ihr 50A/63A Stechdosen gefunden habt, könnt Ihr den Link einstellen?

LG
Markus

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

05.11.2018 18:57
#21 RE: E-Bootsmotor - Erfahrungen Zitat · Antworten

Hallo Marcus, das sind die Angaben für Dauerbelastung.

An meiner Jantar war der kräftige Rhino ebenfalls über eine fest installierte CEE-Steckdose angeschlossen, die ja gleich einen spritzwassergeschützten Deckel haben. Vollkommen ausreichend und zu warm wird da auch nichts.

M.E. musst du den Anschluss nicht belastbarer bauen, als er motorseitig ausgelegt ist und das sind nun auch keine fingerdicken Kabel.

Gibt viele Meinungen dazu, einige verbauen Verbinder aus der Schweisstechnik, andere gönnen sich eine Nato-Steckdose, die es zweipolig inzwischen auch in gelb gibt.
https://www.ebay.de/itm/273544841642
Aber niemand hat an Bord solche Kabelquerschnitte. In meinen Augen ist das...

Ich weiss auch nicht, wann der Lastfall - Volllast - überhaupt auftritt. Rennen gewinnen kannst du damit sowieso nicht. Es ist auch Unfug, die Leistungsbereitschaft eines Verbrenners zugrunde zu legen und ähnliches von einem E-Motor zu erwarten. Wenn überhaupt mal Vollast gefahren wird, dann höchstens, wenn man die berühmte Anlegeböe auf die Nase kriegt und noch die Armlänge fehlt bis zum Dalben.
Nur wenn du da mal kurz den Gasgriff auf Anschlag drehst, interessiert das deine Bordsteckdose wenig.

Auch das berühmte Totschlagargument - ha, bei 6 bft kommst du nie rückwärts aus der Box! - zeugt eher von Steggeschwätz, als von nachgedacht.
Wer bitte zieht sich bei bft 6 per Motor aus der Box? Wenn er da überhaupt losfährt, wird er besser auf ein sicheres Handmanöver umsteigen, heisst, per Hand aus der Box und erstmal vor die Dalben legen und dann schaun wir mal...
(Siehe unten Seascape-Manöver)

E-Motors Anwendungsfall ist Flautenschieben und da kommen die kräftigen Rhinos und Min Kotas mit Halbgas gut zurecht und siehe da, da ziehen sie auch nur 30-34 Ampere.

Ansonsten ist mit den Dingern gemütliches Cruisen angesagt, schön brav mit 1,73 kn übers spiegelblanke Wasser, wenn am Ende der Talsperre der Wind abgeschaltet wurde. Das ist weder was für Elbe hoch gegen Strom, noch für Wanderfahrten oder gar auf See.

Es geht also um raus- und reindrücken in den Hafen und mal unter einer Brücke durch. Dafür braucht Jantarchen max. Stufe 2-3 von 5. Schon rutscht sie los.

Wenn man Raserei mit E-Motoren vorhat, müsstee man ja auch eine entsprechend schwere und teure Batterie mitschleppen, die wegen kurzer Kabelwege immerhin im Heck platziert wird.

Falls dir die CEE-Steckdose zu unsicher ist, nimm die vorgesehenen Hochstromstecker, nutze das Loch im Heckspiegel vom Spritschlauch oder bohre eins rein (möglichst oberhalb der Wasserlinie ) und steck die Dinger ran.

https://www.bootsmotoren4you.de/Steckverbindung-fuer-Motoren

oder sowas hier

https://www.awn.de/hochstromsteckverbind...ASABEgIFCPD_BwE

VG Eric



p.s.

Torqeedo sagt:
"..kann das, was ein 3 PS Benzin-Außenborder kann, ist aber umweltfreundlicher, leiser, leichter, komfortabler."

Ach ja?!
Das, was der 3 PS-Motor 24 Stunden/Tag leisten kann, schafft der E-Quirl genau 10 Minuten, dann nimmt man besser mal die Hand vom Gas, sonst ist nämlich 20 Min später ganz aus. Da siehste blöd aus, bei plötzlicher Mittagsflaute im Verkehrstrennungsgebiet.

Umweltfreundlicher?
Na klar doch, mein Strom kommt aus der Steckdose. Und wie kommt er da rein?


Leiser?
Auf jeden. Klar die Nase vorn, auch wenn Torqeedos preiswerte Brüder es irgendwie hinbekommen haben, auf dieses nervige Sirren zu verzichten.
Ich erinnere mich jedesmal an Zahnarzttermine.

Leichter?
Nö. mein 4 PS-Langschafter ist schon mal 2,8 kg leichter.

Komfortabler?
Definiere Komfortabel - siehe Seascapemanöver...

OK, er ist vielleicht 3x so teuer, wie ein 3 PS-Motor, aber wenn man die Rhinos- und Min-Kotas ansetzt, wird es eng.
Spätestens an der Tanke und bei der Durchsicht haben die E-Quirle das Lachen.

Vielleicht wäre weniger aufgeplusterte Werbung viel überzeugender.



Eine lustige Diskussion zur Sinnhaftigkeit von E-Motoren an Kleinkreuzern, speziell in Seegebieten, hatten wir mit Mister "Nein, ich mache keine Werbung für Torqeedo".

https://www.youtube.com/watch?v=vYIZTs3mIeg

Hier gab es genügend warnende Stimmen, zumal der Blogger ja durchaus seeerfahren ist und genau weiss, in welchen fatalen Situationen man mit ausgefallener Maschine vorm Wellenbrecher hängen kann und ein E-Motor auf See, ist praktisch eine schon ab Kauf ausgefallene Maschine. Auch beim Mercedes unter den E-Motoren.

Ja, auch Standardsituationen werden mit E-Quirl schnell mal kritisch - diesjahr auf Hiddensee, die vollkommen erschöpfte und intensiv durchgespülte Crew einer Seascape 18 will sich aus dem Hafenschwell in Legerwall verholen in eine freie Box hinterm Wellenbrecher. Bft 5-6, kommt vor auf See. Ihr Torqueedo hat die ultraleichte, megageile Rennflunder aus eigeren Kraft nicht durch den Hafen gebracht.
Das ist Mist sowas, mal abgesehen vom Hafenkino, aber wenn man aufspringen muss und helfen, Leinen zuwerfen und Mut zureden bei Paddeln mit letzter Kraft, dann ist das eben falsch ausgerüstet. Auch wenn es Binnen super ist.
(Wir sind an dem Tag mit der Jantar auch um Arcona, die gleiche Tour (Tortour) gerittenen, wie die beiden, vielleicht 2-3 Std länger, dafür trocken.)

Kritik gab es in dem Blog vor allem, da viele Segelneulinge dem geschickten Ruf des Influencers erstmal blindlinks auf den Leim gekrochen sind, was normal ist in der modernen Werbung, aber nicht ganz fair, schon garnicht unter Seglern, wenn es eigentlich um Erfahrungsaustausch gehen soll.

Kritik wurde vom Tisch gebürstet. Später klangen dann wohl doch stille Zweifel an, siehe "Paddel nicht vergessen".
https://segelreporter.com/regatta/e-moto...ro-ausenborder/

Fährt heute auch ein fetteres Boot und das Gerede von gestern ist Geschichte. Auch das vom E-Motor.


Nicht verwechseln - der E-Motor ist allem Ärger mit Verbrennern vorzuziehen, solange es um rein- und rausrutschen aus dem Hafen geht und dort, wo ohnehin nichts anderes erlaubt ist. Aber ich selbst bin immer ein bisschen sauer, wenn wir binnen am Sonntag Abend mal wieder Schlepphilfe leisten, nur weil man sich zum überteuerten E-Motor vom selbsternannten Marktführer nicht auch noch einen überteuerten Wechselakku leisten wollte.

App. Energieversorgung - Am Haff eine sympathische Crew mit E-Antrieb (Mehrzahl) und vielen Solarpaneelen kennengelernt und einem Honda-Stromgenerator, ein Benziner, auf dem Vordeck. Wir haben nichts gesagt, obwohl die Idylle ein bisschen ruiniert wurde, und sie haben das Ding auch bald abgeschaltet.

Immerhin waren wir Leidensgefährten, wieder mal vom nicht anwesenden Brückenknilch verarscht an der "Ganz spät nicht- und ganz früh erst recht nicht - Hubbrücke" von Zecherin. Kennen wir schon, ist nicht das erste mal Mastlegen an dieser Brücke.
Deshalb haben wir uns nicht näher über Wirkungsgrade unterhalten, aber ich glaube mich zu erinnern, dass da was verloren geht.


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