Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Seglerforum von www.Jantar21.de

 

Seglerforum von www.jantar21.de

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 1.415 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

16.03.2013 13:55
Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Eine interessante Diskussion mit einigen Infos (und Vermutungen) über das Ruderblatt der Jantar und sein Innenleben, ist im Fourm an dieser Stelle zu finden: Suche Ruderblatt

Gruß
Bernhard
webmaster@jantar21

Apollo Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 26

14.05.2013 20:47
#2 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Liebe Jantargemeinde,

habe vor 3 Jahren einen senkrechten Riss am Ruderblatt (Anströmkante) saniert, nun horizontale Risse beidseitig am Schaft unterhalb der Halterung festgestellt.
Da ich das Ruderblatt nicht schrotten wollte, wurde bei FSA bezüglich Sanierung angefragt. Diese kostete nur etwa die Hälfte eines neuen Blattes, wobei es komplett überarbeitet wurde und der Schaft etwas (nach Innen)verstärkt. Wir fahren im Juli wieder 3 Wo in die dänische Südsee. Sollte etwas zu beanstanden sein, melden wir uns wieder. Ansonsten kann ich diese Variante nur empfehlen.

Viele Grüße
Lutz und Heike
von
APOLLO

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

14.05.2013 23:39
#3 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Zitat von Apollo im Beitrag #2
Liebe Jantargemeinde,

habe vor 3 Jahren einen senkrechten Riss am Ruderblatt (Anströmkante) saniert, nun horizontale Risse beidseitig am Schaft unterhalb der Halterung festgestellt.
Da ich das Ruderblatt nicht schrotten wollte, wurde bei FSA bezüglich Sanierung angefragt. Diese kostete nur etwa die Hälfte eines neuen Blattes, wobei es komplett überarbeitet wurde und der Schaft etwas (nach Innen)verstärkt. Wir fahren im Juli wieder 3 Wo in die dänische Südsee. Sollte etwas zu beanstanden sein, melden wir uns wieder. Ansonsten kann ich diese Variante nur empfehlen.

Viele Grüße
Lutz und Heike
von
APOLLO


Die Sanierung durch Öffnung des Ruderblattes und die Verstärkung nach innen ist mit Sicherheit eine technische und handwerkliche Herausforderung, scheint mir aber die einzige plausible Herangehensweise. Das Ruderblatt wurde ja auch in zwei Hälften gebaut. Das Zusammenfügen der beiden Hälften wird immer von der Tageslaune und Geschick des Endtupplers abhängen und ist auch nur im Serienbau üblich. Unser Bootsbauer bauen die Ruderblätter nur anders herum, also erst den Kern und dann "Matte" je nach Anspruch und Geldbeutel. Die Teile sind aber auch um einiges teurer, als die Serienblätter.

Der Längsriss könnte ein Frostschaden sein. Möglicherweise war der Innenschaum schon nass. Ich weiss nicht, ob man das am Gewicht merkt. Ein trockenes Ruderblatt ist ja sagenhaft leicht. Einen kleinen Querriss in der Lastwechselzone ist auch bei mir wieder aufgetreten.
Als Ursache steht bei mir die Beweglichkeit des Ruderkopfes an erster Stelle. Die Backen liegen nicht plan an, dadurch entsteht etwas Spiel, kann man direkt sehen.
Das bisschen Spiel reicht aber, dass der lange Hebel des Ruderblattes Schwung holen kann und dann an der Ruderkopfunterkante abgebremst wird.
Wenn ich ein Plastiklineal auf dem Tisch festhalte und das lange freie Ende ein paar tausend mal hin und her biege, wird es irgendwann einfach wegbrechen.

Ein neues oder repariertes Ruderblatt ist sicher toll, ist aber nicht die Ursache des Problems.


Heike und Lutz, wenn ihr an der Dänischen Südsee was zu beanstanden habt, meldet ihr euch? Bei wem denn?

Habt ihr Tips für Slipbahnen oder eine Reiseempfehlung? Krant ihr? Wo lasst ihr den Trailer und das Auto? Kehrt ihr (geplant) wieder zum Ausgangsort zurück?
Ankert ihr viel oder quetscht ihr euch mit in die Marinas? Ich war bisher erst einmal da (mit dem Fahrrad) hat mir sehr gefallen, war aber ein rauer und stürmischer Sommer und da ging es ganz schön ruppig zu (auf See und an Land)

Wir waren vorletztes Jahr an der See, noch ohne Trailer. Von Berlin über die Oder, Stettiner Haff, Achterwasser, Greifswalder Bodden, bisschen Rügen, Hiddensee, weiter rund Rügen, wieder Greifswalder Bodden, Peene und wieder Haff und alles zurück.
Der Vorteil ist, dass der Urlaub praktisch mit dem Loswerfen der Leinen am Steg beginnt. Der Nachteil ist, man ist doch ziemlich lange unterwegs, bevor man Seewind in den Haaren und Salz auf den Lippen hat und so richtig im Ausland ist man auch nicht.

VG Eric

Apollo Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 26

15.05.2013 21:53
#4 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Hallo Eric,

die relativ weiche Halterung für das Ruderblatt ist uns schon bewusst und wurde bereits über seitlich angeschweißte Verstärkungen versucht zu kompensieren.
Wahrscheinlich müsste man dann die ganze Anlage neu fertigen. Manchmal ist es aber so, das federnde Elemente die Spitzenlast etwas dämpfen. Ist sicherlich nicht 100%-ig.
Die Halterung überlebte die Rügenumrundung letztes Jahr recht gut. Wir sind auch auf Hiddensee gewesen. Haben im Hafen von Kloster eine Jantar gesehen. Ward Ihr das?

Ansonsten trailern wir im Juli nach Kappeln und kranen wieder bei Ankeryachting. Ist auf jeden Fall schneller als über den Wasserweg. Anmelden im Hafen ist gut, das Kranen ist unkompliziert, die Mannschaft dort nett. Wir werden 3 Wochen oben bleiben. Kurs wahrscheinlich über Flensburger Förde Richtung Sonderborg, je nach Wind. Danach???
Wir freuen uns sehr darauf. Bilder von diesem Urlaub hatten wir schon in die Bildergalerie getan. Mit dem Ankern klappte es leider nicht. Hatten einen großen Anker mit, aber irgenwie nicht das Wetter dazu. Auf jeden Fall ist die dänische Südsee sehr schön. Wenn man die Sache geruhsam angeht, mal 2 Nächte in einem Hafen, klappt es auch mit den Frauen. Nur bolzen ist auch nicht so mein Ding. Sollten noch Fragen sein, immer gern.

Anonsten erst einmal viele Grüße von der APOLLO-Crew

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

17.05.2013 08:33
#5 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Zitat von Apollo im Beitrag #4
Hallo Eric,

die relativ weiche Halterung für das Ruderblatt ist uns schon bewusst und wurde bereits über seitlich angeschweißte Verstärkungen versucht zu kompensieren.
Wahrscheinlich müsste man dann die ganze Anlage neu fertigen. Manchmal ist es aber so, das federnde Elemente die Spitzenlast etwas dämpfen. Ist sicherlich nicht 100%-ig.


Hallo, die Ruderhalterung ist ja schon ein paarmal verbessert worden. Die letzte Version finde ich allerdings optisch gelungen, ein echter Hingucker, auch wenn die Funktionalität ziemlich undurchdacht ist.
Es kann ja nicht sein, dass man als Hersteller bei tausenden, wirklich funktionierenden Anlagen nicht mal ein bisschen abgucken kann, wie andere das machen. Hier gehen unsere polnischen Nachbarn einen eigenen Weg und setzen bei allen Neubauten, die ich so kenne, speziell bei den segelnden Wohnwagen, auf kompromissloses Geklapper und Unterdimensionierung. Nicht schön.
Am Ende muss auch noch jeder rumknobeln, damit das Ding überhaupt halbwegs funktioniert? Das kann es nicht sein, das Ruder ist eines der wichtigsten Teile.
Meins ist übrigens gerade wieder zum Nachschweissen, schon das dritte mal und ich bekomme es nicht wieder vor Pfingsten.

Rein statisch ist ja kein Fehler zu sehen, offenbar ist das Material zu weich.

Wenn es nicht so ein Materialmix wäre, würde ich die Ruderbacken bei einem Neubau einfach in Alu bauen (lassen). Das ist in der Regattaszene weit verbreitet und was den Belastungen dort standhält, kann so falsch nicht sein.


Die Halterung überlebte die Rügenumrundung letztes Jahr recht gut. Wir sind auch auf Hiddensee gewesen. Haben im Hafen von Kloster eine Jantar gesehen. Ward Ihr das?

Nein, leider nicht. Wenn Hiddensee, dann liegen wir meistens in Neuendorf. Das ist gemütlicher und die Tourischwemme hält sich auch in Grenzen. (Man ist ja selber einer, aber wenn man nicht die letzte Fähre kriegen muss, um wieder von der Insel zu kommen, fühlt man sich schon privilegiert.)

Ansonsten trailern wir im Juli nach Kappeln und kranen wieder bei Ankeryachting. Ist auf jeden Fall schneller als über den Wasserweg. Anmelden im Hafen ist gut, das Kranen ist unkompliziert, die Mannschaft dort nett.

Danke für den Tip. Der Vorteil vom Trailern ist ja, dass man sich nach Hauptwindlage bis zum letzten Tag entscheiden kann, wo man einsetzt.
Bei Ostwind steht da bestimmt eine ordentliche Welle. Ich habe einen Trailer mit dem ich ins Wasser fahren kann und slippen mit der Jantar finde ich erfrischend unkompliziert.

Wir werden 3 Wochen oben bleiben. Kurs wahrscheinlich über Flensburger Förde Richtung Sonderborg, je nach Wind. Danach???
Viel genauer kann man ja nicht planen, das ist ja grad das Schöne, dass es eben nicht nach Fahrplan geht. Nur wenn man wirklich eingeweht wird, ergeben sich oft mehr Hafentage, als es einem lieb ist.

VG Eric

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

18.05.2013 01:49
#6 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

...das Rudern macht uns erst wieder Spaß seit dem wir eine V2A- Pinne fest mit dem Ruderbeschlag verschweißt haben und das Ruderblatt neben der ursprünglichen Schwenkachse an einer 2. Stelle festschrauben. Die seitlich angeschweißten Profile sorgen endlich für eine robuste Führung des Ruderblattes.
Logisch das fixes Wegklappen nun nicht mehr funktioniert; brauchen wir aber auch nicht.
Für den 2. Fixierpunkt musste in das Blatt eine Kunststoffbuchse einlaminiert werden damit das Blatt den Druck aushält.
Bei der Gelegenheit wurden auch neue Lagerbeschläge mit Bronzelagern und V2A- Lagerbolzen angefertigt.
Ohne Geklapper lässt sich nun traumhaft präzise steuern - absolut kein Vergleich zu vorher.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

21.05.2013 00:03
#7 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #6
...das Rudern macht uns erst wieder Spaß seit dem wir eine V2A- Pinne fest mit dem Ruderbeschlag verschweißt haben und das Ruderblatt neben der ursprünglichen Schwenkachse an einer 2. Stelle festschrauben. Die seitlich angeschweißten Profile sorgen endlich für eine robuste Führung des Ruderblattes.
Logisch das fixes Wegklappen nun nicht mehr funktioniert; brauchen wir aber auch nicht.


Hallo Frank, das kann ich nicht machen, binnen kauft man doch ab und zu mal ein Grundstück, wie wir sagen, wenn man wieder der Tiefgang zu tief ist.
Habe schon eine selbstauslösende Klemme gekauft, muss sie noch anbauen und testen.
Ein Starrruder ist eine feine Sache, wenn das Revier das hergibt.
Aber dann richtig starr, sprich aus einem Stück. Bei einem Starrruder brauchst du zwar Beschläge, aber keinen Ruderkopf. Wenn man schon ein durchgehendes Ruderblatt baut, kann man auch gleich eine Carbonpinne basteln und dranpappen. Dann klappert garnichts. Eingespartes Gewicht, min. 3 kg.
Das wäre eine hübsche Ergänzung zum Segeltuning.

Mein Ruderkopf ist nachgeschweisst. Jetzt schon das dritte mal.
VG Eric

Haufi Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 5

16.07.2014 20:58
#8 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Habe eine andere Frage zum Ruderblatt der Jantar
Uns läuft die Jantar bei Starkwind schnell aus dem Ruder, würde eine Verlängerung des Ruderblattes Abhilfe schaffen oder zumindest eine Verbesserung?
Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema?
Gruß Haufi

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

17.07.2014 16:02
#9 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Zitat von Haufi im Beitrag #8
Habe eine andere Frage zum Ruderblatt der Jantar
Uns läuft die Jantar bei Starkwind schnell aus dem Ruder, würde eine Verlängerung des Ruderblattes Abhilfe schaffen oder zumindest eine Verbesserung?
Hat jemand Erfahrung zu diesem Thema?
Gruß Haufi


Hallo Haufi,

kannst du eine Vergleichsmessung machen? Die reine Längenangabe beim Jantar-Ruderblatt nutzt nichts, da es verschiedene Versionen der Aufhängung gibt.
Bei meiner Jantar ist das Ruderblatt um gut 15 cm gekürzt, das wird oft in Revieren gemacht, wo man schnell auf dem Grund rumrutscht. Wahrscheinlich werden die Hubkieler dann auch mit nicht ganz abgelassenem Kiel gefahren.
Anfangs hat mich das genervt, denn bei den ersten Probeschlägen ist sie mir böse aus dem Ruder gelaufen. Aber inzwischen kenne ich sie einfach besser und weiss, wieviel Lage sie verträgt und wann sie lieber in die Sonne schießen will. Darauf kann man trimmtechnisch reagieren.
Eben nicht auf den Plichtbänken rumsitzen, sondern aktiv ausreiten, Pinnenverlängerung benutzen und Traveller und Achterstag und was da noch so alles feines verbaut ist. So lässt sie sich sehr lange aufrecht segeln, ohne dass man reffen muss. Aber auch ein Reff oder zwei führt zu aufrechterem Segeln und in der Regel ist sie gerefft nicht langsamer.
Der dicke Bauch der Jantar führt dazu, dass sie auch mit längerem Ruderblatt schnell mal in die Sonne geht. Segelt man sie dagegen so aufrecht, wie möglich, ist sie auch mit gekürztem Ruderblatt leicht zu handhaben.

Über eine Ruderblattverlängerung würde ich nicht weiter nachdenken. Technisch sehr aufwendig und halten soll es ja auch.
Falls du aber mal ein neues Ruderblatt brauchst (gibts bei der FSA), das hat dann die Originallänge.

VG Eric


Ich habe zum Ruder auch noch eine Frage:
Mit welchem Anstellwinkel fixiert ihr das Blatt? Auf der Jantar-Zeichnung hat das Blatt einen positiven Anstellwinkel, also leicht schräg nach achtern.
Das würde aber zwischen der Oberkante der Vorballancerung und der Rumpfunterkante einen großen Spalt öffnen, der dann prima bremst. Außerdem erhöht sich der Ruderdruck.
Ziehe ich das Ruderblatt mit dem Niederholer aber bis zum Anschlag, dann passt die Oberkante der Vorballancierung genau zum Winkel des Unterwasserschiffes, dafür steht das Ruderblatt aber mit deutlich negativem Anströmwinkel weit unterm Rumpf, also genau anders herum, als in der Zeichnung. Bei mir ist dann das Ruderblatt am Ende gut eine Handbreit unterm Rumpf.
Damit habe ich wenig Last auf der Pinne, aber dafür reagiert das Boot nervös auf jede Ruderbewegung.

Was stimmt nun - die Zeichnung oder der Anstellwinkel, den Ruder und Ruderkopf hergeben?
Wer hat hier schon mal am Ruderanstellwinkel herumprobiert und mit welchem Ergebnis?

VG Eric

Haufi Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 5

18.07.2014 23:17
#10 RE: Ruderblatt der Jantar Zitat · Antworten

Hallo Eric
Ich danke Dir erst einmal für die schnelle Antwort und die hilfreichen Tipp's.
Ich hatte mir schon so etwas gedacht, kann mein Ruderblatt momentan aber nicht ausmessen, komme erst wieder in 4 Wochen an mein Boot.
Wie mein Anstellwinkel aussieht werde ich dann auch gleich mal überprüfen.
Danke noch mal
Gruß Haufi

Relinggurt »»
 Sprung  
Diskussionsforum von www.Jantar21.de

 

Weitere Informationen über die Jantar 21 findest Du unter www.jantar21.de

Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen
Datenschutz