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Dieses Thema hat 41 Antworten
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 Tipps und Technik
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ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

07.09.2012 22:52
#16 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Eric,

'relativ geringe Kosten' ist ein dehnbarer Begriff und hört sich in diesem Zusammenhang auch zugegeben überheblich an...leider muss ich für mein Geld feste arbeiten und muss auch abwägen. Aber alle paar Jahre juckt es dann doch und dann schlage ich zu. Dieses mal hatte ich irres Glück. Mein Segelmacher (Sailhouse, Fehmarn) hatte durch Zufall noch einen Bartels Furler rumliegen und hat mir dass alles für einen wirklich akzeptablen Kurs anbieten können. Bei Groß und Rollgenua habe ich vor 2 Jahren einen deutlichen Preisnachlass aushandeln können in dem ich nun für BanksSails, sprich HAASE Segel in Travemünde Reklame fahre... Die Rechnungen darf man Zuhause natürlich trotzdem nicht rumliegen lassen...sonst gäb's Ärger mit der Administration...

Ja, der Bugspriet verdeckt den Ankerkasten. Und leider habe ich auch an Steuerbord- Seite keine Bugklampe. Wenn du genau auf den Kopfbeschlag schaust siehst du dass ich nach Demontage des Furlers den Baum aus dem Ringbeschlag herausziehen kann und dann lässt sich die Klappe öffnen. Dauert nicht mehr lange dann kommt die Klappe ab und ich baue dort eine Gennackertrompete ein...Die 36qm Tuch von Hand ins Cockpit zu zerren ist je nach Wind nicht ohne (muss ich alles alleine machen - wir sind immer nur zu zweit unterwegs und mein Vater ist schon jenseits der 70)!!!
Die Elan ist ok aber vieeeel zu teuer und zu bieder; da gibt es geileres aus Frankreich (http://www.mareehaute.fr/index.php?optio...id=39&Itemid=51)

Gruß Frank

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

07.09.2012 23:01
#17 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

falscher Link; guck mal hier:http://www.mareehaute.fr/index.php?optio...id=44&Itemid=59
Ein Freund hat diesen Sommer die Werft besucht - Einmalig die Kähne...aber woher das Geld nehmen...?

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

10.09.2012 11:37
#18 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #
guck mal hier:http://www.mareehaute.fr/index.php?optio...id=44&Itemid=59
Ein Freund hat diesen Sommer die Werft besucht - Einmalig die Kähne...


Ja niedlich.
Am letzten Wochenende haben die Wetterfrösche einschliesslich Windfinder wieder auf ganzer Linie versagt, statt bft 4-5 in Böen 6, gabs Mädchenwind, Nix - 1 - 2 bft aus umlaufenden Richtungen. Um 100 Meter geradeaus zu fahren, musste man nur 8 - 12 mal wenden. DAS IST VOLL NERVIG!
Aber wenn man dafür noch andauernd an mehreren Backstagen rumfummeln müsste, wie bei diesem französischen Turngerät, würde ich durchdrehen.
Das ist ganz sicher nur was für die Seesegelei und dafür ist die hoffnungslos übertakelte Rennzicke ganz schön kurz geraten.

Zitat von ninmaja im Beitrag #
...aber woher das Geld nehmen...?

Na wie alle mit mehr Wünschen als Kohle: Vorlage borgen und ab zum Copyshop.

VG Eric

p.s.
Du könntest den Deckel vom Ankerkasten hinterm Genackerbaum teilen unterm Genackerbaum fest und der "Restdeckel mit Scharnier an den Deckelteil, der unterm Genackerbaum bleibt anschrauben, so gehen nur knapp 7-10 cm Deckel "verloren", den Anker bekommst du trotzdem rein.
Die Trompete könntest du auch an der Reling festlaschen.
Wenn du den Ankerkasten für die Trompete öffnest, könnte es nass im Schiff werden, wenn der Kahn mal im Surf die Nase in eine vorauslaufende Welle schiebt.
Kann man den Genacker nicht in der Abdeckung des Grossegels unterm Baum hindurch in den Niedergang stopfen? Ist doch ohnehin ein Raumwindsegel, das müsste doch ganz gut gehen.

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

11.09.2012 22:18
#19 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Eric,
so wie du es beschreibst ist die aktuelle Bergepraxis: anlufen, Groß in Stellung bringen, an die Gennackerschot greifen und Segel unterhalb des Großbaumes ins Cockpit ziehen während zunächst Halsleine und dann gleichzeitig das Gennackerfall gefiert wird. Bei viel Wind kannst du dass dann mal alleine machen; da hab ich mir schon ein paar mal bei die Pfoten verbrannt wenn da plötzlich von irgendwoher noch eine Böe ins Segel fällt. Zudem ist dann bei 36 qm das Cockpit ganz schön voll und ggf. nass - daher der Gedanke mit der Trompete. Je einfacher und kompfortabler die Manöver sind um so mehr nutzt man solche Segel auch häufig...

Bezüglich des Gennackerbaumes werde ich mir nächsten Winter etwas ganz neues einfallen lassen. Entweder ich werde einen schwenkbaren Baum wie bei den aktuellen Pogos istallieren: Der blockiert mir nicht den Ankerkasten, der Gennacker lässt sich bei achterlichen Wind optimal in den Wind schwenken und lässt sich effektiver verspannen da er genau symetrisch positioniert wird. Oder ich installiere einen festen Rüssel!!!

eric Offline

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Beiträge: 743

12.09.2012 01:47
#20 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #19
Eric,
so wie du es beschreibst ist die aktuelle Bergepraxis: anlufen, Groß in Stellung bringen, an die Gennackerschot greifen und Segel unterhalb des Großbaumes ins Cockpit ziehen während zunächst Halsleine und dann gleichzeitig das Gennackerfall gefiert wird.


Hallo Frank, wieso anluven?
Um den Genacker in die Abdeckung vom Gross zu bringen, würde ich abfallen.
Aber ich bin auch kein Regattasegler, ich denke mir nur so meinen Teil.
Die paar Sekunden Höhe verschenken ist auf raumen Kursen nicht das Thema, dafür ist aber der Druck aus dem Genacker.

Wenn man mal ein Problem mit der Fockrollvorrichtung hat, vielleicht zu spät gerefft oder es klemmt was, dann macht man es doch genauso und wenn dieses Manöver funktioniert, klappt das mit dem Genacker auch.

Zitat von ninmaja im Beitrag #19

Bei viel Wind kannst du dass dann mal alleine machen; da hab ich mir schon ein paar mal bei die Pfoten verbrannt wenn da plötzlich von irgendwoher noch eine Böe ins Segel fällt.


Eben. Im Schutz des Grossegels ist die Gefahr gebannt. Ich weiss, es ist ein Reflex, ausrauschende Schoten festzuhalten. Ist trotzdem nicht angebracht.
Es sei denn, man steht auf Schmerzen.

Zitat von ninmaja im Beitrag #19
Zudem ist dann bei 36 qm das Cockpit ganz schön voll und ggf. nass - daher der Gedanke mit der Trompete. Je einfacher und kompfortabler die Manöver sind um so mehr nutzt man solche Segel auch häufig...


Jipp. Was ist denn mit dieser Rollsocke, die am Genackertop hochgezogenm wird? Wäre das nicht eine Alternative?
Da du schon einen Furler hast, würde ich aber eher in diese Richtung weiterknobeln:
(Man muss ja das Rad nicht zweimal erfinden)
http://www.quantumsails.de/Cruising/TopDown-Rollgen/

Zitat von ninmaja im Beitrag #19
Bezüglich des Gennackerbaumes werde ich mir nächsten Winter etwas ganz neues einfallen lassen. Entweder ich werde einen schwenkbaren Baum wie bei den aktuellen Pogos istallieren: Der blockiert mir nicht den Ankerkasten, der Gennacker lässt sich bei achterlichen Wind optimal in den Wind schwenken und lässt sich effektiver verspannen da er genau symetrisch positioniert wird. Oder ich installiere einen festen Rüssel!!!


Mit Rüsseln kenne ich mich nicht aus.
Wenn ich meine Lieblingsvorschoterin fragen würde, ob sie einen festen Rüssel besser findet als einen Schwenkbaren, da kenne ich schon die Antwort...

VG Eric

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

12.09.2012 23:41
#21 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Eric,
im Prinzip hast du recht; aber in der Praxis fährst du nach einem Raumschotkurs wieder einen Amwindkurs, dann stell dir mal vor was das für ein Akt wäre auf Vorwindkurs bei komplett aufgefiertem Groß den Gennacker an der Schot unter den Baum hindurch ins Cockpit zu zerren (der Baum ist doch dann ewig weit weg). Da hält das empfindliche und sauteure Teil nicht lange. Zudem muss das Tuch so schnell wie möglich dicht gehalten und in die Kajüte gesteckt werden damit es sich nicht durch irgendwelche Winde verselbstständigt...hier liegen Theorie und Praxis ein wenig voneinander entfernt - oder du zeigst mir dass mal bei Gelegenheit...
Ich muss allerdings zugeben dass es auch einen besonderen Kick gibt wenn du mit dem Riesending anluvst um dann in der beschriebenen Weise das Teil zu bergen ...ein aufregendes Manöver mit Showeffekt!!!

Dass mit dem Gennacker- Furler ist ganz putzig. Ein ähnliches System bietet auch Bartels für meinen Furler an...da muss aber was am Segel angenäht werden und ich frage mich ob ich dann immer noch so genial mittels Halsleine trimmen kann... Da lass ich mich mal beraten. - Gruß Frank

hgebauer Offline

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Beiträge: 187

13.09.2012 15:51
#22 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Hallo Frank.
Spinnacker oder Genacker im Windschatten des aufgefierten Groß zu bergen ist bei den großen Yachten der Standard. Anders wäre die Menge Tuch, zumindest bei kleiner Mannschaft gar nicht zu bändigen. Und das funktioniert auch bei der Jantar bestens. (Mach das alleine so, jedoch mit Autopilot).
Das Tuch kommt gar nicht erst ins Cockpit, sondern wird sofort durch den Niedergang in die Kajüte gesteckt. (Hab mir dazu einen Sack mit großer Öffnung, die in den Niedergang eingehängt wird genäht - eine große Erleichterung weil damit das Segel gleich eingetütet ist). Das Tuch leidet keineswegs, wenn Fieren und Tuch-ziehen gefühlvoll koordiniert werden. (Trick: nach Fangen der Leeschot schnell nach vorne bis zur Unterlieksmitte greifen und da ziehen). Kritischer ist eher das Setzen, weil das Segel um Wanten und Saling "herumgewürgt" werden muß.
Trompete ist natürlich eine feine Sache. (Bin viele Jahre mit Gleitjolle mit Spitüte Regatta gesegelt). Meiner Erfahrung nach leidet da das Tuch stärker. Hier vertrimmt vor allem der Tuchbereich in dem die Bergeleine angeknüpft ist. (Die Riesenmenge Tuch muß ja durch das enge Loch gezerrt werden).
Immer eine Handbreit.....
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

13.09.2012 16:47
#23 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

...im Prinzip hast du recht; aber in der Praxis fährst du nach einem Raumschotkurs wieder einen Amwindkurs,

Hallo Frank, ich sag mal - Nö. Wir reden ja nicht über ewige Wegstrecken.
Wenn dir der Verlust an Höhe bei diesem Manöver zu viel ist, kannst du ja aus dem schnellen Raumschotkurs vorher ein bisschen anluven und Höhe gewinnen. Danach machst du das Bergemanöver, bei dem du die Höhe wieder verlierst. Dann bist du wieder da, wo du hinwolltest.
Vorteil ist aber, dass Ruhe im Tuch ist und der Druck ist nahezu weg, während dir beim Bergen mit Aufschießer der Wind so richtig in den Bauch des Genackers reinfahren kann und das sicher mit dem entsprechen Getöse. Tuchschonend ist das auch nicht.

Der Fangetrick von Helmut ist echt clever und es ist plausibel, dass er nur funktioniert, weil das Tuch kaum noch Wind bekommt. Aber durch den Griff an die Mitte der Unterliek pfeift der Restdruck gleich mal raus aus dem Genacker, weil ja Fusspunkt und Schothorn nach Lee auswehen können und das auch noch ohne dass dabei was ins Wasser gerät.
Das werde ich auf alle Fälle mal probieren.

Der Aufschiesser mit Genacker ist natürlich nur dann spektakulär, wenn du vergisst, vorher die Schot zu lösen.

Ein Aufschiesser aus einem schnellen Raumkurs ist ja sowas wie Anluven und das macht man eigentlich schön langsam und gefühlvoll, erst recht, wenn da ein aufgeblähter Megablister die Fliehkräfte potenziert.


Ein Blister, der weggefurlt werden soll, muss ja irgend eine Kante haben, um die er sich wickeln kann. Rein theoretisch müsste er also entweder eine gerade Anströmkante haben, wie dein Code Zero oder wie der Furlström von Elvström, oder man muss etwas nachhelfen.
Dass sich ein bauchiger Blister so sauber aufwickeln lässt, wie in dem Werbevideo glaube ich eh nicht.
Aber wenn sich die Unterliek raumgreifend um irgendwas dickeres aufwickelt, müsste der Rest wahrscheinlich hinterherkommen.


Vielleicht ist das Bergemanöver unterm Baum sogar geeignet, den Stress, den du bisher beim Bergen empfundfen hast zu minimieren. Aber vieles muss man einfach mal ausprobieren.


VG Eric

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

13.09.2012 22:42
#24 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Hallo,
eine Sache muss ich noch erläutern; die Sache mit dem Anluven nach dem Raumwindkurs bezog sich auf unser Hauptsegelgebiet nämlich ehem. Baggerlöchern bei Roermond. Da hat man zwar Tiefgang satt aber leider keine großen Wasserflächen. Wenn man mal Gennaker segeln kann, dann geht's ran bis an die Ufer...

Natürlich verstaue ich auch das Segel sofort nach dem Bergen durch den Niedergang in die Kajüte, da habe ich mich verschrieben. Klasse ist hier der Vorschlag mit dem am Niedergang eingehangenen Segelsack - vielen Dank dafür.
Den Gennaker irgendwo mittig am Unterliek zu packen kann ich mir bei unserem Teil im Moment nicht vorstellen, werde dass aber mal ausprobieren. Habt ihr eigendlich ähnliche Segel an Bord? ...in vergleichbarer Größe?

Hier mal der Produktkatalog von meinem Bartels Furler; da ist eine Skizze dabei wie man auch einen Gennaker einrollen kann...http://www.bartels.eu/downloads/pdf/bartels_clickandsail.pdf

Bis denn - Frank

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

14.09.2012 10:57
#25 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Hallo.
Mein Spi hat nur die standardmäßigen 25 qm.
Beim "Bergesack" (er muß groß und luftig sein) habe ich noch eine Idee verwirklicht: Schoten und Fall schlage ich mit Clips, sog. Brummelhaken an. An den oberen Rändern des Sacks befinden sich die gleichen Clips. Wenn der Spi im Sack ist brauch ich nur umclipsen. Beim nächsten Setzen liegen dann die Lieken automatisch richtig und müssen vor dem Anschlagen der Leinen nicht erst durchgegriffen werden. Sobald ich zum Boot komme werde ich hier Fotos einstellen.
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

14.09.2012 11:18
#26 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #24
Hallo,
eine Sache muss ich noch erläutern; die Sache mit dem Anluven nach dem Raumwindkurs bezog sich auf unser Hauptsegelgebiet nämlich ehem. Baggerlöchern bei Roermond. Da hat man zwar Tiefgang satt aber leider keine großen Wasserflächen. Wenn man mal Gennaker segeln kann, dann geht's ran bis an die Ufer...


Musste ich erstmal googogeln. Meinst du dieses Roermond, was nur eine Stunde Tiefflug von der Osterschelde, also richtigem Wasser entfernt ist? http://maps.google.de/maps?oe=utf-8&rls=...ved=0CEwQ8gEwBA
Gibt es da keine Vereine oder Liegeplätze? Das ist doch ein Trailerboot, wenn der Verein eine vernünftige Slipbahn hat, brauchst du noch nicht mal einen Wasserliegeplatz. Im Sommer mal eben den Kahn an den Haken und dahin umlegen, wo man tatsächlich segeln kann, ist keine grosse Sache. Vielleicht suchst du dir einen Liegeplatz, wo du mit der Bahn ranfahren kannst, dann musst du dich noch nicht mal über die Spritkosten ärgern.

Habt ihr eigendlich ähnliche Segel an Bord? ...in vergleichbarer Größe?


Hüstel räusper... ist ja so eine Sache, wenn Männer über vergleichbare Grössen sprechen, das ist sehr subjektiv.
Meiner ist ca halb so gross (der Blister), ich glaube die Fock ist nicht viel kleiner...

App. Fock:

Hallo Frank, wie kommst du mit deiner grossen Fock klar?
Bei mir sind auf Amwind die Wanten im Weg, damit kann ich die Unterliek nicht ins Profil ziehen, es knickt praktisch an den Wantenspannern ab und das Amwindpofil ist versaut. Hoch an die Salinge darf ich garnicht erst hinsehen, die sind ja so ziemlich auf jedem Kurs im Weg.
Achterliche Kurse kann man so praktisch garnicht fahren, weil man den Baum garnicht so weit aufbekommt und sich die Leeseite des Segels an Wanten und Salingen reibt, die ausserdem noch das erforderliche Profil plattmachen.

Theoretisch könnte man dann vor dem Wind kreuzen, im realen Leben fällt mir aber dabei andauernd die Fock ein.
Gibt man der Fock wieder Wind, fährt man zwar schneller, aber zu wenig Strecke nach Lee.
Ausserdem wirft mir die grosse Fock auf Amwind einen Gegenbauch ins Grosssegel.

Auf Halbwind und achterlich wird es noch blöder, da muss ich die Fockschot ausserhalb der Reling fahren (warum hat dieser Kampfzwerg überhaupt eine Reling?) Wie hast du das mit deiner grossen Fock gelöst?
Zu allem Überfluss bleibt mir bei leichten Winden dauernd die Toplatte im Achterstag hängen.

Es bleiben doch einige Fragezeichen zur Segelgardereobe der Jantar. Ich hatte viele Jahre Jollenkreuzer, das sind sehr ausgereifte Klassen, deshalb kenne ich solche Merkwürdigkeiten nicht, bin aber bereit dazuzulernen.
Zum Glück hat sich ja der Frank schon ganz umfassend damit beschäftigt. :-)
Hat eigentlich einer eine Selbstwendefock auf der Jantar? Lohnt sich das oder bleibt sie dann stehen?

VG Eric

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

15.09.2012 00:36
#27 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Eric,
ich wohne in Mönchengladbach und arbeite in Krefeld; somit bin ich unter allen Umständen innerhalb von 30 Min. am Wasser. Neben dem Segeln ist mir das Hafenleben auch wichtig - daher kommt ein Landliegeplatz nicht in Frage. Unsere Spice lag auch schon 3 Jahre bei Stavoren am Ijsselmeer. Das war der perfekte Standort aber dort haben wir das Boot einfach nicht häufig genug nutzen können; wegen der Entfernung und auch wg. zu starkem Wind...
Seit dem segeln wir, bis auf einen Adria- Törn in 2007 (siehe Bericht unter Rubrik Reviere) jedes Jahr 1-2 Wochen am Ijsselmeer und dann kommt die Jantar wieder nach Hause; dass ist ok so...

Wg. deinem Vorsegel: was ist denn dass für ein Teil?
Eine Genua1, 2 oder 3?

Wir haben an unserer SPICE bislang eine 8qm High- Aspect Fock (bzw. Genua 3), eine 13,5 qm Genua 1 medium und aktuell eine 10,5 qm Genua 2 (als Rollreffsegel) genutzt; alles Laminattücher. Keines der Segel stieß irgendwo an, weder an die Salinge noch an die Wantenspanner. Für mich hört sich dass an als ob dein Vorsegel nicht für die Jantar konstruiert wurde.
Unser aktuelles Segel ist mit den 10,5qm von der Größe ein sehr guter Kompromis. Nicht zu groß, damit man es zwischen den Ober- und Unterwanten schoten kann um wenigstens einigermaßen Höhe laufen zu können, aber trotzdem zugstark. Es ist so gefertigt das ich es guten Gewissens ca. 3qm verkleinern kann ohne schon eine Riesenwurst am Vorliek baumeln zu haben.
Der Code 0 liegt bei voll angezogenen Schoten genau am Seezaun an, enger geht nicht.

Dass das Groß nicht effektiv gestellt werden kann liegt halt an der Rigg- Art. Mit den nach hinten gestellten Salingen ist nicht mehr drinn. Muss auch nicht; mit Spi oder Gennacker sind genug Segel- PS am Werk, da halte ich das Groß zwecks besserer Anströmung ohnehin etwas dichter.

Frank

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

15.09.2012 22:06
#28 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Hallo.


Eric,
Wg. deinem Vorsegel: was ist denn dass für ein Teil?
Eine Genua1, 2 oder 3

Ja, ich hab mich auch gewundert was Eric da für eine Vorsegel hat. Die Benennung nach Code (0, 1, 2 oder 3) bringt jedoch nichts. Das kann, je nach Boot alles mögliche sein, sowohl von der Größe als auch vom Schnitt her.

Wir haben an unserer SPICE bislang eine 8qm High- Aspect Fock (bzw. Genua 3), eine 13,5 qm Genua 1 medium und aktuell eine 10,5 qm Genua 2 (als Rollreffsegel) genutzt; alles Laminattücher. Keines der Segel stieß irgendwo an, weder an die Salinge noch an die Wantenspanner.
Meine "Große" ist aus Square Tuch, hat ein Unterliek von 3,36m und ist fast bis aufs Deck geschnitten, Bei mittleren Wind stelle ich so ein, daß das Schothorn 3 cm vor der Leitöse ist und und die ist ein bisschen vor dem Ende der Kajüte. Schote so, daß das Unterliek etwa 3 Finger breit außerhalb des Wantenspanners steht, Das Achterliek berührt dann bei leichtem Wind gerade die Saling. Wenn der Druck zunimmt wandert es weiter weg. Es eckt niemals etwas.

Für mich hört sich dass an als ob dein Vorsegel nicht für die Jantar konstruiert wurde.
Genauso sehe ich es auch. Wohl im vorderen Teil zu bauchig geschnitten, wenn eric so stramm schoten muß, daß das Segel um die Want knickt.
Vielleicht wurde aber auch beim Schnitt der beim Partialrigg unvermeidliche Durchhang des Vorstags nicht berücksichtigt.

Unser aktuelles Segel ist mit den 10,5qm von der Größe ein sehr guter Kompromis. Nicht zu groß, damit man es zwischen den Ober- und Unterwanten schoten kann um wenigstens einigermaßen Höhe laufen zu können, aber trotzdem zugstark. Wirklich? Zwischen den Wanten? Da ist doch gar kein Platz? Und steht denn dann das Achterliek nicht nach hinten an der Saling an? (Wenn nicht könntest Du doch gleich ganz innerhalb der Wanten schoten!)

Der Code 0 liegt bei voll angezogenen Schoten genau am Seezaun an, enger geht nicht.
Hab bei meiner Jantar den Relingsdraht am Fuß des Bugkorbes befestigt statt oben. Das Vorsegel schlupft dann leicht nach innerhalb des Seezaunes und ich kann es dann bis es an der Want anliegt sauber schoten. Kannst ja mal probieren ob für Dein Bugsprietsegel ein solcher Durchbruch an der richtigen Stelle läge.

Dass das Groß nicht effektiv gestellt werden kann liegt halt an der Rigg- Art. Mit den nach hinten gestellten Salingen ist nicht mehr drinn.
Das geht bei einem (flexiblen) Partialrigg auch gar nicht anders. Eric vergleicht ja immer wieder mal mit den Jollies. Aber die sind fast ausnahmslos toppgetakelt und daher braucht es bei denen diese Pfeilung nicht. Unser nagelneuer 16er z.B hat zwei! ganz kurze quer stehende Salingpaare und die Püttings sind etwa 100 cm auseinander, Da kann die riesige Genua die die 16er haben natürlich extrem eng gefahren werden und damit eine extreme Höhe. Ganz anders unsere beiden modernen Skippi 650 Race. (Rüsselboot, 6,50m, Hubkiel aber das halbe Gewicht der Jantar 21). Die haben dasselbe Rigg wie wir und sind auf der Regattabahn trotzdem vor den 15ern und 16ern und manchmal auch noch vor dem 20er. Müssen halt anders gesegelt werden - auf Geschwindigkeit.

Im Übrigen - wer wirklich schnell segeln will muß sich halt eine anderes Boot kaufen - auf dem er dann aber auch nicht mehr "wohnen" kann. Die Jantar 21 ist vielleicht ein bisschen sportlicher und - bei wenig Wind - ein bisschen schneller als andere Häusl-Schiffe (vornehmer: Daysailer) dieser Größe, sie bleibt aber ein Häusl-Schiff mit allen notwendigen Kompromissen. Ist fürs Halbgleiten schon mal viel zu schwer. Wird niemals ein "Kampfzwerg" werden, wird niemals über die Rumpfgeschwindigkeit von etwas über 5kn hinauskommen. Machen wir uns nix vor!

Helmut

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

15.09.2012 23:32
#29 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Helmut,
ja du hast recht, die Jantar ist mit den aktuellen Sportboot- Designs nicht vergleichbar...sie ist halt kein Gleiter!
Zur Jantar-Ehrenrettung: 6Knoten sind fast immer drin und unter Gennacker haben wir auch schon 7,7 erreicht. Topspeed unter ausgebaumter Genua 1 mit achterlichem Jugo (Südwind an der Adria, und daher schön hohe Wellen) bei 5 Beaufort: 16,3 Knoten über Grund (Logisch: seit dem habe ich unseren GPS Plotter nicht mehr resettet) - also wenn der Kahn richtig gute Segel trägt, leer ist, ein bischen mehr Wind und Wellen von achtern anstehen - dann ist angleiten drin...(auf den bayrischen Seen geht das natürlich nicht...)

wg. der Genuaschot: es ist so - dazwischen geschotet steht das Segel perfekt und das Achterliek tippt bei wenig Wind so gerade an die Saling! Wenn ich nicht kneifen muss schote ich allerdings außen... noch schönes WE - Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

27.09.2012 19:15
#30 RE: Bugspriet für Gennacker, bzw. Code 0 Zitat · Antworten

Eric,
Wg. deinem Vorsegel: was ist denn dass für ein Teil?
Eine Genua1, 2 oder 3


Sorry, kannte mich nicht so aus. Für mich gibt es Sturmfock, Fock und Genoa. Genoa heisst richtig gross, alles anders ist Fock.


Wir haben an unserer SPICE bislang eine 8qm High- Aspect Fock (bzw. Genua 3), eine 13,5 qm Genua 1 medium und aktuell eine 10,5 qm Genua 2 (als Rollreffsegel) genutzt; alles Laminattücher. Keines der Segel stieß irgendwo an, weder an die Salinge noch an die Wantenspanner.

Das ist bei mir garantiert anders. Die Fock (habe kein Vorsegel, dem ich den Namen Genoa geben würde) knickt auf jeden Fall an den Wantenspannern ab, so dass sich kein vernünftiges Amwindprofil einstellen lässt. Nur mit den Salingen habe ich mich wahrscheinlich geirrt, da kommt die Fock doch nicht ran.
Ich habe sie noch nicht zwischen den Wanten geschoren, kann das aber mal testen. Was ich bei dieser Schotführung nicht verstehe ist die Einstellung bei Halbwind. Um ein vernünftiges Halbwindprofil einzustellen, muss ich die Schot aussen um die Relingsstange legen, wenn sie zwischen den Wanten läuft, müsste ja die Schot erst wieder vor um die Oberwante gehen. Irgendwie grad sehr theoretisch.

Frank, auf deinem Bild mit dem neuen Vorsegel - so gross ist auch meine Fock, ca.
Und die kannst du zwischen den Wanten fahren? Oder gilt das nur für die klitzekleine Fock?

VG Eric

Danke Frank für die Vergleichsmaße und Helmut, ist gefühltes Gleiten nicht auch gleiten? ;-)
Wir haben einige Jantars im Revier, an die ich nicht herankomme. (noch nicht) Insofern ist nach oben hin noch Luft. Ich bin auch nicht bereit, den Kahn zu strippen, wie bei einer Skippy. Bin schon froh, dass die Jantar erwachsener aussieht und eben nicht wie eine magersüchtige Rennziege.
Na klar ist die Skippy schneller, wiegt weniger, hat eine längere Wasserlinie, dafür kann ich auf der Jantar übernachten und reisen.
Im Kompromiss zwischen Sportlichkeit und Komfortgewicht liegt die Jantar gegenüber anderen polnischen Wohndampfern noch deutlich auf der sportlichen Seite und das ist auch gut so.

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