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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

11.05.2009 16:06
Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo Segelfreunde,

wie trimmt Ihr eigentlich Euer Rigg nach dem Maststellen? In welcher Reihenfolge spannt Ihr die Wanten? Auf was achtet Ihr? Wie fest setzt Ihr die Wanten durch? Wie gerade oder gebogen ist Euer Mast in Ruhestellung? Habt Ihr spezielle Tipps fuer viel Wind / wenig Wind? Muesst Ihr zum (kurzzeitigen) Mastlegen noch mal was veraendern / entspannen?

Bin fur jeden Hinweis dankbar!

Bernhard
PanTau (GER 300)

Monika Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 20

12.05.2009 15:09
#2 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo,

also ich kann ja mal schreiben was ich so mache. Zuerst drehe ich die Wantenspanner so weit zu , dass die Wanten kein Lose mehr haben. Dann messe ich beidseits vom unteren Auge des Oberwants bis zum Bolzen des Wantenspanners im Pütting – sollte gleich sein, dann steht der Mast hoffentlich gerade. Dann spanne die Oberwanten auf 10% der Bruchlast (mit einer Wantenwaage), Achterstag dichtsetzten während des Drehens (nicht beim Messen) hilft, ein Blick nach oben die Nut entlang zeigt ob man symmetrisch gespannt hat oder der Mast sich seitlich biegt.
Vorsicht, bei Wantenspannen können Beulen nach innen seitlich am Vorschiff entstehen, wenn dort dünn laminiert wurde, wie bei meiner Jantar. Der Wantenspanner unter Deck ist nämlich eine Fehlkonstruktion – nur ein Spanner übertragt den erheblichen Zug schräg nach vorne in den Rumpf. Habe mir daher einen 2. Spant und Spanner Richtung achtern einbauen lassen und der Zug wird jetzt symmetrisch in den Rumpf übertragen – keine Probleme mehr. Diese Beulen, über die hier im Forum schon geschrieben wurde, kommen also glaube ich nicht vom Kranen wie damals jemand vermutet hat…
Als nächstes spanne ich die Unterwanten bis die Mastbiegung ca 3-4cm beträgt, fahre den Mast also ziemlich gerade. Seitlich Verbiegungen im unteren Teil sieht man wieder bein Blick entlang der Mastschiene. Die Endspannung der Oberwanten beträgt dann ca. 15% der Bruchlast. Bei weniger hängt das Vorstag finde ich zu stark durch, Starkwindsegeln ist dann mühsam und Höhe Luxus…
Der Mastfall beträgt bei mir ca 2.5%, musste dazu ein Zwischenstück aus dem Vorstag entfernen, seither keine Luvgierigkeit und keine Sonnenschüsse mehr.
Starkwind finde ich va. auf dem Amwindkurs schwer zu segeln wenn man nicht zwei 100kg Menschen auf der Kante hat. Ich nehme Achterstag und Cunningham sehr dicht, den Traveller ganz nach Luv und löse wenns wirklich schlimm wird den Niederholer etwas. Daurch twistet das Groß oben sehr stark und man wird viel Druck los und braucht erst spät zu reffen. Die Fock steht immer ungerefft, Holepunkt weit hinten. Ich versuche nicht zuvuiel Höhe zu laufen, luve in den Böen wenig und probiere das Schiff laufen zu lassen, und die Böen mit der Schot auszugleichen . Jede starke Krängung bringt es in der sehr kurzen steile Neusiedlerseewelle fast zum Stehen.
So das war jetzt ein langer Erlebnisbericht – habe bisher gut so überlebt, ob der Trimm schnell ist weiss ich nicht , da ich keine Regatten fahre. Binschon neugierig, was die anderen dazu meinen..

Viele Grüße

Monika

PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

15.05.2009 07:29
#3 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Welche Wantenwaage benutzt Du? Kannst Du ein Modell empfehlen?

FSA Segelsport GmbH Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 175

16.05.2009 02:01
#4 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Wir empfehlen zum Masttrimm das Massgerät von Harken : Rigtune Pro

Es ist das einzige Wantenspannungs-Messgerät, das den wahren Druck in Kilogramm anzeigt !

Eure FSA-Crew

Angefügte Bilder:
Rigtune Pro 7850.jpg  
Monika Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 20

28.05.2009 11:29
#5 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo,

hier kommt ein Bild meiner alten Wantenwaage - für mich reichts, würde mit Werten in kp auch nichts anfangen...

Was mein eigentlich die Firma FSA zum Trimm ?? - Dort müsste man doch sehr viel Erfahrung haben - vielleicht könnte jemand dort eine kurze Trimmanleitung für die Jantar verfassen - gibt´s von vielen Segelherstellern z.B. für J21 u.a. Boote. Das wäre ein tolles Kundenservice !

Viele Grüße

Monika

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

29.05.2009 09:21
#6 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo Monika,

dein Zitat: "Der Wantenspanner unter Deck ist nämlich eine Fehlkonstruktion – nur ein Spanner übertragt den erheblichen Zug schräg nach vorne in den Rumpf. Habe mir daher einen 2. Spant und Spanner Richtung achtern einbauen lassen und der Zug wird jetzt symmetrisch in den Rumpf übertragen – keine Probleme mehr."

Ich habe äußerstes Interesse an deinem Umbau unter Deck - gibt es Bilder, bzw. kannst du welche anfertigen? Ich habe nähmich den Eindruck dass allerhand Wantenspannung verloren geht weil die Krafteinleitung in den Rumpf Kappes ist. Bitte unbedingt melden - hast etwas Zeit, bin nämlich jetzt erst mal 1 Woche am Iysselmeer (nur kein Neid)- ninmaja

Monika Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 20

12.06.2009 20:03
#7 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo,

spät aber doch die Bilder vom zusätzlichen Wantenspanner und Spant. Der Spant reicht bis Höhe der Sitzbank, Bb mussten die Möbel raus. Das Ganze wurde am Plattensee 2002 gebaut, die kleine Werft gibt´s leider nicht mehr, der nette Herr hatte einen Schlaganfall. Der Preis war damals ca. 1000 Euro !




Der Zug der Wanten ist jetzt viel besser verteilt, es gibt keine Beulen am Vorschiff mehr und ich finde die ganze Sache ist wesentlich stabiler geworden.

Viele Grüße

Monika



ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

20.06.2009 00:43
#8 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

gibt's noch andere Ansätze, bzw. Vorschläge, die Wanten- Spannungen günstiger in den Rumpf zu leiten?

ralf2 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 17

11.12.2009 18:27
#9 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo,

ich kann nur eine verstärkte Befestigung des Wantenspanners unter Deck am Spand beitragen.

Angefügte Bilder:
Wantenspanner_unter_Deck02.JPG  
ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

21.01.2010 19:53
#10 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Ralf-
sowas in der Art hatte ich mir auch schon ausgedacht. Die Originalkonstruktion mit den lächerlichen Originalschräubchen sind doch arg schmächtig, zumal die Krafteinleitung so unglücklich ist!!!
In wie Weit sind metallische Verstärkungen im Spant vorhanden ? - Eine Ahnung?
Greifen die seitlichen Schrauben ausschließlich in GFK oder noch in ein Metallblech?

Gruß - Frank

Dirk Offline

Neues Mitglied

Beiträge: 3

07.02.2010 19:59
#11 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo,
bezüglich Verstärkung im Spant kann ich noch etwas beitragen. Als wir unsere 1991er Jantar21 das erste mal vor 4 Jahren auf dem Bodensee bei etwas mehr Wind segelten, knackte es bei maximaler Lage plötzlich etwas. Der Blick unter Deck zeigte, dass die Schrauben im Spant teilweise herausgerissen waren. Positiv war dass das Deck die Zugkräfte vollständig aufgenommen hatte und das Problem von aussen nur durch eine leichte Wölbung sichbar war. Mit betrübter Mine haben wir darauf hin das für uns neue, aber doch schon etwas betagte, Boot in den Hafen zurück motort und zu einem Schiffsbauer gebracht. Dort wurde festgestellt, dass der Hauptspant mit einem Aluprofil verstärkt ist, in das die Schrauben eingedreht werden (sollten). Bei unsere Jantar war das Profil aber offensichtlich nicht symmetrisch einlaminiert, so dass die Schrauben auf der Backbordseite von der Werft eben nur in das GFK gedreht wurden. Die Strebe wurde daraufhin etwas verlängert und in das darunter vorhandene Alu eingeschraubt. Seit dem ist das Problem bei uns erledigt (fragt sich nur warum unsere Vorbesitzer das in den 15 Jahren zuvor nicht gemerkt haben...)


Lange Rede kurzer Sinn - der Spant ist innen mit Alu verstärkt und die Verschraubung sollte dort richtig verankert sein.

Angefügte Bilder:
CIMG2734.JPG  
ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

08.02.2010 12:49
#12 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Dirk-
was meinst du mit 'die Strebe wurde verlängert'? War das Alu- Blech zu hoch oder zu tief einlaminiert worden?

Gruß Frank

Dirk Offline

Neues Mitglied

Beiträge: 3

13.02.2010 09:51
#13 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo Frank,
die Alu-Verstärkung im Spant war zu tief einlaminiert, so dass die Stahlstrebe verlängert werden musste.
Gruss - Dirk

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

14.02.2010 20:53
#14 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Danke für die Info - war ja auch logisch...-hab nicht richtig gelesen!!!
Ich plane auch eine Verlängerung der Strebe (dadurch günstigerer Winkel) in Verbindung mit einer optmierten Krafteinleitung (gr. Blech- U- Profil)in den Spant.

Hoffe, daß dann die Wantenspannung besser aufrecht gehalten wird - ab und an muss ich nämlich in der Saison Nachspannen um eine vernünftige Vorstagspannung zu halten...(vor allem seit eine Rollreffanlage montiert wurde (Scheißding))

Frank

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

11.04.2010 17:26
#15 RE: Optimal Maststellung? Zitat · Antworten

Hallo PanTau,
hättest du die Tage an einem Wochenende einmal Zeit für einen Trimm bevor die Saison losgeht?
Gruß, MicLin

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