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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 328 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Pete Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 14

09.04.2019 22:14
Antifouling Zitat · Antworten

Hallo liebe Segler,

nachdem wir als Segelanfänger nun für uns und unsere Jantar21 einen Segelverein am Biggesee gefunden haben, hätte ich noch enzelne Anfängerfragen zum Thema Antifouling an Euch Profis:

- Welches Produkt würdet Ihr für einen Erstauftrag (Boot war beim Vorbesitzer bisher scheinbar immer nur kurzzeitig im Wasser) am Binnen-/Biggesee empfehlen?
- Hat jemand einen Link zu einer anfängerkompatiblen Anleitung wie man Antifouling selbst anbringt oder muss/sollte man das die Profis machen lassen?
- Wieviel Antifouling braucht Ihr so in Summe aller Schichten für Eure Jantar?
- Wie beschichtet man den Rumpf im Bereich der vier Trailer-'Auflager'-Polster?

Entschuldigt diese trivialen Fragen.

Viele Grüße,
Peter

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

10.04.2019 10:27
#2 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Hallo Pete,

am Besten erkundigst du dich vor Ort um zu erfahren was am Biggesee erlaubt ist.
Ich fahre am Steinhuder Meer das VC 17m Dünschicht Antifouling.
Lässt sich problemlos aufbringen.

Am Trailer kannst du nacheinander eine Stütze/Auflage zum streichen absenken. Bei meinem Trailer lassen sich alle Stützen einzeln runterkurbeln. Problem ist ganz unten am Kielbereich.
Streich ich schnell wenn das Boot zum Wassern am Kran in den Gurten hängt.
VC 17 trocknet sehr schnell.


VG Frank

Pete Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 14

13.04.2019 23:16
#3 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Hallo Frank,

vielen Dank für Dein Feedback. Das VC17m hat mir ein anderer Segler für den Biggesee auch empfohlen. Hab' samt VC Tar2 für Grundierung/Osmoseschutz erstanden. Ich dachte mir auch, die Jantar auf drei Stützen stehen zu haben, eine Stütze runterschrauben, diagonal gegenüber mit einem Spanngurt gegen Kippen sichern und dann einen runterschrauben usw. Aber wir Greenhorns scheinen zu blöd zu sein. Ich habe die Rändelschraube (? - mit den beiden seitlichen langen Stiften) an der Stütze hoch geschraubt und erwartet, dass die Stütze/der Gewindestab eintaucht in das Vierkantrohr. Tut sie aber nicht! Nix passiert. Hast Du eine Idee? Könnte der Gewindestab an der OK des Vierkantrohrs leicht verbogen sein und deswegen nicht eintauchen? Ich google nun schon seit Stunden ... und steh total auf dem Schlauch.

Viele Grüße,
Peter

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

14.04.2019 12:40
#4 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Hallo Peter,

ich kann mir deine Stützenbeschreibung gerade schlecht vorstellen.
Bei mir sieht es so aus:
Der Kurbelmechanismus wird durch die waagerechte Stellschraube freigegeben bzw. fixiert.



Kannst du vielleicht von deiner Stütze auch mal ein Foto hochladen?

Manchmal sitzen die Dinger auch fest wenn sie länger nicht bewegt wurden.
Da hilft dann mitunter das großzügige Einbringen von schmier- und rostlösenden Mitteln wie Caramba oder WD40.

VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

14.04.2019 18:45
#5 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Zitat von Pete im Beitrag #3
...Das VC17m hat mir ein anderer Segler für den Biggesee auch empfohlen. Hab' samt VC Tar2 für Grundierung/Osmoseschutz erstanden.


Hi Peter, dazu paar Anmerkungen - VC17m ist eine einmalige Entscheidung, danach kannst du nichts anderes mehr draufrollen als VC 17m und die Burschen drehen jedes Jahr an der Abzockschraube.
Die Bewuchshemmung wird dabei von Jahr zu Jahr schlechter.
Interessant ist es ausschliesslich für Regattasegler, denn ist das "schnellste" Antifouling.
Das merkst du aber nur, wenn du konsequent vor jeder Regatta abtauchst und dein Boot abwischst. Das geht sehr einfach, es sei denn, man hat es ein paar Wochen vergessen. Das ist das Prinzip dieses Antifoulings.
Muss man mögen.
Auf der Regattabahn kommst du an VC17m kaum vorbei. Sonst gibt es Alternativen.

Vom selben Hersteller gibt es auch VC Offshore. Nicht so radikal, nicht so empfindlich, besser wirksam, überstreichbar (zumindest später noch mit VC 17m) und nicht so teuer.

VC Tar2 ist genau wie andere Dickschichtepoxidharze nur dann ein Osmoseschutz, wenn die Vorbereitung stimmt und die Verarbeitungstemperatur- und Luftfeuchtigkeit, die Mischzeit, die Aufragsdicke, die Überarbeitungsintervalle...
Min 5 Anstriche und wenn du vorher die Osmose nicht penibel beseitigt hast, kannst du es dir sparen. Das ist die eigentliche Arbeit.
Gibt es in 2 Farbeinstellungen, so siehst du beim Folgeanstrich, wo du noch nicht warst.
Der Edelstahlkiel wird dabei genausowenig überstrichen, wie dein Klappruderblatt. Auch wenn dir andere anderes erzählen.

Ich dachte mir auch, die Jantar auf drei Stützen stehen zu haben, eine Stütze runterschrauben, diagonal gegenüber mit einem Spanngurt gegen Kippen sichern und dann einen runterschrauben usw.

Naja, wie bei allen aufgebockten Lasten, erst drunterlegen, wenn idiotensicher abgesichert und dabei am allerbesten mit richtig schlimmen Idioten rechnen, einschliesslich man selbst. Wärst nicht der erste, der unterm Boot liegt und verzweifelt ruft, weil irgend ein Blödmann in der Einfahrt rumrangiert oder sich seitlich gegen den gerade so aufgebockten Kahn lehnt, nur mal für einen Plausch...

Die Jantar ist ein auf Rennen ausgelegter Leichtbau. Die darfst du ausschliesslich im Bereich der mächtigen Wrangen aufbocken und dann den Kiel zur Entlastung ablassen, bis das Kielfall lose kommt.
Boote stützt man nicht auf Stützen, sondern auf Böcke, die für diese Last auch ausgelegt sind und kippstabil. Im Zweifel lass sie auf deinem Trailer. So kommst du auch an alles ran.
Man hält sich nicht unter schwebenden Lasten auf und erst recht legt man sich nicht drunter.
Das Boot im Gurt oder auf dem Waagenheber, auf 4 minus 1 Stütze ist def. eine schwebende Last. Lass es.


VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

15.04.2019 00:04
#6 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Hallo Peter,

hast du dich einmal für vc17m entschieden nimmst du aus meiner Erfahrung eh nix anderes mehr. Da es sich ja um ein Dünnschichtsystem handelt das beim Segeln die oberen Schichten abstösst und sich dadurch quasi immer wieder selbst erneuert ist am Saisonende nicht nur der Bewuchs minimal, auch der Antifoulingauftrag wird immer dünner. Am Steinhuder Meer reicht das für 2 Saisonen.
Danach werden wieder zwei neue Schichten aufgerollt und man bekommt nicht diese dicke Pampe der Dickschichtsysteme unters Boot die irgendwann unweigerlich wieder mühsam runtergekratzt werden müssen.
Die extrem glatte Oberfläche durch die Silikonbeigabe finde ich sehr faszinierend und gehört für mich zum Standart eines gut segelden Bootes.

Die Kosten hierfür bei Selbstauftrag halte ich für sehr überschaubar da es immer wieder Sonderangebote zB. bei Compass24 in Ascheberg gibt.
Aktuell kann man VC17 auch preiswert im BAUHAUS (online) einkaufen.

VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

15.04.2019 08:09
#7 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #6
Hallo Peter,

hast du dich einmal für vc17m entschieden nimmst du aus meiner Erfahrung eh nix anderes mehr. Da es sich ja um ein Dünnschichtsystem handelt das beim Segeln die oberen Schichten abstösst und sich dadurch quasi immer wieder selbst erneuert ist am Saisonende nicht nur der Bewuchs minimal, auch der Antifoulingauftrag wird immer dünner. Am Steinhuder Meer reicht das für 2 Saisonen.



Hi, Frank und alle anderen, eben genau das macht es nicht.
Dünnschicht stösst nichts ab, deshalb darf man es auch im Wasser reinigen. Das andere Verfahren ist das eklige, bei dem das Antifouling häppchenweise abradiert wird und dann im Wasser und später auf unserem Fischteller landet.
Wenn sich bei VC17m was abstösst, hast du was falsch gemacht.
Ev. dem Hersteller vertraut, der da immer draufschreibt, dass man das nicht anschleifen muss?

Ja, entweder 1 Anstrich pro Saison oder 2 alle 2 Saisons.
Binnen an einem See mit Trinkwasserqualität brauchst du ev nur 1 Anstrich alle 2 Jahre.

Die extrem glatte Oberfläche durch die Silikonbeigabe finde ich sehr faszinierend und gehört für mich zum Standart eines gut segelden Bootes.
In echt? Silikon ist da drin? Das ist ein Trennmittel.
Aber extrem glatt stimmt. Beim Slippen sollte man den Kahn besser bis zum Schluss auf dem Trailer angebunden lassen, sonst liegt er auf der Slipbahn.

Die Kosten hierfür bei Selbstauftrag halte ich für sehr überschaubar da es immer wieder Sonderangebote zB. bei Compass24 in Ascheberg gibt.
Aktuell kann man VC17 auch preiswert im BAUHAUS (online) einkaufen.

Nun ja, rechnet ja keiner mehr in DM um aber mach das mal, nur so zum Spass.
Unverschämte Abzocke mit Yachtieaufschlag. Die haben es ja.
Die könnten (und werden) weiter an der Preisspirale schrauben, denn sie wissen ja genau, dass sie einmal Kunde - immer Kunde, die halbe Seglerwelt erpressen können. Bei einem Neuaufbau gibt es klare Alternativen.
Selbst wenn du VC17 m abschleifst, hast du es in die Mikroporen gerieben und danach ein Problem. Das ist Teufelszeug ,
aber eben teuflisch glatt.

Wie gesagt, ist mit Abstand das teuerste Antifouling und nicht das Beste. Nur in der Regattaszene kommst du nicht daran vorbei.
Ob Otto-Normal-Segler einen Unterschied bemerkt, ich wage es zu bezweifeln. Aber im Rennen sind 100ertstel Knoten eben oft die alles entscheidenden Meter.
Falls man also am Start und im Zweikampf und an den Wendetonnen und in der Abwägung zwischen Speed und Wegstrecke, bei der Gegner- und Windbeobachtung und strategischen Entscheidungen alles im Griff hat, die Umgebungslandschaft, das Revier und die Wellen usw. richtig beurteilt hat und im Rennen laufend angepasst und falls man nur das zwingend zur Regatta notwendige Gerödel im Kahn hat und gute Segel fährt und auf Rigg- Segel und Bootstrimm achtet und damit schon mal die Hälfte der entscheidenden Kriterien halbwegs richtig gemacht hat, kann es helfen.
Alles andere ist Antifouling-Voodoo.

VG Eric

p.s. Das Zeug ist auch nur dann glatt, wenn du vor dem Rennen das Unterwasserschiff putzt, sonst ist es so bewachsen, wie alles andere.
Für die Faulen und Wasserscheuen wurde ja gerade das abrasive Ekelzeug erfunden, womit sie häppchenweise die Fische füttern und für alle anderen liebevoll die Krangurte einfärben und den Hallenstellplatz oder die Wiese im Freilager...

Markus Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 11

15.04.2019 08:56
#8 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Hallo Pete,
die Gewindespindel wird seitlichen Druck haben. Dadurch ist die Reibung größer als die Schwerkraft. Kannst versuchen, sie durch leichte Schläge nach unten zu schlagen oder eventuell alle vier Spindeln leicht ablassen. Du solltest dabei aber darauf achten, dass dabei keine der Auflagen den Kontakt zum Rumpf verliert und die Gewindemuttern nur leicht lösen.

VG
Markus

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

10.05.2019 10:23
#9 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Hallo,

ich bin Fan von dem selbstabschleifenden Antifouling. Ich trage jedes Jahr im Frühjahr eine Schicht davon auf und im Herbst ist das fast von alleine runter geschliffen. Manchmal schimmert da schon die Osmoseschutzschicht durch im Herbst. Den Rest erledigt der Kärcher. Und in der nächsten Saison geht es wieder von vorne los. Dieses jahr hieß das Zeug "Micron350" von International. Im letzten Jahr hatte das einen anderen Namen. Die Firma bringt da wohl immer etwas neues raus.

Bei der Nutzung von Dünschichtantifouling, wie z.B. VC17, habe ich die Befürchtung dass die Schichten von Jahr zu Jahr anwachsen, da sich das ja nicht von selbst abschleift und das das dann irgendwann so aussieht wie Schiefertafeln aus dem Erzgebirge.

Ciao
SCT

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

10.05.2019 18:02
#10 RE: Antifouling Zitat · Antworten

Zitat von sct im Beitrag #9
Hallo,

ich bin Fan von dem selbstabschleifenden Antifouling. Ich trage jedes Jahr im Frühjahr eine Schicht davon auf und im Herbst ist das fast von alleine runter geschliffen...


Genau DAS ist ja das Problem.

Hi, SCT, ich weiss nicht. Niemand würde auf die Idee kommen, eine Büchse Farbe in den See zu schütten. Hoffe ich jedenfalls.
Hier ist aber genau das das Prinzip dieser Technologie.

Wenn du also Sonntag abend beim regionalen Fischer ökologisch korrekt die Produkte der Region kaufst, fangfrisch versteht sich, dann kommt deine eigene, hochtoxische Farbe auf den Teller. Na wenn das nicht eklig ist, was dann?
In vielen Segelrevieren längst verboten oder wenigsten per Selbstverpflichtung geahndet.

Auch machen sich ja die letzten Verfechter der Faulpelzfarbe viele Freunde beim Kranen. Hat ja jeder was davon, wenn sich der frisch eingefärbte Krangurt auf dem gerade so schön polierten und gewachsten Rumpf auspresst. Diesjahr wars mal wieder grau, letztes Jahr blau.
Ganz toll. Da kommt Freude auf.
Sind bei uns noch 2 oder 3, denen das sowas von egal ist. Alle anderen, die nach ihnen Kranen sind immer total begeistert, weil sie ja die schöne Farbe der Sportsfreunde nun auch mal kennenlernen.

Nee, im Ernst, ich hoffe die EU fegt den Mist irgendwann von Markt, weil wir es wiedermal alleine nicht hinkriegen.
Wofür gibt es den Quatsch überhaupt? Nur weil ein paar Wenige zu faul sind zum putzen?

Erkläre mal deinen Kindern das Prinzip der Farbe, wenn die vom Baden wiederkommen. Die werden dir was erzählen...


Manchmal schimmert da schon die Osmoseschutzschicht durch im Herbst. Den Rest erledigt der Kärcher.

Uahhh, wie seid ihr denn drauf - Unterwasserschiff kärchern?! Ohgottogott... Und dann noch diese Pampe?
Bei uns alles verboten und lange bevor es verboten war, haben wir es uns selbst verboten.
Gab harte Diskussionen, nur was solls, Kupfer ist immerhin ein Zellgift. Nicht nur für Pflanzen. Gibt ja absolut keine Veranlassung, das ins Wasser oder in den Boden zu ballern.
Wenn eine ganze Marina an einem Tag krant und kärchert, haut es den Dreck auch durchs Rückhaltebecken, sofern die überhaupt eins haben.

Also wir alle wissen natürlich, dass unser Wassersport nicht ohne den Einsatz ökologisch und gesundheitlich bedenklicher Stoffe geht, aber man darf durchaus ein bisschen darüber nachdenken, wie man das vermeiden kann oder auf ein absolutes Minimum begrenzen. Und man kann umdenken. Gibt ja zahlreiche Stoffe, mit denen man früher ganz selbstverständlich umgegangen ist und heute weiss man eben mehr. Zum Beispiel über Nahrungsketten und da stehen wir halt an der Spitze.

Und in der nächsten Saison geht es wieder von vorne los. Dieses jahr hieß das Zeug "Micron350" von International. Im letzten Jahr hatte das einen anderen Namen. Die Firma bringt da wohl immer etwas neues raus.

Ja, weil sie der Firma in den Allerwertesten treten, so wie allen anderen auch, die Lacke und Antifoulings herstellen. Nun kann man darüber meckern, dass die immer teurer und immer schlechter werden, mache ich auch, aber das ist eben eine Folge davon, dass bestimmte Inhaltsstoffe inzwischen als hochproblematisch erkannt wurden.
Die nehmen ihre Produkte nicht selbst vom Markt, die werden dazu gezwungen. Keine Firma benennt ein etabliertes Produkt um, nur weil den Marketingfutzies langweilig ist.
Auch das hat mit Verbot und geänderten Rezepturen zu tun. Und mit brutaler Marktbereinigung.
International ist...?

Bestes Beispiel Micron extra EU - nix da mit rein mit der Pampe ins Wasser und nächstes Jahr wieder neu drauf manschen.
Jetzt muss es plötzlich 3-4 Jahre halten und das Biozid darf nur noch über den vollen Zeitraum kontrolliert ins Wasser abgeben werden und die nennen es auch nicht mehr selbsterodierend, sondern polierend. Toll.
Da weiste, warum die Marketingheinies so viel Geld verdienen. Das muss einem ja auch erstmal einfallen.
Ist aber der selbe Dreck. Nur entschärfter. EU eben.
Von alleine kommen die da nicht drauf. Die müssen das.
Auch wenn sie der weltweit größte Farbenhersteller sind und ganz sicher eine Super Lobbyarbeit in Brüssel leisten.

Bei der Nutzung von Dünschichtantifouling, wie z.B. VC17, habe ich die Befürchtung dass die Schichten von Jahr zu Jahr anwachsen, da sich das ja nicht von selbst abschleift und das das dann irgendwann so aussieht wie Schiefertafeln aus dem Erzgebirge.

Ganz, ganz dünne Schiefertafeln.
Nein, das darfst du dir so nicht vorstellen. Das ist Hartantifouling und eine Dünnschichttechnologie mit der Betonung auf dünn.
Im Vergleich zu deiner Grundierung oder Osmoseprävention oder was immer du drunter hast, trägst du keine messbaren Schichten auf.
Wenn man das ordentlich verarbeitet, reicht auch 1 Anstrich alle 2 Jahre und da ist deine Jantar schon in den ewigen Jagdgründen, bevor das irgend eine messbare Schichtdicke erzeugt.
Inzwischen ist die Biotoxizität so weit herabgesetzt, dass man nahezu jedes Jahr streichen muss. Zumindest wenn es so warm ist wie letzten Sommer und die Algen wohlgenährt aus den Abwässern der Intensivlandwirtschaft regelrecht explodieren.
Aber auch da trägt man praktisch keine Schichtdicke auf.
Wenn man z. B. hofft, einen Kratzer zu übermalern, da kann man 20 Jahre drauf rummalen, der bleibt sichtbar.
Geringfügig dicker scheint mir VC Offshore.

Es gibt Problemfälle, bei denen das Hartantifouling wegplatzt, aber das liegt in der Regel an keiner oder mangelhafter Vorbereitung oder Fehlern beim Auftrag.
Der Hersteller schreibt drauf, dass man nichts machen muss und gleich drüberrollen kann. Aber auch das kommt nur aus der Werbeabteilung. Da denken die sich sowas aus.
Ist aber Quatsch.
Man wäscht das Boot ab, weil man ja keinen Biofilm übermalen will, sondern die alte Antifoulingschicht - hier ist selbsterodierendes Antifouling allerdings etwas unkomplizierter, da offenporig.
Ich wischel meist nochmal mit Nassschleifpapier über den Wasserpassbereich und wenn dann alles trocken ist, kann es losgehen.
Gerne am Abend vorm Krantermin.

VG Eric

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