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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 126 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

16.05.2019 13:44
Großschot Zitat · Antworten

Preisfrage:

warum verdreht sich die Großschot so schön?

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

16.05.2019 15:56
#2 RE: Großschot Zitat · Antworten

Hübsch

Hallo Frank - 2 Wege - zum einen die Schot ausknoten und mal komplett auswerfen. Dann durch die Hand ziehen, so wie du es sicher auch mit deiner Fockschot machst, damit sie keine Kinken schlägt.
Das sind so kleine Schlaufen, die gerne mal im falschesten Moment verhindern, dass die Fockschot unter Druck durch den Leitschlitten rauschen kann, wenn du die Fock losschmeissen musst, z.B. bei einem Manöver des letzten Augenblicks.
In der Regel heisste es hier Tuch losschmeissen, Ruder rumreissen. Wenn sich in dem Moment eine Kinke vor der Leitrolle oder dem Violinblock zuzieht, wird die Jantar wie auf Schienen in den möglicherweise vorfahrtberechtigten Regattagegner reinfahren oder in die Kaymauer oder die Steganlage.

Deshalb ist es auch eine gute Idee, sich vor jedem losfahren nochmal die Genoa- und Grossschot durch die Hand laufen zu lassen, bis alle Verdrillungen raus sind. Wegen der Verdrillungen in der Talje, musst du halt die Schot da nochmal rausnehmen, anders wirst du sie nicht los.

Passiert meist beim Aufwickeln.
Das Entwickeln durch die Hand natürlich immer mit freiem Ende, damit das drillfrei austrullern kann.

Der zweite Teil ist der gerne vernachlässigte Drehwirbel am oberen Harkenblock.
Unten ist auch einer drin. Die werden oft übersehen.

Mit einem winzigen Schuss Marine-Gleitspray drehen sie in den Wenden williger mit.

VG Eic

p.s. Wenn du das Spray schon in der Hand hast, die seitlichen Leitrollen des Schotschlittens brauchen auch Zuwendung. Wenn die nicht frei drehen, brennt sich die Schot ein und diese kleinen Röllchen sind praktisch nicht austauschbar. Hier hat der Marktführer nicht mitgedacht oder hatte seinen fiesen Tag. Dann kauf doch neu...
Ansonsten ist das ja eher eine Leiteinrichtung, wie man sie auf einem echten Rennschiff erwarten würde.

Die Beschlagsausstattung der Jantar in der Raceversionen ist ja ohnehin echt abgefahren. Nur pflegefrei ist Harken auch nicht. Im Gegenteil.
Mit Pflege und Wartung ollte man hinterher sein, denn nachkaufen ist unbezahlbar.

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

19.05.2019 09:56
#3 RE: Großschot Zitat · Antworten

Moin Eric,

es hilft in der Tat die Schot einmal ausgebänselt durch die Hände zu streifen.....

Ja, was soll ich schreiben, sagen zum Boot oder zu dir?

Wir kennen uns leider nicht persönlich und ich weiß deine mitunter sehr forschen Beiträge nicht immer richtig einzuordnen. Du dominierst dieses Forum mit deinem enormen Wissens-u. Erfahrungsschatz und zeigst knallhart Grenzen auf.

Grenzen von der Jantar aber auch von seinen Seglern.

In meinem Fall musst du nun mit der Schuld leben mir dieses spezielle Boot schmackhaft gemacht zu haben. Du hast zwar ihre Problemzonen beim Segeln und technischer Art immer wieder betont, dennoch hast du am Ende dieser Beiträge aus deiner Liebe zu dieser kleinen aber besonderen Yacht keinen Hehl gemacht.

Das hat mich final ermutigt sie quasi blind ohne vorherig ausgiebige Testfahrten zu kaufen.

Ich habe mich den ganzen Winter mit ihr beschäftigt und alle Tips und Verbesserungen aus diesem Forum umgesetzt. Den zweiten Augbolzen am Ruderbeschlag für den Niederholer hab ich vergessen (wird noch nachgeholt), aber es funktioniert.

Gestern habe ich sie das zweite Mal gesegelt, wieder einhand, und bei 2-3 in Böen 4 Bfd mit 5Kn max (GPS) ausgiebig getestet.
Mit 75-120er Spinlock und permanentem Gummistrop (Kamm habe ich ausgebaut) war es kein Problem auch die Genua zu bedienen.
Der Spinlock Ausleger geht eingefahren mit senkrecht gedrehtem Griff (original Pinne) zum Legen und Beklemmen gerade noch unter dem Geräteträger durch.

Also, was solch ich schreiben, oder sagen, ich fühle mich unbeschreiblich wohl auf und mit dem Boot, meiner Frau geht es genauso, es war DIE richtige Entscheidung es zu kaufen!

Eric, du hattest mit vielem Recht, wahrscheinlich sogar mit allem. Geduldig hast du immer wieder meine umfangreichen Fragen beantwortet. Es ist wie es ist.
Du hast dir ein ganz dickes DANKESCHÖN mehr als verdient!!

Und solltest du einmal in unsere Jantarhochburg ans Steinhudermeer kommen, lass es mich wissen. Dann lade ich dich und deine Lieblingsvorschoterin nicht nur zum Bier ein,
dann gehen wir schick Fisch essen!


LG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

20.05.2019 18:23
#4 RE: Großschot Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #3
Moin Eric,

es hilft in der Tat die Schot einmal ausgebänselt durch die Hände zu streifen.....

Ja, was soll ich schreiben, sagen zum Boot oder zu dir?

Wir kennen uns leider nicht persönlich und ich weiß deine mitunter sehr forschen Beiträge nicht immer richtig einzuordnen. Du dominierst dieses Forum mit deinem enormen Wissens-u. Erfahrungsschatz und zeigst knallhart Grenzen auf.

Grenzen von der Jantar aber auch von seinen Seglern.


Moin Frank, Tach an alle, ach herrje, sicher nur unbewusst.
Falls doch, ziehe ich hiermit alle Kommentare zurück und behaupte das Gegenteil.

In meinem Fall musst du nun mit der Schuld leben mir dieses spezielle Boot schmackhaft gemacht zu haben. Du hast zwar ihre Problemzonen beim Segeln und technischer Art immer wieder betont, dennoch hast du am Ende dieser Beiträge aus deiner Liebe zu dieser kleinen aber besonderen Yacht keinen Hehl gemacht.

Das hat mich final ermutigt sie quasi blind ohne vorherig ausgiebige Testfahrten zu kaufen.


Keine schlechte Entscheidung. Praktisch wie in soliden Partnerschaften - einfach verlieben und nehmen, ohne vorherige ausgiebige Test...

Ich habe mich den ganzen Winter mit ihr beschäftigt und alle Tips und Verbesserungen aus diesem Forum umgesetzt. Den zweiten Augbolzen am Ruderbeschlag für den Niederholer hab ich vergessen (wird noch nachgeholt), aber es funktioniert.

Alle 2876 Tips und Verbesserungen aus diesem Forum gelesen, verstanden UND umgesetzt?! Wahnsinn...

Zum Niederholer - gibt noch andere Lösungen. Der Niederholer im Original ist jetzt keine Sternstunde der Funktionalität. Zum Niederholer 2.0 möchte ich jetzt nichts weiter sagen, nur dass er ja auch irgendwie nicht so richtig funktioniert. Weiss auch nicht, ist doch alles längst erfunden. Funktionierende Niederholer gibts seit 100 Jahren und in vielen Bootsklassen. Aber man kann auch mal was ganz anderes machen.

Gestern habe ich sie das zweite Mal gesegelt, wieder einhand, und bei 2-3 in Böen 4 Bfd mit 5Kn max (GPS) ausgiebig getestet.
Siehste, schon haste mich überholt. Ich kann es auch, das Alleinesegeln, aber ich mag es bei der Jantar nicht. Dazu ist sie mir zu nervös.

Mit 75-120er Spinlock und permanentem Gummistrop (Kamm habe ich ausgebaut) war es kein Problem auch die Genua zu bedienen.
Der Spinlock Ausleger geht eingefahren mit senkrecht gedrehtem Griff (original Pinne) zum Legen und Beklemmen gerade noch unter dem Geräteträger durch.

Jo, so habe ich das auch, nur dass ich eine längere Pinne fahre und dazu eine längere Verlängerung.
So habe ich praktisch die freie Platzwahl in der Plicht. zB schön dicht ran an die Lieblingsvorschoterin.
Ich habe mir auch die Spinlock zugelegt und erstmal die mit dem orthopädischen Gesundheitslenkergriff. Ganz toll - gleich wieder runtergeschmissen, aber ist wie bei Fahrradlenkern, die einen so, die anderen wollen nix gesundes und keine weiche Popofederung.

Spinock auch nur, weil ich dachte, dass das Jantarruder ab und zu eine harte Hand braucht und die Spinlock kann eben hervorragend Druckkräfte übertragen. Heute weiss ich - muss man da mit harter Hand reagieren, hat man irgendwas falsch gemacht.

Aber rein von der Schnelligkeit, Gewicht, Handling und dem Bedienkomfort her, trauere ich meiner langjährigen Battlestick hinterher, die mit dem Golfschlägergriff, bevor sie die verschlimmbessert haben.
Die liess sich zack aus dem Handgelenk stufenlos verstellen und zack, genauso effektiv arretieren. Was das blöde Kugelgeschubse der Spinlock sein soll, naja Marktführer eben...und der Drücker erst...

Allerdings bin ich mit dem Battlestick auch schon mal von Bord geflogen. Mit der Pinnenverlängerung in der Hand und den Resten des durchgerissenen Gelenkes.
Bei Optiparts gibts elastische Freiarmgelenke mit Sicherungsfaden. Wissen die grossen Hersteller offenbar nicht.
Kosten auch nur halb so viel und halten dafür 5x so lange.
Nö, wer mich ins Wasser steigen lässt, dem vergurke ich gerne mal mit ungebetenen Gratistips das Geschäft.



Also, was solch ich schreiben, oder sagen, ich fühle mich unbeschreiblich wohl auf und mit dem Boot, meiner Frau geht es genauso, es war DIE richtige Entscheidung es zu kaufen!
Verstehe ich gut, ich bin auch ein Fan. Gibt heute modernere Risse, aber wir machen mit der kleinen Sportlerin nicht nur Wettesegeln, wir verreisen auch in unsrer traumhaften Binnenlandschaft und auf See, küstennah und auch mal ein bisschen weiter und wir übernachten am WE, baden, dösen - echt mal, welcher Kahn im bezahlbaren Segment bietet eine solche Waterlonge?

Eric, du hattest mit vielem Recht, wahrscheinlich sogar mit allem.
Das drucke ich aufs T-Shirt.

Geduldig hast du immer wieder meine umfangreichen Fragen beantwortet. Es ist wie es ist.
Du hast dir ein ganz dickes DANKESCHÖN mehr als verdient!!

Und solltest du einmal in unsere Jantarhochburg ans Steinhudermeer kommen, lass es mich wissen. Dann lade ich dich und deine Lieblingsvorschoterin nicht nur zum Bier ein,
dann gehen wir schick Fisch essen!

Danke für das Angebot, immer gerne.
Ich bin noch Fan von anderen Booten, habe die Jantar aber als einen ziemlich ausgereiften und genialen Entwurf schätzen gelernt. Sportlich UND wohnlich, mit Stehhöhe in der gesamten Plicht.
In Seehäfen ist sie oft die Kleinste, die Smartfalle in der Box, sicher, da wird man auch gerne mal vom Nachbarn auf seiner 32er Etap noch bewitzelt, dass man seine Kaffeetassen im Hafenbecken auswäscht, ja, das geht, sogar mühelos...und "das da" ist was für ein Boot? Kann man da drau wohnen?
Hm... kann man und "das da" kann sogar segeln im Gegensatz zu "dem da" (behält man besser für sich)
Dann trifft man sich im nächsten Hafen und kommt grad vom Strandspaziergang zurück, während er noch einen Platz im Päckchen sucht.
Die kleine Raubkatze. Schau mal, da vorne, Jantarfutter...Hol dir die Etap, hol sie dir, fass... ich brauche garnicht viel machen, die rennt von alleine los.
Wir werden natürlich auch versägt, übrigens auch von 2-3 Jantars im eigenen Revier, aber so soll es ja sein.

Wohnkomfort - nun ja. Man kann sich ja spasseshalber mal jemanden von anderen Booten der 21ft-Klasse einladen, Seascape, praktisch alle Franzosen, Fareast, Skippy... und dann gemütlich aufrecht sitzend am edlen Klapptisch klönen und nebenbei auf den Zweiflammer ein Teechen kochen und aufs Wasser gucken...
Na da staunen die aber.

Schon wieder eine Lobeshymne, sorry.



Die Vorteile des Hubkielers gnadenlos ausgespielt. Die Glewitzer Wiek am Strelasund ganz für uns alleine.

VG Eric

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