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Dieses Thema hat 27 Antworten
und wurde 820 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

29.10.2018 19:07
Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Halo zusammen, nun steht die Fortuna auf dem Trailer und ist auf dem Weg in die Werft, jetzt hatte ich auch mal Gelegenheit vom erfolgten Innenausbau zu machen. Unsere Fortuna ist komplett mit Vorwerk Teppich an den Wänden und an der Decke inklusive Kielkasten verkleidet worden. Die Fensterrahmen sind aus Holz in dem gleichen Material Buche Hell Multiplex wie auch die Verkleidungen im Heck, wie auch alle Leisten im Boot. Der Spiegel im Buck wurde ebenfalls wie auch der Kielkasten Oben und Unten in Holz eingefasst. Mein Bootsbauer ist ein echtes Genie und hatte viel Geduld bei dem Ausbau mit uns bewiesen, der Tisch zum aufklappen verschwindet unter der Form Matratze vorne. Die Matratzen und Schaumstoff inklusive Maritimen Bezug sind ebenfalls Neu angefertigt wurde.

Angefügte Bilder:
IMG_3481.JPG   IMG_3495.JPG   IMG_3496.JPG   IMG_3498.JPG   IMG_3499.JPG   IMG_3500.JPG   IMG_3501.JPG   IMG_3502.JPG   IMG_3503.JPG   IMG_3504.JPG   IMG_3505.JPG   IMG_3482.JPG   IMG_3513.JPG   IMG_3486.JPG   IMG_3487.JPG   IMG_3488.JPG   IMG_3489.JPG   IMG_3490.JPG   IMG_3491.JPG   IMG_3493.JPG  
Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

29.10.2018 20:28
#2 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Hallo Kai,

sieht gut aus! Sehr kreativ. Erstaunlich wieviel mehr an Raumgefühl ein gut platzierter Spiegel ausmacht.
Die Lösung deines , Stillen Örtchens' gefällt mir auch. Bin am Überlegen ob ich mich nicht von der schweren Schublade trenne. Fährt man doch meistens eine Menge überflüssiges Zeug darin spazieren...

Danke für die Fotos! Freue mich das man so etwas hier im Forum auch mal sieht.

VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.10.2018 23:11
#3 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Hallo Kai, echt interessantes Ergebnis, vor allem die wundersame Raumvergrößerung. Klar, je nach Anwendungsfall gibt es unterschioedliche Anforderungen, die kann eine Werft nicht alle vorher kennen. Insofern macht sie ein Angebot auf der Höhe der Zeit.

Für diejenigen, die die Jantar als hartes Regattaboot fahren, ist zuviel Ballast drin. Das ist jedoch weitestgehend zerstörungsfrei herausnehmbar, bzw ausbaubar.
Für Leute, die mit der Jantar reisen und Urlaub machen, sind Stauraum und Staumöglichkeiten wichtig und die ausgereifte Küchenzeile, auf der man auch mal innen was kochen oder warmmachen kann.
Die Schiebeluke (wir haben die ganz grosse Kiste) nutzen wir für Kochtöpfe, Vorräte und das Zugriffswerkzeug, vorne das echte Werkzeug und die grossen PET-Flaschen Mineralwasser, die da rutschfrei reinpassen (da sitzen auch unsere lot und Logge), neben dem Kiel Wasserkanister und Kühlbox und in den Seitenkisten überwiegend Getränke.
Achtern liegen Fender, Spritvorrat, E-Kabel und diverse Halteleinen. In der Hundekoje der Spi und Ölzeug, nachts zum Schlafen werden noch zwei Seesäcke hintergeschmissen, mit unseren Klamotten, um die Kuschelkoje frei zu machen, am Tage sind die Seesäcke Trimmgewicht und liegen ganz vorne.

Mit so viel Geraffel muss man nicht über daysailing reden. Man muss gut bei der Sache sein, damit es nich eng wirkt und zu viel rumliegt.

Dein Konzept verzichtet auf das alles und plötzlich wird die Jantar zur stylischen Lounge. Echt überraschend.
So viel Platz hätte man der Kleinen garnicht zugetraut.

Aber was nun tun mit dem gewonnenen Raum? Braucht man wirklich ein WC? Höchstens auf einer Trinkwassertalsperre. Ansonsten geht man halt vorm Ablegen nochmal kacken und dann ist aber auch gut. Ich glaube, der ganzen Thronerei auf dem Chemie-WC wird hier zu viel Aufmerksamkeit und Raum geschenkt. Gemütlichkeit kommt eh nicht auf, wenn sich da einer draufhocken muss.
Die Mehrzahl der Seesegler sperrt ihre Toilette ohnehin während des Tages, aus gutem Grund.

Gibt es andere Lösungen, als die Gummipütz? Gibt es.
Auf der JK 28, einem aktuellen, rennfähigen, schweineschnellen Reiseboot, hat man sich über genau diese Fragen Gedanken gemacht und sich dabei auch an die gute, alte Truckertoilette erinnert, falls doch mal einer vorher nicht war. Praktisch kein Platzbedarf.

So Kai, bei so viel Nachdenken übers Boot und gelungener Umsetzung, musst du aber noch ein paar Details ausplaudern.
Die Hölzer an den Polstern - Zierde oder Funktion? Was verbirgt sich hinter dem Schot der zugemachten Hundekoje, die ja doch tief hinter geht?
Aus welchem Material besteht der Spiegel?
Was hast du in den flachen Randabdeckungen, da wo die Jantar vorher die Polsterröllchen hatte?
Umbau der Niedergangsstufe - wieso, weshalb, warum?
Welche Funktion hat die grosse Holztafel im Fussraum?
Hast du die Holzteile lackiert oder geölt oder epoxiert?
Womit ist der Teppich angeklebt? Welche Eigenschaften hat er, in Bezug auf den Bordalltag und welche dein Polsterstoff?

Die Frage zu den Kosten spare ich mir mal, das weiss ja jeder selbst, dass Jantarchen exorbitant viel Poster und Bespannung verbaut hat.
Sieht alles sauber genäht und verlegt aus, sowas hat eben seinen Preis.
Vielleicht noch Links zur Materialbezugsquelle.

Neue Fenstrinnenrahmen - hast du auch neue Scheiben?
Lichtkonzept - was verbirgt sich in der Bar mit den LED-beleuchteten Getränkehaltern?

Erzähle mal ein bisschen, denn hier trauen sich nicht viele an so einen grossen Umbau.

VG Eric

Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

30.10.2018 14:56
#4 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Hallo Eric, das sind echt viele Fragen, ich werde am Donnerstag im Zug sitzen und versuchen ausführlich zu antworten. Lg Kai

Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

30.10.2018 15:01
#5 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Vielen Dank für das Lob.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

31.10.2018 08:36
#6 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Zitat von Kai Einfeldt im Beitrag #4
Hallo Eric, das sind echt viele Fragen, ich werde am Donnerstag im Zug sitzen und versuchen ausführlich zu antworten. Lg Kai


Hallo Kai, bin schon gespannt. Muss auch nicht so viel Text werden, wie bei diesem Eric.

Was ich noch sagen wollte, weil es auch meiner Einstellung zu einem Boot entspricht - ich finde es gut und richtig mitzurechnen, also nicht in ein Fass ohne Boden zu investieren. Auf der anderen Seite finde ich es an der Sache vorbei, Boote auf Abschreibung und Verramsch zu betreiben.
Wer seine Jantar nicht zu einer unansehnlichen Gammelgurke verkommen lassen will, muss hinterhersein. Das gilt aber für jedes Boot.

Nur diesen Punkt überschreiten viele und dann wird irgendwann garnichts mehr gemacht.
Wir haben auf der Suche nach unserer Jantar wirklich schlimme Baustellen besichtigt, bis zur Störung der Totenruhe. R.i.P nach Ostholstein.

Sieht man immer öfter und leider fehlt bei uns im Verein ein Passus in der Satzung, solche vergammelten Schindmähren wieder rauszuschmeissen.
Da werden im Winterfreilager nichtmal die eingerollten Segel runtergenommen und so sehen die nicht nur aus, so segeln die auch.
Und genau so kommen die im Frühjahr wieder ins Wasser.

Zum Glück haben wir bei uns wenigstens ein Winterliegeverbot im Wasser, sonst sähe es aus, wie in der Privatmarina nebenan, wo ausgerechnet die halbverrotteten Eimer liegenbleiben, obwohl unsere Bucht zufriert, während die Fahrrinne offengehalten wird, mit den entsprechnden Eisbewegungen. Die osmotischen Gurken glänzen dann auch mal mit Wassereinbruch und Eisschäden.

Dem gegenüber stehen Sportfreunde, die jedes Wochenende irgend ein überteuertes Ausrüstungsstück an Bord schleppen und vor lauter Begeisterung über diesen Schnickschnack, garnicht zum Segeln kommen.

Hier würde mich auch mal interessieren, wann und wie du zu der Entscheidung gekommen bist, ein so umfangreiches Projekt zu starten und durchzuziehen (durchziehen zu lassen) Wenn ich es richtig gelesen habe, hast du noch weitere Werftarbeiten vor?

VG Eric

Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

01.11.2018 16:18
#7 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Hallo Eric, Jett im ICE auf dem Weg nach Hamburg versuche ich mal wie versprochen auf Deine ganzen Fragen zu antworten.

eric|p2498]Hallo Kai, echt interessantes Ergebnis, vor allem die wundersame Raumvergrößerung. Klar, je nach Anwendungsfall gibt es unterschioedliche Anforderungen, die kann eine Werft nicht alle vorher kennen. Insofern macht sie ein Angebot auf der Höhe der Zeit.

Für diejenigen, die die Jantar als hartes Regattaboot fahren, ist zuviel Ballast drin. Das ist jedoch weitestgehend zerstörungsfrei herausnehmbar, bzw ausbaubar.
Für Leute, die mit der Jantar reisen und Urlaub machen, sind Stauraum und Staumöglichkeiten wichtig und die ausgereifte Küchenzeile, auf der man auch mal innen was kochen oder warmmachen kann.
Die Schiebeluke (wir haben die ganz grosse Kiste) nutzen wir für Kochtöpfe, Vorräte und das Zugriffswerkzeug, vorne das echte Werkzeug und die grossen PET-Flaschen Mineralwasser, die da rutschfrei reinpassen (da sitzen auch unsere lot und Logge), neben dem Kiel Wasserkanister und Kühlbox und in den Seitenkisten überwiegend Getränke.
Achtern liegen Fender, Spritvorrat, E-Kabel und diverse Halteleinen. In der Hundekoje der Spi und Ölzeug, nachts zum Schlafen werden noch zwei Seesäcke hintergeschmissen, mit unseren Klamotten, um die Kuschelkoje frei zu machen, am Tage sind die Seesäcke Trimmgewicht und liegen ganz vorne.

Mit so viel Geraffel muss man nicht über daysailing reden. Man muss gut bei der Sache sein, damit es nich eng wirkt und zu viel rumliegt.

Dein Konzept verzichtet auf das alles und plötzlich wird die Jantar zur stylischen Lounge. Echt überraschend.
Eigentlich wollte ich nach dem Esten Unfall mir eine Viko 22S kaufen, da ich persönlich immer wieder mit der Viko geliebt äugelt habe. Allerdings hat mich meine Familie davon abgehalten und ich Nachhinein bin ich auch froh darüber.
So viel Platz hätte man der Kleinen garnicht zugetraut. keine Sorge, das ist auch nur, wenn keinerlei Sachen mehr im Boot sind.

Aber was nun tun mit dem gewonnenen Raum? Braucht man wirklich ein WC? Höchstens auf einer Trinkwassertalsperre. Ansonsten geht man halt vorm Ablegen nochmal kacken und dann ist aber auch gut. Ich glaube, der ganzen Thronerei auf dem Chemie-WC wird hier zu viel Aufmerksamkeit und Raum geschenkt. Gemütlichkeit kommt eh nicht auf, wenn sich da einer draufhocken muss.
Die Mehrzahl der Seesegler sperrt ihre Toilette ohnehin während des Tages, aus gutem Grund.
Ich wollte ja gerade wegen der zusätzlichen Personen an Bord, eine separate Toilette haben, da die Töchter jetzt öfter die Freunde mitbringen, ist das halt nicht mehr nur ein Vier Personen Familienschiffchen. Jetzt ist die Toilette auf dem Millimeter auf der Edelstahlschublade und ist nicht im Weg und kann nach Bedarf vorgeholt werden und es stört nicht in der Optik.

Gibt es andere Lösungen, als die Gummipütz? Gibt es.
Auf der JK 28, einem aktuellen, rennfähigen, schweineschnellen Reiseboot, hat man sich über genau diese Fragen Gedanken gemacht und sich dabei auch an die gute, alte Truckertoilette erinnert, falls doch mal einer vorher nicht war. Praktisch kein Platzbedarf.

So Kai, bei so viel Nachdenken übers Boot und gelungener Umsetzung, musst du aber noch ein paar Details ausplaudern.

Die Hölzer an den Polstern - Zierde oder Funktion? Reine Zierde, unser Bootsbauer, der mal Porsche ausgebaut hat mit Wurzelholz an den erste G- Modellen, dann Segelyachten und jetzt als Tischler Schreiner Küchenbauer ist, hatten die Idee. Als wir den Kühlschrank in der Küche eingebaut hatten kamen wir ins Gespräch, dann wollten wir nur mal schauen was man am Boot so machen kann, die Jantar stand gerade vor der Tür und nach drei Stunden hatten wir ein Konzept.

Was verbirgt sich hinter dem Schot der zugemachten Hundekoje, die ja doch tief hinter geht?
Ablagefächer, für Schwimmwesten usw. usw.


Aus welchem Material besteht der Spiegel?
Ganz normales Spiegelglas, habe dem Glasermeister im Ort eine Schablone gemacht, und dann mit Sikkaflex und Silikon auf die Schablone geklebt, unser Tischler hat dann alles eingefasst mit dem gleichen Material vom Holz Multiplex.

Was hast du in den flachen Randabdeckungen, da wo die Jantar vorher die Polsterröllchen hatte?
Eine umspannte Holzleiste mit Kunstleder, das hat der Vorbesitzer schon gemacht, er hatte auch die Küche rausgeschmissen und das ganze Jantarchen mit Teppich von Vorwerk beklebt, ich habe inzwischen mit Srühkleber aus dem Automobilbereich an zwei Stellen nachgearbeitet. Auch hat der Vorbesitzer die Polster alle erneuert mit Maritimen Material von Vorwerk aus dem Hotelbereich. Einfach genial, das Boot ist Leise, schwitzt nicht, Super gedämmt und einfach ein Wohlfühlfaktor. Auch die Maaten sind Dick und Neu, man schläft top darauf.

Umbau der Niedergangsstufe - wieso, weshalb, warum?
[rot]
Keine Ahnung, ich hatte das schon so gekauft.

Welche Funktion hat die grosse Holztafel im Fussraum?
Einfach eine Blende, die schön den Kielkasten unten verkleidet, oder meinst Du die neben dem Aufgang, die ist als Aufnahme für die Plexiglas Scheiben vom Einstieg.

Hast du die Holzteile lackiert oder geölt oder epoxiert?Es sind alles grundierte und mehrfach geölte Multiplexteile, die alle abnehmbar sind.


Womit ist der Teppich angeklebt? Welche Eigenschaften hat er, in Bezug auf den Bordalltag und welche dein Polsterstoff?
Mit Sprühkleber aus der Automobilbranche, im Alltag ist nichts zu riechen und ich würde es wieder so machen, die neuen Boote stinken einfach furchtbar, da könnte ich keine Nacht drauf schlafen.

Die Frage zu den Kosten spare ich mir mal, das weiss ja jeder selbst, dass Jantarchen exorbitant viel Poster und Bespannung verbaut hat.
Wie ut das meine Frau nicht im Forum unterwegs ist, aber es kommt inzwischen einer gut ausgestatteten Viko sehr nah

Sieht alles sauber genäht und verlegt aus, sowas hat eben seinen Preis.
Vielleicht noch Links zur Materialbezugsquelle.
Ich weiß nur das alles von Vorwerk ist.


Neue Fenstrinnenrahmen - hast du auch neue Scheiben?

Nein, das blieb mir Gott Sei Dank erspart, allerdings fehlte von Anfang an ein Scheibenrahmen, das sah einfach nur furchtbar aus. Allerdings habe ich durch viel Glück zwei Fensterrahmen kaufen können, so hatte mein Tischler eine Vorlage um die Rahmen aus Multiplex anzufertigen, geschraubt sind diese mit zwei Schrauben von Außen durch die Originalschrauben wieder zum abnehmen.Sieht echt genial aus, da muss ich meinem Bootsbauer Tischler echt noch zigmal danken.

Lichtkonzept - was verbirgt sich in der Bar mit den LED-beleuchteten Getränkehaltern?
Dahinter, beziehungsweise darunter ist Stauraum für den COBB Gasgrill und alles sonstiges an Material und ganz unten drinnen die Gaskartuschen, das Lichtkonzept mit indirekter Beleuchtung an den Holzleiste an der Decke, wo früher die Polsterollen waren, mache ich dieses Jahr in Ruhe, wenn das Boot aus der Werft zurückkommt. Mir ist auf dem Weg zu See eine Reifen vom Trailer geplatzt und die Übersetzung vom Hubkiel ist rausgebrochen, das wird nochmal ein dickes Stück Arbeit, aber die Versicherung hat alles übernommen.,

Ich hoffe jetzt mal alle Deine Fragen beantwortet zu haben, sonst wieder nachfassen, dank Leuten wie Dir ist mir schon so oft beim mitlesen geholfen worden, das ich der Jantar am Ende doch noch eine Chance als Anfänger im Segeln gegeben habe, inzwischen wissen wir, das die Jantar viel mehr verträgt als wir. Letztes Jahr sind wir bei 38 Kn mit Böen in 43 auf dem Ammersee mit einer sehr erfahrenen Seglerin aus unserem Club draußen gewesen, Sie hat die Jantar nach allen Regeln der Kunst gelobt, mir war Grotten Schlecht.

Liebe Grüße Kai



Erzähle mal ein bisschen, denn hier trauen sich nicht viele an so einen grossen Umbau.

VG Eric

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Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

01.11.2018 16:21
#8 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Hallo Eric, Jett im ICE auf dem Weg nach Hamburg versuche ich mal wie versprochen auf Deine ganzen Fragen zu antworten.

eric|p2498]Hallo Kai, echt interessantes Ergebnis, vor allem die wundersame Raumvergrößerung. Klar, je nach Anwendungsfall gibt es unterschioedliche Anforderungen, die kann eine Werft nicht alle vorher kennen. Insofern macht sie ein Angebot auf der Höhe der Zeit.

Für diejenigen, die die Jantar als hartes Regattaboot fahren, ist zuviel Ballast drin. Das ist jedoch weitestgehend zerstörungsfrei herausnehmbar, bzw ausbaubar.
Für Leute, die mit der Jantar reisen und Urlaub machen, sind Stauraum und Staumöglichkeiten wichtig und die ausgereifte Küchenzeile, auf der man auch mal innen was kochen oder warmmachen kann.
Die Schiebeluke (wir haben die ganz grosse Kiste) nutzen wir für Kochtöpfe, Vorräte und das Zugriffswerkzeug, vorne das echte Werkzeug und die grossen PET-Flaschen Mineralwasser, die da rutschfrei reinpassen (da sitzen auch unsere lot und Logge), neben dem Kiel Wasserkanister und Kühlbox und in den Seitenkisten überwiegend Getränke.
Achtern liegen Fender, Spritvorrat, E-Kabel und diverse Halteleinen. In der Hundekoje der Spi und Ölzeug, nachts zum Schlafen werden noch zwei Seesäcke hintergeschmissen, mit unseren Klamotten, um die Kuschelkoje frei zu machen, am Tage sind die Seesäcke Trimmgewicht und liegen ganz vorne.

Mit so viel Geraffel muss man nicht über daysailing reden. Man muss gut bei der Sache sein, damit es nich eng wirkt und zu viel rumliegt.

Dein Konzept verzichtet auf das alles und plötzlich wird die Jantar zur stylischen Lounge. Echt überraschend.
Eigentlich wollte ich nach dem Esten Unfall mir eine Viko 22S kaufen, da ich persönlich immer wieder mit der Viko geliebt äugelt habe. Allerdings hat mich meine Familie davon abgehalten und ich Nachhinein bin ich auch froh darüber.
So viel Platz hätte man der Kleinen garnicht zugetraut. keine Sorge, das ist auch nur, wenn keinerlei Sachen mehr im Boot sind.

Aber was nun tun mit dem gewonnenen Raum? Braucht man wirklich ein WC? Höchstens auf einer Trinkwassertalsperre. Ansonsten geht man halt vorm Ablegen nochmal kacken und dann ist aber auch gut. Ich glaube, der ganzen Thronerei auf dem Chemie-WC wird hier zu viel Aufmerksamkeit und Raum geschenkt. Gemütlichkeit kommt eh nicht auf, wenn sich da einer draufhocken muss.
Die Mehrzahl der Seesegler sperrt ihre Toilette ohnehin während des Tages, aus gutem Grund.
Ich wollte ja gerade wegen der zusätzlichen Personen an Bord, eine separate Toilette haben, da die Töchter jetzt öfter die Freunde mitbringen, ist das halt nicht mehr nur ein Vier Personen Familienschiffchen. Jetzt ist die Toilette auf dem Millimeter auf der Edelstahlschublade und ist nicht im Weg und kann nach Bedarf vorgeholt werden und es stört nicht in der Optik.

Gibt es andere Lösungen, als die Gummipütz? Gibt es.
Auf der JK 28, einem aktuellen, rennfähigen, schweineschnellen Reiseboot, hat man sich über genau diese Fragen Gedanken gemacht und sich dabei auch an die gute, alte Truckertoilette erinnert, falls doch mal einer vorher nicht war. Praktisch kein Platzbedarf.

So Kai, bei so viel Nachdenken übers Boot und gelungener Umsetzung, musst du aber noch ein paar Details ausplaudern.

Die Hölzer an den Polstern - Zierde oder Funktion? Reine Zierde, unser Bootsbauer, der mal Porsche ausgebaut hat mit Wurzelholz an den erste G- Modellen, dann Segelyachten und jetzt als Tischler Schreiner Küchenbauer ist, hatten die Idee. Als wir den Kühlschrank in der Küche eingebaut hatten kamen wir ins Gespräch, dann wollten wir nur mal schauen was man am Boot so machen kann, die Jantar stand gerade vor der Tür und nach drei Stunden hatten wir ein Konzept.

Was verbirgt sich hinter dem Schot der zugemachten Hundekoje, die ja doch tief hinter geht?
Ablagefächer, für Schwimmwesten usw. usw.


Aus welchem Material besteht der Spiegel?
Ganz normales Spiegelglas, habe dem Glasermeister im Ort eine Schablone gemacht, und dann mit Sikkaflex und Silikon auf die Schablone geklebt, unser Tischler hat dann alles eingefasst mit dem gleichen Material vom Holz Multiplex.

Was hast du in den flachen Randabdeckungen, da wo die Jantar vorher die Polsterröllchen hatte?
Eine umspannte Holzleiste mit Kunstleder, das hat der Vorbesitzer schon gemacht, er hatte auch die Küche rausgeschmissen und das ganze Jantarchen mit Teppich von Vorwerk beklebt, ich habe inzwischen mit Srühkleber aus dem Automobilbereich an zwei Stellen nachgearbeitet. Auch hat der Vorbesitzer die Polster alle erneuert mit Maritimen Material von Vorwerk aus dem Hotelbereich. Einfach genial, das Boot ist Leise, schwitzt nicht, Super gedämmt und einfach ein Wohlfühlfaktor. Auch die Maaten sind Dick und Neu, man schläft top darauf.

Umbau der Niedergangsstufe - wieso, weshalb, warum?
[rot]
Keine Ahnung, ich hatte das schon so gekauft.

Welche Funktion hat die grosse Holztafel im Fussraum?
Einfach eine Blende, die schön den Kielkasten unten verkleidet, oder meinst Du die neben dem Aufgang, die ist als Aufnahme für die Plexiglas Scheiben vom Einstieg.

Hast du die Holzteile lackiert oder geölt oder epoxiert?Es sind alles grundierte und mehrfach geölte Multiplexteile, die alle abnehmbar sind.


Womit ist der Teppich angeklebt? Welche Eigenschaften hat er, in Bezug auf den Bordalltag und welche dein Polsterstoff?
Mit Sprühkleber aus der Automobilbranche, im Alltag ist nichts zu riechen und ich würde es wieder so machen, die neuen Boote stinken einfach furchtbar, da könnte ich keine Nacht drauf schlafen.

Die Frage zu den Kosten spare ich mir mal, das weiss ja jeder selbst, dass Jantarchen exorbitant viel Poster und Bespannung verbaut hat.
Wie ut das meine Frau nicht im Forum unterwegs ist, aber es kommt inzwischen einer gut ausgestatteten Viko sehr nah

Sieht alles sauber genäht und verlegt aus, sowas hat eben seinen Preis.
Vielleicht noch Links zur Materialbezugsquelle.
Ich weiß nur das alles von Vorwerk ist.


Neue Fenstrinnenrahmen - hast du auch neue Scheiben?

Nein, das blieb mir Gott Sei Dank erspart, allerdings fehlte von Anfang an ein Scheibenrahmen, das sah einfach nur furchtbar aus. Allerdings habe ich durch viel Glück zwei Fensterrahmen kaufen können, so hatte mein Tischler eine Vorlage um die Rahmen aus Multiplex anzufertigen, geschraubt sind diese mit zwei Schrauben von Außen durch die Originalschrauben wieder zum abnehmen.Sieht echt genial aus, da muss ich meinem Bootsbauer Tischler echt noch zigmal danken.

Lichtkonzept - was verbirgt sich in der Bar mit den LED-beleuchteten Getränkehaltern?
Dahinter, beziehungsweise darunter ist Stauraum für den COBB Gasgrill und alles sonstiges an Material und ganz unten drinnen die Gaskartuschen, das Lichtkonzept mit indirekter Beleuchtung an den Holzleiste an der Decke, wo früher die Polsterollen waren, mache ich dieses Jahr in Ruhe, wenn das Boot aus der Werft zurückkommt. Mir ist auf dem Weg zu See eine Reifen vom Trailer geplatzt und die Übersetzung vom Hubkiel ist rausgebrochen, das wird nochmal ein dickes Stück Arbeit, aber die Versicherung hat alles übernommen.,

Ich hoffe jetzt mal alle Deine Fragen beantwortet zu haben, sonst wieder nachfassen, dank Leuten wie Dir ist mir schon so oft beim mitlesen geholfen worden, das ich der Jantar am Ende doch noch eine Chance als Anfänger im Segeln gegeben habe, inzwischen wissen wir, das die Jantar viel mehr verträgt als wir. Letztes Jahr sind wir bei 38 Kn mit Böen in 43 auf dem Ammersee mit einer sehr erfahrenen Seglerin aus unserem Club draußen gewesen, Sie hat die Jantar nach allen Regeln der Kunst gelobt, mir war Grotten Schlecht.

Liebe Grüße Kai



Erzähle mal ein bisschen, denn hier trauen sich nicht viele an so einen grossen Umbau.

VG Eric

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eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

02.11.2018 12:11
#9 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Zitat von Kai Einfeldt im Beitrag #8
[rot]Hallo Eric, Jett im ICE auf dem Weg nach Hamburg versuche ich mal wie versprochen auf Deine ganzen Fragen zu antworten...


Hallo Kai, uihh und ich dachte schon, ich mache viel Text. Und dann auch noch in Rot.

Der "Zitat"-Button ist ganz praktisch, um die Übersicht zu wahren. Ich muss jetzt gleich los und was schaffen, während du gemütlich im ICE durch die Gegend düst, falls er mal pünktlich kommt.

app. ICE -

pfft, pfft, uieh, Käptn auf Brücke - du wirst die nächste Fahrt im Mobilitätszäpfen mit anderen Augen sehen.

https://www.youtube.com/watch?v=BTIL-7C67vg

* ...ein Fachausdruck aus der Spinnensprache.

So, jetzt aber los, WE ist auch schon verplant, nicht wundern, wenn ich nicht spontan drauf eingehen kann.

VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

06.11.2018 00:29
#10 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Zitat von Kai Einfeldt im Beitrag #8
...das hat der Vorbesitzer schon gemacht, er hatte auch die Küche rausgeschmissen und das ganze Jantarchen mit Teppich von Vorwerk beklebt, ich habe inzwischen mit Srühkleber aus dem Automobilbereich an zwei Stellen nachgearbeitet. Auch hat der Vorbesitzer die Polster alle erneuert mit Maritimen Material von Vorwerk aus dem Hotelbereich. Einfach genial, das Boot ist Leise, schwitzt nicht, Super gedämmt und einfach ein Wohlfühlfaktor. Auch die Maaten sind Dick und Neu, man schläft top darauf.


Hallo Kai, so soll es sein. Klingt doch, als hätte sich die ganze Arbeit gelohnt.
Finanziell lohnt es sich nie, aber die Jantar ist zum Segeln da und kein Anlageobjekt. Die unterliegt also nicht so strengen Bewertungen.
Macht man was und es gelingt, war schon der Weg dahin das halbe Vergnügen. Auch wenn es sich manchmal wie Stress und Würgerei anfühlt, besser als ein Tag im Büro oder auf der Baustelle ist es allemale.

...die neuen Boote stinken einfach furchtbar, da könnte ich keine Nacht drauf schlafen.
Ist vermutlich auch nicht soooo gesund. Deshalb ist es ja cleverer, sich Gebrauchtboote anzuschaffen. Es sei denn, man leistet sich die gehobene Klasse, da wird ja einiges getan, um die Styrolausgasungen der ersten Jahre in den Griff zu kriegen.
Aber dann wären wir wohl nicht in einem Kleinkreuzerforum.
Obwohl der Trend ja von Zweitwagen aufs Zweitbuch übergewschwappt ist und jetzt zum Zweitboot geht.


...Wie ut das meine Frau nicht im Forum unterwegs ist, aber es kommt inzwischen einer gut ausgestatteten Viko sehr nah

Woher willst du denn wissen, wo deine Frau unterwegs ist?
Im Gegensatz zu einer voll ausgestatteten Viko kann deine voll ausgestattete Jantar wenigstens segeln.
Insofern - alles richtig gemacht.

Mir ist auf dem Weg zu See eine Reifen vom Trailer geplatzt und die Übersetzung vom Hubkiel ist rausgebrochen...
OMG!
Ich sage ja, die Anreise ist der gefährlichste Teil der Seefahrt. Sowas kann echt in der Leitplanke enden. Da ist ein rausgebrochenes Wellrad sicher nebensächlich, wenn auch ärgerlich.
Niemand legt es ja drauf an, aber es ist irgendwie beruhigend, wenn sich eine Sportbootversicherung fair verhält.

...das wird nochmal ein dickes Stück Arbeit, aber die Versicherung hat alles übernommen.

Weiss ja nicht, wo du wohnst, aber die FSA hat sich auf Jantar spezialisiert und hat hier schon wertvolle Einblicke in ihre Arbeit gepostet.
Die Leute sind nett, die kannst du auch mal um Rat fragen, wenn es irgendwo klemmt. Z.B. dein Hubkiel.

Ich hoffe jetzt mal alle Deine Fragen beantwortet zu haben, sonst wieder nachfassen

Natürlich - z.B. wenn du dich an die Reparatur machst, vielleicht kostendämpfende oder zeitsparende Vorarbeiten leisten willst oder einfach nur darüber berichten, was passiert ist und wie man es wieder in den Griff bekommen hat. Das ist auch für andere interssant.
Von deinem Lichtkonzept würde ich gerne was hören und wo du eigentlich hinwolltest auf deiner Seereise.

..dank Leuten wie Dir ist mir schon so oft beim mitlesen geholfen worden, das ich der Jantar am Ende doch noch eine Chance als Anfänger im Segeln gegeben habe...
Danke, auch im Namen der aktiven Mitknobler. Obwohl gerade ich immer gesagt habe, das ist kein Einsteigerboot...
Aber vielleicht sieht man dann die charakteristischen Unartigkeiten des Kurzkielers mit anderen Augen.

...inzwischen wissen wir, das die Jantar viel mehr verträgt als wir.
Das ist auch unsere Erfahrung, obwohl ich um ehrlich zu sein, gerne auf diese Erfahrung verzichtet hätte und mir auch vorher nicht vorstellen konnte, wie sich das anfühlt, so mittendrin im Sturm, ablaufen in die Nacht vor Top und Takel.
Binnen haben wir schon einiges geboten bekommen, auch schon die eine oder andere schlimme Ankernacht und doch ist die Wucht auf See irgendwie so elementar und nochmal eine ganz andere Hausnummer.
Muss man echt nicht jedes Jahr haben.

Letztes Jahr sind wir bei 38 Kn mit Böen in 43 auf dem Ammersee mit einer sehr erfahrenen Seglerin aus unserem Club draußen gewesen, Sie hat die Jantar nach allen Regeln der Kunst gelobt, mir war Grotten Schlecht.


Zu Recht. Das ist der Übergang von bft 8 auf 9, das ist Sturm. Warum fährt man da auf dem Ammersee spazieren und testet Boot und Crew?
Ich will es mal so sagen - eine wirklich erfahrene Seglerin hätte gesgt, lasst es, es kommt dicke. Oder fahrt rechtzeitig rein. Wenn es dir bei solchen Bedingungen das Ruderblatt wegreisst oder sich ein Wantenterminal verabschiedet, hat es sich was mit lustigem Wellenreiten, dann kämpft ihr ums Überleben.
Nö, gerade darin sollten sich erfahrene Segler auszeichnen, dass sie das möglichst im Vorfeld einschätzen können und dann sieht das auch toll aus vom Steg und vielleicht brauchen einlaufende Segler jede Hand, die sie kriegen können.

Natürlich gehört zur Erfahrung auch, wenn es denn unterwegs passiert, nicht nur das Boot heil durchzubringen, sondern auch eine unmittelbar beteiligte Mannschaft mental zu stabilisieren.
Ich muss da immernoch etwas zurückhaltender werden, mir rutscht schon mal ein "Scheisse, das wird hart raus", wenn ich sehe, wie das Wasser weiss wird.

Vor unserem schlimmen Seesturm hatte ich auch keine Sturmerfahrung, jedenfalls nicht mit sowas Brachialem, was hohe Wellen mit einem Schlag niederdrückt und dann das blanke Wasser hochreisst, nicht mit dem, was sich dann an Wellen aufbaut, geschweige denn, wie man das fahren soll im Dauersurf, abgleiten, Boot ausrichten und erneut losrasen, wenn die Wasserfront da hinter einem das Heck anhebt. Gruselig.

Uns hat es ja Minuten, bevor es richtig losging schon mal aufs Wasser gelegt und als sich Jantarchen wieder aufgerichtet hat, haben wir ja erst kapiert, dass das auf uns zukommt und das gerade nur die Vorspeise war, der Appetizer sozusagen.
In dem infernalischen Lärm die Segel runterzureissen, die Sturmtaktik zu erklären, ohne über das Gebiet, in das man gleich reinrasen wird, auch nur ansatzweise informiert zu sein, trotzdem zu beunruhigen, auch sich selbst, mit Puls am Anschlag klare Kommandos zu geben, obwohl man schon seit einer Stunde seekrank ist, da kann man sich hinterher nur wundern, wie man das hinbekommen hat.
Das gilt in erster Linie für meine Crew, die nach einer gefühlten Ewigkeit, als wir endlich an Möns Kap vorbeigeschrammt waren, es raus geschafft hatten aus der kochenden See, in einem mörderischen Schwell nahe an Möns Steilküste Ankerwache gehalten hat, während der Skip im nassen Ölzeug abtaucht und in den Eimer brüllt. .

Zum Glück mit beruhigenden 45 m Ankertrosse, demnächst kommt noch Kette dazu.
Die Nacht über fahrstuhlfahren, den nächsten Tag drehte der Sturm auf unseren Ankerplatz und wir mussten weiterrutschen und dann war der Spuk endlich vorbei. Bis dahin war ich mit heissem Tee und Zwieback wieder liebevoll aufgepäppelt und konnte die Frau schlafen schicken.
Sie ist übrigens seefest, was ein echter Vorteil ist.

Ja, sicher, die Jantar kann mehr ab, als ihre Crew, so wie die meisten Boote und sie ist ihre eigene Rettungsinsel, falls es mal ganz hart kommt.
Das ist ein beruhigender Gedanke und trotzdem haben wir danach Dinge neu betrachtet, sind vorsichtiger geworden.
Schade, dass man erst eins auf die Mütze kriegen muss, bevor man es kapiert, dass man da mitten in der Natur ist und sich nicht in die nächste Buchhandlung flüchten kann, wenn draussen die Strassenbäume umgeknickt werden.

So, genug Seemannsgarn - seien wir ehrlich, die überwiegende Mehrzahl der Segeltage sind einfach geil.
Und deshalb machen wir das ja, nicht um sinnlos in Gefahr zu geraten, sondern um Leben zu spüren und Natur zu fühlen. Das geht eben nicht am Schreibtisch.

VG Eric

Kai Einfeldt Offline

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20.05.2019 19:28
#11 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Hallo zusammen, jetzt ist meine Dicke seit drei Tagen endlich im Wasser, wurde auch Zeit. Der Innenausbau und die Beseitigung des Unfalles auf der Autobahn haben dreimal so viel Zeit in Anspruch genommen, wie es geplant wa. Ich lasse jetzt mal Bilder sprechen. Ein Schrank im Innenbereich für den COBB Gasgrill fehlt allerdings noch, derwird noch lackiert.[img][img][img][img][img][img][/img][/img][/img][/img][/img][/img]

Kai Einfeldt Offline

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20.05.2019 19:32
#12 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

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Kai Einfeldt Offline

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20.05.2019 19:39
#13 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

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Kai Einfeldt Offline

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20.05.2019 20:03
#14 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

Im Kielschacht wurden Edelstahlschienen verbaut und eine Führung aus Teflon um das Klappern des Kieles zu verringern. Im Kielschacht wurde die Form mit Glasfaser verkleinert um den gleichen Effekt zu haben. Weiterhin wurde eine Sicherung durch einenEdelstahlbolzen mit Gewinde oberhalb der Rollen der Führungsschinen angepasst, welche verhindert, das der Kiel bei einer Kentern oder zu starker Schräglage durchrutschen kann, dieser Bolzen ist über der Wasserlinie und ka in einer Minute montiert werden.

Kai Einfeldt Offline

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20.05.2019 20:11
#15 RE: Refit an meiner Fortuna Innenausbau Zitat · Antworten

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