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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 625 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

24.10.2018 21:07
Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo in die Runde,

Würde gerne bei meiner Jantar die 120Ah/12V Batterie mit Solarstrom laden.

Stromabnehmer: nur Innenraumbeleuchtung, Toplicht u. ein 55er E-Motor.

Der E- Außenborder wird überwiegend für An- u. Ablegemanöver, Hafen Ein-u. Ausfahrten und als gelegentlicher Flautenschieber eingesetzt.

Hat jemand Erfahrung mit der benötigten Leistung? Reicht z.B. ein begehbares 80 Watt Solarmodul aus?


VG Frank

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

25.10.2018 11:56
#2 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Frank.
Die Erfahrungen anderer werden Dir hier nicht viel nützen, denn die Einsatzbedingungen sind ja überall anders. Und die solltest Du erst mal klären bzw. hier mitteilen. Vor der Frage nach der Größe (bzw Leistung) der Solarpaneele muss immer erst eine Energiebilanz und die Klärung der Betriebsweise stehen.

Betriebsweise:
Wie soll die Nutzung erfolgen? (Z. B., ein Tag auf dem Wasser und dann die ganze Woche Zeit zum Laden).
Gibt es noch eine weitere Versorgungsmöglichkeit und soll Solar nur eine Ergänzung (=Spielkram)sein oder muss mit Solar der ganze Energiebedarf gedeckt werden?
Soll die Montage stationär sein oder sollen die Paneele jedesmal (z.B. wg. Persenning) neu ausgebracht werden?
Ist eine feste Ausrichtung nach Süden möglich (Steg- oder Landplatz) oder ändert das Boot seine Ausrichtung (Bojenplatz) während der Ladezeit.

Energiebilanz
Wenn Du einen E-Quirl betreibst, so ist dies der Hauptverbraucher und Du wirst bei Flautenschieber-Betrieb öfter mal den Akku entleeren. Der Verbrauch für Innenbeleuchtung und Toplicht ist dagegen um viele Größenordnungen geringer, wenn es sich um LED-Lampen handelt (auf die Du vor allem anderen umstellen solltest).

Energiespeicher
Geh mal davon aus, dass Du, bei einer 120 Ah-Batterie nur etwa 40 Ah echt nutzen solltest, falls Du dem Bleiakku nicht ein frühes Ende bereiten willst. (Dass dem so ist, hat mehrere Gründe).

Persönlicher Tipp: Falls Du nicht auf Solar angewiesen bist, weil Du Landstrom hast, dann lass es lieber. Nur als "Spielzeug" ist es unnötig und auch zu teuer. Eine solche Lösung als alleinige Versorgung jedoch funktioniert nur, wenn Du viel Zeit zum Laden zwischen den Entladungen hast.

Literaturtipp: Michael Herrmann "Elektrik auf Yachten" Palstek-Verlag.

Ach so, Erfahrungen? Betreibe die vom Vorbesitzer mitgelieferten (mobilen) Solarpaneele nicht, weil
a) Landstrom vorhanden ist und
b) nicht genügend Zeit zum Nachladen vorhanden ist.

Beste Grüße
Helmut

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

25.10.2018 17:50
#3 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

vielen Dank für Deine Ausführungen.

Wir werden unser Boot als Dayssailer nutzen. 1 Tag, maximal 2 Tage hintereinander.
Überwiegend an den Wochenenden.

Wir liegen mit dem Bug in Nord/Südrichtung in der Box ohne Beschattung durch Bäume usw..

Am Steg gibt es einen 230v Landanschluß, auf unserer Jantar nicht.
Wir haben stattdessen einen mobilen Solarmodulkoffer mit 2x30Watt.
Das Ding ist allerdings Spielkram.
Muss jedesmal im Hafen oder am Ankerplatz aufgestellt werden.....

Sinn macht es erst bei einer Festinstalation: Permanente Stromversorgung auch beim Segeln und unter der Woche wenn man nicht am Boot ist.
Damit verbunden: größtmögliche Unabhängigkeit, kein Gerangel um eine freie Steckdose auf dem Steg, kein nerviges Kabelgerödel, kein aufwendiger Einbau.....hatte ich bei meinem ersten Boot.

Bin dabei mir eine stationäre Solaranlage zusammen zu stellen und einzubauen.
Ein Dualer digitaler Regler (ausgelegt für max. 2 12V Batterien) und ein Anzeigepaneel auf dem alle Anlagenwerte abgelesen werden können sind schon im Boot.
Allein bei der Leistungsstärke des Solarmodules war ich mir nicht sicher.

Im Prinzip sollte es so stark/groß wie möglich sein. Eingeschränkt wird die Auswahl letztendlich durch das vorhandene Platzangebot.
Ich habe mittlerweile durch weitere Netz-Recherche herausgefunden das ein 80 Watt Modul für meine Bedürfnisse mehr als ausreicht.

Zwei Möglichkeiten des Einbaus bieten sich an: das Kajütdach und die beiden Deckel der Achterpiek.
Es werden mittlerweile begehbare Module angeboten die auch eine einigermaßen rutschfeste Oberfläche haben.

Momentan favorisiere ich zwei 40 Watt Module auf den Backskisten im Heck. Dort ist auch die Kabelführung einfacher zu verwirklichen.


Es bleibt weiter spannend u. ich werde euch von meinen Erfahrungen berichten.


VG Frank

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

25.10.2018 22:02
#4 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

O. k. Frank,dann sind die Würfel ja schon gefallen.
Ja, das wäre schön wenn Du uns später über Deine Erfahrungen berichten würdest, nach einem Jahr, nach zwei Jahren.... Deckel auf, Deckel zu. "Versuch macht kluch"
Falls Du rechnen willst, beachte bitte, dass die angegebenen Modulleistungen Spitzenwerte (Wp)sind, die nur erreicht werden wenn die Bedingungen optimal sind. In der Realität kannst Du nur mit einem Bruchteil davon rechnen. Aber das weisst Du sicher eh schon.
2x30 Wp ist Spielkram, aber dann sollen 80 Wp plötzlich mehr als ausreichen? Auf einem Boot gibt es einfach zu wenig Platz für echt leistungsfähige Solarpanele. Und 80 Wp auf den beiden Backskistendeckeln? Solche Module gibt es leider nicht.
Die "Ernte" während der paar Segelstunden kannst Du auch glatt vergessen. Die "permanente Stromversorgung" beim Segeln ist leider eine Illusion.
Falls Du Dich vor der Investition noch mal schlau machen willst, hab ich noch eine gute Literaturquelle für Dich (leider nur englischsprachig): "Living on 12 Volts" von David Smead & Ruth Ishihara, Kapitel "Solar Panels".

Beste Grüße
Helmut

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

26.10.2018 01:16
#5 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

danke für deine Erdungsversuche. Ich weiß das wirklich zu schätzen.
Wenn ich auf dem Holzweg sein sollte werde ich am Ende dazu stehen.

Aber du hast übersehen dass wir nicht nur beim Segeln laden sondern einbautechnisch quasi ununterbrochen.

Die Beweglichkeit der BK.-Deckel ist eine Überlegung wert.

Bei einem bekannten maritimen Versandhaus in Ascheberg gibt es ein bezahlbares 80iger Modul passend für eine Kajütdachseite.
Die Gesamtinvestition liegt bei ca. 350,-.
Findest du das zu teuer bei eingespartem Landanschluß wenn es funktioniert?

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Ich probiere es aus


VG Frank

Markus Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 11

26.10.2018 07:57
#6 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Frank,
bin auf deine Erfahrungen gespannt. Habe auch schon häufiger über eine Solaranlage nachgedacht aber die Idee nach einer Kosten/Nutzen Rechnung immer wieder verworfen, da der Preis pro erzeugter kWh mir einfach zu hoch erscheint.

Als einfache Rechnung kannst Du davon ausgehen, dass Dein Motor ca. 500 W Leistung hat. Wenn Du pro Segeltag 30 Minuten unter Volllast fährst , hast Du einen Verbrauch von ca. 0.5h * 500W = 0,25 kWh. Deine Solaranlage wird im Sommer ca. 14 Stunden Strom erzeugen. Wenn man den Wirkungsgrad des Systems außer Betracht lässt, sollten ca. 4 Stunden Volleinstrahlung genügen, um die Batterie aufzuladen.
Ich liege in Hagenburg und benötige für die Fahrt durch den Kanal (hin- und zurück) ca 0,2 kWH. Dieser Verbrauchswert wird mir von meiner Bordbatterie angezeigt.

Hier noch ein interessanter Link zu Solartechnik:
https://www.solar-autark.com/solar-sets-...cht-solar-sets/

Und nun noch viel Spaß beim Basteln

VG
Markus

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

26.10.2018 08:45
#7 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Das wesentliche Stichwort bei Solarpanelen ist UNBESCHATTETER Aufstellort.
Damit gibt es nur einen einzigen Platz - Heckklappe, aber auch nur, wenn das Heck mindestens nach S, O oder SO zeigt.
Bei meiner Jantar steht ein Mast auf dem Kajütdach und da hängen flächendeckend Fallen und Strecker dran und ein Großbaum ist auch noch da, sowie Achterstag. Begehbar meint nicht, dass man da drauf herumlaufen soll, was bei der Backskistendeckelversion aber doch mal vorkommt, vielleicht noch mit 30 kg Aussenborder in den Händen.

Dagegen - ein Ladegerät anschrauben - gabs neulich beim Lidl in digital für unter 20 Euro und eine handelsübliche Marine- Landstrom-Einspeisedose zu installieren und mal eben eine Schuko-Nassraumsteckdose dahinterzupappen - dafür braucht es kein Elektronikstudium.

Brauchst du sowieso, falls du nach einer durchregneten Arbeitswoche am sonnigen Samstag aufs Boot willst.

Interessant für mich, dessen begehbares Marine-Solarpanel auf einem der Backskistendeckel nach fast 10 Jahren überraschend ausgefallen ist, natürlich am ersten Urlaubstag - wäre eine Idee, wo man überhaupt ein passendes Panel herbekommt.
Salzwasserbeständig, rutschfest, wirklich begehbar, heisst mit entsprechend fest laminierter Riffelfolie und das in den Maximalmassen des Backskistendeckels.

Ich finde keins, den Hersteller gibt es längst nicht mehr und die neuen "begehbaren" sind so labil, dass der Hersteller selber davon abrät, die zu begehen. Ausserdem müssen sie vollflächig verklebt werden, sonst sind sie gleich kaputt. das fällt schon mal aus.
Das alte war an 4 Schrauben befestigt und hatte die Kabelabgänge unten. Alle bisher gefundenen, haben sie oben drauf getackert, was aus sieht, wie bei "Jugend forscht".

Ausserdem sind die jetzt meistens in schwarz.
Schon mal aus versehen barfuss auf eine schwarze Fläche getreten, auf die vorher die Sonne raufschien?
Genau - man kann sich auch barfuss in die Grillpfanne stellen.

Ja und natürlich haben die neuen andere Maße, sind immer viel zu klein oder genau 2 cm größer als der Backskistendeckel, der ja nicht quadratisch ist. Sieht nur so aus.

Ihr seht, ich habe das gleiche Thema und keine Lösung. Wer einen Link hat, welches Solarpanel überhaupt in frage käme - immer her damit.

Landstrom anzuschliessen, ist dagegen kein Hexenwerk.

VG Eric

p.s. in einer Urlaubswoche Binnen nutzen wir das Panel, um eben nicht wie die Drogenabhängigen in Häfen um die letzten freien Steckdosen zu kämpfen. Mindestens eine Woche autark muss drin sein. Aber ich habe auch keinen Kühlschrank und hänge nachts die Petroleumfunzel in die Wanten und finde Kerzenlicht romantischer als meine LED-Kajütlampen.

So kann ich auch um Hiddensee bis abend segeln und muss nicht schon ab mittags befürchten, dass es da voll wird. Jantarchen kann ja dden Kiel hochziehen und für Schwertboote und Hubkieler haben die netten Hissenseeer genügend Flachwasserzonen bereitgestellt, wo man an Land kann, ohne sich die Shorts nasszumachen. Danke dafür. Dann kann man durch den Hafen schlendern und den aufgeregten Streitereien der Kabelfetischisten lauschen. Sehr unterhaltsam und entspannend, sofern man nicht beteiligt ist.

Dafür ist so ein Solarpanel keine schlechte Sache. Um Kosten und Aufwand einer Landstromlösung zu sparen, ist es definitiv ungeeignet.

Übrigens - ein Tipp am Rande - eine der Kajütlampen habe ich in Rot ausgestattet. Das ist die fürs Nachtsegeln. Falls man mal innen was suchen muss oder einen Kaffee machen will oder in die Karte gucken. Man ist dann nicht so geblendet.
Bei der Karte muss man nur wissen, das Rotlicht alle roten Eintragungen eleminiert.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

26.10.2018 12:17
#8 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hi, kleiner Nachtrag - die in dem Link gezeigten Module von Offgrid haben genau diese beschriebenen, erforderlichen Oberflächeneigenschaften, um sie aufs Boot zu setzen.
Betretbar, semiflexibel, rutschfest, salzwasserresistent, auch die Kosten für die kleinen Module sind OK. Was will man mehr.

Leider hat keines davon die Maße für den Jantar-Backskistendeckel und die Kabelabgänge sind oben drauf, gleich an einem wirklich hässlichen Abgangskästchen. Das geht auch elegant, nämlich superflach und die Kabel nach unten raus, nur eben nicht bei Offgrid.

Wer einen Hersteller nebst Vertrieb für passende Module in Marinequalität findet, kann das gerne verlinken.

Seltsam ist bei fast allen Marine-Panel-Anbietern, dass die Zwischengröße 40 Watt fehlt und quadratisch, praktisch gut kann offenbar keiner mehr.


p.s.
Segelreporter schrieb vor längerer Zeit über ein ins Segel eingebautes Modul. Das ist sicher was für die Nerds mit zu viel Kohle, die ihren Segelmacher nerven wollen.
Trotzdem ist die Idee, ein Solarfeld dort zu platzieren interessant, vielleicht eher in Form von Längsstreifen auf dem Großbaum anzubringe, natürlich beidseitig. Auf einer Seite scheint auf dort jedenfall im Segelbetrieb die Sonne hin. Unbeschattet.

Leider sind Solarmodule empfindlich, wenn ihnen was in der Sonne steht.
Eine achtlos abgelegte Schot oder der Schatten der Achterstagtalje auf einer Teilfläche führt nicht zu entsprechend prozentualer Minderung, sondern zu totaler Leistungsverweigerung.
Deshalb ist es auch rausgeschmissenes Geld, sich die Dinger aufs Kajütdach zu schrauben. Auch wenn man es immer wieder sieht.

Aussen an die Reling hängen?
Genial für alle Stegsegler, die schon mittags wieder im Hafen sind, weil es danach vielleicht mal voll wird oder erst garnicht lossegeln, weil dann ja der Platz weg ist und auch der Platz am Stromkasten. Alle anderen kommen ja erst zurück, wenn die Sonne nicht mehr scheint.
Haben wir diesjahr wieder getestet - bei bestem Segelwetter Hiddensee rund und wenn man abend wieder einläuft, sind die selben Pappnasen immernoch da.
Nur in der eigenen Box liegt dann ein anderer.
Na und? Kiel hoch und ab ins knietiefe Flach vorm Hafen. Das ist soooo witzig. Hubkieler und Schwertboote haben auch Nachteile, aber man darf den entscheidenden Vorteil durchaus mal einsetzen

Natürlich haben die Boxenhocker und Stegsegler dann ihre Batterien aufgeladen, aber wir unsere Akkus. Randvoll!
Ein einziger wilder Ritt um die Insel (wir hatten bft 5) bringt dich mental locker durch den innerstädtischen Novembernieselregen und Dezemberschneematsch.

Die Jantar21 zeigt excellentes Seeverhalten, ich kann es nicht oft genug sagen und natürlich ist es auch witzig, wenn auf einer brandneuen 32ft-Yacht nervös umgetrimmt wird, nur weil man die kleine Polenkiste seit ein paar Stunden einfach nicht vom Hacken kriegt.

Die nachgetankte Energie eines solchen Tages reicht dann locker noch für ein paar Stunden ausgelassenes Stampftanzen auf dem Hafenfest. Danke Neuendorf, das war genial.

Gesucht wird also nach einer Lösung, mit der man segeln UND laden kann. Vielleicht ist es für einige Spielkram, aber es hat einfach Charme, etwas autark zu sein. Das gilt Binnen noch viel mehr.
Um ganz ehrlich zu sein - meisten brauche ich den Saft nur, um mal wieder das Handy aufzuladen. Aber das ist eh das erste, was ich abschalte, wenn ich aufs Boot gehe. Unerreichbarkeit ist heutzutage ein hohes Gut.
Für all die Instagrammer, Wattsapper, die Blogger, Mailabfrager und Facebooker undenkbar. Kommen die auch noch drauf.

Für das kleine Handyproblem gibts aber inzwischen preiswerte Powerboxen mit Solarfeld. Hängt man beim Segeln an die freie Winsch und gut ist.

Einbauort eines Solarfeldes oder 2 auf den Schrägen des Kajütdaches?
Eher nicht. Nicht nur wegen der zu erwartenden massiven Beschattung, sondern vor allem, weil es 5 Jahre später (prognostizierte Haltbarkeit bei noch akzeptablem Leistungsverlust) garantiert andere Hersteller gibt mit anderen Modulmaßen.
Der Zirkus reicht mir schon am Backskistendeckel, aber auf Vordeck oder Kajütaufbau oder den Heckschrägen, würde ich nur ungern an Sikaflex und alten Schraubenlöchern rumbasteln wollen.

VG Eric

Markus Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 11

26.10.2018 13:39
#9 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Eric,
hier ein Link mit Modulen, die passen könnten, jedoch haben diese nur 27 Watt Leistung.

https://solarkontor.de/27W-Solarmodul-SO...P42-Marine-27Wp

VG
Markus

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

28.10.2018 19:34
#10 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Markus, hallo Eric,

in Ascheberg gibt es 40 Watt Module die auf die Heckklappen passen. Allerdings mit Anschluss oben. Aber irgendwas ist ja immer. ;)
Dort gibt es auch die flexiblen schwarzen 80 Watt Module die von der Breite gerade noch auf das Kajütdach passen. Da das Dach zu zwei Seiten abfällt muss man eventuell unterfüttern.

Am Anfang meiner Überlegungen gefiel mir die Heckmontage am Besten. Aber, das Cockpit ist während des Segelns der Haupt - Arbeitsplatz und Aufendhaltsort. Zur Motorbedienung krabbel ich auf dem Steuerborddeckel und zum Badengehen auf dem Backborddeckel herum.
Sind Gäste an Bord dienen die Deckel auch als Sitzgelegenheit. Beide Deckel haben Schnappveriegelungen und ich bin mir nicht sicher ob die Vibrationen beim Öffnen und Schließen die Module schädigen. Die Deckel müssen auch zur Fenderbedienung regelmäßig bewegt werden.

Es wird empfohlen, was ich durchaus nachvollziehen kann, dass es vom Modul zur Batterie/Regler kurze Leitungswege braucht.
Meine Batterie sitzt in einem Fach im Vorschiff unter den Polstern. Gewichtstechnisch optimal wie ich finde.

Darum favorisiere ich mittlerweile die Dachmontage: kurze Wege zum Akku, wenig frequentierter Laufbereich und dass die Beschattung eines einzigen Tampen das komplette Modul lahmlegt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Ich werde wohl mit einem 80iger Modul auf der Backbordseite starten und habe die Möglichkeit ein weiteres 80 Watt Modul auf der Steuerbordseite nachzurüsten.....

Die Kabel von der Batterie zum Motor im Heck sind unsichtbar verlegt und ich hoffe auf einen Kabelkanal im Boden durch den ich das Steuerkabel des Displays führen kann. (Wird unter dem serienmäßigen Schaltpanel plaziert)

Heute habe ich unser Winterlager fertiggestellt und erstmalig einen Hilfsrahmen auf dem Trailer montiert damit die Abdeckplane nicht am Rumpf scheuern kann und eine optimale Belüftung gewährleistet ist. Darunter lässt sich vorzüglich bei jeder Wetterlage arbeiten......


VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

28.10.2018 19:47
#11 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hi Markus, danke, die würden super passen, nur nicht beim Preis.
Warum ist das so?
Der Händler sagt - 100% Made in Germany.


Zum einen glaubt das sowieso niemand, zum anderen ist nicht klar, wie lange das hält.
Doppelte Lebensdauer würde auch den doppelten Preis rechtfertigen.

Aber ich schraube ab und zu Küchengeräte auseinander (und wieder zusammen) - auch "deutsche" "Marken"produkte.
Ist ein Witz.
Nix deutsch - vielleicht noch der Ort, wo die zugelieferten Teile zusammengetackert werden. In der Regel von minimaler Stammbesatzung und maximal ausgebeuteten Zeitarbeitssklaven.

Solarzellenproduktion ist wegen der hohen Reinheit weitestgehend automatisiert. Wahrscheinlich auch die Maschine, die am Ende "Made in Germany" drauflasert.
Wo auch immer die steht und wer auch immer die Anlage gebaut hat.

Ich halte ich es mit den grossen Globalisierungsfreunden - ihr nehmt uns die Arbeitsplätze weg und lasst in Rumänien und China fertigen?
OK, aber warum sollen wir dann hier dann eure überteuerten Produkte kaufen? Das ist doch unlogisch.
Ist ja in Ordnung, von den Freunden der Globalisierung verarscht zu werden, aber dann muss man sich ja beim Kaufverhalten nicht noch selbst verarschen.

Du siehst, ich bin noch nicht überzeugt.
Aber ich behalte den Link, danke dafür, weil alle anderen Eigenschaften exakt passen, einschliesslich rückwärtige Kabelführung.

Ich hatte daher schon mit dem Gedanken gespielt, mir ein leistungsstärkeres und kleineres Marinemodul oben drauf zu kleben. Das kostet unter 100 incl. Versand und ist zu 100% not made in Germany.
Leider sieht das nicht akzeptabel aus.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

20.04.2019 16:34
#12 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo Frank.
Übern Winter alles montiert?
In ein paar Wochen sind wir gespannt auf Deinen ersten Erfahrungsbericht.

Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

24.04.2019 15:20
#13 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #10
Hallo Markus, hallo Eric,

in Ascheberg gibt es 40 Watt Module die auf die Heckklappen passen. Allerdings mit Anschluss oben. Aber irgendwas ist ja immer. ;)
Dort gibt es auch die flexiblen schwarzen 80 Watt Module die von der Breite gerade noch auf das Kajütdach passen. Da das Dach zu zwei Seiten abfällt muss man eventuell unterfüttern....



Hi Frank, mein Kajütdach ist voll mit Trimmleinen und darüber hängt dann noch der Grossbaum als Beschattungsquelle.
Der Zusammenhang zwischen Teilbeschattung und Leistungseinbruch ist nicht linear. Ich habe gelesen, dass schon eine unachtsam abgelegte Schot auf einer Teilzelle genügt, um die Leistung des gesamten Panels zum Erliegen zu bringen.

Ich habe übrigens noch keine passende Solarzelle gefunden. Da heutige Module effizienter sind, klebe ich vielleicht nur ein kleineres oben drauf.

Die neuen Wassersportmodule sind ja schwarz.
Superidee.
Das kommt sicher aus der gleichen Ideenschmiede, die schwarze Bootsrümpfe und schwarze Segel, schwarze Persenninge und schwarze Sprayhoods für besonders stylisch halten. Ich weiss nicht, wo diese Bürohocker sonst so rumsegeln, aber bei uns ist es im Sommer manchmal sommerlich warm, im letzten geradezu brüllend heiss. Da ist schwarz immer erste Wahl.
Hier gibts auch Natur, sowas mit Bäumen und so. Zur Zeit blühen Kiefer, Birke, Haselnuss und Erlen. Der feine gelbe Kiefernstaub liegt in unseren waldreichen Revieren in der Luft, als wäre eine Zementfabrik explodiert und das macht sich bestimmt prima im schwarzen Stoff.
Auch wärmetechnisch ganz grosses Kino.

Barfuss auf einer schwarzen Solarzelle ist sicher der Hit. Aber schick siehts aus und das ist ja die Hauptsache.

VG Eric

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

10.05.2019 10:30
#14 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo,

ich habe mir ein besonders schmales Solarpanel gekauft (https://www.solar-qqq.de/50-watt-limopow...m-batterie.html). Das passt auf das Kajütdach zwischen Mastfuß und Püttigeisen. Das Solarpanel bringt 50W und bei voller Sonne etwa 1,5A Ladestrom. Das reicht völlig aus die Batterie Wochentags aufzuladen um am Wochenende wieder startklar zu sein.

Ciao
SCT

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

10.05.2019 14:25
#15 RE: Solartechnik nachrüsten Zitat · Antworten

Hallo in die Runde,

wir haben unser Boot seit Karfreitag im Wasser. Werde an anderer Stelle noch darüber schreiben.

Aber zum Thema:
Ich habe final das 40 Watt Solarmodul (lässt sich mit einem weiten Modul auf 80Watt problemlos erweitern) an oberster Position auf dem Heckgeräteträger mit einer Neigung von ca. 35Grad fest montiert. Mit Überstand nach Achtern. Auf eine Rettungsweste an der Stelle wird verzichtet. Wir haben einen Liegeplatz mit unverbauter Lage nach Süden.
In den Heckspiegel, in der Nähe der Motorsteckdose habe ich eine verschraubbare Dose für den Anschluss des Panel Kabels fest verbaut.
Von dort gehen die Kabel (Motor u. Panell) weiter ins Boot zum Verteilerschap.
Von dort über einen unterirdischen Kabelkanal in den Bug zur Batteriebox.
Vor der Box (im Fussraum) habe ich den Regler (erweiterbar auf 2 Batterien) und ein Notfall 230V Ladegerät installiert.
Vom Regler geht ein Kabel zurück zum Anzeigebord wo man die einzelnen Modi und Betriebszustände von Batterie und Solaranlage sehr schön einsehen kann.
Die Anlage arbeitet mehr als zufriedenstellend. Ein Landanschlusskabel ist nicht mehr nötig.
Verbraucher: 12V Flautenschieber, car-hifi, LED Innenbeleuchtung und Toplaterne.

Für die Wochendnutzung auf dem Steinhuder Meer in der Sommersaison in dieser Konfiguration sind die 40Watt ausreichend.
Kosten für Material ca. 300,-€ (Solarpanel, Regler, Anzeigemodul, Kabel, Stecker und Kleinmaterial)

Die Montageplattform habe ich mir aus vorhandenem Material (Alulochplatte und Wantenspanner) zurechgebastelt.

Die Montageposition am Boot gefällt mir ausgesprochen gut.

Eine weniger erfreuliche Sache ist die darunterliegende originale Ruderanlage die ohne zusätzliche Modifikation nicht vernünftig zu gebrauchen ist. Aber das ist eine ganz andere Geschichte und ich bin fleißig dabei das zu ändern.

Anregungen und Tips gibt es in unserem schönen Forum ja in rauhen Mengen.

Eric hat es ja schon oft beschrieben:
Die Jantar 21 ist sicher nicht perfekt. Aber die wenigen unschönen Dinge lassen sich gut verbessern.

Unterm Strich also ein Hammer-Boot!!!

Meine Frau und ich lieben es jetzt schon.

Nun genug der Gefühlsduselei.
Kommt alle gut durch das regnerische Wochenende.




VG Frank

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