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Dieses Thema hat 71 Antworten
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Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

29.10.2018 20:54
#46 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo,

...unter der Plane im Winterlager lässt es sich vorzüglich arbeiten....





VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

31.10.2018 08:53
#47 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo Frank,
das hat sich wirklich gelohnt, Glückwunsch!
Die Regattaversion mit der hochwertigen Harkenausstattung und sogar schon der verbesserten Decksschale.

Dazu noch der tiefergelegte Regattatrailer mit den grossen Seitenkisten, der Ruderkopf 2.0, ein E-Motoranschluss. Sieht gut aus.
Diese Version wurde i.d.R. mit der hochwertigen Innenausstattung ausgeliefert, in Mahagoni, messerfurniert und dem genialen Klapptisch und wenn die Raumaustattung innen so gepflegt aussieht, wie der Kahn von aussen, hast du ja mit deinem geduldigen Warten bis zum Spätherbst alles richtig gemacht.

Bei Eignern, die so hinterher sind, sind in der Regel auch die Segel ein Grund zur Freude.

VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

31.10.2018 09:53
#48 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo Eric,

vielen Dank für deine Glückwünsche!

Es gibt eine Harken Rollreffanlage mit Genua, eine komplette Spinnakerausrüstung....

....und es war der berühmte Schnapper.Ein echter Glücksfall!

Das Warten hat sich am Ende doch gelohnt auch wenn es mir mitunter schwergefallen ist.

Nochmals herzlichen Dank für deine sehr umfangreiche Unterstützung!

VG Frank


eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

31.10.2018 17:00
#49 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo Frank,
genau wie erwartet, auch der Aussenzustand der Kleinen hat ja schon darauf hingedeutet, dass sie einen aufmerksamen Eigner hatte, dem der Zustand des Schiffchens nicht egal war. Du hast also nicht nur wie erahnt, die hochwertigste Innenausbaulösung, die die bei Jantar jemals vom Stapel gelassen haben, sie ist auch noch in hervorragendem, bewohnbaren Zustand.

Es lohnt sich also, nach einem guten, gepflegten Boot Ausschau zu halten. Preislich gesehen sparst du mit so einem Boot schon mal die Erneuerung der Polster und des Innenausbaus und das ist schon fast die Kohle für einen maßgeschneiderten Regattasatz Segel. Von der gesparten Zeit ganz zu schweigen.

Interessant ist, dass du sogar schon die Polster 2.0 hast, immernoch mit dem scheinbar sehr widerstandsfähigen Jantar-Origiinalstoff, aber schon mit der kleinen Aufpolsterungskante, die grosse Kiste unter dem Niedergang ist ebenfalls Version 2.0 mit oben abgerundeten Kanten und nur halb so gross, wie bei mir und es scheint, dass im Ixel neben der Niedergangsluke zwei dezente Kabelkanäle verlaufen, die gleich einlaminiert sind.
Das wäre sooo elegant.

Bei mir ist der Voreigner leider auf die Idee kekommen, die Kabel der Instrumente (sind die bei dir unter den Fallentaschen oder gibt es keine? Kompass, Lot, Logge?)direkt von der Rückseite innen an Schott runterzuführen und dafür ein Holzkästchen zu bauen. Naja, habe ich so gelassen, da solche Instrumente auf der Rückseite meist unansehnlich sind.
Bei Jantar ist die der Kajüte zugewandte Seite des Schotts jedoch Bestandteil der hochkomplexen Innenschale und daher doppelwandig mit viel Platz für Kabelei.
Die Querung der Plicht mit Kabeln erfolgt ebenfalls "unsichtbar" dirrekt über dem Auflagerteil der ebenfalls sehr hochwertigen und durchdachten Niedergangsstufe. In den 80/90ern wusste man also noch, dass solche Boote auch Lage schieben und dass man auch mal mit nassen Ölzeug mitten im Wellenritt da rauf und runter kommen muss, ohne sich den Hals zu brechen.
Heute knallen sie dir ein wegnehmbares (und wegrutschbares) Brett hin und nennen das Weglassen jeglicher Ideen "Innenausbaukonzept".

Moderne Racer und Kleinkreuzer kommen ja ohne so viel Aufwand aus und dann redet sich der Marketingchef auf der Messe den Mund fusslig, warum sie das alles weggelassen haben, auch bei richtig teuren Booten. Innenschalen? Kann man lange suchen.
Übrigens- die polnischen Jantars sind in der Regel ohne den ganzen Zinober, den man dem Boot für den westdeutschen Markt spendiert hat.
Gerne auch ohne Fenster und ohne Seezaun. Die Handschrift des Konstrukteurs erkennt man aber sofort.

Aber ich stehe auf solche Details und freue mich, wenn man sich frei entscheiden kann, ob man in der Plicht frühstückt (was wir immer machen, wenn das Wetter mitspielt) oder eben innen und dafür den genial durchdachten Klapptisch ausklappt (dort wo andere nur eine billige Birkensperrholzplatte an einer orthopädischen Halterung haben, als zusätzlich zu orderndes Zubehörteil) und dann eben nicht in einer dustern Gruft sitzt, wie bei anderen größeren Kielbooten, sondern den freien Blick aufs Wasser geniessen kann.
In Reichweite Käffchen kochen UND Frühstückseier (in die Mulde passt ein zweiflammiger Spiritus/- oder Petroleumkocher) - können auch nicht alle und das in einem rasch nach dem Aufstehen aufgeräumten Boot.
I like it...

Es gibt kurze Chaosmomente, aber dann sortiert sich das schon alles wieder weg. Auf Törn halten wir es so, dass im Segelbetrieb mindestens 2 Schlafplätze frei bleiben, Ölzeug, Rettungswesten, Navigationskram griffbereit.


App Kocher - zufällig ist der Fussraum der Plicht breiter als der Doppelkocher. Liegt man vor Anker, ist das meine Lieblingskochstelle, da sie ja immer windgeschützt ist und Fisch auf der Haut braten macht sich da einfach besser, als wenn hinterher die ganze Kajüte danach riecht. Wir machen auf Törn halt nicht nur Raviolibüchsen auf. Eigentlich nie.

Den Wasserkanister mit der Pumpe und seinen meterlangen Zulaufschlauch aus dem Heck haben wir entfernt - stehendes Wasser in einem PE-Schlauch, das ist sowieso der bakteriologische Supergau. Das frei gewordene Spülbecken eignet sich ohnehin nicht zum Abwaschen - hier lagern bordfähige "Gläser" und Kaffeetassen.
Alles darüber bleibt strikt frei. Ab und zu darf sich ein feuchtes Küchenhandtuch an der Stange aufbammeln, aber nie lange.

Viele haben ja diesen Bereich bis zum Anschlag zugemüllt oder gleich mit Sperrholz zugebaut.
Das ist stauraumtechnisch gut, nur designtechnisch eine Katastrophe. Das ist ja nicht umsonst eine sehr durchdachte Lösung aus zu und trotzdem offen. Auch die Wiederholung der Plexiglaslösung in den Abdeckplatten soll ja dazu da sein, mit wenigen Handgriffen einen hochwertigen, aufgeräumten Küchentrakt zu zaubern.

Ich selbst habe ein Ordnungsdefizit, leider. Man gebe mir einen Bürotisch oder eine Werkbank und ich habe die bis zum Mittag vollgekrämpelt.
Nur hier beim Boot habe ich verstanden, was der erfahrene Konstrukteur wollte, weshalb er sich für die Innenlösung so eine unglaubliche Mühe gegeben hat und schon ergibt Aufräumen einen Sinn, wandert versehentlich abgestellter Kram konsequent von Tisch und Ablagen und Polsterflächen und der Tisch, auch wenn er Kartenformat und sogar Schingerleisten hat, wird zum Segeln weggeklappt.
Freie Flächen machen aus einer Räuberhöhle im Huckleberry-Finn-Modus ein aufgeräumtes Boot und so ein aufgeräumtes Boot sieht dann schon gleich aus, als sei man nicht aus Versehen mit einem so kleinen Boot unterwegs, sondern ganz bewusst.

Was ich Jantars Kosntrukteur hoch anrechne ist, dass man das Konzept eines rennfähigen Reisekreuzers auch in Seehäfen erkennt, auch wenn man da inzwischen zu den Kleinsten zählt. Die Jantar will was, das unterscheidet sie wohltuend von so manchem vollgemüllten Reiseeimer.
Am Ende des Urlaubs wissen wir immer, dass wir auf die Hälfte des Krämpels gut und gerne hätten verzichten können, ohne etwas zu vermissen.


VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

01.11.2018 09:19
#50 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo Eric,

du hast die 'Freude' erwähnt. Man merkt sehr deutlich an deinem letzten Beitrag dass du an und mit deinem Boot viel Freude hast. Ich finde das sehr wichtig. Wir alle machen eine Menge Klimmzüge um diesen Zustand mit Selbigem zu erreichen. Und so mancher Nichtsegler staunt nicht schlecht über den Aufwand den ein leidenschaftlicher Segler betreibt.

Auch mein neues Boot ist in der Tat ein Quell der Freude. Die Segel, außer dem Spi, sind nicht mehr neu aber in Ordnung. Von meinem alten Boot kenne ich die wundersame Wandlung die neue Segel auslösen. Du hast es ja auch schon beschrieben. Sie stehen auf der Ergänzungsliste aber ich werde nächstes Jahr unsere Bella Blu erst einmal mit dem vorhandenen Segelsatz ausprobieren und sicher schon viel Spaß und Freude haben.

Was auch sehr schön ist, das Boot ist unverbastelt. Es wurde nur von FSA eine Jütanlage nachgerüstet.
Dazu gibt es einen neuen Heck-Mastträger. Dieser ist in der Höhe verstellbar und am Toppen mit einer Laufrolle versehen.

Daher habe ich überlegt den originalen Heckgeräteträger mit einem oder 2 Solarmodulen fest zu bestücken. Da wir mit dem Heck nach Süden in unserer komplett unbeschatteten Box liegen habe ich so die Möglichkeit den optimalen Neigungswinkel von ca. 35Grad zu verwirklichen. Und ich muss nichts an Deck befestigen. ;)
Den Kabeleintritt ins Boot möchte ich mit einer variablen Steckverbindung gestalten. So lässt sich der Geräteträger nötigenfalls zum Segeln oder Regattieren schnell abbauen.

Die beiden Fallentaschen habe ich, neben ein paar anderen Sachen wie z.B. Origo Kocher u. Chemie WC, schon nachgerüstet.
Die fehlende Abdeckung unserer Kochmulde habe ich mittlerweile in Mahagoni nachgebaut. Nach deiner überzeugenden Laudatio auf das geniale Design der gesamten Küchenzeile habe ich diese Holzplatte allerdings wieder verworfen. Ich sehe es genauso und darum kommt Plexiglas rein.
Handelt es sich dabei um normale schwarzgetönte 8mm Plexiglasscheiben?

Elektrische Instrumente sind nicht verbaut. Ich bin allerdings ein grosser Freund Selbiger und habe gute Erfahrungen mit der Clipper Duet Anlage gemacht. Die Wassertiefe wird zwar erst ab ca.  1m angezeigt aber das Display ist exelent ablesbar und sieht wertig aus.
Bei einem Segelfreund habe ich die Clipper Windanzeige kennengelernt. Gibt es in 2 Versionen: 1. mit Kabel vom Masttop und 2. mit Funkübertragung. Ist dann allerdings etwas teurer. Diese beiden Geräte sind auf meiner Wunschliste aber nicht zwingend nötig. Ich scheue mich auch noch das ganze Gerödel in das schöne Boot einzubauen.


So, wünsche euch allen noch einen schönen Feiertag und wir freuen uns heute abend auf Wilfried Erdman der in den Strandterassen in Steinhude einen tollen Vortrag halten wird


VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

01.11.2018 23:49
#51 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #50
Hallo Eric,

du hast die 'Freude' erwähnt. Man merkt sehr deutlich an deinem letzten Beitrag dass du an und mit deinem Boot viel Freude hast. Ich finde das sehr wichtig. Wir alle machen eine Menge Klimmzüge um diesen Zustand mit Selbigem zu erreichen. Und so mancher Nichtsegler staunt nicht schlecht über den Aufwand den ein leidenschaftlicher Segler betreibt.


Hallo Frank, das ist wohl wahr. Des Deutschen liebstes Kind ist ja angeblich seine Karre, aber die kriegt bei mir nicht einen Bruchteil so viel Zuwendung, wie das Boot. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Segler sein immernoch gut funktionierendes, bestens intaktes Boot freiwillig in den Schredder schiebt, nur weil irgendjemand mit einer Abwrackprämie winkt. Die Liebe zu Autos scheint also nicht allzu tief zu sitzen.

Es sei denn, es fährt jemand anderes eine Beule rein, dann wird gleich mal die Nummer vom Anwalt aus dem Kurzwahlspeicher gesucht. Oder es kleckst ein Vögelein aufs garagenverwöhnte Luxusblechle, dann wird poliert und gehätschelt, als sei es ein Segelboot. Isses aber nicht.

Ich kenne das mit der Liebe zum Boot ja noch gaaaanz anders. Ich bin Klassikerfan und immer wieder zu Klassikern zurückgekehrt. Jantarchen ist eine Art Vernunftentscheidung. Weit her kann es mit meiner Vernunft nicht sein.

...Die Segel, außer dem Spi, sind nicht mehr neu aber in Ordnung. Von meinem alten Boot kenne ich die wundersame Wandlung die neue Segel auslösen. Du hast es ja auch schon beschrieben. Sie stehen auf der Ergänzungsliste aber ich werde nächstes Jahr unsere Bella Blu erst einmal mit dem vorhandenen Segelsatz ausprobieren und sicher schon viel Spaß und Freude haben.

Ja, die Alltagsegel sind bei mir aber gebraucht gekaufte Fahrtensegel mit einem guten Schnitt und zu einem guten Preis. Damit fahre ich auch die eine oder andere Clubregatta und ich nehme sie aus der Takelage, wenn das Wochenende um ist. Lediglich im Urlaub dürfen sie drauf bleiben.
Die Fock musste ich auf meine Rollanlage anpassen und letztes Jahr hat mir meine Segelmacherin noch die Ausstellung der Achterliek aus der Fock gezaubert, die nie richtig funktioniert hatte. Steht jetzt gut, läuft auch im Reff, kann Wind ab und steht auch bei Leichtwind UND man kann es an Bord handlen.

Diesen Punkt kann ich bei meinen massgeschneiderten Regattasegeln gleich mal streichen. Dafür sind die nun wieder ein Gedicht beim Trimmen und dass die Kleine dann mehr Höhe läuft und ein bisschen schneller sein wird, war mir ja vorher schon klar oder hatte ich zumindest gehofft.
Wenn ich nur geahnt hätte wie vollkommen anders sich das Boot mit den Renntüchern verhält, ich hatte schon früher investiert.
Und das sind noch nicht mal Foliensegel, die meine Lieblingsvorschoterin aus ästhetischen Gründen ablehnt und Recht hat sie.

Was auch sehr schön ist, das Boot ist unverbastelt.
Ja, da gibt es gelungene Projekte und weniger Gelungenes. Aber wie gesagt, diese Ausstattung ist die hochwertigste, die sie der Jantar je spendiert haben und sowas kannst du auf anderen Kleinkreuzern lange suchen. Ich finde, dass sie damit sehr erwachsen rüberkommt. Heute nennt man das Konzept Performance-Cruiser. Wer hat´s erfunden? Die Polen waren es.
Es scheint eine Weile hin und her gegangen zu sein zwischen reiner Rennzicke und Wohneimer und ich bin ganz zufrieden, dass die Rennfraktion am Ende gewonnen hat, und dem kleinen Dickbauch nicht noch "Stehhöhe" und ein WC verpasst hat.
So aber ist eine sehr aufwändige und hochwertige Innenausstattung bei rausgekommen und man ist gut beraten, die zu erhalten.


Es wurde nur von FSA eine Jütanlage nachgerüstet.
Ja, die FSA-Jütanlagen. Sauber gebaut und leichtgängig, aber ich weiss nicht, warum die das mit so ewig langen Jütarmen machen. Größere Jütarme baut sonst nur noch Haase. Natürlich reduzieren die Riesenarme die Last an der Jüttalje, aber da ist ohnehin nicht so viel Last drauf, so bald man das Ding aus dem Totpunkt rausgehoben hat.
Im Handbuch wird sogar ganz ohne Jüt und Talje gestellt.
Allerdings auch ohne Streichwanten und das ist überhaupt nicht zu empfehlen.

Die Mastlegerei ist bei mir noch eine Knobelaufgabe. Das dauert mir einfach zu lange. Wir haben im Frühjahr einen Stahl-20er überführt, mit richtig schwerem Schornsteinmast, aber dafür haben wir weder die Segel abgemacht, noch den Grossbaum und das ging alles währens der Fahrt, 50 m vor der Brücke schnell mal runter das Ding und danach wieder hinstellen, Tuch hoch, Motor aus. Die reine Freude.
Gibt auch etliche Neubauten mit ähnlich ausgereiften Lösungen - Jantar kann das nicht.


Daher habe ich überlegt den originalen Heckgeräteträger mit einem oder 2 Solarmodulen fest zu bestücken. Da wir mit dem Heck nach Süden in unserer komplett unbeschatteten Box liegen habe ich so die Möglichkeit den optimalen Neigungswinkel von ca. 35Grad zu verwirklichen. Und ich muss nichts an Deck befestigen. ;)

Stelle ich mir toll vor, jedesmal vorm Segeln erst noch den Bügel samt Solarmodule aus den Fusshülsen zu würgen.
Mal im Ernst, warum nicht hochkant - auf dem Ruderkopf abstützen und dann das obere Ende des Solarfeldes nur noch an Heckkorb verspannen. Dafür gibts im Fahrradladen tolle Teile, elastisch, mit Schnellspanner, damit von Fahrradlampe bis Navi irgendwas am Lenker befestigt werden kann.
Vorteil wäre, dass du nicht die teuren Marinemodule nehmen musst.
Der Witz eines auf der Heckklappe fest angebrachten, betretbaren Marinemoduls ist jedoch, dass es auch beim Segeln lädt, während man die andere Lösung abmachen müsste.

Den Kabeleintritt ins Boot möchte ich mit einer variablen Steckverbindung gestalten. So lässt sich der Geräteträger nötigenfalls zum Segeln oder Regattieren schnell abbauen.
Musst du abbauen, sonst zählt das in der Yardstickwertung je nach Windrichtung als nicht gemeldeter Spi oder Bremsfallschirm.

Die beiden Fallentaschen habe ich, neben ein paar anderen Sachen wie z.B. Origo Kocher u. Chemie WC, schon nachgerüstet.

Das ist der mit Abstand schönste Chill-out-Platz, den man je auf einem Kleinkreuzer verbaut hat. Du musst schon weit in die Upperclass gucken, oder in moderne Racer, um so einen schönen Wassersitzplatz zu finden, windgeschützt, mit schräger Rückenlehne und du verbaust dir den mit Fallentaschen?

Die fehlende Abdeckung unserer Kochmulde habe ich mittlerweile in Mahagoni nachgebaut. Nach deiner überzeugenden Laudatio auf das geniale Design der gesamten Küchenzeile habe ich diese Holzplatte allerdings wieder verworfen.


Das tut mir leid...

Ich sehe es genauso und darum kommt Plexiglas rein.
Handelt es sich dabei um normale schwarzgetönte 8mm Plexiglasscheiben?


DAS habe ich mich auch schon gefragt. Ich habe die Überarbeitung aller Holzeinbauten schon hinter mir und dabei etwas seltsames und mir nicht erklärbares bemerkt - ALLE Kajütaussenscheiben sind blau (ausser in der letzten Serie mit den flächenbündigen Scheiben )
Alle Innenscheiben sind anthrazit. Dachte ich zumindest, bis ich die Trennscheibe raus hatte. Der Bereich, der nie ans Licht kommt ist ebenfalls blau
Mein Plexiglasdealer sagt, das geht garnicht.
Was weiss der schon.
Der sagt ja auch, solche Scheiben, wie sie auf der Jantar verbaut sind, kann niemand. (und auch niemand bezahlen)
Tja, sind aber drin, bei 500 Jantars, in 10mm, doppelt konkav, mit ausgerundeten und hochglanzpolierten Kanten, spannungsfrei gebohrt und verschraubt.
Kann also doch irgend jemand, nur wer?

Ein ähnliches Farbphänomen, gibt es unter dem Griff der Kajütscheibe. Dort nur umgekehrt.

Übrigens - auch die Kanten der Abdeckungen sind hochglanzpoliert. Die sind nämlich von vorne zu sehen.
Daran scheitern viele Scheibenselbtzusäger.

Auch wenn die Werft neue Scheiben einbaut, wird meist ein Kompromiss gemacht, heisst Sägeschnitt, etwas geschliffen und mit Panteranaht versiegelt.
Jantars Scheiben sind so exakt, dass sie trotz doppelter Krümmung flächig aufliegen und noch nicht mal die Dichtmasse zu sehen ist.
Das ist ganz, ganz hohe Schule. Kalt wird das nichts bei 10mm Scheibenstärke. Ich gehe davon aus, die sind sogar in einer Form gebogen und getempert und das wiederum geht nicht mit Bohrlöchern drin.
Ich sage ja - ein erwachsenes Boot.

Viele bemerken solche wirklich ausgereiften Details leider erst, wenn sie dabei sind das vernachlässigte Original durch eine Betalösung zu ersetzen.





Elektrische Instrumente sind nicht verbaut. Ich bin allerdings ein grosser Freund Selbiger und habe gute Erfahrungen mit der Clipper Duet Anlage gemacht. Die Wassertiefe wird zwar erst ab ca.  1m angezeigt

Ist doch OK, bei 1,30 Tiefgang.

Bei mir war Bidata von Raymarine verbaut, netter kleiner Kasten, monocrome.
Bevor du dir jetzt dicke Löcher ins Schott säbelst - eine Frage an die Nerds - giobt es das nicht schon längst, dass der Geber seine Werte an irgend ein Dingsbumgs sendet und der schickt es so bluetoothmässig aufs Handy?
Falls nicht - kann das mal schnell einer erfinden?
Und dazu dann noch gleich ein Handy mit manocrome Disply, damit man auch was sieht, wenn die Sonne draufscheint?
Was ja manchmal vorkommt im Sommer, was aber bei Handyherstellern offenbar unbekannt ist.




aber das Display ist exelent ablesbar und sieht wertig aus.

Ablesbarkeit scheint ein wichtiger Punkt zu sein.

Bei einem Segelfreund habe ich die Clipper Windanzeige kennengelernt. Gibt es in 2 Versionen: 1. mit Kabel vom Masttop und 2. mit Funkübertragung.

Aha - da gehts also schon.


Ist dann allerdings etwas teurer. Diese beiden Geräte sind auf meiner Wunschliste aber nicht zwingend nötig. Ich scheue mich auch noch das ganze Gerödel in das schöne Boot einzubauen.

Das Windding auf einem Kleinkreuzer?
Hast du wieder was zu reparieren und statt dir die Gegend anzuschauen und ab und zu die Windbänder am Achterliek und in der Fock, starrt man irgendwann nur noch auf diesen Windanzeiger.
Am besten ist dann noch, wenn irgend ein ahnungsbefreiter Grünschnabel draufguckt - du fährst schon die ganze Zeit im roten Bereich, muss das nicht bei grün sein? Nee, mach ich extra so, damit wir langsamer sind.

Aber was zeigt der dir, was du nicht auch so mitkriegst, wenn du ab und an aufs Wasser und in deine Segel guckst.

Logge stimmt eh nie und hat irgendwann Kraut oder Muscheln drin und was die kann, kann dein GPS auch und wenn alle an dir vorbeisegeln, musst du auch nicht wissen, wie schnell und wenn du vorneweg rast, wollen es die anderen nicht wissen, wie schnell du warst - nee, aber wenn du in unbekanntes Revier fährst ist ein funktionierendes Lot bei einem Hubkieler existenziell wichtig.


So, wünsche euch allen noch einen schönen Feiertag ...

Wattn fürn Feiertach?!

und wir freuen uns heute abend auf Wilfried Erdman der in den Strandterassen in Steinhude einen tollen Vortrag halten wird

Joahhh... leabt denn do oalte Segelmichel noch?


VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

01.11.2018 23:51
#52 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Uuups, ist ja ein bisschen viel Text geworden. Ist ja garnicht so meine Art.

VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

02.11.2018 23:40
#53 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo Eric,

bin auch ein Holzwurm genieße aber schon seit einiger Zeit die wartungsangenehmeren Vorzüge eines GFK - Bootes.

Die Fallentaschen sind der Hit. Sie sehen nicht nur super aus, sondern sorgen für Ordnung und somit hat das Leinengewusel im Niedergang ein würdiges Ende.

Wenn ich bequem rumlungern will geht das auch zu Hause auf der Veranda....

Lot/Logge u. Windanzeuger hätten unter den Taschen noch Platz, auch auf einem Kleinkreuzer.
Was am Ende sinnvoll ist muss jeder für sich entscheiden. Es muss ja nicht nachgemacht werden kann aber eine Anregung sein.
Auf jeden Fall aber belebt dass Sinieren und Schreiben darüber dieses Forum.

Warum die Loggen noch mit der veralteten Paddelradtechnik arbeiten ist mir auch ein Rätsel. Sind doch die GPS gesteuerten  Smartphone Apps deutlich genauer, komfortabler und betriebssicherer.

Die angehängten Bilder zeigen mein Einsteigerboot das ich in kompletter Eigenleistung neu aufgebaut habe.
Die Holzarbeiten habe ich zum Teil aus massiv Mahagoni verleimt (Tisch, Flaschenhalter, Barfach) oder furniert (Fußboden, Staufachböden, Niedergang und kleine Küche im Brückendeck).
Alle Teile, auch der Fußboden sind mehrfach mit dem 1K monourethane Hochglanzlack von Epifanes versiegelt.
Dabei habe ich nur mit dem Pinsel gearbeitet.







VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

05.11.2018 23:02
#54 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #53


Auf jeden Fall aber belebt dass Sinieren und Schreiben darüber dieses Forum.


Hallo Frank, auf jeden... So ein Forum wäre ja ziemlich sinnlos, wenn alle nur mitlesen.
Wofür man übrigens nicht angemeldet sein muss.

Nein, das darf auch schön kontrovers sein oder auch mal gleicher Meinung.
Hab ja auch mal die eine oder andere Frage und dann finde ich es gut, wenn einer oder zwei mitdenken und mitknobeln oder nur mal sagen, wie sie es gelöst haben oder dass sie es so wie ich mir das vorstelle, auf gar keinen Fall machen würden. Davon lebt das ja.

Mir wurde auch schon vorgehalten, zu viel Senf dazuzugeben.
Nun ja, es gibt ja keine Leseverpflichtung.
Noch nicht. Soll aber eingeführt werden.
Bald schon, wenn alle Parteien zur Sacharbeit zurückkehren wollen.


Warum die Loggen noch mit der veralteten Paddelradtechnik arbeiten ist mir auch ein Rätsel. Sind doch die GPS gesteuerten  Smartphone Apps deutlich genauer, komfortabler und betriebssicherer.

Ach komm schon, das ist doch herrlich analog in einer durchdigitalisierten Welt.
Ich sag mal so - da gucken Google und die NSA voll in die Röhre, wenn mein Handy im Nicht-erreichbar-Modus ist und meine Logge so gemütlich verkrautet vor sich hinpaddelt und mein Kompass so die grobe Richtung anzeigt, ohne dass in USA die Rechenzentren heiss laufen.

Sicher habe ich nichts zu verbergen, aber ist das nicht furchtbar?
Da kaufen sich die Leute heute freiwillig so eine Stasi-Röhre und finden das auch noch toll, sich die Wanzen selbst ins Haus zu tragen.
Da hätte man doch früher die Hunde von der Leine gemacht, wenn einer mit "Alexa" anmarschiert wäre und die auch noch im Wohnzimmer abstellt. Oder im Schlafzimmer? Heute kaufen sie sich das Ding freiwillig und fragen sie dann - "Alexa, spionierst du mich aus?"
"Siri, du etwa auch?"

Da möchte man doch weinen, oder?

Was sagt eigentlich Alexa, wenn man die das fragt?
Nö.

Früher, als wir noch gefährliche Purchen waren, war "nichts zu verbergen zu haben" doch eher ein KO-Kriterium, oder?
Da galt man doch als Langweiler und Zeugungskandidat C oder D, wenn man nicht wenigstens ein bisschen was zu verbergen hatte.
Nee, lass mal.
Ich habe auch kein Navi. Lieber verfahre ich mich, wie ein Mann, als dass ich mich von der Soffleuse anmaulen lasse - an der nächsten Abfahrt bitte wenden...
Das entscheidest doch nicht du!

OK, für längere Seepassagen habe ich als Zweitmeinung auch ein GPS. Aber das empfängt nur, das sendet nicht. Das haben wir im letzten Urlaub genau einmal angehabt, als wir in ein Seenebelgebiet geraten sind, bei rauem Wellengereite und relativ küstennah. Da galt es die Hiddenseefahrrinne nicht zu verfehlen, ansonsten bleiben wir analog.
OK, Windfinder greifen wir natürlich digital ab, eher die Strömungskarten, als die lokalen Stationen. Aber das liegt daran, dass wir keine Lust haben, unötig in Hack zu geraten.

Die angehängten Bilder zeigen mein Einsteigerboot ...

Starke Leistung, gefällt mir ausgesprochen gut, handwerklich, wie kreativ.
Wenn DAS dein Übungsboot war, steht deiner Jantar ja einiges bevor.

Frage - welche Funktion haben diese halbrunden Teile mit dem Plexiglas?

VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

07.11.2018 07:17
#55 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Moin in die Runde, moin Eric,

gestern kam meine neue Plexiglasplatte XT in schwarz 60x60 (für die Kochmulde) unbeschadet bei mir an.

Ließ sich dann problemlos mit Kreissäge und Rotationschleifer in Form bringen.Schleifschwämme mit verschiedenen Körnungen sorgten dann für sehr feine Kanten.

Die Verarbeitung funzte wie bei Holz.

Mal sehen wie sich die Platte im Dauereinsatz bewährt.





Einen schönen Sonnenuntergang gab es noch dazu.

@Eric: die halbrunden Regale passten leider platztechnisch nicht in mein altes Boot. Es handelte sich dabei um geerbte Standuhrendeckel mit Mahagoni furniert die mich zur maritimen Verwendung irgendwie herausgefordert haben...


VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

08.11.2018 16:52
#56 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #55
Moin in die Runde, moin Eric,

gestern kam meine neue Plexiglasplatte XT in schwarz 60x60 (für die Kochmulde) unbeschadet bei mir an.


Hallo Frank, Klingt ja schwer nach Amazon. Wo bestellt? Tönung passt exakt - und, ich hatte doch Recht oder? Sieht gleich ganz anders aus.

Mal sehen wie sich die Platte im Dauereinsatz bewährt.

Im rauen Segelalltag, gerade bei Wanderfahrten, nehmen wir die meist raus. Das liegt auch daran, dass ich für den Doppelkocher eine Topfsicherung fahre, so dass man auch mal bei Lage und Welle ein Käffchen kochen kann, ohne dass der Teekessel vom Kocher rutscht.
Mit den Sicherungen geht dann der Deckel nicht zu und die Dinger jedesmal abfummeln ist zu umständlich.
Ohne die Sicherungen passt der Kocher genau untern Deckel.

Sobald das Bootchen wieder aufgeräumt ist, kommen die Plexiglasdeckel wieder rein und dann wird da in dieser gelungenen Pantry auch nichts vollgekrämpelt.

Ließ sich dann problemlos mit Kreissäge und Rotationschleifer in Form bringen.Schleifschwämme mit verschiedenen Körnungen sorgten dann für sehr feine Kanten.

Mit welchem Blatt geschnitten und wie schnell? Irgendwelche Kühlmassnahmen?

Die Verarbeitung funzte wie bei Holz.
Nicht meine Erfahrung. Egal, welches Holz, da ist mir noch nie was verklebt, wenn der Schnittt zu heiss wurde. Bei Plexiglas schon.


@Eric: die halbrunden Regale passten leider platztechnisch nicht in mein altes Boot. Es handelte sich dabei um geerbte Standuhrendeckel mit Mahagoni furniert die mich zur maritimen Verwendung irgendwie herausgefordert haben...

Hast du etwa keine Standuhr an Bord?

VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

09.11.2018 12:28
#57 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Hallo Eric,

die Reaktion auf Wärme ist bei Plexi natürlich deutlich differenzierter als bei Holz

Hab auf meiner Kreissäge ein Videablatt für Holzschnitt drauf.  Ist zwar eine Todsünde damit Kunststoffe zu sägen aber das einmal war okay.
Hab damit auch die Rundungen in den Ecken Freihand vorgeschnitten. Danach nur noch geschliffen.
Stichsäge und Bandschleifer sind ungeeignet da sie zuviel Wärme einbringen. Vielleicht hatte ich aber auch kein gutes Stichsägenblatt.
Aus meiner Erfahrung heraus würde ich jedem empfehlen sich vorsichtig ans Material heranzutasten bis man das geeignete Werkzeug gefunden hat.

Die Platte hab ich natürlich aus dem Netz. Mein Mainplace ist die 'Große Bucht'. Wo sonst? Irgendwo hinlaufen? Nervt nur.
Und die Preise sind einfach unschlagbar.
Recherche, Bestellvorgang und Anlieferung ebenfalls sehr komfortabel und toppi.

Eine Ausnahme würde ich allerdings bei den Seitenscheiben machen. Da ist die beste Adresse FSA bei uns am SM.

Meine neue Plexiplatte ist tiefschwarz auch wenn man sie gegen das Licht hält. Die Originalplatten sehen auch schwarz aus wirken aber gegen das Licht leicht bräunlich und lichtdurchlässiger. Da wo sie hingehören, nämlich auf den Küchenblock, fällt der Unterschied aber nicht auf. Wenn man es ganz genau haben will muss man halt alle 3 Platten aus dem gleichen Material neu machen.

Der Gesamteindruck sieht einfach edel aus.

Für unsere Bedürfnisse reicht eine Kochplatte aus. Hat den Vorteil dass noch eine Bestecklade daneben passt.
Vielleicht kann ich sie aus den Resten der Plexiplatte bauen. Mal sehen.....

Auf der Geronimo, die aktuell im Netz angeboten wird, gibt es eine ähnliche Lösung in Holz.

VG Frank

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

09.11.2018 17:59
#58 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Zitat von Frank 09 im Beitrag #57
...

Die Platte hab ich natürlich aus dem Netz. Mein Mainplace ist die 'Große Bucht'. Wo sonst? Irgendwo hinlaufen? Nervt nur.
Und die Preise sind einfach unschlagbar.
Recherche, Bestellvorgang und Anlieferung ebenfalls sehr komfortabel und toppi.


Hallo Frank, mit Links hast du es wohl nicht so?

Auf der Geronimo, die aktuell im Netz angeboten wird, gibt es eine ähnliche Lösung in Holz.

In welchem Netz? Einziger Treffer mit "Geronimo" ist die riesige Jütanlage der FSA.

Eine Ausnahme würde ich allerdings bei den Seitenscheiben machen. Da ist die beste Adresse FSA bei uns am SM.

Ich weiss, haben sie hier auch schon mal vorgestellt, bzw auf ihrer Website.
Ist akzeptabel, auch handwerklich sauber ausgeführt.

Die handwerkliche Perfektion der Originalscheiben wird dabei nicht erreicht. War sicher auch nicht beauftragt.
Hier hängt die Messlatte nämlich richtig weit oben.

Worin sich Original und Zweitscheiben unterscheiden, hatte ich ja beschrieben.
Diese handwerkliche Perfektion der Polen ist nicht notwendig, um wieder seitlich ins Freie gucken zu können und in Deutschland sicher auch unbezahlbar, aber es ist eines der auffälligsten Designhighlights der kleinen Yacht, sowas wie ihr Markenzeichen.
Die Jantar hat ja über viele Jahre aus dem Einheitsbrei der Kleinkreuzergurken herausgeragt, da liegt es doch auf der Hand, sie nicht zu verbasteln. Gerade wegen ihrer Formensprache kann man sie heute noch auf mehrere Seemeilen unterscheiden. Verwechslungsgefahr besteht nicht, höchstens mit ihren kleineren und größeren Schwestern.

Nach vielen Jahren der Billiglösungen hat man heute auch bei Kleinkreuzern verstanden, wie sehr die Scheiben das Bild einer Yacht prägen und gibt sich entsprechend Mühe und das gilt wieder allen voran für polnische Yachten (und slovenische), während man bei Jeanneaus Sun 2000 nur Schiessscharten einbaut und bei Dehlers Rotkäppchennachschlag gleich mal ganz auf Scheiben verzichtet.

Wer sich ansonsten mit polnischen Handwerkern rumplagen muss, kann sich nur wundern, dass die Jungs auch mal was draufhaben, was wir Deutschen offenbar nicht können.

Keine Ahnung, wo und bei wem Jantar die Scheiben bauen liess, die Spur scheint verloren. Aber die hatten es echt drauf.
Im Gegensatz zu den Handwerkerdarstellern auf der Baustelle, habe ich von polnischen Handwerkern im Bereich Bootsbau eine sehr hohe Meinung.

Ich habe mir bei einem früheren Boot mal in Stettin beim Maststellen die Oberwanten geschreddert und dort wurde mir am Sonntag! ein Satz neue Wanten gebaut, tadellos in der Ausführung, auf den Millimeter genau, unfassbar sofort und bezahlbar.

Bei uns hat sich ein Sportfreund mit einer grossen Yacht von einem hier ansässigen Spezialisten für Bootsscheiben neue Yachtfenster machen und einbauen lassen, weil die machen ja den ganzen Tag nichts anderes, das ist ja ihr Job, den werden sie ja wohl draufhaben.
Verlinke ich mal nicht und um ehrlich zu sein, ich hätte die beuligen Dinger wieder rausgeschraubt und den Experten um die Ohren gehauen.

Und Jantar hat ja das Design nochmal getoppt, denn die letzte Version hat flächenbündig versenkte, nur geklebte Scheiben.
Das lässt sich leider nachträglich nicht herstellen, ohne sichtbare Spuren am farbigen Keil des Kajütaufbaus zu hinterlassen.


Meine neue Plexiplatte ist tiefschwarz auch wenn man sie gegen das Licht hält. Die Originalplatten sehen auch schwarz aus wirken aber gegen das Licht leicht bräunlich und lichtdurchlässiger. Da wo sie hingehören, nämlich auf den Küchenblock, fällt der Unterschied aber nicht auf...

Wahrscheinlich nicht und ich gehe jede Wette ein, dass die Hälfte der Jantarianer noch nicht mal bemerkt haben, wie extrem aufwändig und hochwertig so manche Details daherkommen und dass man lange suchen muss, um solche Lösungen im modernen Yachtbau wiederzufinden.

Bei mir war es so, dass mir aus Revierregatten zunächst die Segeleigenschaften bekannt waren. So gab es einige Jantars, mit denen wir schwer zu tun hatten. Bei unseren Seereisen hatten wir ein paarmal gut die Jacke vollbekommen und uns nach mehr Sicherheit gesehnt. Trailerbar sollte sie sein und im Idealfall slipbar, OK, das ist sie und als klar war, wie wohnlich sie rüberkommt, wollten wir unbedingt.
Was mir bis dahin nicht klar war, wie selten sie ist und dass es Unterschiede gibt, wie man eine Yacht nutzt und hegt und pflegt oder eben nicht.

Insofern ist das vielleicht alles total unwichtig, aber ich finde es eben ganz witzig, wenn man Design bemerkt, wo es einem begenet, vor allem in so einer eigenen Formensprache und dann losrennt und sich extra die fehlende Platte in Plexiglas nachbaut und sich dann freut, dass man diese gelungene Pantry wieder hergestellt hat.
Ich finde es mutig und durchaus interessant, sich ein völlig neues Innenkonzept zu überlegen, so wie Kai und das handwerklich sauber ausgeführte Ergebnis ist echt verblüffend. In der Scheibenfrage ist es durchaus nachvollziehbar, sich Scheiben einbauen zu lassen, durch die man wieder was durchsieht, wenn die Sonne raufscheint - wobei ich dann eh meist draussen sitze.
Ich schiebe die Entscheidung - solange die hochwertig gebauten Originalscheiben immernoch so perfekt dicht sind, bleiben sie.

Wenn man es ganz genau haben will muss man halt alle 3 Platten aus dem gleichen Material neu machen.
Man könnte noch die Kante vergolden...

Der Gesamteindruck sieht einfach edel aus.

Ja, ist für viele sicher total Banane, ich finde es cool. Jetzt bloss nicht alles vollkramen. (passiert ganz von alleine)

Für unsere Bedürfnisse reicht eine Kochplatte aus.

Hatten wir auch lange, man kommt zurecht. Aber eins fix hat man sich an die zwei Flammen gewöhnt. Ist aber nicht kriegsentscheidend, genausowenig wie die Frage, welche Scheiben man sich einbaut. Ist nur Steggeplauder...

Hat den Vorteil dass noch eine Bestecklade daneben passt.
Ich glaube, wir haben auch mehr Besteck.
Div. Teller, Tassen, Eierbecher, Getreideschalen und Saftgläser landen bei uns in dem Abwaschbecken, French Coffee-Pressglaskanne, Wasser-E-Kocher, und Campinggeschirr nebst div. Pfannen und Zusatztöpfen, Salatschüsseln und Nudelsieben usw, vermölt nach Farben sortiert das Schapp unterm Abwasch und den vorderen Teil der grossen Schublade unter der Plicht.

Wir kochen jetzt auch nicht so doll, überwiegend wollen wir ja segeln, aber wir haben schon unseren Spass daran, das auch mal ein bisschen zu zelebrieren. Dazu gehört auch mal, den Kocher rauszunehmen und auf dem Steg zu kochen oder in der Plicht. Weisses Tischtuch und Weingläser kommt auch vor, genau wie Frühstücksei UND Toast UND Kaffee und das möglichst zeitgleich. Da ist ein Zweiflammer schon mal ganz hilfreich.

Ausser im Frühjahr zur ersten und im Herbst zur letzten Regatta, fahren wir das ganze Geraffel auch in den Wettfahrten spazieren. Wir bleiben praktisch übernachtungsklar, kommen auch manchmal von draussen. Nur für die Urlaubsreise packen wir offenbar nochmal eine Tonne Gerödel dazu, denn der Wasserpass taucht ab, wenn wir startklar sind. 1350 kg hatten wir mal am Travellift gemessen Ohne Personal.
Sollte man wissen, wenn man trailert.

VG Eric

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

10.11.2018 11:06
#59 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Moin in die Runde,

Plexiglas XT schwarz gibt es bei hbholzmaus (Ebay)

Die Geronimo wurde in den letzten Tagen bei Ebay - Kleinanzeigen inseriert.
Ist wohl verkauft.


VG Frank

Frank 09 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 117

24.11.2018 11:55
#60 RE: Suche Jantar 21 Zitat · Antworten

Moin moin,

hier mal meine mobile WC-Lösung:
die 'tonnenschwere' Schublade rausgenommen und so einen tollen Platz für das kleinste Porta Potti Modell geschaffen.

Mit Kugelschnappern eine Mahagoni Blende davor plaziert. So ist die Toilette nicht in der direkten Ansicht und vor Herausrutschen gesichert.

Das die Niedergangsstufe auf der Oberseite leider etwas ausgeblichen ist ist dem Plexi-Schott geschuldet.

By the way, suche noch nach einer guten Lösung dieses Doppelschott sinnvoll und Materialschonend in der Kajüte zu verstauen.

Wie habt ihr das gelöst?



VG Frank



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