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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 258 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

05.07.2018 09:35
Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Mal sieht die Kielführung bei hochgeholtem Kiel so aus, wie es sein sollte:

Das nächste Mal dann aber wieder so:

Und so sieht es aus, wenn der Kiel ganz unten ist:

Wie kann solches zustande kommen? Fädelt die Kielführung unten falsch ein, oder was kann sonst der Grund sein, dass das Führungsblech hinter die Führungsschiene gerät und nicht vor ihr bleibt? Hat sonst noch jemand dieses Problem?
(Da kupferfarbene ist nur Fett, das ich zum besseren Gleiten draufgeschmiert habe).

Helmut|addpics|llg-3-d255.jpg,llg-4-7658.jpg,llg-5-4815.jpg|/addpics|

Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

05.07.2018 15:42
#2 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Hallo Helmut, ich kenne das Problem, seit diesem Jahr leider auch, bei mir ist nach einem Reifenplatzer am Anhänger auf der Autobahn das Boot aufgesessen. Dabei ist an der Führungsscheine unten ein Stück abgebrochen und die Führungsrolle aus dem Laminat gebrochen. Momentan einfach den Kiel ein paar cm weniger ablassen, bevor es im Herbst wieder in die Werft geht.

Kai Einfeldt Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 22

05.07.2018 16:08
#3 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Ach ja, und Du kannst vom Bootsbauer den Endkopf der Führungsschiene größer machen lassen, das dieser nicht mehr rausrutscht.

Bond Offline

Neues Mitglied

Beiträge: 2

05.07.2018 20:49
#4 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Moin Helmut,
Das Problem hatte ich bis vor kurzem auch.
Da ich über den Winter meine Jantar komplett überholt habe und dabei auch den Gußkiel gezogen hatte, habe ich mich auch diesem Problem gewidmet.
Ich habe hier ein neues 4mm Edelstahlblech bestellt, das alte Blech als Vorlage genutzt und im oberen Bereich das neue so vergrößert, das im Bereich der Führungschienen an beiden Seiten noch ca. 7mm Luft bleibt. Neue Löcher für die Befestigungen und Laufrollen gebohrt und alles wieder montiert. Nach dem ich dann den Kiel komplett wieder saniert hatte, (entrosten , 2-Komponenten Epoxy, Spachteln, wieder Grundieren und zu guter letzt VC 17m ) war es endlich wieder soweit den Kiel wieder einzusetzen. Der Kiel rutschte mit etwas Fett schon wieder in den Kielschacht. Auch nach mehrmaligen rauf und runter, keine Probleme mehr mit klemmenden Kiel oder vor / hinter der Führungschiene rutschendem Kiel.

Gruß

Andreas

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

06.07.2018 17:24
#5 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Hi Andreas.
Danke für den Hinweis.
Leider habe ich den Kiel schon vor einiger Zeit mal gezogen; dabei aber nicht dieses Führungsblech am Kielkopf gegen ein etwas breiteres ausgetauscht, denn damals hatte ich dieses Problem noch nicht.

Hi Kai.
Ebenfalls Danke für Deinen Hinweise.
Werde Deinen den Rat befolgen und den Kiel nicht mehr ganz nach unten lassen (Mache mir eine Marke auf das Kielfall).
Das wird aber leider zur Folge haben, dass der Kiel in dem an der Durchführung am Bootsboden befindlichen Niro-Führungrahmen beim Segeln etwas hin und her wackelt ("Kielklappern").

Ich frage mich natürlich, wie soetwas zustande kommt, denn einen Crash wie Kai ihn hatte, habe ich nicht gehabt. (Auch keine Grundberührung)

Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

01.08.2018 12:30
#6 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Hi, für mich sieht es aus, als hätte die Kielführung mal ein Ding abbekommen. Die ist leicht verdreht und da die Leitschienen nur aus Alu sind, hat die leicht verbogene Kielführung auch schon die Leitschienen verbogen und ein ziemliches Teil davon weggesäbelt. Die Leitrollen haben es auch schon hinter sich.
Es gibt eine Frontleitrolle im Kielführungsteil, die rollen soll. Da nutzt Fett in diesem Bereich wenig, zumal man ja einen weiten Teil unter Wasser garnicht fetten kann.

Die gesamte Kielleiteinrichtung ist so konstruiert, dass sie im Schadensfall nachgibt, sprich kontrolliert verbiegt und eben nicht mit einem Hebelarm von 1,30 m durch den Kielkasten bricht. Das bedeutet aber auch, dass so eine Verbiegung wieder gerichtet werden muss, wenn der Kiel wieder sauber in der Führung laufen soll. Passiert das nicht, fräst sich eine auch nur leicht nach achtern verzogene Kielführung langsam durch die Aluleitschienen, egal, wieviel Fett oder Silikon man da ranschmiert.
Die vorgesehenen Sollschwachstellen betreffen auch die Schraubenbereiche der Kielführung-Kieloberteil-Verbindung. Das ist echt genial gelöst, denn der Konstrukteur lässt hier lieber die gezielte Verbiegung zu, als dass die Schrauben wegreissen.
Die Bilder der FSA zeigen, dass das nicht immer klappt, aber dass eine Jantar nach einem Schaden den Kiel verloren hat, habe ich noch nicht gehört.
Das ist eher moderneren Serienyachten vorbehalten.

Also sind nicht die weggehobelten Leitschienen das Problem, sondern die zeigen nur, wo das Problem sitzt.
Diese Leiteinrichtung hat hohe Toleranzen, wenn also Fräsarbeiten und Leitschienenverbiegungen zu sehen sind, nutzen weder Fett noch grösser Bleche, dann ist naheliegend, dass da was gerichtet werden muss.

VG Eric

Interessant ist die auf den Kielkastenkranz aufgeschweisste Stange. Was soll die bewirken?
Zumal sich bei stehendem Mast eine viel stärkere und belastbarere Stange in unmittelbarer Nähe befindet - der vordere Mastfussbolzen.

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.08.2018 22:01
#7 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Hi Eric.
Wie auf einem der Fotos zu sehen ist, hängt an der aufgeschweissten Querstange ein (Kugellager-)Block. Dieser dient dazu die Aufholeleine für den Kiel sauber zu führen: Große Trommel - dieser Block - Leitöse - Hebelklemme. Die Reibung auf dem Kranzblech (vor der Leitöse) sollte dadurch vermieden werden, damit die ganze Sache leichtgängiger wird. Hat aber leider nichts gebracht.
Die Frage, die mich bewegt ist, wie kann dieses Führungsblech mal vor und mal hinter die Leitschiene kommen? Fädelt es oben oder unten falsch ein, oder rutscht es irgenwo in der Mitte auf die falsche Seite?
Abhilfe ist klar: Breiteres Führungsblech. Auch Leitschienen mit längeren Schenkeln könnten helfen. Aber das wäre viel aufwendiger zu montieren.
Ich achte jetzt beim Kiel ablassen aus oberster Stellung immer darauf, dass die "Ohren" richtig auf der Vorderseite der Aluschienen einfädeln.
Seit meiner ersten Anfrage zu diesem Problem ist daher diese "Fehlstellung" auch nicht wieder passiert.
Das obere Ende der einen Aluschiene habe ich selbst etwas nach hinten verbogen, damit beim Kielablassen das Führungsblech leicher auf der Vorderseite der Schiene reinrutscht.
Dass das Kieloberteil NICHT verbogen ist, da bin ich mir ziemlich sicher: Hatte den Kiel vor einigen Jahren gezogen, dabei aber keinerlei Verbiegung des Kieloberteils festgestellt und bin seither auch nie ernsthaft wo aufgelaufen. Auch die Aluschien zeigen keine "Hobelspuren".
Danke für die vielen Tipps.
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

08.08.2018 11:52
#8 RE: Kielführung mal vor, mal hinter der Führungsschiene Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #7
Hi Eric.
Wie auf einem der Fotos zu sehen ist, hängt an der aufgeschweissten Querstange ein (Kugellager-)Block. Dieser dient dazu die Aufholeleine für den Kiel sauber zu führen: Große Trommel - dieser Block - Leitöse - Hebelklemme. Die Reibung auf dem Kranzblech (vor der Leitöse) sollte dadurch vermieden werden, damit die ganze Sache leichtgängiger wird. Hat aber leider nichts gebracht.


Hallo Helmut,

Wenn das Kielfall entgegen dem Uhrzeigersinn auf der Trommel sitzt, die holende Part also von vorne kommt, ergibt sich ein relativ flacher Winkel, der über die hintere Kante des Kranzbleches gleiten müsste. Ansonsten stimmt natürlich, dass es nicht unbedingt erleichternd wirkt, wenn man noch einen Umlenkpunkt mit zusätzlichem Reibungsverlust einbringt. Wenn man Reibung in diesem System verringern will, ist eher die untere Umlenkrolle interessant, die ja die meiste Zeit unter Wasser ist und entsprechend vernachlässigt wird. Auch die Führungsrollen sehen mir ziemlich gequetscht aus. Die sollen aber den Kiel mittig führen.

Die Frage, die mich bewegt ist, wie kann dieses Führungsblech mal vor und mal hinter die Leitschiene kommen? Fädelt es oben oder unten falsch ein, oder rutscht es irgenwo in der Mitte auf die falsche Seite?

Kann beides sein. Dass die Führungsschienen angefressen sind, sieht man auf den Bildern. Leider sind die mit Stehbolzen verschraubt.
Bevor du da rangehst, würde ich die erst ein paar Tage mit einem Kriechöl hätscheln. Vielleicht lassen sich dann die Schienen austauschen, ohne die halbe Kielverkleidung abzumachen. Bei uns ist ziemlich viel Bewegung durch vorbeifahrende MoBo-Deppen. Ich lasse das Kiel deshalb unten, da die Jantar mit aufgeholtem Kiel so sehr rollt, dass der Mast in Gefahr ist, mit dem Nachbarmast zusammenzuknallen.

Gibt ganz gute Gleitsprays für den Marineeinsatz, damit würde ich anfangen, dann die untere Umlenkrolle (Draht) aufpäppeln, die haben manchmal ein ausgelutschtes Achsloch und auf jeden Fall neue Führungsrollen einbauen, dann sollte es besser gehen.

Abhilfe ist klar: Breiteres Führungsblech. Auch Leitschienen mit längeren Schenkeln könnten helfen. Aber das wäre viel aufwendiger zu montieren.
Ich achte jetzt beim Kiel ablassen aus oberster Stellung immer darauf, dass die "Ohren" richtig auf der Vorderseite der Aluschienen einfädeln.


Normalerweise müssen die das von alleine machen, da der Kiel ja dann bereits im Kielkranz läuft und durch mehrere Rollen und den mächtigen Hinterkantenklotz geführt wird. Aber genau dort haben die Schienen bei dir ihre abgeschliffene und verbogene Kante.
Wenn du also den Kiel nur zum Slippen ganz aufholst und ansonsten die Führungsmimik in der Schiene belässt, solltest du mit ein paar Schuss Marinespray (alle paar Wochen) und neuen Rollen hinkommen. Die Schienenbaustelle hebst du dir auf, wenn du mal den Kiel rausbauen musst.
Das musst du nämlich dafür auf jeden Fall.

Seit meiner ersten Anfrage zu diesem Problem ist daher diese "Fehlstellung" auch nicht wieder passiert.
Das obere Ende der einen Aluschiene habe ich selbst etwas nach hinten verbogen, damit beim Kielablassen das Führungsblech leicher auf der Vorderseite der Schiene reinrutscht.


naja - auf einem der Bilder ist zu sehen, dass die ganze Mimik wegdreht. Dadurch ergibt sich genügend Streckenverkürzung, dass die Mimik über die nach hinten gebogene Kante rutschen kann. Auf diesem Bild ist auch zu sehen, dass der Kiel offenbar einseitig anliegt. Das sollen eigentlich die Kielführungsrollen so vergleichmässigen, dass beide Schienen an der Führungsarbeit beteiligt sind. Bis du neue Rollen hast, könntest du also mit einem Hartholz nachhelfen, den Kiel an genau diesem Punkt vor dem Ablassen mittig auszurichten. Dann rutscht er auch nicht hinter die Schiene. die Rückbiegung vorsichtig zurückschlagen. Dadurch verlängert sich die Auflagefläche wieder. Sind nur Millimeter, sollte aber helfen.

Dass das Kieloberteil NICHT verbogen ist, da bin ich mir ziemlich sicher: Hatte den Kiel vor einigen Jahren gezogen, dabei aber keinerlei Verbiegung des Kieloberteils festgestellt und bin seither auch nie ernsthaft wo aufgelaufen.

Das ist doch gut, dann hast du gute Chancen, das mit den beschriebenen Massnahmen hinzubekommen.


VG Eric

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