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Dieses Thema hat 15 Antworten
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 Reviere
Seiten 1 | 2
eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

19.03.2018 09:41
Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Was soll man davon halten - da steht man bereit, der kleinen Jantar das Mäntelchen zu polieren und das Unterwasserschiff anzumalen und da hackt es eisige Ostwindböen durchs Freilager, dass man sich Sorgen um die Haltbarkeit der Planenabspannung macht.
Nee - dann lieber wieder rein in die muggelig warme Karre, Sitzheizung auf Anschlag, Panoramadach auf und ab in unser zauberhaftes Nachbarrevier, keine dreiviertel Autostunde von der dicken Stadt entfernt.

Dort gibt es eine geheimnisvolle Binnendüne, auf deren Höhenkamm man unbegrenzt weit in ein Meer aus Wald und Seen schauen kann und wenn man ganz genau hinschaut, sieht es aus wie...

Hiddensee, wir kommen!

VG Eric

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

28.03.2018 20:21
#2 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Für mich ist es ein kleiner Traum, 1x von Rostock über Darßer Ort nach Hiddensee / Rügen mit meiner Jantar zu Segeln.
Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann ein mal.

Gerade erst wurde ja ein neuer Nothafen für den Darß beschlossen :)

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.03.2018 09:50
#3 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #2
Für mich ist es ein kleiner Traum, 1x von Rostock über Darßer Ort nach Hiddensee / Rügen mit meiner Jantar zu Segeln.
Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann ein mal.

Gerade erst wurde ja ein neuer Nothafen für den Darß beschlossen :)


Never ending story.
Ist schon eine harte Ecke, gerade weil sie als Schwerwetterecke schon unzählige Segler in Bedrängnis gebracht hat. Aber solange es Molchen und Lurchen und überzähligen Rot- und Schwarzwild gut geht und die Jungs und Mädels vom Umweltschutz nicht von lärmenden und schmutzenden Seglern belästigt werden, wenn sie sich an den schönsten Plätzen der Ostsee (Ruden, Oie, Darßer Ort...) die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, ist doch alles OK.
Wen stört da der ums Überleben kämpfende Wassersportler draussen in weiss kochender See. Soll er doch zu hause bleiben und Tierfilme gucken.

Die Aufgabe der Umweltschützer scheint darin zu bestehen, Zugvögel zu quälen. Wie sie das machen, haben sie uns auf der Oie gezeigt. Aber ich weiss nicht, wir leben in einer digitalisierten Welt, man kann jeden Köter chippen und muss Zugvögel noch immer in Netzen fangen und die traumatisierten Viecher in Beutel stopfen um sie zu zählen?!
Und dann macht das einer und die 10 anderen liegen in der Sonne?

Aber zurück zur Tour.

Du hast ein Trailerboot, das kann man trailern. In Ribnitz Damgarten eingesetzt, fährst du innen durch, durch eine der traumhaftesten Landschaften, mitten im Nationalpark (ich sage das jetzt mal leise, bevor sie es verbieten) und kannst jederzeit in kleinen Häfen anlegen, Fisch essen und rüberlaufen zur Ostsee an einen der schönsten Badestrände Deutschlands. Ich hoffe, hier lesen keine Timmendorfer mit oder touristengeplagte Warnemünder. und von dort aus hast du Rügen vor der Tür und die Rügenschen Bodden, Hiddensee nebenan, den Greifswalder Bodden, alte Hansestädte und stille Winkel und während draussen die See tobt, liegst du am Schilfrand und erholst dich.

Man kann in dieser Landschaft ganze Urlaube vertrödeln
Übrigens - wenn du glaubst, das sei ein anspruchsloses Revier für Sonntagssegler - wir haben dort schon mehr als einmal die Jacke ordentlich vollbekommen.

Aber wie sagt man so schön - das Abenteuer beginnt am Ende der Mole.
Damit ist Ablegen gemeint und losfahren, nicht unbedingt die Hafenrally gegen Motorsegler nach dem Öffnen der Ziegelgrabenbrücke.
Obwohl das in den Sommerferien auch Abenteuer ist. Eher ein abenteuerlicher Blick in die Auswüchse der deutschen Ellenbogengesellschaft.
Nur einen Wimpernschlag entfernt von sportlicher Fairness und Hilfsbereitschaft beim Anlegen, selbst in strömendem Regen.

Der Ziegelgrabenbrückendompteur hat einen grossen roten Knopf, auf den steht "ZU!!!"
Da drückt der auch drauf, wenn seine Atomuhr 20.14,99 Uhr zeigt, ihm doch egal ob da noch eine handvoll Yachten auf die aufgeklappte Klappbrücke zurast. Da kennt der nix. Schliesslich hat er eine Vorschrift.
Da darf man nicht böse sein, das ist ein speziell deutsches Brücken- und Schleusenwärter-Gen, da können die nichts für.

Hier kann die Jantar punkten. Mastlegen, durchrutschen, Maststellen und rüber nach Hidde.

VG Eric

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

29.03.2018 12:44
#4 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Naja da ich mit meiner Jantar in Rostock liege, will und könnte ich mir den Aufwand Sparen mit Slippen Trailern Maststellen und allem was dazu gehört.
Aber das Bodden Revier ist sicher super! Auch das steht auf meiner Wunschliste.

Bis zum Eingang in den Bodden sind es sicher nur ein laaaannnngger Tagestörn.

Letzes Jahr habe ich Kühlungsborn und zurück an einem herlichen Tag gemacht.

In dieses Saison will ich auch noch einmal Gedser & Back an einem Wochenende schaffen :)

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.03.2018 14:39
#5 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #4
Naja da ich mit meiner Jantar in Rostock liege, will und könnte ich mir den Aufwand Sparen mit Slippen Trailern Maststellen und allem was dazu gehört.


Dann hättest du dir ja auch ein richtiges Boot kaufen können und keinen trailerbaren Hubkieler. Das ist doch grade der Witz bei diesem Bootstyp in dieser Größe. Als Alleinsegler wäre mir das auch zuviel. Aber schon mit einer Zweiermannschaft ist das alles bestens handelbar.

Aber ich gebe dir insofern Recht, dass wir bei uns im Binnenrevier auch Entfernungen tapfer durchmotoren, solange sie noch innerhalb einer Tagesreise liegen.
Ist ja alles miteinander verbunden. Praktisch wie bei dir. Wenn man es genau nimmt, ist es sogar das selbe Revier.

Aber das Bodden Revier ist sicher super! Auch das steht auf meiner Wunschliste.

Gibt einen kleinen Nachteil - das Revier ist zwar gross aber tiefgangsbegrenzt. Eigentlich ein Zeesbootrevier. Aber es ist so einmalig schön, dass man gerne in Kauf nimmt, oft an die Tonnenreihe gebunden zu sein. Auf gar keinen Fall einer Zeese hinterhersegeln.

Bis zum Eingang in den Bodden sind es sicher nur ein laaaannnngger Tagestörn.

Vor allem ein riskanter. Deshalb ist ja dort ein Hafen so wichtig. Bei überwiegend Westwindlage macht der Rückweg sicher mehr Spass.


Letzes Jahr habe ich Kühlungsborn und zurück an einem herlichen Tag gemacht.

Verstehe. Und was hast du nachmittags gemacht?


In dieses Saison will ich auch noch einmal Gedser & Back an einem Wochenende schaffen :)

Wieso back? Nach Gedser gedser erst richtig los. Bis dahin ist das doch nur Containerschiffautobahn. Danach kommt Natur und niedliche kleine Städchen - wobei für uns hier in der dicken Stadt so ziemlich alles ein niedliches kleines Städtchen ist.

Bei uns reisen ja manchmal externe Regattateilnehmer an und da gucke ich ehrfürchtig zu, wenn die ihr Boot reinschubsen und keine 20 Minuten später zu den ersten Trimmschlägen aufbrechen. Da heben die aber schon den Trailer eingeparkt und ein Begrüssungsbierchen intus. Das kann ich nicht.

Aber trotzdem. Die Jantar ist ganz klar ein Trailerboot, sollte man ruhig mal ausprobieren. Ich bin von hier aus in wenigen Stunden am Achterwasser. Mache ich das über die Flüsse und Kanäle und übers Haff, sind schon mal 3, eher 4 Tage Urlaub weg. Auch die Rückreisesituation entspannt sich. Urlaub zu Ende? Chef trommelt schon? Niemand ist gezwungen, in eine instabile Gewitterlage rauszusegeln. Holt man halt die Karre und den Trailer.

Ach ja und Hiddensee in der Saison. Vorm Hafen kreiseln ab mittags ankommende Kielboote, während sich drinnen die Steghocker bei schönstem Segelwetter am Dalben festbeissen. Gerne wochenlang. Mit gehisster Sachsenfahne, frisch geföntem Pudel und frisch gefönter Bordfrau...
Die fliegen im Frühjahr ein und legen im späten Spätsommer wieder ab, aber zeigen dir gerne, wie schon sie ihre Anlegeenden zu Schnecken drehen.

Mir ist natürlich vollkommen klar, wie die Fischköppe über die blöden Bulletten denken, wenn sie am Wochenende mal eben nach Hidde übersetzen und da berlinert alles lautstark durch den Hafen, dass es einem die Schuhe auszieht.
Tschuldigung. Ist eben auch für uns voll schön.

Der Hafen ist voll? Nicht für eine Jantar und wenns doch mal vollvollvoll ist, zieht man halt den Kiel hoch und legt sie ins knietiefe Wasser.

VG Eric

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

01.04.2018 18:08
#6 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zum Thema Boot:

Ich habe auf meiner Jantar quasi Segeln gelert, als alter Segler und Kiter war das kein Problem :)
Zudem wollte ich Segelboot haben, welches Trailerbar ist damit ich es auf meinem Grundstück "Parken" kann.

Der Vorteil für mich liegt ganzklar in einigen Eigenschaften:
- Hubkiel, ich kann auch mal auf Grundlaufen, Kiel Hoch läuft wieder.
- Ich merke jede falsche Segeleinstellung sofort im Speed und Bootsbewegung > Rückmeldung genial.
- Die Jantar lässt sich Sportlich Segeln
- Ich kann Sie komplett Einhand bedienen
- Zudem habe ich eine kleine Kajüte und Sie ist einigermaßen Seefest.

Gedser:
Ja die Landschaft hinter Gedser ist Traumhaft, evtl. zieht es uns dann auch etwas weiter, aber dafür möchte ich mind. einen Mitsegler an Bord haben.
Alleine mache ich solch eine Tour vorerst nicht.

Meine Anschaffung für diese Langen Schläge war im Herbst ein Pinnenpilot, der Wartet noch auf den Einbau im Winter :)

Kühlungsborn:
Wir hatten nicht zuviel Wind und haben wirklich den Ganzen Tag gebraucht.
Und da ich schon ca. 1h benötige bis ich in Warnemünde bin vergeht die Zeit wie im Flug und Motoren kommt für mich nicht in Frage, ist ja nen Segelboot!

Mario Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 37

01.04.2018 19:42
#7 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Ist zwar ein anderes Gebiet aber ich würde gerne nächest Jahr mal nach Zeeland in den Niederlanden! Hat jemand Erfahrung ?

Gruß

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

16.04.2018 16:54
#8 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #3
Du hast ein Trailerboot, das kann man trailern. In Ribnitz Damgarten eingesetzt, fährst du innen durch, durch eine der traumhaftesten Landschaften, mitten im Nationalpark (ich sage das jetzt mal leise, bevor sie es verbieten) und kannst jederzeit in kleinen Häfen anlegen, Fisch essen und rüberlaufen zur Ostsee an einen der schönsten Badestrände Deutschlands. Ich hoffe, hier lesen keine Timmendorfer mit oder touristengeplagte Warnemünder. und von dort aus hast du Rügen vor der Tür und die Rügenschen Bodden, Hiddensee nebenan, den Greifswalder Bodden, alte Hansestädte und stille Winkel und während draussen die See tobt, liegst du am Schilfrand und erholst dich.


Eric, so sehr ich deine Einlassungen im Großen und Ganzen schätze, ärgere ich mich schon seit 4 Jahren über diesen Spruch "...dass die Jantar 21 trailerbar ist..." Der Spruch hat mich schon damals sehr getroffen. Für viele hat es halt nur für ein Boot gereicht. Viele haben Familie, einen vieleicht nicht so gut bezahlten Job, ein Haus ab zu bezahlen oder plötzlich eine Mietsteigerung um 250% bekommen. Und selbst wenn es für einen Trailer gerade noch reicht, wohin dann damit im Sommer? Das ist alles nicht so einfach. Kurzum würde ich mal behaupten, dass der überwiegende Teil der Jantar 21 Besitzer keinen Trailer hat und die Option das Boot auf der Strasse zu bewegen nicht einmal theoretisch infrage kommt und daher absolut ausgeschlossen ist. Also wenn ich nach Hiddensee will, geht das halt nur über die Oder, zumindest solange es keinen Trailerveleih gibt.

Nichts für Ungut
SCT

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

17.04.2018 02:42
#9 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Hallo SCT, ich will damit ja niemandem zu nahe treten. Ich sehe nur, wie es bei uns im Verein ist. Wir brauchen einen halben Tag, um Trailer einzustapeln, über- und ineinander zu schachteln, die die ganze Segelsaison nicht gebraucht werden und sich im Winter als Hilfsgestell die Räder platt stehen. (Werden natürlich liebevoll aufgebockt)
"Fahren" müssen die im Jahr 2x 30 m, die meisten weniger. Vom Freilager irgendwo auf dem Gelände bis zum Kranhubplatz.

Der oft und gerne wiederholte Hinweis, dass die Jantar nicht nur ein williges und problemlos zu trailerndes Boot ist, sondern auch noch so problemlos zu slippen, wie ein Jollenkreuzer, richtet sich ja nur an diejenigen, die das immer wieder vergessen.
ist halt ihre Spezialität. Sollte man nutzen.

Z.B. bi der Suche nach einem bezahlbaren Liegeplatz und gut erreichbaren und bezahlbaren Winterstellplstz.

Nee, wenn die grosskopferten Stegvermieterhaie vor lauter Raffgier geschwollene Halsschlagadern kriegen, dann muss man sich eben von einem Kumpel den alten Passat mit Hängerkupplung borgen oder vom Kollegen sein schickes SUV und von einem der zahlreichen, gewerbliche oder privaten Trailervermieter den Trailer und dann ab damit nach Brandenburg. Oder in einen Verein oder was man sonst noch kostendämpfend hinbekommt.

Ein Hubkieler hat gegenüber einem Festkielboot gewisse Nachteile. Er ist z.B. teurer.
Das heisst, wenn man sich also einen Hubkieler anschafft und dessen Vorteile nicht gnadenlos ausnutzt, hat man ggf. das falsche Boot gekauft.

Die Fahrt über die Oder ist eine der schönsten Flussfahrten, die ich kenne. Wenn man Zeit hat und gutes Wetter, ist das mehr als empfehlenswert.
Aber wir sind verwöhnt. Es gibt viele Segler, die in Revieren segeln, an denen wir vorbeifahren würden, ohne auch nur anzuhalten.
Gerade die sind jedoch Trailerexperten und da verneige ich mich wieder ehrfürchtig, wenn ich höre, dass die zu Pfingsten mal eben an die See ballern, nur um mal ein paar Tage um Rügen zu düsen oder ab nach DK.
Aber die haben das Prinzip verstanden, bezahlbares Boot, Ball flach halten, sportlich und beweglich bleiben und dadurch mehr erleben.

Haus abbezahlen oder in Wohnungen sitzen, deren Vermieter die Daumenschrauben um 200 Prozent anziehen kann, (was sagt da eigentlich der Mieterverein dazu?), das ist doch jammern auf hohem Niveau.
Gerade dann, wenn man gezwungen ist, aufs Geld zu gucken und welcher normalsterbliche Berliner ist das nicht (arm aber sexy), lernt man doch, wie man durchkommt. Die Zwangslage weckt Kreativität.

Insofern hast du vielleicht nur die falsche Sicht auf die Dinge - denn eigentlich machst du genau das. Du hast dir ein gebrauchtes Boot gekauft, dich im DiY-Verfahren durch echte Probleme gemeisselt, vor denen andere hinschmeissen würden, hast dir Hilfe gesucht, wenn es nicht alleine ging und jetzt hast du ein Schiffchen, das seegehend ist, binnentauglich, bei leichtestem Wind anspringt und eine ordentliche Mütze Starkwind wegsteckt. Wahrscheinlich sieht es sogar schon ziemlich gut aus, wenn nicht, malst du es irgendwann mal an.

Du hast jetzt die Option, das in eines der vielen, fantastischen Berliner und Berlinnahen Reviere zu verlegen, bevorzugt in eins, wo es deutlich weniger kostet und wo man mit den Öffentlichen hinfahren kann.

Hatten wir uns nicht sogar darüber unterhalten, dass man mit einem Hubkieler einen schwer vermietbaren Flachwasserplatz mieten kann und bei Brandenburger Bauern einen Freilagerplatz fürs Boot und dass man damit sogar noch deutlich unter Vereinskosten in der dicken Stadt kommt?
Ganz zu schweigen von den unverschämten Liegegebühren der privaten Stadtmarinas?

Inzwischen gibt es sogar einen Verein, der gar kein Verein ist, nur damit diejenigen Vereinsphobiker auch mal bei Regatten mitfahren können, die sich ansonsten zu fein sind für Ärmel hochkrämpeln und Arbeitsstunden fürs Gemeinwohl leisten, oder denen zu viel Nähe zur Bevölkerung unangenehm ist.
Dibt ja Leute, die schon Würgereiz kriegen, wenn sie nur "Verein" hören. Allerdings steht und fällt das in der Regel mit den Leuten.

Segeln ist eben keine idiotenfreie Zone. Ich nehme mich da garnicht aus. Verein geht mir auch mal auf die Eier, das ist eben so, aber mitr gehen auch mal die Leute morgens im Bus auf die Eier, aber in der Regel mag ich die Gemeinschaft und breche mir auch keinen Zacken aus der Krone, wenn ich mal bis zum Ellenbogen im Dreck stecke, während die anderen segeln gehen.
Das hat auch was, nach einem erfolgreichen, gemeinsam gewuppten Projekt mit den Leuten zusammensitzen und ein Bierchen zischen.

Ich kenne beides. Mehrere Vereine und Privat liegen und nichts ist so öde, wie mit Motorbootheinies am Privatsteg. Ist auch nichts so teuer.

Und du kannst dir einen Trailer mieten (hier, passender Trailer für 40,- für 24 Std - https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...725043-276-7900) und ein Wägelchen mit Hängerkupplung, bevorzugt eins, was du nicht noch die Slipbahn hochschieben musst und dann kannst du dir und deiner Familie einen Segelurlaub vom Feinsten gönnen.

Genau so bin ich schon an die See gefahren. Miettrailer für 24 Std kriegst du meist schon am Abend vorher, Kahn aufladen, alles verzurren, einkaufen und bevor die ersten Pendlerreiseströme die Stadtautobahn verstopfen, los. In 2 Std bin ich im Raum Stettin, in 2,5 am Stettiner Haff, in 3 in Greifswald. Kahn abwerfen (bevorzugt in einem Verein) Trailer und Auto zurückbringen und entweder mit dem Zug oder Mitfahrzentrale wieder hin zum Boot.

Da Ebay und die Schnäppchenverlockungen der grossen Stadt unterwegs wegfallen, statt Hauptstadtclub eher Dorfbums und Kirmes angesagt sind, wird das nicht viel teurer, als wenn du daheim auf Balkonien bleibst. Nur eben viel besser.

VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

17.04.2018 03:13
#10 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #6
Zum Thema Boot:

...Der Vorteil für mich liegt ganzklar in einigen Eigenschaften:
- Hubkiel, ich kann auch mal auf Grundlaufen, Kiel Hoch läuft wieder.


Nein - je nach dem, auf was du rauffährst, wird das eher so ablaufen:
Hubkiel verbogen, segelt noch irgendwie, aber geht nicht mehr in den Kielkasten, Kran suchen, Werft suchen, Haare raufen, weil garantiert teuer und im Urlaubsbudget nicht vorgesehen - Die FSA-Leute, als Spezialisten für Jantar, haben hier mal gezeigt, wie so ein Kiel aussieht und was da an Baumassnahmen dazugehört, wenn der rausmuss, aber nicht will. Auch was da am Boot alles kaputt sein kann.
Noch fataler dürfte es ausgehen, wenn du schwojend vor Anker liegst und seitlich auf was raufdonnerst. Dann ist garantiert was kaputt.

Wir haben oft mit aufgeholtem Kiel geankert, weil sich der kleine Unruhegeist ja gerne mal die Ankerleine ums eigene Kiel wickelt. Das machen wir heute nicht mehr, da wir in einer Gewitterböe mal aus der Koje geschmissen wurden, so heftig hat die auf der Backe gelegen. Also im knietiefen Wasser vor Hiddensee ankern und Kiel hoch ist keine so gute Idee. (Kiel unten lassen aber auch nicht. )



Meine Anschaffung für diese Langen Schläge war im Herbst ein Pinnenpilot, der Wartet noch auf den Einbau im Winter :)

Pinnenpilot an der Jantar - hat damit jemand Erfahrungen? Funktioniert das?
Ich finde, dass die im Seegang so wilde Bewegungen macht, dass das garaniert eine elende Sägerei des Ruderknechtes wird. Ich habe mal den Pinnenpilot auf einem 9m-Kielboot eingeklickt, um ein Stündchen zu pennen, aber das Rumgerödel ging mir so auf den Zünder, dass ich lieber freiwillig wieder in die Pinne gegriffen habe, als das Gehampel da noch länger zu ertragen. Selbst mit ganz grober Einstellung war der nur am Rumackern.
Und dieses Boot fuhr ja noch geradeaus, wenn man die Pinne mal einhakt und bisschen navigiert oder sich mal ein Bier holt. Lass mal bei der Jantar nur die Pinne los, da fährt die mal eben ganz woanders hin. Kursstabilität kennt ein Kurzkieler nicht.
Schätze, mit der normalen Starterbatterie wird das nur ein kurzes Vergnügen. Ich sehe Kosten kommen und Gewicht an Bord.

Kühlungsborn:
Wir hatten nicht zuviel Wind und haben wirklich den Ganzen Tag gebraucht.
Und da ich schon ca. 1h benötige bis ich in Warnemünde bin vergeht die Zeit wie im Flug und Motoren kommt für mich nicht in Frage, ist ja nen Segelboot!


Gute Einstellung. Allerdings machen mich Verkehrstrennungsgebiete nervös. Rutscht mir dort windtechnisch die Reisegeschwindigkeit unter 4 kn, drücke ich mit dem Motor mit. Meist genügt es, mit Standgas etwas mitzuschrauben, dann segelt es auch wieder.

Um zum Thema zurückzukehren - gilt auch für die Anfahrt von Hiddensee. Manchmal passen ein, zwei Knicke der Fahrrinne nicht ganz, hinter dem Tonnenstrich stehen die Möven im Wasser und haben die Knie frei - da ein bissel mitschieben, dann passt es wieder.

In der Flaute rumstehen und von vorme und hinten rauschen zwei Hiddenseefähren an, deren Kapitäne als ausgemusterte Panzerfahrer sich mit Rücksichtnahme auf kleinere Verkehrsteilnehmer nicht so auskennen - nee, da mache ich den Jockel an, ohne Fahrt im Schiff macht so ein vorbeirauschender Grobmotoriker sonst mit dem Kurzkieler was er will. Besser, man kann im letzten Moment einen gezielten Satz beiseite machen.

Die Hiddenseefähren sind so Spezialschiffe, die können nur im Hafen langsam fahren und anhalten. Unterwegs geht das nicht.
Besser, man steht da nicht manövrierunfähig im Weg rum, auch nicht als Segelboot.

VG Eric

sct Offline

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17.04.2018 14:58
#11 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #10
Zitat von mathias1985 im Beitrag #6
Zum Thema Boot:

...Der Vorteil für mich liegt ganzklar in einigen Eigenschaften:
- Hubkiel, ich kann auch mal auf Grundlaufen, Kiel Hoch läuft wieder.


Nein - je nach dem, auf was du rauffährst, wird das eher so ablaufen:

Da hat Eric mal recht. Mit einem GFK Hubkieler auf irgendetwas aufzulaufen ist keine wirklich gute Idee. Der Kiel drückt unten das GFK ein und dann kommt da Wasser in die Sandwitch-Konstruktion. Das Wasser bekommt man da nie wieder raus. Im Gegenesatz zum einem Festkieler ist das Auflaufen auf Grund mit einer Jantar 21 oder eines ihrer Derivate wie z.B. eine Sportina 595 eine Katastrophe. Mir ist das Gott sei Dank nie passiert und ich bin da auch höllisch wach damit das nicht passiert. Toi, toi ,toi ... drei Mal auf Holz.

eric Offline

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18.04.2018 10:09
#12 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von sct im Beitrag #11
Zitat von eric im Beitrag #10
Zitat von mathias1985 im Beitrag #6
Zum Thema Boot:

...Der Vorteil für mich liegt ganzklar in einigen Eigenschaften:
- Hubkiel, ich kann auch mal auf Grundlaufen, Kiel Hoch läuft wieder.


Nein - je nach dem, auf was du rauffährst, wird das eher so ablaufen:

Da hat Eric mal recht. Mit einem GFK Hubkieler auf irgendetwas aufzulaufen ist keine wirklich gute Idee. Der Kiel drückt unten das GFK ein und dann kommt da Wasser in die Sandwitch-Konstruktion. Das Wasser bekommt man da nie wieder raus. Im Gegenesatz zum einem Festkieler ist das Auflaufen auf Grund mit einer Jantar 21 oder eines ihrer Derivate wie z.B. eine Sportina 595 eine Katastrophe. Mir ist das Gott sei Dank nie passiert und ich bin da auch höllisch wach damit das nicht passiert. Toi, toi ,toi ... drei Mal auf Holz.




Um mal den Bogen sanft zum Thema Hiddensee zurückzuschlagen...

Denen sollte man im Bereich der steinhaltigen Flachwasserzonen jedenfalls mit einem Hubkieler besser nicht unmittelbar hinterhersegeln...



Übrigens, rechts im Bild - Dauerlieger und Dauerbootputzer und Anlegeenden zu Schneckendreher.
Wer nie wieder abfährt, hat auch den besten Platz im Hafen und wer gleich im März kommt, kriegt sogar einen Steckplatz am Stromkasten.
Mit der Jantar kann man sich aber immernoch irgendwo mit reinschummeln.
Hier blockieren wir eine Box, hängen uns quer davor.
Natürlich fragt man vorher höflich, dann wird auch beim Festmachen geholfen.
(Hafenplaner wissen ja nicht, dass es Boote unter 15 m gibt)

"Hallo, geht das? Können wir uns hier reinhängen? Wann wollen Sie wieder raus?"
Gedacht war an eine Uhrzeit, hoffentlich nicht so ein Frühlossegler.
Als Antwort kam: "Wahrscheinlich Ende September..."



Hier noch ein Hiddensee-Suchbild - auf diesem Bild ist ein markanter Leuchtturm versteckt, ganz weiss mit einem roten Mützchen öben drauf.

Nicht mehr zu sehen? Für uns auch nicht.
Eigentlich wollten wir da nach DK rüber, sind dann aber abgebogen. War auch gut so.
Wetter aus der Serie, huch, was kommt denn da auf uns zu. War doch garnicht angesagt...



VG Eric

eric Offline

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01.08.2018 14:01
#13 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Von unserer diesjährigen Seereise zurück. Wetterbedingt nicht ganz so weit, aber Nationalpark Boddenlandschaft, Rund Rügen und Rund Hidde, Achterwasser, Stettiner Haff und das meist im Reff, war auch anspruchsvoll. Der härteste Teil war die Rücküberführung.
Bei 35 Grad und Windstille und stahlblauem Himmel sind 3 Tage Kanalfahrt einfach too much.

Dafür sitzen in der ersten Reihe beim Blutmond überm dunklen Oderbruch.
Ich liebe die Jantar schon für dieses wirklich luxuriöse Sitzen in der Plicht, wo man sich auf größeren Schiffen ja gerne in drängender Enge aneinanderkauert, während man ganze Tanzsääle ungenutzt durch die Gegend kutschiert.
Ja, gesegelt wird ja nur noch selten und wenn dann eher von den Kleinen.
Auch Motoryachten sind stark im kommen.
Juhu, der halbe Hafen noch frei - und hinterm Wellebrecher - nee, alles voll, nur die meisten ohne Mast.

Gut gefallen hat mir das kleine Jantartreffen - man erkennt sie doch irgendwie schon von weitem.
In der Boddenlandschaft und im Peenestrom insges. 3 Jantars getroffen.
"He, cooles Boot"..."Ja, euers auch"

Und gemein war sie wieder zu den Grossen und Edlen. Menno - wenn die auf einer modernen 32 ft-Yacht bei bft 5 noch den Spi ziehen, um endlich diesen penetrant am Heck klebenden Kleinkreuzer abzuschütteln, während der Grossteil der anderen Bleitransporter schon kurz nach der Ziegelgrabenbrücke praktisch in der Heckwelle zurückblieb, dann sagt das schon was aus über die Renngene der kleinen Kiste.
Trotz urlaubstechnischer Totalüberladung macht die Jantar einfach Spass.

Auch im Seegang verhält sie sich echt brav. Wir hatten ziemlich raues Wetter. Wie es tatsächlich aussieht, wenn zu viel mehr Wind, als angesagt, noch eine schwere Dünung dazukommt, sieht man dann eher auf anderen Booten. Ist schon beeindruckend, wenn es neben einem so einen alten, tonnenschweren Seekreuzer aus dem Wasser hebt und da stecken wir grad drin? Mitten im Hauptwaschgang? Hui.

Nach vielen Stunden gegenan vor Arkona lief dann in Hidde eine dieser hochgezüchteten Rennsemmeln in Jantargröße ein.
Natürlich sehen die geil aus, keine Frage und natürlich sind die sagenhaft schnell.

Aber - deren Mannschaft steckte in schwerem Offshore-Ölzeug, nass bis auf die Haut, Kahn anbinden, ab ins Hotel.
Die waren fix und fertig, obwohl sie für die gleiche Strecke ein paar Stunden weniger gebraucht haben.

Bei uns war es noch Wassersport, bei denen wohl eher Wasserkampf.

VG Eric

Wo segelt ihr so rum im Urlaub?

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.10.2018 11:34
#14 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #2
Für mich ist es ein kleiner Traum, 1x von Rostock über Darßer Ort nach Hiddensee / Rügen mit meiner Jantar zu Segeln.
Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann ein mal...


So, nun ist Jantarchen aus dem Wasser und endlich hat man Zeit und Muße, sich mal wieder mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen, statt immer nur segeln zu gehen.

Wir haben aber auch im Jahrhundertsommer ein herausragendes Zeitfenster erwischt, windtechnisch ziemlich rauh, nicht ein einziger Flautetag und schon zu Beginn der Ferienzeit Badetemperaturen, binnen sowieso, aber auch in der Ostsee.

Eine Woche vor Abfahrt hat ein junger Türke unter Drogeneinfluss mit seinem, sicher vom Munde abgesparten Audi Q7, unser brav geparktes Zugfahrzeug geschrottet. Schlimme Autos bauen die - wie kann man sich mit so einem Panzer bei 50km/h komplett überschlagen?
Sein Anwalt sagt, es geht und der muss es ja wissen.

Wir sind also mit einem geliehenen Allrader eine Tour an die See getrailert, haben den Kahn in Dierhagen im Nationalpark Boddenlandschaft abgesetzt und aufgebaut und geslippt und ich bin dann rasch mal mit Leihwagen und Trailer zurück und nächsten Tag mit dem fixen Flixbus wieder hin.
Start also gemütlich in der Boddenkette und gut so, denn da hat sich schon am zweiten Tag gezeigt, dass beim Begriff von den
"geschützten, inneren Seegewässern" die Betonung auf Seegewässer liegt und "geschützt" eher relativ ist.

Jedenfalls kamen wir irgendwann halb seekrank (nur ich )in Barhöft an und haben dort eine nette Frauencrew kennengelernt, die aussenrum gefahren ist, so wie Mathias1985 fahren würde.
Die haben an dem Tag so die Jacke vollbekommen und das mit einer großen, seegehenden 30ft-Dehler, dass unser Welleritt über die Grabow wieder wie aufm Badeteich wirkte. Harter Urlaubsbeginn.
Die Landschaft ist fantastisch und alleine schon eine Reise wert und trotzdem bin ich erst entspannter, wenn das Lot auch mal Tiefe anzeigt.

Es ist einfach ein Revier, bei dem man vorsichtig bleiben muss und sich auf alle Wetterbedingungen gefasst machen sollte.
Rest des Urlaubs toll, weitestgehend im Reff 1, auch mal eingeweht, aber mit viel Spass an der Sache um Rügen rumgerutscht und Rund Hiddensee.
Auch mal mit schwerer Welle und echt breit, nach einem langen Tag Sportsegeln.
Ist halt Aktivurlaub und eine ganz andere Hausnummer, als Binnen-Wasserwandern.

Dass man Binnenwetter nicht unterschätzen darf, bloss weil sich keine so beeindruckende Welle bildet, haben wir dann bei zwei Regatten nach der Saison gezeigt bekommen. Trotz Reff 1 in Starkwindböen das Deck gewaschen - aber hallo.
Binnenböen sind halt explosionsartig, Seeböen bleiben dafür länger und legen nochmal nach, wenn man denkt, man hat alles im Griff, hört gleich wieder auf. Eindeutig das bessere und kultiviertere Böebenehmen, als bei diesen rüpelhaften, ruppigen Binnenböen.

Urlaubsrückreise dann klassisch - wie entfesselt durch den Strelasund geblasen, gleich weiter über den aufgewühlten Greifswalder, durch unübersichtliche Sperrbetonnung an Bohrarbeits- und Rohrlegeschiffen vorbeigesurft, wie so oft mit zu viel Tuch - Mückenschlacht am Ankerplatz vor Karnin, windstilles Stettiner Haff am frühen Morgen und gegen Ende des Tages in der steilen Haffwelle kaum die Einfahrt nach Trzebież geschafft, wo wir in einen haltlos überfüllten Hafen gerauscht sind, mitten in das Abschlusstreffen einer richtigen Seeregatta.
Die Regattacrews sassen da schon alle im Nach-dem-Rennen-Modus, in T-Shirt und kurzen Kleidchen, ihre kreischbunt folierten Rennschüsseln kreuz und quer in Päckchen. Viel Platz war da nicht mehr für die Durchfahrt frei.

Wir in Ölzeug und Rettungsweste, ein bisschen arg zerzaust, so sind wir unter Vollzeug in einer Art Gasse zwischen den ganzen Päckchenliegern durchgeballert - Aufschiesser war nicht mehr möglich, bremsen sowieso nicht.

Aber am Urlaubsende steht man wieder so im Training, dass man auch auf einem unter Maximalspeed laufenden Kleinkreuzer eine Nothalse hinbekommt, ohne die Kontrolle über den Kahn zu verlieren. Na bitte, geht doch.
Hafenkino mal anders. Muss ja auch mal was klappen und wenn es schon so toll hinhaut, einschl. Segelbergen, dann kann man auch mal so tun, als ob man das immer so macht.

Der Regattazirkus ist auch in Polen inzwischen elitär und entsprechend abgehoben, grusslos glotzen ja, helfen nein, aber es gibt zum Glück noch genügend alte Fahrensleute, die einfach sehen, wenn man vielleicht mal eine helping hand braucht.
Und sei es auch nur aus Sorge um die eigene Yacht im Päckchen.

Je nach Reiserichtung hat man in Ziegenort das Gröbste hinter sich und kann sich entspannt bei richtig gutem, frischen Fisch und bezahlbarem Bier zwischen die Seeleute setzen. Jetzt ist man auch einer von denen.
Ja, ja, ich weiss, zwei Landeier auf ´ner Jantar. Immer schön bescheiden bleiben.

Sportlich gesehen war dieser Urlaub wieder im grün/gelben Bereich, wetterbedingt durchaus anspruchsvoll. Wir sind ja auch schon in dunkelrot geraten, also insofern alles gut. Man lernt ja dazu. Und nochmal - die Jantar ist ein überraschend erwachsenes Schiffchen mit einem tollen Seeverhalten. Natürlich waren wir auch ein paarmal im Regattamodus, trotz urlaubsbedingtem Tiefgang und das kann sie eben auch.

Wirklich brutal und unerträglich hart war eigentlich nur die anschliessende Rückfahrt über die Kanäle bis in die dicke Stadt, mit Backofentemperaturen, gefühlten 27h/d Sonne von oben, kaum noch Wasser in den Flüssen, am Ende auch noch Schleusensperrung wegen Blitzschlag und bis man den Kahn endlich wieder im Heimathafen festgemacht hat, ist man urlaubsreif aber glücklich.

Wo rutscht ihr so rum im Bootsurlaub?

Wir haben ja unterwegs noch 2 Jantars im Reisemodus getroffen - irgendwie cool, dass man sie schon von weitem erkennt und sie in dem Einheitsbrei der Serienboote klar unterscheiden kann. Wir sind also nicht die einzigen, die mit der Kleinen in See stechen.

VG Eric

sct Offline

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Beiträge: 152

07.11.2018 11:13
#15 RE: Hiddensee so nah Zitat · Antworten

Echt? Ihr hattet Wind? Wann seid ihr denn gefahren? Also ich bin dieses Jahr 43 Mal den Wannsee hoch und runter gefahren. Insgesamt weit über 700km. Immer vom Stößensee nach Kladow oder Pfaueninsel und zurück. Einmal waren wir sogar bis zum Krampnitzsee, haben da übernachtet und sind am anderen Tag wieder zurück gefahren. Ein anderes Mal vor der Pfaueninsel übernachtet wo nacht 03:30Uhr in Höhe Nauen ein Gewitter aufzog und ich betete dass das nicht zu uns kommt. Es zog dann glücklicherweise nach Norden weiter.

Aber bis zur Ostsee werden wir es wohl nie schaffen. Meine Freundin hat gerade frisch den Segelschein gemacht und bräuchte da noch Übung und zudem habe ich ja jeden Sommer nur 3 Wochen Urlaub am Stück. Und ja, es war größtenteils heiß, aber Wind war keiner. Ich erinnere mich an etliche Flauten wo ich nur unter Maschine raus gefahren bin und mich von aussen an der Badeleiter festhaltend, meiner Freundin zugeguckt habe, wie sie bei der Segelschule Hering trainierte.

Ciao
SCT

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