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Dieses Thema hat 10 Antworten
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eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

06.06.2017 17:51
Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Frage an die Ostseesegler - wer kann und möchte hier seine praktischen Erfahrungen zu Slipmöglichkeiten an der Ostseeküste einbringen?

Ich lege mal gleich was vor.


Schaprode auf Rügen, gegenüber von Hiddensee

http://www.hafen-schaprode.de/

schmale, ziemlich flache Betonrampe zwischen Spundwänden, nicht ganz leicht beim reinsetzen, Trailer musste abgekoppelt werden
Sliprampe muss vom Hafenmeister aufgeschlossen werden, was aussserhalb der Dienstzeiten so gut wie unmöglich ist, kostet aber nur 5 Euro

Einkaufen, Tanken, bunkern - besser vorher irgendwo erledigen,
netter, kleiner Ort, keine bemerkenswerte Gastronomie bemerkt, Haupterwerbszweig: Hiddenseetouristen ausbeuten

unbedingt antizyklisch anreisen, Schaprode ist der Absprunghafen für Tagestouristen nach Hidde

Gespann abstellen auf "bewachtem" und mit Flatterband eingezäunten Feld ca 4 Euro pro Tag

Ausser der Abstell-/Abzocksituation fürs Gespann, ein Hafen mit entspanntem und netten Personal und man kann Hiddensee fast schon anfassen
Die Hansestadt Stralsund und die inneren Rügengewässer, sowie das Schlupfloch in den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft sind gleich nebenan. Ja, und ausserdem Hiddensee




Achterwasser (Usedom)
Yachtlieger Netzelkow (Lütow)

http://www.mein-ostseehafen.de/seegebiet...ow.html#service
Website www.yachtlieger-achterwasser.de im Moment nicht erreichbar

Die oft noch eingetragene Slipstelle gibt es nicht mehr, dafür Einsetzen mit Travellift ca 20 Euro, Herz was willst du mehr
Der Seeurlaub beginnt hier auf der Terrasse beim kühlen Bierchen mit einem fantastischen Blick übers Achterwasser, danach Gepäck an Bord, Boot ins Wasser, Mast hinstellen und sich freuen, dass man den gefährlichen Teil der Reise unbeschadet hinter sich gebracht hat.

Einkaufen, Tanken, bunkern - z.B. in Zinnowitz erledigen, wo man nach der Anfahrt ohnehin nochmal hinkutscht, 10-15 Min, Discounter, Restaurants und vor allem Ostseestrand vom Feinsten, alles da

unbedingt antizyklisch anreisen, die Sonneninsel Usedom ist bei Berlinern sehr, sehr, sehr beliebt und die wunderschöne Hansestadt Wolgast ist leider das Nadelör, die zweite Tour nach Usedom über die B 110 ist für Trailergespanne def. nicht zu empfehlen

Gespann abstellen auf tatsächlich bewachtem und real eingezäunten Hof ca 30 Euro pro Saison!

Auch wenn Netzelkow strategisch die Ostsee unterm Hubkiel etwas entfernt, bietet das Achterwasser und die Peene als Flusslandschaft eine wunderbare Einstimmung in dieses oft ruppige Revier. Wer die Herzlichkeit des Betreiberpaares und die Unberührtheit dieser Landschaft deutlich höher bewertet, als die Perfektion von Sanitär- und Steganlagen, erlebt in Netzelkow noch den rauen Charme des Ostens (anderenorts wurde der ja gründlich wegpoliert) - Mein Lieblingsgeheimtipp, leider einer der Letzten seiner Art (Hafen und Chef).


VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

13.06.2017 10:51
#2 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Alle schon im Urlaub?

ollie Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 40

27.06.2017 07:17
#3 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Wir haben letztes Jahr unsere Rügen-Rundtour in Ückermünde begonnen.
Die Bootswerft Stöcker hat unsere Jantar ins Wasser gekrant und am Urlaubsende auch wieder auf den Trailer gehoben.
Sanitäranlagen sind dort vorhanden, aber recht einfach ausgeführt.
Unser Gespann konnten wir kostenfrei auf dem Werftgelände abstellen.

Herr Stöcker ist sehr nett und hilfsbereit.

Kranen und Maststellen kostet natürlich etwas, wir haben je €70,- incl. des Liegegeldes für wine Nacht bezahlt, finde ich im Vergleich zu holländischen Tarifen ausgesprochen günstig.

Dafür alle shr schnell und unkompliziert erledigt, würde ich jederzeit genauso wiederholen.

Gruß
Ollie

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

27.06.2017 10:52
#4 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Hallo Olli, danke.

Ückermünde am Stettiner Haff.
Da gibt es gleich nach dem Leuchtturm auf der Bb-Seite die Lagunenstadt, eine seltsam künstliche Plattenbausiedlung auf alt gemacht mit Hafenanlage und einer sehr großzügigen Slipanlage für sehr günstig Geld. Vor paar Jahren war es noch ein Fünfer, auch wenn sie das jetzt verdoppelt haben, gehts noch.
reinraus zus. 20 Eus.
Leider ruinieren sie den günstigen Preis danach mit der teuersten Abstelle von Trailer und Zugfahrzeug in ganz Norddeutschland. Hier ist man mit 9 Eus pro Tag oder 40 Euro/Woche dabei. (Schapprode ist noch teurer)

Die Stadtväter erheben sogar Kurtaxe für klein Marzahn im Sumpfland. In Dänemark gibts gratis Leihfahrräder im Hafen.
Irgendwie ticken die Kommunalheinies im MVP noch ein bisschen anders. Und ist ja noch nichtmal Ostsee.
Soll ja Berliner geben, die das bis zum Ende des Urlaubs nicht mitkriegen und da jedes Jahr hinfahren.

Einziges Manko, das ist ein bisschen tot da, trotz 3-Sterne-Eigenzertifizierung und auch ein bisschen weit weg von dem sehr hübschen Städtchen Ueckermünde.


Die Jantar in den Krangurten macht mich leider total nervös. Bei uns im Verein wird auch gekrant und da sie mir schon einmal trotz abbindens und Traverse mit dem Vorschiff beinahe aus dem Gurt gerutscht ist, liegen mir die Nerven blank, wenn der Kahn übers Hallendach schwebt. Ich mags einfach nicht.

Wir sind ja hoffentlich nicht die einzigen "Seefahrer" hier im Forum?

VG Eric


Frage zum Maststellen - lässt du das die Werft machen? Wurde uns auch angeboten am Achterwasser, aber ich finde, bei dem ganzen Vorgang, Wanten spannen, nachtrimmen, Fallen und Strecker einfädeln, Großbaum anbauen usw., ist doch das eigentliche Hinstellen der kleinste Teil. Wir legen das Ding auch im Ostseeraum, wenn mal wieder eine Zugbrückenzeit knapp verpasst wurde.
Meine Lieblingsstelle ist die Ziegelgrabenbrücke in Stralsund - viertel Stunde vor Brückenzug Mast umlegen und drunter durchrutschen, dann ist der halbe Hafen leer und man spart sich die Hafenralley, bei der wir sonst gegen üppig motorisierte Yachten chancenlos im aufgewühlten Schraubenwasser zurückbleiben.

ollie Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 40

04.07.2017 06:35
#5 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Hallo Eric,
meine Idle kommt ursprünglich vom Bodensee-dort braucht kein Mensch eine Jüttvorrichtung.
Daher tun wir uns mit dem Maststellen und -legen etwas schwer, mit dem Mastenkran ist es erheblich einfacher.

Gruß
Ollie

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

05.07.2017 11:18
#6 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Hi Ollie,

gerade hat sich meine Seereise terminlich zerlegt. Diesjahr also kein Sturm, kein Kotzen über die Reling, kein nasskaltes Schauerwetter, kein tagelang in irgend einem grottenlangweiligen dänischen Hafen oder vor Rügen oder am Haff eingeweht liegen, kein Bad in der eiskalten Ostsee, kein Stau oder Schleichfahrt zwischen übermüdeten weissrussischen Truckern in überladenen Sattelschleppern ohne erkennbare Bremsfunktion, noch nichtmal die Kupplung testen im Stau auf der steilen Rügendammbrücke - menno, ich hatte mich schon so gefreut.

Ich hoffe, es kommen trotzdem noch ein paar Tips hier an zu Slipstellen im Ostseeraum, die auch mal einer mit der Jantar ausprobiert hat.

Maststellen mit dem Mastenkran

Die Jantar ist ja ein totaler Zappelphillip. Selbst wenn der Mast ganz ruhig im Kran hängt, hast du ja gute Chancen, dir auf diese Weise die empfindliche Mastspur an Deck zu verbiegen.
Das Hauptproblem beim Maststellen bei der Jantar ist das seitliche Ausschwenken des Mastes.
Das muss unbedingt verhindert werden, sonst kann man dadurch wegen des enormen Hebelarmes echt was zerstören.

In der Mastlegevorrichtung kann man diesem Problem leichter begegnen, z.B. mit Hilfswanten. Damit ist quer zur Kiellinie keine nennenswerte Bewegung des Mastes mehr möglich.

Im Mastkran ist das nicht der Fall, denn da geht das nur, wenn das Boot ruhig auf dem Trailer steht.
Im Wasser muss nur eine Welle kommen oder einer steht auf und bewegt sich, das genügt, sich den Urlaubsbeginn (und die Urlaubskasse)zu zerdengeln.

Ich selbst empfinde Maststellen auf dem Trailer als zu riskant, mache ich nicht mehr, denn wenn es da dich selbst oder ein Crewmitglied über die Reling schert, ist da unten kein Wasser, sondern meist Beton und und bis zum Aufschlag sind´s 3 m.

Bodensee, habe ich schon gehört. Deutschland Armenhaus, (wenn man das Steueraufkommen ansetzt), nichtmal Brücken können sich die Kommunen dort leisten.

VG Eric

Axel Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 21

29.09.2018 23:51
#7 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Hallo,

ich hätte da 2 gute Erfahrungen zu teilen.

1. Riebnitz-Damgarten

Da gibt es einen öffentlichen Slip, sehr gut aus Stahl gebaut, etwas flach, bis meine Jantar aufgeschwommen ist, war leider auch mein Auspuff und der elektrische Stecker von meinem Wagen im Wasser. Ist aber Süßwasser, keine Folgeschäden gehabt. Parkplatz für Auto und Trailer direkt am Hafen. Kosten, zero

2. Kiel Schilksee

Da bleibt glaube ich kein Wunsch offen, man könnte 10 Boote parallel slippen. Rechts oder links von einem Schwimmsteg, guter Grip an der Schräge, bin ohne Problem raus und rein gekommen. Kosten mit 12 Euro absolut in Ordnung. Zum Stellen des Mast bietet sich auch ein großer Parkplatz an, geschützt hinter Bäumen.

Axel

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

02.10.2018 14:13
#8 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Moin, moin,

passt eine Sportina 595 auch auf einen Jantar21 Trailer? Ich weiß es nicht so genau.
Aber was ich eigentlich schreiben will ist, dass man diese Trailer immer nur überall rumstehen sieht. Die meiste Zeit sind sie ungenutzt aber im Verleih sehr teuer, denn unter 50€/Tag geht da nichts. Man müsste also sein Boot ans Ziel fahren und den Trailer wieder zurück bringen um dann wieder zum Boot zu fahren. Also 3x pro Tour bzw. 6x für den gesamten Urlaub. Wenn man das alles an einen Tag schaffen will wird es stressig.
Ich selbst habe keinen Trailer und ich hätte auch keine Idee wo ich den die o.g. 99% der Zeit abstellen könnte. In der Anschaffung ist der sicher auch nicht ganz billig wenn man denn unbedingt selber einen besitzen will. Für mich ist so ein Trailer nicht Fisch nicht Fleisch. Die Vorteile sind klar, man ist mobil und in einem Tag an der Ostsee, aber der Klimbim drum herum, angefangen vom Anschaffungspreis, der Wartung und TÜV bis zum Abstellort Zuhause und nicht zuletzt die Hängerkupplung am Auto bzw das Auto selbst, schreckt mich dann doch ab davon.
Ist es da nicht doch entspannter 3 Tage die Oder hoch zu fahren?

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

08.10.2018 08:00
#9 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Moin, da hast du dir zu deinen Fragen ja gleich selbst die Antworten samt Argumentation geliefert
Wenn die Kleine nicht durch die Pratzen rutscht, passt sie.
Sind keine Spezial-Jantartrailer, sondern verstellbar.

Ja, stehen rum, z.B. im Verein.
Wenn du ihn nur 1-2x brauchst, ist es finanziell total unvernünftig, einen eigenen Trailer zu besitzen.
Fürs Winterlager brauchst du nur irgendwas, was rollt und nicht zusammenkracht, wenn es übers Gelände gezerrt wird. Sowas gibt es auch für 300,- bei Ibäh.
Ein tüvfähiger Trailer für die Jantar kostet 2-2.5T, gibt auch teurere.
Für Stellplatzmiete, Wartung und TÜV geht alleine schon mal mehr drauf, als für 1-2x mieten im Jahr.

Und ja, die dreifache Urlaubsreise ist ein wenig anstrengend, aber das ist Trailern und wieder aufbauen ohnehin.
Dafür sparst du Zeit und kannst das terminlich auch aus dem Urlaub rausziehen. Eingeweht vor Usedom? Na und, kein Grund, sich auf den großen Wasserflächen in Lebensgefahr zu bringen, holt man eben den Trailer. Früher sind wir zum drohenden Urlaubsende losgesegelt, egal was kommt. Aber da hatte ich auch keinen Trailer und kein Auto. Heute sehe ich das entspannter. Dafür kostet aber Trailer abstellen und Zugfahrzeug parken. Einige Urlaubsregionen leben vom Tourismus, die langen da echt hin.

Wir haben das diesjahr zwangsweise so geübt, mit der 3-fachen Anreise, da wir zwar einen eigenen Trailer haben, aber ein Zugfahrzeug leihen mussten.
Also Kahn raus, alles reiseklar machen (dauert), Sa 4.30 Uhr früh los und als wären wir allein auf der Welt, bis zur Küste hochgerutscht.

Oben an der Boddenkette erstmal schön beim Bäcker frühstücken gegangen. Der war nämlich schon wach, der Hafenmeister noch nicht.

Aufbauen, slippen in Dierhagen wegen Starkwindlage. Dierhagen ist gut geschützt, sonst ist Ribnitz-Damgarten besser.
Dierhagen hat nämlich eine Holzslipbahn, das ist nix für ohne Allrad. Haben wir aber, insofern kein Problem. Es sei denn, die Slipbahn ist nass, was ja vorkommen kann. .
Unser Jantarchen schwamm noch nicht, als nur noch die Vorderräder auf der Sliprampe standen. Der Rest vom Allradler war schon im Wasser.
Also wieder raus und mit Verlängerung slippen. Spätestens hier wird man Unterschiede feststellen zwischen echtem Allrad und tut nur so.
Als wir Jantarchen wieder raus hatten, hatten wir ordentlich Publikum, sogar etliche Allradberater. Die gibts aber an jeder Sliprampe gratis, die verbringen da ihren Urlaub, nur um ihr geballtes Wissen loszuwerden, bevorzugt an Leute, die sich grad nicht wehren können.

Der Hafenmeister sagte mir, dass sie doch ab und zu einen Kran holen müssen, wenn mal wieder einer richtig reinrutscht, bis zur Motorhaube.
Das beruhigt ungemein. Aber am Ende hat alles geklappt.
Super Nummer für Hubkieler, denn dem Hafen hatte es gut 50 cm Wasser rausgedrückt. Für Hubkieler kein Problem.

Trailer zurück und nächsten Morgen mit dem Flixbus ganz entspannt vor die Tür gefahren, Bäcker, Strandspaziergang, baden in der Ostsee und abends Fisch essen, nächsten Morgen Reisestart.

Richtig vollstressig war die Rückfahrt über die Oder und die Kanäle. Da haben wir die Alternative gewählt, drei Tage motoren.
37 Grad, wolkenfreier Himmel, der Planet trocknet nicht nur die Flüsse aus, sondern auch das Gehirn. Nicht nur das eigene, sondern auch das von anderen Wasser"sportlern".

Nach 3 Tagen endlich zurück im Dorf Berlin, schlägt der Blitz ein und zerhackt erst mal die hochkomplizierte Schleusenelektronik. Weiss man ja nicht, wenn man heutzutage Schleusensteuerungen plant, dass es Gewitter gibt und dass die ab und zu vorkommen in der Natur.

Also erstmal Stillstand auf der Wasserstrasse, weil innendurch ist ja auch gesperrt wegen angeblichem Personalmangel. Das ist ein echter Schenkelklopfer, bei einer viertel Million arbeitsloser oder prekär beschäftigter, bestens ausgebildeter Hauptstädter, finden die einfach niemanden, der an der Schleuse auf das richtige Knöpfchen drückt.
Liegt das vielleicht daran, dass sie auch keinen suchen?

Egal - die einzige Strecke, die dann noch geht, ist ein touristischer Alptraum. Dann lieber parken und den Kahn eine Woche später holen, da waren es nur noch 35 Grad.

In diesem Hitzesommer war eben mal kurz trailern die eindeutig entspanntere Version.

Ansonsten ist die Fahrt übers Wasser ein Naturerlebnis, falls man nicht an Schleusen scheitert oder die Oder mal wieder kein Wasser hat oder drei Wochen Urlaub einfach zu schade und zu kurz sind, um soviel davon für die An-und Abreise zu verbraten oder es einfach langweilig ist, drei Tage durchzumotoren und dann eine Woche in einer polnischen Kuhbläke festzusitzen, weil man ab bft 5 kaum noch über die steile Haffwelle kommt...
(ist uns schon so passiert)

Gibt für alles ein für und wider.
Nicht zu vergessen, dass die Anreise über die Autobahn der gefährlichste Teil der Urlaubsfahrt ist.

VG Eric

p.s. man kann auch die Anreise über die Oder entzerren. So kann man eben den Kahn auch gut in Stettin oder in Oderberg parken und zum Urlaubsanfang oder -ende mit dem Zug reisen. Von der dicken Stadt bis Stettin fährt man nur 2 Stunden Zug. Ist der Urlaub zu Ende und der Job ruft, kann man das genauso machen und dann eben nächstes Wochenende die Heimfahrt starten.

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

19.10.2018 14:26
#10 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Eigentlich eine richtig gute Idee das Boot eine Woche vor dem eigentlichen Urlaub nach Stettin zu bringen bzw. eine Woche danach zurück. Das Problem ist dass man sich dann wirklich richtig beeilen muß, denn man hat ja nur 2 Tage und eigentlich braucht man drei.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

23.10.2018 16:57
#11 RE: Slipstellen Ostseeküste, Trailerparken, Tips und Hinweise Zitat · Antworten

Zitat von sct im Beitrag #10
Eigentlich eine richtig gute Idee das Boot eine Woche vor dem eigentlichen Urlaub nach Stettin zu bringen bzw. eine Woche danach zurück. Das Problem ist dass man sich dann wirklich richtig beeilen muß, denn man hat ja nur 2 Tage und eigentlich braucht man drei.


Hi, drei Tage oder länger, je nachdem, auf welcher Seite der dicken Stadt du startest.
Es gibt ein paar Unwägbarkeiten, wie die Schleuse Lehnitz oder das Schiffshebewerk, die die ganze schöne Planung zunichtemachen können. Niedriger Wasserstand auf der Oder und die Trödelstrecke Oder-Havel-Kanal sind ebenfalls limitierende Faktoren.
Aber worum geht es? Bricht man nicht aus dem Alltag aus, um runterzukommen?
Wem es nicht gelingt, die Anreise bereits als Urlaub zu verstehen und entsprechend zu gestalten, dem ist ohnehin nicht zu helfen.

Man kann es schaffen, dazu zählt aber auch, aufstehen, bevor die Sonne aufgeht und motoren bis in die Dunkelheit. Nächsten Tag nochmal, dann ist man da. Falls man die Stromoder nutzen kann.

Aber erholsamer und stressfreier sind tatsächlich drei Tage.

Übrigens - zu meinem neuen Lieblingsübernachtungsplatz auf dieser Tour hat sich PCK Schwedt gemausert. Nicht die Ölraffinerie, sondern der zugeordnete Kanuverein.
Die waren und sind ja Leistungszentrum und da ist richtig Knete reingesteckt worden.
Von dort kann man auch mit dem Zug fahren, falls Chefchen darauf besteht, dass man am ersten oder letzten Arbeitstag unbedingt Anwesenheit und Elan vortäuschen soll.

Dort im Hafen haben wir diesjahr eine der schönsten Mondfinsternissen der letzten und kommenden Jahrzehnte beobachten können.
Blutmond ohne Lichtsmog bei rotem Vino, gemütlich in der Plicht, an einem warmen Sommerabend - unbezahlbar.

Wer nicht nur segeln kann, sondern auch paddeln - die PCKler dürfen ein paarmal im Jahr ins Biosphärenreservat Oderbruch reinpaddeln, als geführte Tour in eines DER Vogelschutzgebiete von europäischem Rang.

VG Eric

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