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Dieses Thema hat 23 Antworten
und wurde 1.483 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
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hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

06.04.2017 23:39
#16 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Hallo Eric.
Da kann ich mich strecken wie ich will:Großfall fieren, Reffhaken einhängen, Großfall sofort wieder dicht nehmen. Das alles zusammen geht nicht.
Es ist für jedes Reff diese Vorrichtung vorhanden, eine Bb und ein Stb vom Großsegel bzw. Mast. Sie besteht jeweils aus den folgenden Teilen:
1. Leine in die Refföse geknotet.
2. Ein Block oder eine Öse am Lümmelbeschlag
3. Ein Umlenkblock am Mastfuß.
4. Eine Klemme auf dem Kajütdach.
Diese Reffleine läuft: Refföse - Block oder Öse am Lümmel - Block am Mastfuß - Hebelklemme.
Die Öse fürs 1. Reff kann also nicht tiefer kommen als der Block (die Öse) am Lümmelbeschlag.
Cunningham: Das Gattchen für das Einknoten der Cunninghamleine sitzt ja tiefer als die unterste Refföse. Also kann damit bei gerefftem Groß das Vorliek nicht mehr heruntergezogen werden. Aber das ist ja logisch und bekannt. Bei gerefftem Groß muß die Vorliekspannung halt mit dem Großfall eingestellt werden. Wenn gerefft werden muß blästs ja. Ein Cunnigham ist dann nach meiner Meinung überflüssig, denn dann öffnet sich das Groß wegen Winddruck und Mastbiegung (Achterstag) oben auch so.
Meine Hebelklemmen (Easy Lock) halten zuverlässig von 5 bis 12 mm. (Für die Reffleinen habe ich 8er).
Ja, die Reffhaken haben mich gestört und ich hab sie abgeflext. Jetzt kann nichts mehr dran hängen bleiben.
Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

07.04.2017 02:01
#17 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Hallo Helmut, danke für den Nachtrag. Ich verstehe.

Vielleicht kannst du ja bei Gelegenheit mal ein Bild dieser Rollen (Ösen) am Lümmelbeschlag machen und das hier reinsetzen (vorher die Dateigröße verkleinern)

Cunnigham ist natürlich nur ein Trimminstrument vorm Reffen. Da ist der Strecker aber durchaus interessant.
nach dem reffen wird nur noch übers Großfall gestreckt. Im Reff 1 beeinflusse ich aber noch das Profil, denn ich habe da seitlich am Grossbaum diesen verstellbaren Liegeblock. Ich kann also bei Halbwind und Raumem Wind noch mehr Druck ins Gross zaubern. Das hilft Wellen besser auszusteuern und macht den Kahn auch schneller, als wenn das Tuch nur flach gezogen ist.

Eine Sache mache ich anders - die Reffleinen beginnen bei mir nie im den Reffaugen, sondern sind dort nur umgelenkt. Das ergibt die doppelte Haltekraft, bzw halbe Kraft auf der Klemme.

VG Eric

Ja, die Reffhaken haben mich gestört und ich hab sie abgeflext.

Der goldene Schnitt.
http://shop.ultramarin.com/ausbauzubehor/reffhaken.html

Ich glaube, die so kunstvoll mit Mittelsteg auf den Lümmelbeschlagsbolzen geschweissten Reffhaken der Jantar, sind noch ein bisschen teurer.
Wenn sie jetzt noch funktionieren würden, das wäre ja toll...
Nicht kommentieren.
Wahrscheinlich funktionieren sie bei allen, nur nicht bei mir. Aus purer Gemeinheit lassen sie das Reff 1 aufs Deck entwischen.

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

07.04.2017 10:06
#18 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Hallo Eric

Zitat von eric im Beitrag #17
Eine Sache mache ich anders - die Reffleinen beginnen bei mir nie im den Reffaugen, sondern sind dort nur umgelenkt. Das ergibt die doppelte Haltekraft, bzw halbe Kraft auf der Klemme.

Die achteren Reffleinen habe ich genauso geschoren. (schon um die Zugrichtung (nach achtern/nach unten) zu verteilen.
Bei den vorderen Reffleinen ist das aber nicht nötig; diese sind ja viel kürzer. Zum holen muss auch nicht viel Kraft aufgewendet werden. Das Groß-Vorliek ist in diesem Moment ja lose. Es muss nur die Lose aus der Leine genommen werden. Die Leine wird geholt, bis sie zu Blocks kommt und dann in die Klemme gegeben. Kaft kommt erst drauf, wenn das Großfall wieder dicht genommen wird. (Also genau so wie beim Reffhaken). Damit der (neue) Segelhals nicht nach oben oder achtern wandern kann, sollte reckarmes Material für die vorderen Reffleinen gewählt werden.
Werde ein Foto von den beiden Blöcken am Lümmelbeschlag machen.

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

07.04.2017 14:06
#19 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Ja, aber...

Hallo Helmut, es geht schon auch um die Haltekräfte. Der Haken hält unendlich (wenn er hält) Das ist sein entscheidender Pluspunkt.
Die Untersetzung ist ja leicht herzustellen. Dafür muss nur das Ende statt am Reffauge angeknotet, durchs Reffauge durchgesteckt und irgendwo am Mastfuss angeschäkelt werden. Halterungen sind ja üppig vorhanden.

Dass man kraftfrei refft - mache ich genauso. In diesem Zusammenhang habe ich das mit den Rollen im Reffauge noch nie verstanden. Dadurch soll weniger Reibung beim Reffen entstehen. Ich hatte so einen Block drin, aber der hat mir nur das Tuch verzogen und die Refföse seitlich belastet.
Bei Nichtgebrauch hatte ich noch was, was da vorne rumklappert und wie du schon sagst, die Kraft kommt ja erst wieder beim Fall durchsetzen.

Reff 1 war auch nicht das Problem, es ist der Übergang ins Reff 2.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

07.04.2017 16:39
#20 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Hallo Eric.
Bei der Bedienung kommen keine großen Zugkräfte auf weder am (neuen) Schothorn, noch am (neuen) Segelhals. (Es geschieht ja alles ohne Winddruck und bei losem Vorliek und Unterlieck und der Baum hängt an der Dirk. Es müssen nur Schothorn und Segelhals bombenfast an der Stelle gehalten, d.h. es darf nichts nachgeben wenn wieder Zug (Vorliek/Unterliek) auf Horn und Hals kommt. (Daher am besten reckarmes Tauwerk nehmen). Wer da meint großartige und (evtl noch reibungsarme) Übersetzungen zu brauchen hat was falsch verstanden oder macht was falsch. Die Führung der Reffleine DURCH die Refföse ist aber aus einen andern Grund eine gute Idee: Das Tuch wird dann nicht so einseitig verzogen. (An Hals und Horn aber wohl eher ein ästethisches Problem).
Hier noch die versprochen Fotos (Aufnahme unter der Persenning - Groß unten. Die Blaue ist die vordere Reffleine).

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

07.04.2017 20:07
#21 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Hallo Helmut, interessante Lösung.


Du hast irgendwie einen ganz anderen Beschlag, als ich. Bei mir sind vorne wie hinten im Großbaum drei Umlenkrollen.

Die Blöcke bei dir sehen ganz schön verbogen aus, aber das ist wahrscheinlich egal, weil das ja eh nur Umlenkpunkte sind.
Der Lümmelbeschlag ist insgesamt deutlich massiver, als bei mir.
Die Reffleine ist so dünn, wie die rosafarbene im Hintergrund. Rosa ist die bei mir auch nur dort, wo die Sonne raufscheint.

Was hast du da seitlich am Grossbaum für eine Leine? Die mit dem Schnappshäkel?

Danke für die Fotos, jetzt habe ich es verstanden. :-)

Schönes Wochenende wünscht
Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

08.04.2017 00:46
#22 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Guten Abend Eric

Zitat von eric im Beitrag #21
Du hast irgendwie einen ganz anderen Beschlag, als ich. Bei mir sind vorne wie hinten im Großbaum drei Umlenkrollen.

Das Foto zeigt ja nur den Lümmelbeschlag. Dieser ist aus Aluguss. Der Großbaum selbst hat bei mir schon auch die drei Rollen eingebaut. Da kommt bei mir aber nur die achtere Reffleine raus (Ich habe nur ein Reff getakelt, weil ich nicht am Meer segle).

Zitat von eric im Beitrag #21
Die Blöcke bei dir sehen ganz schön verbogen aus, aber das ist wahrscheinlich egal, weil das ja eh nur Umlenkpunkte sind.

Ja, ist egal. Könnten auch durch einfache Führungsösen (Ringschrauben) ersetzt werden. Hauptsache die Leine passt durch.

Zitat von eric im Beitrag #21
Die Reffleine ist so dünn, wie die rosafarbene im Hintergrund.

Die blaue ist eine 8er ummantelte Dynemaa. Und die auf der anderen Seite ist ist nur eine ganz kurzer 6er Stropp, welcher nach oben zur Cunningham-Kausch und nach unten zu einer Talje führt.

Zitat von eric im Beitrag #21
Was hast du da seitlich am Grossbaum für eine Leine? Die mit dem Schnappshäkel?

Das sind zwei vorbereitete Bullenstander links und rechts des Großbaums. Die laufen im nichtbenutzten Zustand am Baum entlang und fahren in der Nähe der Baumnock durch eine Bohrung ins Bauminnere. Ein Teil der Gesamtlänge der Bullenstander wird bei durch Gummistropps in den Baum gezogen. Außerdem halten die Gummis die Leine straff, damit sie nicht rumschlabbert. Benutzung dieser Vorrichtung: An den Mast vor, einen der Schnappschäkel (natürlich den an der Leeseite)aushängen, und den Bullenstander bis zum Anschlag aus dem Großbaum herausziehen. Dann den Schnappschäkel aussen an den Wanten vorbei führen und an einer bestimmten Stelle vorne am Boot einhaken. Vorteil dieser Vorrichtung: Man braucht nicht erst an die Baumnock um eine Leine (eben den Bullenstander) zu befestigen. (Ein Bullenstander ist, wenn man allein ist und und bei Welle mit dem Autopiloten fahren will unverzichtbar).

Dir auch ein schönes Wochenende
Helmut

FSA Segelsport GmbH Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 175

02.05.2017 23:14
#23 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Bei einem Update zum wirklichen Einleinen-Schnellreffsystem ist
der originale Reffhaken völlig überflüssig. Bei Bedarf bitte anrufen -
wir erklären euch das gerne telefonisch oder per mail.

FSA

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

04.05.2017 09:05
#24 RE: Frage zum Reffen Zitat · Antworten

Ich habe jetzt auch das Prinzip der nach Achtern geneigten Reffhaken verstanden.
Mein Problem lag (liegt) darin, dass ich bei Reff 1 immernoch Profil ins Segel bringe und damit löst sich die Spannung und dann fliegt der Salat vom Haken. Anwenderfehler.

Ob man die Reffhaken entfernt oder nicht, ist eine Sicherheitsfrage. Binnen ist es vollkommen egal, da ist es auch schön, schnell mal aus der Plicht heraus zu reffen. Nur in einem aufkommenden Seesturm sind die Haken und vielleicht noch ein zusätzliches Band durchs Reffauge und um den Baum herum einfach ein beruhigendes Gefühl. Entschärft es im Sturm die Reffleine vom Einleinenreff hat man ein echtes Problem.
Nicht nur, dass es mit ziemlicher Sicherheit Verletzte gibt, so schnell kann man den Baum auch garnicht aus der Plicht heben, wie der Kahn das als ausgerefft und dichtgezogene Schot interpretieren würde. Ich habe jetzt schon zweimal mit der Jantar flach auf dem Wasser gelegen. Einmal Binnen, einmal auf See.
So ein richtiges Kielboot ist die nicht. Es lohnt sich, mögliche Probleme im Vorfeld zu entschärfen.
Die Reffhaken sind einfach Gürtel mit Hosenträger. Das hält auf alle Fälle.

Schraubt ja auch keiner die Gurte ab, trotz Airbags. Man kann sie dranlassen. Beruhigt.
Dran verhakeln kann sich das Einleinereff höchstens beim Ausreffen und das ist ja nach dem Sturm.

VG Eric

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