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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 1.146 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Ulf Offline

Neues Mitglied

Beiträge: 2

05.02.2017 15:15
Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Hallo Jantarianer
Zunächst vielen herzlichen Dank für die interessanten Beiträge, nach den Motto, man lernt nie aus. Einfach super, denn so manch ein Problem wird hier gelöst.
Als Teilnehmer bei Einhand Silver Rudder 2016 mußte ich feststellen bei zweimaliger Grundberührung, jetzt doch mal einen Tiefenmesser einzubauen.
Ich hab mich für einen Nasa Clipper Inneneinbau entschieden, aber wo ist nun der beste Einbauort. Das Teil soll störungsfrei laufen, laut Beschreibung Fahrtrichtung vor dem Kielschaft, aber da ist nach 50 cm die Bordbatterie. Ist eine Positionierung gleich daneben möglich, zumal auch das Kabel da entlang läuft. Gibt's von der Batterie aus überhaupt eine Art Spannungsstörung. Wo habt ihr euren Tiefenmesser eingebaut ?
Hat die Jantar nicht einen Doppelrumpf, da muss dann sicher ein großes Loch gebohrt werden.
Grüße aus Bayern
Ulf

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

06.02.2017 13:08
#2 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Hi Ulf,

ich habe Anfangs auch darüber nachgedacht an genau der von Dir beschriebenen Stelle ein Durchbruchsensor zu verbauen. Ich habe mich dann letztendlich dazu entschieden ein langes V4A Flachstahl an die Seite der Aussenborderhalterung anzuschrauben. Unten dran dann einen Sonar-Geber der Firma Vexilar (250US$). Dieser Geber spawned ein WLAN Netz auf in das man sich dann mit einen wasserdichtem Tablet einloggen kann. Zusammen mit der Software Boating der Firma Navionics ein sowohl qualitativ als auch preislich nicht zu überbietendes Gespann. Wenn man das Tablet eh schon hat dann bleibt es bei den 250US$ plus 25€ Jahresgebühr für das Boating Programm. Für die 25€ bekommt man auch immer die aktuellsten Karten und kann sogar seine eigenen Sonardaten zu Navionics hochladen und zur Genauogkeit der Seekarten beitragen. Ich habe so schon den ganzen Wannsee vermessen.

http://www.navionics.com/de/sonarphone

Ciao
SCT

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

06.02.2017 16:06
#3 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Zitat von sct im Beitrag #2
...ein sowohl qualitativ als auch preislich nicht zu überbietendes Gespann. Wenn man das Tablet eh schon hat dann bleibt es bei den 250US$ plus 25€ Jahresgebühr für das Boating Programm. Für die 25€ bekommt man auch immer die aktuellsten Karten und kann sogar seine eigenen Sonardaten zu Navionics hochladen und zur Genauogkeit der Seekarten beitragen.

Ich habe so schon den ganzen Wannsee vermessen.


Ach du warst das?

Hi SCT, warum so teuer?

Nimm ein altes Handy und eine Knotenschnur und schmeiss das auf Tiefe. Das liefert exaktere Tiefenangaben als so ein Fischfinderersatz.
Es ist natürlich toll, wenn das Teil die Daten gleich mal aufs spritzwassergeschützte Tablett lädt.
Sowas hat ja ohnehin jeder an Bord, das kann also beim Zusammenrechnen der unglaublich günstigen Lösung schon mal entfallen.

Was ich mich allerdings besorgt frage - was nutzen denn Tiefenangaben am Heck? Wenn du auf die Klamotte gekracht bist, dann weisst du, dass du da besser nicht langgesegelt wärst? Aber dann ist diese Erkenntnis auch egal.

Wirklich sinnvoll ist m.E. nur ein Geber vor dem Kiel.

Hallo Ulf, zu deiner Frage nach dem Einbauort.

Exakte Werte, bzw. Werte mit ausreichend geringer Fehlerquote, um sie zum Segeln zu verwenden, liefern ausschliesslich hochwertige Echolotgeber, die besser VOR der Grundberührung messen sollten. Und damit können das nur Einbaugeber sein. Davon gibt es für Trailerboote interessant - zwei Sorten.
Den flachen Durchbruchgeber und den Inneneinbaugeber ohne Durchbruch.

Da die Jantar einen ausgeschäumten Rumpf hat, ist der Inneneinbaugeber eher schwierig einzubauen, da man den direkt auf die untere Rumpfschale bringen muss.
Der sendet ja ein Signal in einem sehr engen Bereich (anders als das Breitbandsignal eines Fischfinders) und misst die Reflexionszeit. Segelt man durch eine Flachwasserzone und hat gleichzeitig verkrauteten Untergrund, bekommt der Geber Störreflexionen und liefert unzuverlässige Werte.
Das gleiche passiert, wenn das Signal erst noch eine ausgeschäumte Doppelschale durchläuft.

Deshalb wird empfohlen, den Geber auf die äußere Schale aufzukleben.
Das heisst, du hast mit dem angeblich einfacher einzubauenden Geber gleich mal eine tolle Baustelle, so mit Rumpfinnenschale auffräsen und Geber aufkleben und alles wieder vergiessen und dauerhaft zuepoxieren, wo eventuell Wasser in den weit geöffneten Schaum eindringen könnte.

Das ein geöffnetes Sandwich ein statisches Problem darstellt, wird bei einer kleineren Öffnung kaum ins Gewicht fallen, ist aber gerade um den Kielkasten herum, bei einer minimal ausgelegten Sandwichdicke auch nicht schön.

Alternativ kannst du das Ding auf der Backbordseite neben den Kielkasten setzen, dort ist die Jantar einlagig ohne Schaum.
Aber dort passt zufällig exakt eine handelsübliche Kühltasche rein und eine gut gefüllte Kühltasche rein- und rauszuwürgen und das genau über einem Sensibelchen, wie einem ölgedämpften Aufbaugeber, na ich weiss nicht, ob das so eine gute Idee ist.
Ich würde auch keine Batterie auf den Geber stellen. Fest verankert und daneben dürfte kein Problem sein.

Ich weiss auch nicht, wo da der Vorteil gegenüber einem Durchbruchgeber sein soll.

Hier bohrt man ein Loch, möglichst mit Helfer, der ein Gegenstück hält, damit nichts ausreisst, versiegelt die ca 1-2 cm dünne Schaumlage mit Epoxi und klebt den Geber ein. Da ist ein Kabel dran, das wird an die Aussenanzeige gesteckt, fertig.
Den Geber gibts z.B. von Raymarine für unter 100 Euro und das passende Anzeigegerät für unter 200.

Ist auch Geld, aber dann hat man wenigstens Werte, die einem was nutzen und man hat ja auch manchmal Sonne beim Segeln und dann steht da auf dem Display eine bestens ablesbare, große Zahl und auf die kann man schnell reagieren.
Die sieht man auch aus dem Augenwinkel.
Früher waren das Analoganzeigen, die erfasst der Mensch auch mit 40 Fieber. Deshalb gibt es bis heute Tachos mit Zeiger und Analog anzeigen in digitalen Instrumenten in Flugzeugen und AKW ganz genauso.
Aber die nächst bessere Lösung ist eine monochrome Digitalanzeige mit großen Ziffern.

Bei einigen Geräten kann man sogar einen Tiefenalarm einstellen.

Was dagegen in der Totalreflexion des Tabletts rauszulesen ist, wenn da die Sonne aufs Display knallt, im Mäusekino einer überfrachteten Karte, das ist eher fraglich.

Natürlich ist ein Plotter oder so ein Tablett toll, wenn es mal neblig wird oder unübersichtlich, keine Frage.
Aber will man da die ganze Zeit raufglotzen? Nur um die Tiefe abzulesen? Die dauerhafte Information in Echtzeit wäre ja das Entscheidende, wenn man in Gebieten mit Flachs rumsegelt.

Übrigens - das Display mit den großen Zahlen erkennt man auch, wenn es mal wieder rauh und richtig nass zugeht, so mit Schlagregen und Wellengang, Kajütschott verrammelt und Ölzeug zu bis zum Hals. Kommt ja auch manchmal vor.
Kein Wetter für ein Tablett und sei es auch noch so wasserdicht. Bei solchen Bedingungen braucht es fest installierte Geräte und Halterungen, auf die keiner rauflatscht oder sich aus versehen dran festhält, wenn es den Kahn aufs Wasser legt.

Ein Laptop kann im Hafen geklaut werden, dann hat man nichts.
Ich habe aber noch nie gehört, dass selbst der dümmste Dieb einen fest eingeklebten Geber raussägt (würde ziemlich nass werden) oder das im Kajütschott eingebaute Anzeigedisplay rausfummelt und damit wegrennt.

Schäden durch Grundberührung bei Hubkielern können auch schnell mal zum wirtschaftlichen Totalverlust werden und wenn man dann seinem Versicherungsmenschen erklärt, dass man mit einem Fischfinder am Heck unterwegs war und sich nicht erklären kann, warum man den Findling am Müritzufer auf dem verspiegelten Display seines Tabletts erst erkannt hat, nachdem der den Kiel in die Rumpfschale gehebelt hat, dann kann ich mir gut vorstellen, dass das ein ziemlich schwieriges Gespräch wird.



In den eiszeitlich geprägten Küstenregionen gibt es mehr Findlinge als Sommerurlauber. Wenn da "unrein" in der Karte steht, ist nicht die Badewasserqualität gemeint.

VG und viel Spass bei der Entscheidungsfindung

Eric

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

07.02.2017 11:00
#4 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #3
Sowas hat ja ohnehin jeder an Bord, das kann also beim Zusammenrechnen der unglaublich günstigen Lösung schon mal entfallen.

Nein, ehrlich ich meine das Ernst. Mag sein das das bei dir nicht so ist und Du kein Tablet hast. Dann kommen da natürlich noch die Kosten von einem Tablet dazu.
So ein Tablet ist auch für andere Dinge gut zu gebrauchen und ich möchte es nicht mehr missen. Ich nutze es täglich. Auch im Winter Zuhause wenn ich gar nicht segeln kann. Fürs Boot habe ich mir übrigens noch eine Halterung für 49,-€ gekauft welche auch die Stromversorgungskontakte benutzt. Da kann man dann den Gummideckel auf den USB-Port machen und dann ist das Ganze wirklich dicht. Ich habe damit jetzt 1 Saison Erfahrung im Havelläder Flachwasser mit defekten Kiel (dauerhaft unten) und kann nichts schlechtes darüber berichten bzw. bin begeistert. Ich hatte keine Grundberührung, auch deshalb weil die Navionics Karte mich schon 300m davor warnt wenn es flach wird.

Zitat von eric im Beitrag #3
Was ich mich allerdings besorgt frage - was nutzen denn Tiefenangaben am Heck? Wenn du auf die Klamotte gekracht bist, dann weisst du, dass du da besser nicht langgesegelt wärst? Aber dann ist diese Erkenntnis auch egal.

Diese Überlegung habe ich vor Benutzung auch angestellt und wurde von der Wirklichkeit positiv eingeholt, das das kein Problem ist, wenn man bei der "Boating"-App 2m als Alarmtiefe einstellt. Da hat man wirklich genug Zeit bzw. noch etwa 15-20m noch umzusteuern. Der große Clou ist ja auch die gleichzeitig dargestellte Karte mit der exakten eigenen Position. Die Karte hat sehr detailierte Tiefenangaben so dass man sich auch informieren kann ob es auf der beabsichtigten Route etwas flacher werden könnte.

Summmasummarum: Ich bin absolut überzeugt von dieser Lösung. Hat man eh ein 10,1 Zoll Tablet gibt es keine preiswertere Kartenplotterlösung.
Die Vorteile zusammengefasst:
- Billigster Kartenplotter ever (wenn Tablet eh vorhanden), Empfehlung: "SONY Xperia Tablet Z1 LTE" mit Original Halterung
- Sehr genaue Tiefenangaben und auch Temparatur
- Drahtlose Datenübertragung der Tiefenangaben (keine Kabel)
- kein Loch im Boot und kann bei einem Verkauf wieder entfert werden
- Navionics Karte für nur 25,-€/Jahr

Nachteile:
- Übertragung der Tiefenangaben per WLAN (kein Internet in der Zeit möglich) --> Bluetooth wäre perfekt gewesen
- Navionics Karten sind leider nicht für die Navigation zertifiziert
- Navionics Karten funktionieren leider nicht überall (gesperrt z.B. in Dänemark)

Link: https://webapp.navionics.com/

Ciao
SCT

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

08.02.2017 13:12
#5 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Zitat von sct im Beitrag #4
Zitat von eric im Beitrag #3
Sowas hat ja ohnehin jeder an Bord, das kann also beim Zusammenrechnen der unglaublich günstigen Lösung schon mal entfallen.

Nein, ehrlich ich meine das Ernst. Mag sein das das bei dir nicht so ist und Du kein Tablet hast. Dann kommen da natürlich noch die Kosten von einem Tablet dazu.



Hallo SCT, so siehts aus.
Binnen brauche ich das nicht, da sehe ich ja, wo ich bin und wenn nicht - Brötchennavigation - du gehste einfach früh zum Bäcker und guckst, was auf der Tüte steht. Dann weisst du auch wo du bist. Für Bootswanderurlaub hinreichend genau. Bei Backketten funktioniert das nicht, aber zu diesen Steuervermeidern und Sklaventreibern geht ja auch keiner hin, oder doch?

Wo ich Navigation brauche, geht es doch überwiegend so rauh und nass und salzhaltig zu, dass das die Hardware abkönnen muss, sonst gilt sie als nicht bordtauglich. Dem Schickimickizeugs mit dem angebissenen Apfel drauf, möchte ich das lieber nicht zumuten. Das kann auch GPS nicht richtig, geschweige denn ГЛОНАСС. Glonass ist ja das System, das die Navigation auf den Punkt bringt, statt nur in die Nähe, aber leider wegen des neu entflammten kalten Krieges bei etlichen Tabletts blockiert ist, auch wenn die herstellerseitig (sprich China, Korea, Taiwan) beides können.
Oft wird es auch einfach nicht erwähnt. Dein Sony Z kann z.B. Glonass. In den meisten Tests und Verkaufsangeboten steht das aber nicht drin, ganz zu schweigen von den Kompaktinfos beim "Ich bin doch nicht bescheuert"-Händler.

Übrigens - wenn du dem Thema elektronische Navigation, Software, Tabletten usw. praktische Erfahrungen gesammelt hast, dann bereichere doch mal unser kleines Forum mit so einem Basisbeitrag. Vielleicht mal mit Foto, wie das aussieht auf dem Bildschirm, wenn du von A nach B schipperst.
Sicher kennen sich auch andere aus und ich kann mal die Klappe halten und nur mitlesen.

Ich habe nämlich keine Ahnung und bis letztes Jahr nur nach Karte und Kompass navigiert. Jetzt lese ich bei Seereisen jede Stunde mal die Position vom Hand-GPS ab und gucke mal in der Karte nach, ob ich halbwegs da bin, wo ich mich nach Karte und Kompass, Uhr und Logge vermute. Eine zweite Meinung sozusagen, denn oft erkennt man schon ein paar Meilen weiter draussen keine Landmarken mehr und bei der Eierei, die die Jantar in Wellen hinlegt, kannst du Kompasskurs und Geschwindigkeit nur grob schätzen.

Andererseits ist es ganz witzig, wenn man nach dem Schwedentrip und 10 Std Schaukelei tatsächlich Hiddensee trifft und nicht Swinemünde oder Travemünde Aber es bleibt ohne GPS doch ein Ratespiel. Das war bislang mein weitester Trip nach Karte und Kompass. Nur dass es unnötig Nerven kostet, wenn schweres Wetter aufkommt.
Also ich akzeptiere ganz klar, dass el. Navigation Vorteile haben kann und wäre ganz froh, über ein bisschen Anschubs, wie ihr das handhabt.

Wäre ja toll, wenn auch einige Seefahrer einsteigen und mal erklären, wie sie unterwegs mit dem Tablett zurecht kommen und was sie dafür nutzen.
Freie Tonne hat ja leider immernoch weniger Informationsdichte als die Übersichtskarte Europa in meinem Taschenkalender und schon gar keine Tiefen.

Auf See bin ich ja ohnehin verpflichtet, Papierkarten zu haben, da komme ich sowieso nicht dran vorbei. Ist vielleicht ganz gut, denn die fallen nicht aus, wenn mal eine Welle in die Plicht einsteigt. Insofern wird die el. Navigation eher die zweite Meinung, als durchgängig Mäusekino laufen zu haben.
Und mal ehrlich - binnen?
Guckst du Strandbad Wannsee, weisst du wo bist du.

Wenn dich Navionics in Brandenburg schon 300m vorher vor Flachstellen warnt, wo segelst du dann?

Zitat von sct im Beitrag #4

Summmasummarum: Ich bin absolut überzeugt von dieser Lösung. ...
- Navionics Karte für nur 25,-€/Jahr



Ich jetzt auch.

Zitat von sct im Beitrag #4

Nachteile:
- Übertragung der Tiefenangaben per WLAN (kein Internet in der Zeit möglich) --> Bluetooth wäre perfekt gewesen
- Navionics Karten sind leider nicht für die Navigation zertifiziert
- Navionics Karten funktionieren leider nicht überall (gesperrt z.B. in Dänemark)


Verstehe ich nicht. Auf See habe ich ja kein WLAN und kein Internet.
Ich dachte, das ist eine Offlinelösung. Der Punkt, wo bin ich, kommt ja über Satelit. Den muss doch die Navigationslösung in ihre Karte eintragen können, auch ohne dass ich in Landnähe bin und Navionics ist doch Navigation. Die machen ja nix anderes. Was bedeutet denn, dass das nicht zertifiziert ist?
Und Dänemark nicht? Darum gehts doch. Auf der Müritz muss ich ja nur die Tonnen abhaken und in Brandenburg kommt alle Nase lang eine Brücke, da steht ja dran, wo man ist, zusätzlich zur Gewässerkilometrierung.

Um Aufklärung wird gebeten.

VG Eric

p.s. Kiel immer unten?
Wieso, weshalb, warum?
Hattest du das nicht erst neu schweissen lassen? Passt es jetzt nicht mehr in den Kielkasten? Kielfall gerissen? Kann man helfen?

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

08.02.2017 14:23
#6 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #5
Übrigens - wenn du dem Thema elektronische Navigation, Software, Tabletten usw. praktische Erfahrungen gesammelt hast, dann bereichere doch mal unser kleines Forum mit so einem Basisbeitrag. Vielleicht mal mit Foto, wie das aussieht auf dem Bildschirm, wenn du von A nach B schipperst.
Sicher kennen sich auch andere aus und ich kann mal die Klappe halten und nur mitlesen.

Im Moment komme ich nicht zum Boot um da mal ein Foto zu machen. Aber im prinzip würde man da aber auch nur ein Tablet auf einer halterung sehen die wiederum an die Bordwand neben dem Niedergang montiert ist. Ansonsten natürlich noch den Flachstahl-Halter für den Geber und das Kästchen dazu welches ich in die Backskiste montiert habe.
Lange Rede, kurzer Sinn: Im Grunde kann man das nur vorführen um tatsächlich von den Vorteilen zu überzeugen.


Zitat von eric im Beitrag #5
Auf See bin ich ja ohnehin verpflichtet, Papierkarten zu haben, da komme ich sowieso nicht dran vorbei. Ist vielleicht ganz gut, denn die fallen nicht aus, wenn mal eine Welle in die Plicht einsteigt. Insofern wird die el. Navigation eher die zweite Meinung, als durchgängig Mäusekino laufen zu haben. Und mal ehrlich - binnen?
Guckst du Strandbad Wannsee, weisst du wo bist du.
Wenn dich Navionics in Brandenburg schon 300m vorher vor Flachstellen warnt, wo segelst du dann?

Gerade binnen und am Bodden sind die Tiefenangaben besonders wertvoll. Also dort wo Untiefen besonders häufig sind. Draussen auf der Ostsee ist es immer tief genug. Da will man eher wissen ob man auf dem richtigen Kurs ist wenn man kein Land mehr sieht (wie du schon richtig erkannt hast).


Zitat von eric im Beitrag #5
Verstehe ich nicht. Auf See habe ich ja kein WLAN und kein Internet.
Ich dachte, das ist eine Offlinelösung. Der Punkt, wo bin ich, kommt ja über Satelit. Den muss doch die Navigationslösung in ihre Karte eintragen können, auch ohne dass ich in Landnähe bin und Navionics ist doch Navigation. Die machen ja nix anderes.

Ja klar, GPS und die Kartendarstellung funktioniert auch ohne Internetzugriff. Aber was ist wenn du mal nach dem Wetter schauen willst oder die Telefonnummer von dem Hafen den Du ansteuern willst? Dann musst du halt jedesmal WLAN abschalten damit du Internet hast. Aber WLAN brauchst du ja für die Übertragung der Tiefendaten von dem geber der da im Wasser ist.

Zitat von eric im Beitrag #5
Was bedeutet denn, dass das nicht zertifiziert ist?
Und Dänemark nicht? Darum gehts doch. Auf der Müritz muss ich ja nur die Tonnen abhaken und in Brandenburg kommt alle Nase lang eine Brücke, da steht ja dran, wo man ist, zusätzlich zur Gewässerkilometrierung.

Na das bedeutet ganz einfach dass Navionics nicht zur Navigation freigegeben ist. Das ist natürlich nur eine Aussage mit der sich Navionics absichert. Und wegen Dänemark habe ich mal geschaut: Also auf den PC-Karten ist Dänemark bei den höheren Zoomstufen gesperrt. Es kommt da ein Hinweis dass das von irgendeiner Dänischen Behörde gesperrt wurde weil die Lizenz von Navionics nicht bezahlt wurde. Dies gilt allerdings nicht für die - von mir bezahlte - Android Version. Auf meinem Android Gerät sehe ich gerade den Hafen von Rönne in allen Zoomstufen.


Zitat von eric im Beitrag #5
p.s. Kiel immer unten?
Wieso, weshalb, warum?
Hattest du das nicht erst neu schweissen lassen? Passt es jetzt nicht mehr in den Kielkasten? Kielfall gerissen? Kann man helfen?

Der klemmte letzte Saison. Ich habe das Kiel nicht mehr bewegen können. Es ging dann nur noch einmal runter mit einem schönem Holzvierkant und einem 5kg Fäustel und 200x schlagen. Der Handwerker der den damals angefertigt hatte, hat das Ding extrem auf Kante gefertigt. Will heissen ohne einen Millimeter Luft. Und wenn dann Dreck dazwischen kommt oder das Gleitfett mit der Zeit verharzt, dann klemmt das dann halt.
Im Oktober habe ich das dann das 4mm Niro-Blech mit einem 3kg Kugelhammer so gedengelt das dann nun immer Luft ist zum hoch- und runterlassen. Der Praxisbeweis in dieser Saison steht aber noch aus.

Ciao
SCT

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

06.04.2017 22:26
#7 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Hallo Ulf

Zitat von Ulf im Beitrag #1

Ich hab mich für einen Nasa Clipper Inneneinbau entschieden.

Also sind die Würfel schon gefallen zugunsten Inneneinbau, denn der Nasa Clipper ist nur für den Inneneinbau geeignet. Inneneinbau kann man machen, ist aber nicht weniger Aufwand als einen Durchbruchgeber zu montieren.(Psychologischer) Vorteil: Kein Loch im Schiff. (Echte) Vorteile: Bei Geberdefekt leicht auswechselbar, keine Dichtheitsprobe erforderlich. (Geringfügiger) Nachteil: die maximal messbare Tiefe wird etwas verringert. Nasa Clipper = billig.
Empfehlung: Geber nicht direkt anlaminieren, sondern in ein flüssigkeitsgefülltes Aufnahmerohr stecken, sonst

Zitat von Ulf im Beitrag #1
aber wo ist nun der beste Einbauort.

Genauso wie die Einbauanleitung sagt: Bei einem Segelboot vor dem Kiel. (Und auf gar keinen Fall neben dem Kiel!)

Zitat von Ulf im Beitrag #1
aber da ist nach 50 cm die Bordbatterie.

Macht nix, dann halt zwischen Bordbatterie und Kielkasten. Nur darauf achten, dass über dem Aufnahmerohr genug Höhe ist, um den Geber einzuführen.

Zitat von Ulf im Beitrag #1
Ist eine Positionierung gleich daneben möglich.

Ja, wäre auch möglich. In diesem Fall jedoch besonders darauf achten, dass der Einbau der Aufnahmerohres senkrecht erfolgt, d.h. parallel zum Kielkasten.

Zitat von Ulf im Beitrag #1
Gibt's von der Batterie aus überhaupt eine Art Spannungsstörung.

Nein, die Batterie stört nicht, selbst wenn Batteriestrom fliesst. Da das Kabel vom Geber zum Instrument immer geschirmt ist, würde nicht mal ein AB o.ä. stören.

Zitat von Ulf im Beitrag #1
Wo habt ihr euren Tiefenmesser eingebaut ?

Vor dem Kielkasten als Durchbruchgeber.

Zitat von Ulf im Beitrag #1
Hat die Jantar nicht einen Doppelrumpf.

Nein, die Jantar 21 hat keinen Doppelrumpf, aber stellenweise eine Doppelschale (Sandwich), leider auch vor dem Kielkasten. Eine Doppelschale macht den Einbau generell etwas aufwendiger, egal ob Durchbruch- oder Innengeber. Das Aufnahmerohr eines Innengebers darf auf keinen Fall auf die Innenschale laminiert werden, sondern auschließlich (von innen natürlich) auf die Aussenschale. Wird es auf die Innenschale "gepappt" so kann es sein, dass nur irreale Werte angezeigt werden. Einbauanleitung der Herstellers beachten!

Zitat von Ulf im Beitrag #1
da muss dann sicher ein großes Loch gebohrt werden.

Das Loch darf nur in die Innenschale gebohrt werden und es muss einen deutlich größeren Durchmesser als das Aufnahmerohr haben. Achtung: Aussenschale nicht anbohren! (Wenn der Schaum kommt zu bohren aufhören; den Schaum mit dem Messer entfernen).

Zitat von Ulf im Beitrag #1
Grüße aus Bayern Ulf


Grüße vom Ammersee
Helmut

FSA Segelsport GmbH Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 175

02.05.2017 23:30
#8 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Unsere Empfehlung : eindeutig Durchbruchgeber, da bei auf die Innenseite der
Aussenschale Lufteinschlüsse im Laminat vorhanden sein können, die die angezeigten
Werte völlig verfälschen.

Der Einbauort vor oder hinter dem Kiel machen in der Praxis auf die
Reaktion des Steuermanns bezogen keinen Unterschied (0,02 Sekunden Differenz in der Reaktionszeit).

Dennoch ist der gängige Einbauort mittig vor dem Kielkasten im Stauraum. Hier ist die Innenschale
incl. Schaum und Aussenhaut mit einem Kreisschneider zu durchbohren, das Antifouling in diesem
Bereich abschleifen oder mit Aceton abreiben bis auf die Epoxygrundierung, den Geber mit
Tikal, Sikaflex oder Pantera eindichten und verschrauben. Nach Anziehen der Gegenmutter das
heraus quillende Dichtmaterial mit spritusgetränkter Küchenrollen entfernen, 24 Stunden aushärten
lassen und dann die Gegenmutter nochmals per HAND kräftig anziehen - dicht für ewig.

Clipper ist nun wirklich die preiswerteste Lösung die in der Vergangenheit mit Softwareproblemen
glänzte. Raymarine hat zwar etwas teurer Produkte im Programm, die allerdings nach Einbau viele
Jahre hinweg zuverlässig laufen.

FSA

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

04.05.2017 09:23
#9 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Zitat von FSA Segelsport GmbH im Beitrag #8
Unsere Empfehlung : eindeutig Durchbruchgeber, da bei auf die Innenseite der
Aussenschale Lufteinschlüsse im Laminat vorhanden sein können, die die angezeigten
Werte völlig verfälschen.

Der Einbauort vor oder hinter dem Kiel machen in der Praxis auf die
Reaktion des Steuermanns bezogen keinen Unterschied (0,02 Sekunden Differenz in der Reaktionszeit).


Das ist beim Schach kaum messbar, beim Boxen aber eine Ewigkeit.

Clipper ist nun wirklich die preiswerteste Lösung die in der Vergangenheit mit Softwareproblemen
glänzte. Raymarine hat zwar etwas teurer Produkte im Programm, die allerdings nach Einbau viele
Jahre hinweg zuverlässig laufen.

FSA


Viele Jahre trifft es genau - Der unkaputtbare Einbau ist erst jetzt ein Problem, wo immer mehr Segler Probleme mit den Gebern von Raymarine melden und dann kriegt man das Ding nicht wieder raus und wofür auch, gibt ja keinen Ersatz, der zum Instrument passt.

Nicht reparierbar, nie wieder austauschbar und wenn doch, passt es nicht und hält nur noch halb so lange - eine moderne Seuche, greift immer mehr um sich.
Siehe Top-Reff - Bitte schicken Sie ihr Boot ein, unsere Firma tauscht die beiden 3 Euro Kugellager gerne für Sie aus und den 0,2 Cent Sprengring. Unsere Sekretärin schreibt in der Zwischenzeit noch schnell die Rechnung.

Aber mit der eingesparten Zeit kann man dann selbst versuchen, die kaputte Glühbirne beim Scheinwerfer des Wagens zu wechseln.
Oder seinem Drucker zu erklären, dass er garnicht wissen kann, dass das Ersatztinte ist in der wieder aufgefüllten Originalpatrone.

Neben den Kielkasten passt eine Kühlbox exakt rein - es sei denn, man hat dort den Geber eingebaut.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.08.2017 11:17
#10 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Viele Jahre trifft es genau - Der unkaputtbare Einbau ist erst jetzt ein Problem, wo immer mehr Segler Probleme mit den Gebern von Raymarine melden und dann kriegt man das Ding nicht wieder raus und wofür auch, gibt ja keinen Ersatz, der zum Instrument passt.

Nicht reparierbar, nie wieder austauschbar und wenn doch, passt es nicht und hält nur noch halb so lange - eine moderne Seuche, greift immer mehr um sich.


Doch, doch, es gibt sehr wohl Ersatz für die originalen Geber:
Typ P17 und
Typ P19
von der Fa. Airmar. (Von Airmar stammen auch die ursprünglich mit den Raymarine-Geräten mitgelieferten Geber).
Der P17 ist zurückziehbar, d.h. es wird nur eine Hülse eingebaut und der Geber hineingesteckt. Damit ist ein späteres Auswechseln leicht möglich.
Der P19 wie auch die Einbauhülse des P17 haben denselben Durchmesser (51 mm) wie der originale Geber. Einziger Wermutstropfen: Die drei Adern der neuen Gebern enden in Flachsteckern und haben nicht den Rundstecker wie auf dem geräteseitigen Kabelschwanz vorhanden. (Ich habs so gelöst, dass ich die Flachstecker und den Rundstecker abgeschnitten und die Adern dann mit Schraubklemmen verbunden habe. Funktioniert einwandfrei).

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

02.08.2017 16:28
#11 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Bei Raymarine heisst der zufällig auch P19.
http://www.topboote.com/tienda/electroni...AyABEgKISPD_BwE

Frage - das Ding ist doch eigentlich zerstörungsfrei gebaut, vergossen und fest eingebaut. Was genau geht da eigentlich dran kaputt?
Wie hast du den alten Geber ausgebaut?

VG Eric

p.s. am Echolotgeber würde ich nichts basteln und den Geber auch genau da wieder einbauen, wo er war - vorm Kiel.
Bei einem Hubkielboot scheint mir auch die Messung am Heck wenig zielführend.
Aber das ist auch egal, denn bei der Geschwindigkeit über Grund ist es ohnehin fraglich, was man mit den Angaben machen soll.
Springt der Geber bei einem Unterwasserhindernis oder der Kante einer ausgebaggerten Fahrrinne plötzlich an, ist es praktisch schon zu spät.
Ich bin auch schon nervös über 0,0m unter Kielkante gerutscht, bis mir klar war, dass es nur Kraut ist.

Anders sieht es mit der Logge und dem Temperaturfühler aus. Das Ding würde ich wahrscheinlich nicht neu kaufen.
Das ist da drin: http://www.airmartechnology.com/uploads/...rams/91_028.pdf
Ein bipolarer Hallgeber, ein Termostat und zwei Widerstände, da ist man für einen Zehner bei Conrad aus dem Laden. Plus ein Bier oder zwei für einen, der sich mit sowas auskennt. Der Rest ist Yachtaufschlag.

Aber die Geschwindigkeit sagt auch das GPS und für die Wassertemperatur am Bootsrumpf kann man ja mal den Finger reinhalten. (als Heckgeber )

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

01.11.2017 22:13
#12 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

So, der neue Echolotgeber ist nun drin und alles ist dicht. Hab den Airmar P17 (das ist der rückziehbare Durchbruchgeber, d.h.der mit der extra Hülse) eingebaut.

Eric: das Ding ist doch eigentlich zerstörungsfrei gebaut, vergossen und fest eingebaut. Was genau geht da eigentlich dran kaputt?
Hm, wenn ich das wüsste. Hab den ausgebauten Geber aufgeschnitten, konnte aber nichts entdecken.

Eric: Wie hast du den alten Geber ausgebaut?
Innenmutter gelöst und mit Gewalt nach aussen rausgeschlagen. Unglaublich wie fest Sikkaflex&Co haften. Da ist dann leider ein bisschen vom Gelcoat mitgegangen.

Eric: Am Echolotgeber würde ich nichts basteln und den Geber auch genau da wieder einbauen, wo er war - vorm Kiel.
Hab ich auch so gemacht und den Neuen in das alte Loch vorm Kiel eingebaut. Den Durchmesser (2 Zoll = 51 mm) hat man gottseidank nicht verändert.

Eric: Ich bin auch schon nervös über 0,0m unter Kielkante gerutscht, bis mir klar war, dass es nur Kraut ist.
Hm, bei dieser Wassertiefe kann man ja schon den Grund sehen, oder zumindest die Farbänderung. Ich brauch das Echolot bei uns am See eigentlich nur, um zu sehen ob es schon seicht genug zum ankern ist (so 3 bis 5 Meter).

Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

02.11.2017 11:08
#13 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #12
So, der neue Echolotgeber ist nun drin und alles ist dicht. Hab den Airmar P17 (das ist der rückziehbare Durchbruchgeber, d.h.der mit der extra Hülse) eingebaut.

Eric: das Ding ist doch eigentlich zerstörungsfrei gebaut, vergossen und fest eingebaut. Was genau geht da eigentlich dran kaputt?
Hm, wenn ich das wüsste. Hab den ausgebauten Geber aufgeschnitten, konnte aber nichts entdecken.


Hallo Helmut,
Murphys Gesetz - Die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Bauteils oder einer Baugruppe ist um so höher, je schwieriger eine Reparatur oder ein Austausch durchgeführt werden kann.

Zitat von hgebauer im Beitrag #12

Eric: Wie hast du den alten Geber ausgebaut?
Innenmutter gelöst und mit Gewalt nach aussen rausgeschlagen. Unglaublich wie fest Sikkaflex&Co haften. Da ist dann leider ein bisschen vom Gelcoat mitgegangen.


Wo wir grad dabei sind - ebenfalls aus Murphys Reparaturgestzmässigkeiten: Wenn es klemmt - wende Gewalt an. Wenn es kaputt geht, hätte es sowieso erneuert werden müssen.

Insofern - alles richtig gemacht. Ungewöhnlich ist nur, dass das neue Teil in die alte Bohrung gepasst hat.

...Gehäusebohrungen sind 1/2 Zoll zu klein.
Ableitung : Bohrungen, die den richtigen Durchmesser haben, sind an der falschen Stelle.



App. Gewalt beim Ausbauen...

Ich habe wenige Tage vorm Krantermin entdeckt, dass die Pratzenkissen meines Trailers kaputt sind und getauscht werden müssen. Selbstverständlich sind die neuen Metallträger zu den alten nicht kompatibel.
Um es nicht unnötig einfach zu machen, sind innen im Holzkern mit sog. Rampamuttern auf das eigentliche Trägereisen geschraubt und natürlich kommt man an diese Muttern nicht ran und natürlich sind die darin versenkten, verzinkten Schrauben inzwischen zu einer unlösbaren, biologischen Einheit mit den Muttern zusammengerostet, die sicher nur vercadmet waren (was im Baumarkt liegt und aussieht wie verzinkt) oder aus chinesischem Edelstahl.

Man kann ein System nicht sicher machen, Idioten sind einfach zu erfinderisch.

Einfach nur abschrauben und die neuen Kissen drauf? Das wäre ja zu schön gewesen. Und zu einfach.

Was sagt Murphy dazu?

Austauschteile sind in der Praxis nicht austauschbar.

Natürlich haben die Muttern der neuen Kissen nicht den gleichen Abstand. Natürlich habe ich einen größeren Hammer genommen und natürlich sind jetzt die kleinen Krallen der verd.. Rampamuttern im Inneren aus dem Trägerholz gerissen und drehen sich mit und selbstverständlich kommt man da nicht ran.

Nichts ist so leicht, wie es aussieht.
Alles dauert länger, als man glaubt.


Was rege ich mich auf. Sind Naturgesetze. Hätte jetzt jemand verzinkte Muttern zu verzinkten Schrauben gewählt, hätte mich das eher beunruhigt.

Wenn es eine Möglichkeit gibt, dass Dinge schiefgehen, so wird das schiefgehen, das den grössten Schaden anrichtet.

Die Ausfallwarscheinlichkeit eines Bauteils ist umgekehrt proportional zu seiner Zugänglichkeit.


Wahrscheinlich gilt dann auch, dass der Schaden, den dieses Bauteil anrichtet, umgekehrt proportional ist zu den eingesparten Produktionskosten.

Alles, was Du in Ordnung zu bringen versuchst, wird länger dauern und Dich mehr kosten, als Du dachtest.

Wenn man lange genug an einem Ding herumpfuscht, wird es brechen...


Wenn etwas schief geht, wird es genau dann schief gehen, wenn es den grösstmöglichen Schaden anrichtet und man es garantiert nicht reparieren kann.

Wann reisst man die billigen Klemmverschraubungen ab, mit denen die Trailerstützen auf Höhe gehalten werden? Genau - wenn der Kahn schon urlaubsklar draufliegt und die nächst erreichbare Schweisserbude gerade die Tore geschlossen hat, um ins Wochenende zu gehen.

Es genügt übrigens nur eine abzureissen, an nur einer Stütze, schon versagt das gesamte System.

Danke Murphy... und auch recht herzlichen Dank an die genialen Trailerbauer, die bei einem 2000 Euro-Trailer auf so intelligente Weise 3,50 eingespart haben. Eigentlich kann man an einem Trailer nicht viel falsch machen, das meiste sind erprobte Zulieferteile, die man nur anschrauben muss und doch hat wieder einer die Stufe der Inkompetenz erklommen...

VG Eric

Mario Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 37

16.09.2018 17:27
#14 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Hallo,

ich überlege den Durchbruchgeber unter der einschub Schublade am Niedergang zu montieren! Muss die Schublade nur ein bisschen höher machen. Weiß jemand, ob der Rumpf unter der Schublade auch doppelt mit Schaum ist oder ist dort nur der Rumpf alleine?

Gruß

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

18.09.2018 15:07
#15 RE: Tiefenmesser positionieren Zitat · Antworten

Hi Mario,

den Tiefengeber hinterm Kiel zu positionieren, ist eine gute Idee.
So weisst du nach dem Aufbrummen gleich, wie flach es dort war.

So ähnlich muss das auch bei LKW-Fahrern sein.
Bei uns ist nahezu täglich einer der wichtigsten Stadttunnel gesperrt, mit dem entsprechenden Chaos in der Stadt, nur weil wieder irgend einer die Höhenkontrolle ausgelöst hat.

Ich vermute, dass man wegen der einfacheren Montage, den bordeigenen Höhenwarner direkt hinterm Fahrerhaus platziert. Oder gar am Ende des Sattelzuges?
Anders ist das kaum zu erklären.


Intelligent Logistics...

Du könntest den Geber natürlich auch VOR dem Kiel einbauen, wie alle anderen.
Einige bauen ihn auch neben dem Kiel ein, warum auch immer. Falls du gleichzeitig eine Paddelradlogge dort hinsetzen willst, kannst du sicher sein, dass die je nach Kurs ziemlich unterschiedliche Werte zeigt. Vor dem Kiel sind die Geber am ungestörtesten.

Die Ausschäumung der Rumpfschale geht bis Mitte Backskiste. Ist gut zu sehen.
Lass dich nicht täuschen, dass die Innenschale unter der Plicht der Rumpfform folgt, das ist auch vor dem Kiel so. Ist trotzdem ausgeschäumt.

VG Eric

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