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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 3.073 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

14.05.2013 08:41
#16 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #14
...Wir verwenden - wie schon beschrieben - 6mm Dyneema. Damit die Teile überhaupt in den Klemmen halten vernähen wir in den Klemmbereichen zusätzliche Mantelgeflechte. D.h. wir demontieren von einem 8mm Fall ca. 20cm der äußere Hülle, schieben es über das 6mm Fall und vernähen es. Die Übergänge werden mittels Taklingen egalisiert. Am Groß haben wir auf diese Weise 3 Stellen behandeln müssen um je nach Reff das Fall klemmen zu können. Gut ist hier, dass man beim Reffen erkennt bis wohin das Fall gefiert werden muss um den Reffring einzuschäkeln.


Hallo Frank, bei deinen Beiträgen habe ich oft einen echten Aha-Effekt. Du schreitest ja mutig voran, ich würde nicht überall hin folgen, aber es ist immer zu erkennen, dass du dir bei den ganzen Tüfteleien was gedacht hast. An dieser Stelle mal wieder danke für die Tips, haben mir schon weitergeholfen.

17qm sollten möglich sein.
Ja, ich stelle sie auch immer bei Regen ins Freie, in der Hoffnung, sie wächst noch einen Meter...
Übrigens, bei der Berechnung der Segelfläche wird der Segelsack nicht mitberechnet.

Nein, ich hatte mehrer Angebote von Segelmachern, die schon Jantarsegel genäht haben und deshalb nicht Mass nehmen wollten.
Das kleinste davon waren 11 m2. (in Worten elf!) Das hat mein Vertrauen in die Angebote von der Stange tief erschüttert. Gemessen und in die Gegebenheiten reingeschneidert, ergeben sich 13,4 m2, ein halber wäre noch möglich, aber ich habe auf eine tiefer hängende Baumnock verzichtet. Ich stosse mir so schon oft genug die Birne. Aber für 17 m2 musst du anbauen oder darauf hoffen, dass die Jantar noch wächst.
Oder hast du dir beim Jantartuning ein höheres Rigg geleistet? Auf deinen Bildern sieht das kleine Boot irgendwie so schon mächtig übertakelt aus. Was machst du denn, wenn du deinen Code 0 ausgerollt hast oder deine riesige Topgenackerblase und plötzlich kommt Wind? Soll ja vorkommen...



Unseres hat ca. 14qm und geht bei einer Wende und viel Wind so gerade ohne Hilfe auf den neuen Bug.
Unser Segelmacher wollte uns tatsächlich ein Fathead- Groß nähen, aber dann hätte eine Achterstagspreitze nicht mehr gereicht; wir hätten Backstage montieren müssen! Außerdem hätten wir 2 Latten vor dem Auftuchen entfernen müssen, auch das Setzen und Ablassen des Segels wäre noch viel schwerer als es jetzt schon ist (Das Vorliek sitzt in der Mastnut; wenn wir das Fall lösen steht das Segel noch wie eine 1; dass muss dann runtergezogen werden). Da hörte dann der Spaß für meinen Vater auf...(leider!)


Ja, so klingt es auch. Das Backstagengefummel ist sicher toll auf See, wenn man nur alle 2 Stunden den Kurs korrigiert, aber binnen geht es ja um rasche Reaktionen und dann soll es ja auch noch Spass machen. Vorliek in der Mastnut überrascht mich, weil mir nicht klar ist, wie das zu Spreizlatten passt. (passt ja auch offenbar nicht so gut)Der Vorteil von Mastrutschern ist ja, dass das Tuch relativ kontrolliert herunterkommt und nicht aus der Plicht gewedelt werden kann, weil es ja am Mast geführt bleibt. Kannst du das noch nachrüsten, oder müsstest du dann am Grossbaum ein paar cm anschweissen?

Also, wie gesagt, danke für die Tips. Ich habe echt überlegt, wie ich eine Epoxysegellatte auf einem abgerundeten Galgen antackern soll, aber der Tip mit den POM-Abstandshaltern - Gold wert.
Ich werde nur statt eines Bändsels eine Rolle einbinden, weil wenn ich mich noch dunkel an meinen Geometrieunterricht erinnere, dann ändert die Sehne eines Kreisbogenstückes bei variablem Radius ihre Länge. Solange mein Achterstag noch aus Draht ist, will ich nicht, dass sich das Bändsel dadurch durchreibt. Bei einem Dyneemastag spielt das wahrscheinlich keine Rolle.
Dass ich mein Achterstag stets unter Druck habe, kommt sicher noch aus der Gedankenwelt von frei fliegender Fock und Toptakelung. Da gehts nicht ohne Dauerdampf. Aber die Jantar ist ja moderater getakelt.
Manchmal kommt man eben nicht drauf und hängt in alten Gewohnheiten fest. Ich werde mal weniger Druck ausprobieren.

VG Eric

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

14.05.2013 22:56
#17 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Eric,
mal ne Frage: Wie groß sind bei deinem Boot max. Vorliek- und Unterlieklänge?
Hast du mal geschaut dass man ein fast rechteckiges Großsegel erstellen könnte!?
Macht bei 8m Vorlieklänge und 2,80m Unterliek selbst bei gemäßigtem 'Oberliek' deutlich mehr als 17qm...
Die Elan 210 hat übrigens ein 14qm Groß, als Fathead sind exakt 20qm drinn (Quelle: sailing anarchy)!!
Als ich unseren Baum gebaut habe, habe ich tatsächlich die Baumnock ca. 10cm tiefer gelegt um für das Groß mehr Platz zu erhalten...
Umso mehr hat mich geärgert das mein Segelmacher das Vorliek dann nicht 100% ausgenutzt hat, obwohl ich ein Cunningham- System vorhalte um bei mehr Wind Spannung aufs Vorliek zu bringen...

Ich habe es schon häufiger erwähnt; den Gennacker nutzen wir schon seit Jahren und auch bei mehr Wind und Böen...keine Probleme, ist immer noch der 1. Mast!!! Frank

Angefügte Bilder:
DSC01305.JPG  
eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

15.05.2013 00:17
#18 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #17
Eric,
mal ne Frage: Wie groß sind bei deinem Boot max. Vorliek- und Unterlieklänge?


Müsste ich nochmal nachmessen. Bei Gelegenheit.

Hast du mal geschaut dass man ein fast rechteckiges Großsegel erstellen könnte!?
Macht bei 8m Vorlieklänge und 2,80m Unterliek selbst bei gemäßigtem 'Oberliek' deutlich mehr als 17qm...
Die Elan 210 hat übrigens ein 14qm Groß, als Fathead sind exakt 20qm drinn (Quelle: sailing anarchy)!!

Ja, kann man machen. Die Elan ist mir auch schon aufgefallen, hübsche Linien, vor allem der gerade Steven...Komplette Bootslänge ist hier auch Wasserlinienlänge, tiefe Kielbombe, das Ding sieht nicht nur schnell aus, das ist auch schnell. Das darf meine kleine dickbäuchige Jantar nicht hören.

Aber was solls, das ist eben ein Turngerät für reiche Jungs, hoffnungslos übertakelt. Wenn da deine Vorschoterin nicht mindestens 150 kg auf die Waage bringt, wirds knapp. Dann musst du mindestens zwei gut genährte aber sportliche Spielkameraden mitnehmen.



Als ich unseren Baum gebaut habe, habe ich tatsächlich die Baumnock ca. 10cm tiefer gelegt um für das Groß mehr Platz zu erhalten...
Umso mehr hat mich geärgert das mein Segelmacher das Vorliek dann nicht 100% ausgenutzt hat, obwohl ich ein Cunningham- System vorhalte um bei mehr Wind Spannung aufs Vorliek zu bringen...


Soll ich mich mal outen? Ich habe das mit der Cunnigham noch nie verstanden. Ich ziehe doch das Tuch hoch und bringe da Spannung aufs Vorliek, Profil einstellen mit Unterliekstrecker, Niederholer, Dirk und Achterstag, wobei mich das gebammel der Dirk nervt, die binde ich meistens weg.
das einzige Ergebnis, was ich beobachtet habe, wenn ich am cunnigham ziehe ist, ein versautes Profil in unteren Bereich knapp überm Grossbaum.
Ich bin kein Regattasegler, und mache bestimmt was falsch aber ich kann eben noch nicht erkennen, wofür daas Teil gut ist und deshalb verstehe ich den Hinweis auch nicht, was dir ein voll ausgereiztes Vorliek genutzt hätte. Meinst du, dass du die überschüssige Länge bei Starkwind für Amwindkurse einfach wegziehst und wenn ja, wohin?

Der Witz bei ausgereizten Segeln ist ja, dass du eigentlich nie weisst, welcher Anteil am guten Segelergebnis an deinem getunten Boot liegt und welcher an dir und deinem Geschick, Schnelligkeit und Taktik. Du hast nie die selben Bedingungen, kannst nie genau vergleichen.
Wenn du ohnehin immer vorne weg fährst, würdest du das möglicherweise mit einem weniger getunten Boot auch hinbekommen. Dann bist du vielleicht einfach ein guter Segler.
Sicher, es ist tragisch, wenn die entscheidenden cm fehlen, aber nicht beim Segel.

Ich habe es schon häufiger erwähnt; den Gennacker nutzen wir schon seit Jahren und auch bei mehr Wind und Böen...keine Probleme, ist immer noch der 1. Mast!!!

So solls auch bleiben. Bei uns hat es schon Jantarmasten mit wesentlich weniger Tuch entschärft (bei mehr Wind)

VG Eric

ninmaja Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 122

15.05.2013 21:55
#19 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Normalerweise reizt der Segelmacher die Mastlänge nicht vollständig aus damit das Segel im Falle von viel Wind kräftig durchgesetzt werden kann. Ggf. kann sich das Segel auch über die Zeit ein wenig längen.
Aus meiner Sicht ist das Käse. Der Segelmacher sollte die Länge ausnutzen - damit man für Leichtwind die größtmögliche Fläche zur Verfügung hat - und eine robuste Cunningham- Kausche ca. 25 cm oberhalb des Baumes anbringen.
Vom Baumnock läuft dann eine 6mm Trimm- Schot nach oben, durch die Cunninghamkausch und auf der anderen Seite wieder nach unten zu einem mind. 4:1 Blocksystem, welches vom Cockpit bedient werden kann. Das ganze muss in einer Flucht zum Mast angeordnet sein damit das Vorliek des Großsegels optimal von unten stramm gezogen werden kann.
Und dass ist nämlich der größte Vorteil - ohne große Spannung auf das Großfall zu bringen und den Mast zu belasten, lässt sich das Vorliek stramm ziehen. Es entsteht zwar eine Falte aber die spielt keine Rolle. Das ist allerdings unsere Erfahrung mit Laminatsegeln; Dacron haben wir noch nie verwendet. Und wie schon berichtet sitzen unsere Großsegel mittels Kederleiste in der Mastspur. Da sich die Oberlatten hier über spezielle Rutscher abstützen sitzt das Segel sehr stramm und benötigt einen gewissen Aufwand zum Setzen, Hohlen und Trimmen.
Ich denke dein Cunningham-Setup ist nicht perfekt gestaltet; sonst würdest du es auch besser zu schätzen wissen. Bei Dakronsegeln und Mastrutschern braucht man es wahrscheinlich gar nicht!!???

Bis bald - Frank

miclin Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 93

16.05.2013 19:14
#20 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Also ich würde das ja nun gar nicht als ein PROBLEM bezeichnen, wenn ich die Fallleinen nicht von 'unten nach oben' sondern lediglich 'von oben nach unten' beim liegenden Mast leichter auswechseln kann - bitte ... An die 8er und 10er kann man leichter anpacken - wir segeln in der Freizeit und nicht in Regatten.

Mic

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

17.05.2013 08:55
#21 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Zitat von ninmaja im Beitrag #19
Normalerweise reizt der Segelmacher die Mastlänge nicht vollständig aus damit das Segel im Falle von viel Wind kräftig durchgesetzt werden kann. Ggf. kann sich das Segel auch über die Zeit ein wenig längen.
Aus meiner Sicht ist das Käse. Der Segelmacher sollte die Länge ausnutzen - damit man für Leichtwind die größtmögliche Fläche zur Verfügung hat - und eine robuste Cunningham- Kausche ca. 25 cm oberhalb des Baumes anbringen.
Vom Baumnock läuft dann eine 6mm Trimm- Schot nach oben, durch die Cunninghamkausch und auf der anderen Seite wieder nach unten zu einem mind. 4:1 Blocksystem, welches vom Cockpit bedient werden kann. Das ganze muss in einer Flucht zum Mast angeordnet sein damit das Vorliek des Großsegels optimal von unten stramm gezogen werden kann.


Ein 4:1 Blocksystem? Hast du aus versehen den Baumniederholer an die Cunnigham geschäkelt?
Nein, bei mir ist das nur eine Strippe, die einmal durch Auge geht, also lose Rolle Prinzip. Mehr Kraft würde ich da auch nicht draufgeben wollen und wenn du schon eine Längsfalte reinziehst, kann das doch nicht richtig sein, oder?

Und dass ist nämlich der größte Vorteil - ohne große Spannung auf das Großfall zu bringen und den Mast zu belasten, lässt sich das Vorliek stramm ziehen. Es entsteht zwar eine Falte aber die spielt keine Rolle. Das ist allerdings unsere Erfahrung mit Laminatsegeln; Dacron haben wir noch nie verwendet.

Ich habe damit kein Problem, ich bin Fahrtensegler und die Laminattücher sind mir einfach zu sperrig. Die Tücher halten heute ganz gut, (wenn man nicht mit Vierfachtaljen dran herumzerrt).


Ich denke dein Cunningham-Setup ist nicht perfekt gestaltet;
Ja. Dem gehts wie mir, ich bin auch nicht perfekt gestaltet. Wie gesagt, ich bin ja kein Regattasegler, aber segel auch nicht gerne allen hinterher. deshalb lese ich mit Aufmerksamkeit, was du dir so beim Jantartuning überlegst. Finde ich interessant, auch wenn ich nicht alles genau so machen würde. Einer muss vorangehen.


Bei Dakronsegeln und Mastrutschern braucht man es wahrscheinlich gar nicht!!???
Nein, ich nehme den schon, nur eben moderat. Aber das Boot segelt auch, wenn ich mal vergesse, daran herumzuzuppeln. Das liegt wahrscheinlich Lichtjahre unterhalb deiner Trimmansprüche...

VG Eric

FSA Segelsport GmbH Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 175

23.06.2013 02:28
#22 RE: Fallleinen wechseln Zitat · Antworten

Wir können für die Jantar 21 verjüngte Dyneemafallen anfertigen - fertig konfektioniert und
auf Länge gestrippt. Falls Interesse besteht bitte direkt anfragen (Preis + Lieferzeit).

Eine Highend-Leine bei der es kein Reck mehr gibt !
Das serienmäßige Fockfall neigt dazu, während des
Segelns zu viel nachzugeben. Dies führt zu unangenehmen,
waagerechten Falten im Vorlieksbereich und somit zu schlechteren
Strömungsparametern.

Der Griffbereich unseres Tauwerks hat wie beim Serienfall einen
Aussendurchmesser von 8 mm. Der 24-fach geflochtene
Polyestermantel ist äussert grifffreundlich und klemmt zuverlässiger
in den Fallenstoppern. Der Kern besteht aus der neuesten
Dyneemafaser SK 78 (12-fach geflochten). Diese Faser hat
hat höhere Bruchlastwerte als Drahtseil !

Der verjüngte Teil des Falls weist jetzt nur noch einen Durchmesser
von 5 mm auf ! Dieser Teilbereich läuft bei gesetztem Segel im Mast
und verringert somit das Topgewicht ! Der "Griffbereich" beginnt
kurz vor dem Fallestopper.

Das Ende zum Anschlagen der Fock weist ein gepleisstes
Auge auf. Der Übergang zum "gestrippten" Part des Falls ist
professionell gespleisst und vernäht ! Das Gleiche gilt auch
für den Augspleiß am Ende des Falls. Hier wird der Spleiß für
das Auge nahtlos und ohne Übergänge eingespleißt.

Sinnvoll ist dieses Add-On für jeden
ambitionierten Jantar 21 Segler oder auch bei Verschleiß des
alten Falls, das ersetzt werden muß.

Zur Veranschaulichung Fotos in der Anlage.

FSA Segelsport

Angefügte Bilder:
Dyneemafall Groß-01.jpg   Dyneemafall Groß-20.JPG   Dyneemafall Groß-22.JPG   Dyneemafall Groß-23.JPG  
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