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Dieses Thema hat 21 Antworten
und wurde 5.798 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

01.03.2016 12:07
#16 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Hallo Thomas.
Diese Frage hat doch "karlie" schon in seinem Beitrag vom 9.2.2011 beantwort. Ja, der Rumpf ist achterlich des vorderen Schotts der Heckbackskiste einschalig.
Wenn Du sauber und wie von fsa bereits beschrieben arbeitest brauchst Du keine Angst vor dem Durchbruch im Rumpf zu haben. Auch nicht, wenn Du an der bevorzugten Stelle vor dem Kiel, also im doppelschaligen Bereich einbaust. Bei einem Einbau in der Hecksbackskiste gibt es neben dem von Cosifantutti schon beschriebenen einen weiteren Nachteil: Es ist sehr eng da zum Arbeiten; man kommt schlecht ran.
Von der weiteren möglichen Alternative, (die bei den Fishfindern oft angeboten wird) einen Heckgeber zu verwenden, würde ich abratan. Man hat dann noch ein empfindliches Gerödel außenbords am Heck und außerdem kommt der Geber da noch schneller aus dem Wasser. Das ist eher eine Lösung für Motorboote.
Meine Hoffnung, mit einem Sidescan-Fishfinder etwas über den Untergrund zu erfahren war vergebens. Das Seegras sieht man auch so und ob die Grundbeschaffenheit zum Ankern geeignet ist können einen diese Geräte auch nicht sagen. An senkrechte Wände segeln wir nicht ran und wenn, dann wär es eh zu spät.
Fahrrinnenbreite ausnützen bei Regatten: Die Jollen haben keinen Vorteil wenn sie mit halben Schwert ins Seichte segeln und so Wenden vermeiden. Eher ist das Gegenteil der Fall: Jede gut gemachte Rollwende bringt ein paar cm. Du hast mehr davon, saubere Wenden zu üben, als mithilfe des Echolots "auf Knirsch" zu fahren.
Helmut

rehwald Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 33

01.03.2016 13:04
#17 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Moin Helmut,

ich bezog mich eigentlich auf die Frage von sct, wie weit denn die doppelte Schale nach hinten reicht oder ob diese schon hinterm Schott am Niedergang zu Ende sei. (eben nebenbei noch mal ein paar alte Bilder vom letzten Jahr durchgesehen. Genau hab ich diese Ecke auch nicht 100% drauf, aber scheint dort nicht der Fall zu sein. Leider.)

Ja, das mit den Wenden üben ist nicht ganz falsch :-D Allerdings ärgert es einen schon wenn unsere Ixylon und selbst die alte Eikplast hier einfach drüber hinwegsegeln, während unsere Dickschiffe sich allesamt durch den schmalen Durchbruch kreuzen müssen (hier herrscht fast immer Südwind oder Flaute, was anderes gibt es hier durch die Landabdeckung eigentlich nie.)

Der Fishfinder-Sensor würde auch innen eingeklebt. Mir ist klar, dass der am Heckspiegel wohl ständig aus dem Wasser käme. Soll auch nur eine informativere Anzeige bieten als es ein Lot alleine täte (eventuell noch mit gekoppeltem Log um Tiefen zu protokollieren um diese dann in OpenSeaMap einfließen zu lassen). Hauptsächlich ist das aber eher der Nervenberuhigung gedacht. Ich habe einfach Angst davor aufzulaufen und mir den Kiel(-kasten) zu verbeulen.

Gruß
Thomas

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

01.03.2016 16:05
#18 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Hallo Thomas.
Bei Flaute ist es schon erklärbar, daß die Jollen draußen noch fahren, während ihr in der Fahrrinne steht. Wahrscheinlich hat es weiter draußen noch einen Hauch, die Jungs sehen das und segeln dort mit halben Schwert im Seichten weiter, wenn auch mit einen Tick weniger Höhe. Hauptsache Fahrt machen! Bleibt Dir nur, es genauso zu machen. Mit der Jantar kannst Du das ja. Kiel ausreichend hoch holen. Mal im Schlamm oder Seegras auflaufen wäre zwar ärgerlich, aber nicht gleich schadensträchtig. Hättest ja minimale Fahrt.

ECHOLOT
Beachte, daß bei fast allen handelüblichen Echoloten bei etwa 0,6 bis 0,8 m Wasser unter dem Schwinger Schluß ist. Geringere Tiefen können sie nicht mehr messen.Das würde dann beim Rumpftiefgang der Jantar (0,35m) einer Wassertiefe von rd. 1,0 bis 1,3 Meter entsprechen.
Von der Funktion her ist es ziemlich egal wo Du den Lot-Geber einbaust. Er sollte nur nicht mehr als 10 Grad aus der Senkrechten sein und es dürfen kein Luftblasen oder Lufteinschlüsse zwischen Geber und Wasser sein.
Am sichersten ist daher der Einbau als Durchbruchgeber, wie es ja auch FSA schon geschrieben hat. Am leichtesten geht das vor dem Kiel weil man da am besten drankommt beim Arbeiten. Weil die Jantar ja nur einen recht dünnen Schaumkern und eine kräftige Innenschale hat, kannst Du sogar glatt durchbohren und die Gegenmutter auf der Innenschale andrehen.

Für den Inneneinbau gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder den Geber direkt einkleben, oder ein Aufnahmerohr in das der Geber gesteckt wird, Zur akustischen Kontaktierung muss das Rohr mit einer Flüssigkeit gefüllt werden. Es darf kein Schaum zwischen Geber und Aussen-Wasser sein, weil der Luft enthält. Also Innen-Einbau entweder in der Heckbackskiste oder vor dem Kiel. Dort aber mit einer Bohrung durch die Innenschale und Entfernung des Schaums. Beim Inneneinbau vermindert sich wegen der Dämfung durch das Laminat auch die maximale Messtiefe etwas. Aber das dürfte keine Rolle spielen.

FISHFINDER
Verzichte auf den Fishfinder. Bringt Dir als Segler nichts. Zum Interpretieren der grafischen Darstellung hast Du gar keine Zeit wenn Du segelst.
Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

02.03.2016 00:01
#19 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #18
...
ECHOLOT
Beachte, daß bei fast allen handelüblichen Echoloten bei etwa 0,6 bis 0,8 m Wasser unter dem Schwinger Schluß ist. Geringere Tiefen können sie nicht mehr messen.Das würde dann beim Rumpftiefgang der Jantar (0,35m) einer Wassertiefe von rd. 1,0 bis 1,3 Meter entsprechen.



Hallo Helmut, das würde ja einiges erklären, z.B., weshalb das Lot bei der vorsichtigen Annäherung an einen flachen Ankerplatz auf Null springt und gleich danach auf Error, obwohl man erkennen kann, dass da noch ein halber Meter Platz ist unterm Kiel.
Frage - wie habt ihr eure Lote eingestellt, unterkante Kiel = Null oder Unterkante Rumpf? Wenn das stimmt mit der Mindesttiefe, geht eigentlich nur Unterkante Kiel, oder. Ist ja im Grunde auch die entscheidende Angabe.

Einbauort.
Was ist von meinem Lot wissen will ist doch, wie tief ist es vorm Kiel, also wenn ich schon irgendwo draufgebrummt bin, kommt die Warnung zu spät. Damit erübrigt sich doch der Heckeinbau, oder?
Ausser, dass man schlecht rankommt und das Ergebnis falsch ist oder zu spät kommt, hat das doch keinen erkennbaren Vorteil.


Einbauort neben dem Kielkasten
Ist möglich, die Frage ist, was die Logge macht, denn der umströmte Kiel führt zu einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit. Regattaboote haben generell profilierte Kiele/Schwerter, aus genau diesem Grund. Die erhöhte Strömungsgeschwindigkeit ist so gross, dass sich eine Auftriebskomponente ergibt, wie bei einer Tragfläche. Hat man zwei exakt vergleichbare Boote, eins mit einer Stahlplatte als Schwert und eins mit einem schlanken Profil (wie bei der Jantar), so bleibt das Boot mit der Stahlplatte unweigerlich auf der Strecke.
Ob sich das tatsächlich als Messwert feststellen lässt, weiss ich natürlich nicht, die Dinger liefern ja ohnehin nur grobe Anhaltswerte.
Das einzige mal, wo ich die Logge zweistellig gesehen habe, war in einem Wellensurf in einem Sturm und da hatte ich noch nicht mal mehr Segel drauf. Im normalen Reisemodus steht da eine 4 oder 5 (knt), was ich jetzt als lahmarschig bezeichnen würde. Leider habe ich keine Ahnung, wie man das höher stellt, was die Laune sicher verbessern würde.

Ich habe die kleine grauen Bidata-Anzeige von Raymarine. Wenn einer weiss, wie man die kalibriert, würde ich mich über eine langsam und deutlich geschriebene Anleitung freuen. Meine ist in spanisch oder finnisch, mit vielen Bildern, aber die kommen mir auch spanisch vor.

Wo endet die Schaumlage des Unterwasserschiffes?
Wenn man in die Backskiste guckt, sieht man unten so eine beginnende ovale Fläche, die vom Heckschott unterbrochen wird und eine ebene Unterlage bildet. Das ist schon der Bereich mit dem Schaumkern. Eine gut getrimmte Jantar im Regattamodus, also nicht vollgemüllt bis zum Untergang, hat das Heck frei. Bringt man den Geber ausserhalb des Schaumkernes im Heck an, hängt er ziemlich oft in der Luft.



Zu einigen Nebenschauplätzen:

-> Gemeine Jollensegler...

Wenn der Regattaveranstalter bemerkt, dass die Jollen und Jollenkreuzer Abkürzungen fahren, indem sie übern Schlick rutschen, kann er natürlich eine Zwangsboje neben die Fahrrinne legen, so dass alle durch die Fahrrinne müssen. Es sei denn, der Vereinsvorsitzende, sein Stellvertreter und der Kassierer fahren selbst Schwertboote, dann geht das natürlich nicht.


-> Viele Rollwenden als Regattatrick...

Wenn ich dein Regattagegner wäre und du einen Hubkieler, wie die Jantar fährst, mit 230 Kilo Blei unterm Rumpf und einer Tonne Trägheitsmasse, dann würde ich dir auch solche Tipps geben. Bei Regatten endet nämlich die Freundschaft.

Laser, 420er, FD, da mag das funktionieren, aber bei der Jantar ist man gut beraten, keine Radikalwenden zu fahren, sondern den Kahn im laufen zu halten, also eher wie Kielboote. Dazu kommt, dass die Jantar wegen ihres superschmalen Kiels erst ab knapp Schrittgeschwindigkeit auf Höhe zu segeln ist, darunter treibt sie nur ab. Würgt man den Kahn in der Wende ab, verliert man so viel Höhe, das holt die hübscheste Rollwende nicht mehr raus.
Worauf die Jantar hervorragend reagiert ist aufrechtes Segeln. Bekommt man die nach der Wende schnell wieder senkrecht, indem die Mannschaft mal die Komfortzone verlässt und den Popo auf die Kante wuchtet, bemerkt man schon einen deutlichen Impuls. Nur dafür muss sie bereits laufen. Hat man sie in der Wende ausgebremst, kann man sich noch so auf die Kante schmeissen, dann passiert garnichts, dann segelt sie erstmal quer, während alle anderen in Luv vorbeisegeln.

Aber vielleicht meinen wir ja das gleiche. Nur ich kenne Rollwenden von unseren Laserseglern, das was die da machen, kann man mit der Jantar nicht veranstalten.


-> Kielkasten verbeulen.

Die Schäden am Hubkiel, an der Kielführungsmechanik, am einlaminierten Kielkranz, an der ausgeschäumten Doppelschale können auch nach einem leichten Unfall ziemlich verheerend sein und sind auch ziemlich schwierig wieder zu reparieren. Was als letztes oder so gut wie nie kaputt geht, ist der Kielkasten, obwohl der eher zart wirkt. Die Jantar ist ein Leichtbausportboot und hat meines Wissens keinerlei Reserven für eine Grundberührung in Fahrt, schon garnicht in voller Fahrt. Ich meine jetzt nicht durch den Schlick rutschen, sondern eher Stein oder Sandkante.
Deshalb ist es auch wenig zielführend, das Echolot hinterm Kiel einzubauen.


-> Kiel mal eben so anheben, um wie die Schwertboote übers Flache zu rutschen...

Bringt das was? Das Ruderblatt müsste ebenfalls angestellt werden. Halbe Kieltiefe erzeugt ordentlich Abdrift und halbes Ruderblatt einen enormen Ruderdruck.
Kielboote dürfen sich auf der Ziellinie rächen. Während das Schwertboot in Lee vezweifelt Höhe knüppelt, um noch innerhalb der Ziellinieboje anzukommen, fällt das Kielboot ab, verzichtet auf Höhekneifen, löst die Überlappung, öffnet die Segel und macht so viel Speed, wie es nur geht und rutscht dann die letzten Meter mit einem Aufschiesser über die Ziellinie. ätschebätsch.
Soll doch keiner sagen, dass Kielboote von vornherein benachteiligt sind.


Andere Meinungen erwünscht.
Schön, dass ein paar Janterianer gleichzeitig aufgetaut sind.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.03.2016 01:59
#20 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Hallo Eric.
ECHOLOT
Hab meins (Raymarine ST50 Plus Tridata) auf die Wassertiefe eingestellt. Da addiert das Gerät halt die Tiefe des Einbauortes (35 cm) zum Messwert dazu. Wieviel Tiefgang ich momentan unten habe (35 cm bis 1,3m) weissich ja. Wenn eine Wassertiefe von 0,9 m erreicht ist, zeigt mein Gerät stur 0,9m (Wassertiefe)an, auch wenn es noch seichter wird.
Meine Suche nach einem Gerät, das auch bei geringerer Tiefe noch korrekt misst war erfolglos. Vermute daß es das bei unseren Billiggeräten (professionelle Vermessungs-Geräte spielen in einer ganz anderen Liga) auch gar nicht gibt.
Die Betriebsanleitung für das ST50 in Deutsch hab ich auf der offiziellen Seite von Raymarine gefunden.
Die Tiefe vorm Kiel messen um Auflaufen zu vermeiden? Das klappt auch bei geringer Fahrt nicht. Anderswo gibt es genug Forumsbeiträge die das nachweisen. Selbst ein sogenanntes Vorausschauendes Lot würde nix nützen. Und aus dieser Sicht ist es ziemlich egal, ob der Geber hinten oder weiter vorne eingebaut ist.

EINBAUORT NEBEN DEM KIELKASTEN
Die erhöhte Strömungsgeschwindigkeit neben dem Kiel wäre für den Lot-Geber ohne Bedeutung. Bei Einbau neben dem Kielkasten könnte bei Lage aber durch den Kiel die Sicht nach unten beeinträchtigt werden. Von daher kommt die allgemeine Empfehlung für Kielboote: Vor dem Kiel.

EINBAUORT HECK-BACKSKISTE
Als Argument für den Einbau in der Heck-Backskiste wird immer wieder gebracht, daß man da keinen Sandwich-Schaum entfernen müsse, was aber nur bei einem Innen-Einbau relevant wäre.

LOG
Meines ist kaputt. (Paddelrad beim Auflaufen im Flachwasser beschädigt). Aber das interessiert mich nicht mehr, denn Fahrt und Distanzen kann ich viel zuverlässiger mit einem Hand-GPS ermitteln. (Weis gar nicht, warum man diese teuren, anfälligen und ungenauen Logs heute immer noch verkauft und einbaut). Korrekter Einbau eines Log-Gebers ist hier aber nicht das Thema.

REGATTA
Jede Wettfahrtleitung ist gehalten die Wettfahrten so fair wie möglich für alle Teilnehmer zu gestalten (und die allermeisten WLs halten sich da auch dran). Dazu gehört u.a. auch, daß alle die gleiche Bahn segeln müssen. Das wäre hier leicht mit einer Segelanweisung zu machen, daß nicht außerhalb des Fahrwassers gesegelt werden darf. Durch Austonnung könnte das kontrollierbar gemacht werden. In diesen Sinne könnten die "Kieler" schon mal bei der WL vorstellig werden. Bei uns im Club würde ein solcher Einwand sofort aufgegriffen werden.
Aber auch das ist jetzt ziemlich off topic. Sorry
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

02.03.2016 15:39
#21 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #20
Hallo Eric.
ECHOLOT
Hab meins (Raymarine ST50 Plus Tridata) auf die Wassertiefe eingestellt. Da addiert das Gerät halt die Tiefe des Einbauortes (35 cm) zum Messwert dazu. Wieviel Tiefgang ich momentan unten habe (35 cm bis 1,3m) weissich ja. Wenn eine Wassertiefe von 0,9 m erreicht ist, zeigt mein Gerät stur 0,9m (Wassertiefe)an, auch wenn es noch seichter wird....


Hallo Helmut, die Frage ist ja, wie hast du das gemacht? Ich kriege es nicht raus.
Wahrscheinlich gehen die Hersteller davon aus, dass man unterhalb von 1 m Wassertiefe ohnehin den Grund sehen kann. Ist ja in der Regel auch so.


Die Betriebsanleitung für das ST50 in Deutsch hab ich auf der offiziellen Seite von Raymarine gefunden.

Ein Link wäre schön gewesen. Ich habe das Bidata ST 40, das war schon eingebaut und jetzt habe ich gerade zufällig entdeckt, dass der SVB-Versand eine deutsche Anleitung ins Netz gestellt hat. Hatte ich bislang nicht. Da werde ich mich im Frühjahr mal durchwurschteln.
Wen es interessiert: https://www.svb.de/media/1352/pdf/manual_de_2008-05-02.pdf

Die Tiefe vorm Kiel messen um Auflaufen zu vermeiden? Das klappt auch bei geringer Fahrt nicht. Anderswo gibt es genug Forumsbeiträge die das nachweisen. Selbst ein sogenanntes Vorausschauendes Lot würde nix nützen. Und aus dieser Sicht ist es ziemlich egal, ob der Geber hinten oder weiter vorne eingebaut ist.


Nein, einen einzelnen Stein misst das ohnehin nicht und beim Schnellsegeln nutzt es auch nichts. Baue ich das aber hinten ein, bei einer so empfindlichen Kielmechanik, habe ich ja von vornherein keine Chance.



EINBAUORT NEBEN DEM KIELKASTEN
Die erhöhte Strömungsgeschwindigkeit neben dem Kiel wäre für den Lot-Geber ohne Bedeutung.


Ja, auch für die Windanzeige, vollkommen egal...

Bei Einbau neben dem Kielkasten könnte bei Lage aber durch den Kiel die Sicht nach unten beeinträchtigt werden. Von daher kommt die allgemeine Empfehlung für Kielboote: Vor dem Kiel.

Das ist nur Theorie, denn der Geber richtet sich nicht auf den Erdmittelpunkt aus, sondern bleibt in der Einbaulage. Er misst von vornherein ein bisschen schräg, aber immer im gleichen Abstand zum Kiel, egal, wie schief man segelt, ist das Kiel nicht mehr im Weg, als vorher.

Bei mir bleibt die Anzeige nicht auf 0,9 hängen, sondern geht echt auf 0,0 zurück, dann auf Error.
Wir sind mal in einem Gewittersturm auf dem Haff in ein Flach geraten, die Lieblingsvorschoterin hat mir in dem Lärm und Getöse im Sekundentakt die dramatische Reduzierung der Wassertiefe zugerufen, bis ich gesagt habe, sie möge mal aufhören mit dem Mist, ich bin schön nervös genug! Wie immer, wenn sich Welle gegen Flachs schiebt, ging es da echt ruppig zu und bevor wir irgendwo draufkrachen, habe ich in die Welle reingewendet und bin mit aufheulendem Motor in die alte Richtung zurück. Hat auch geklappt.
Binnen haben wir nur Sand und Schlick, da fahre ich ohne Echolot. Da bin ich auch mal in einer Regatta hängengeblieben.
Da weiss man dann, dass es da exakt 1,20m tief ist, kann also reinhüpfen und den Kahn zurückdrücken.

EINBAUORT HECK-BACKSKISTE
Als Argument für den Einbau in der Heck-Backskiste wird immer wieder gebracht, daß man da keinen Sandwich-Schaum entfernen müsse, was aber nur bei einem Innen-Einbau relevant wäre.


Was meinst du? IN der Heckbackskiste ist doch INNEN. Das sind knapp 10 cm frei,vorm Heckspiegel, die ohne Aufdoppelung sind.
Bei gut getrimmten Booten misst man hier aber nicht die Wassertiefe, sondern bekommt eine Reflexion von der Wasseroberfläche. Kann mir nicht vorstellen, dass das zu stabilen Messergebnissen führt.
Das Problem beim angebohrten sandwichkern ist jedoch, dass man eine 100 prozentige Wasserdichtigkeit herstellen muss. Dringt hier Wasser in den Schaum, dürfte das kaum noch zu sanieren sein. Wer hier pfuscht, riskiert Osmose und Ablösung des Verbundes durch Eisdruck, mal abgesehen
davon, dass der Kahn schwerer wird. Das sind ungefähr exakt die gleichen Schäden, wie sie an delaminierten Rudern zu sehen sind. Die sind am Ende richtig voll mit Wasser.

LOG
Meines ist kaputt. (Paddelrad beim Auflaufen im Flachwasser beschädigt). Aber das interessiert mich nicht mehr, denn Fahrt und Distanzen kann ich viel zuverlässiger mit einem Hand-GPS ermitteln. (Weis gar nicht, warum man diese teuren, anfälligen und ungenauen Logs heute immer noch verkauft und einbaut). Korrekter Einbau eines Log-Gebers ist hier aber nicht das Thema.


Laut Überschrift schon.
Bei mir sitzen oft Muscheln im Paddelrad und blockieren es. Muss es da schön sein, viel schöner, als innen im Kielkasten. Der Vorteil von den Gebern liegt sicher in der gut ablesbaren Anzeige, die man auch bei Sonnenlicht erkennt, ohne ins Display zu kriechen, während man das Mäusekino auf dem Hand-GPS oft nur schwer erraten kann.
Ich schalte die Anzeige und/oder GPS auch nur an, wenn mir was komisch vorkommt oder eine Tonne fehlt oder eine vorbeirauscht, die nicht erwartet wurde. Ich sehe ja, wenn der Kahn läuft und will auch die Gegend glotzen, statt auf die Instrumente.
Wir haben mal gechartert, da haben einige aus der Crew die Nase nicht vom Plotter wegbekommen und sind so vor Hiddensee beinahe auf Grund gelaufen. Der Plotter zeigte, dass wir uns sauber in der Fahrrinne befinden, einen Meter neben dem Boot standen aber die Möven im Wasser und hatten die Knie frei.
Ist immer der erste Satz in allen Bedienungsanleitungen, dass das nur Hilfsmittel zu Navigation sind und die eigentliche Navigation nicht ersetzen können. Genau so kann man die auch benutzen. Ist ohnehin mein erster Kahn, wo sowas drauf ist. Bislang ging es auch ohne.
Obwohl mit ist auch schön.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

02.03.2016 20:41
#22 RE: Einbau von Log/Echolot Zitat · Antworten

Hallo Eric.
EINSTELLUNG ECHOLOT
Bei meinem ST50 war die Einstellung des "Offset" anhand der engl. Bedienungsanleitug ganz einfach. Musste nur auf das richtige Vorzeichen achten. Bei der Anleitung fürs ST40 stehts auf Seite 65 und man braucht sich überhaupt nicht mehr ums Vorzeichen zu kümmern. Geh auf W/L und gib die Einbautiefe (0,35 m) ein.

ABSCHATTUNG DES SENDEKEGELS DURCH DEN KIEL
Bei Einbau neben dem Kielkasten könnte bei Lage aber durch den Kiel die Sicht nach unten beeinträchtigt werden. Von daher kommt die allgemeine Empfehlung für Kielboote: Vor dem Kiel.
Das ist nur Theorie, denn der Geber richtet sich nicht auf den Erdmittelpunkt aus, sondern bleibt in der Einbaulage. Er misst von vornherein ein bisschen schräg, aber immer im gleichen Abstand zum Kiel, egal, wie schief man segelt, ist das Kiel nicht mehr im Weg, als vorher.
Der Ultraschall breitet sich kegelförmig aus (Öffnungswinkel unterschiedlich, je nach Zweck des Echolots). Die Zeit bis zum Empfang des FRÜHESTEN Echos wird gemessen (und daraus die Tiefe berechnet). Ist der Weg nach senkrecht unter dem Boot durch den Kiel versperrt kommt kein Echo von dieser Stelle zurück. Es wird dann halt eine größerer Tiefenwert angezeigt.

EINBAUORT HECK-BACKSKISTE
Als Argument für den Einbau in der Heck-Backskiste wird immer wieder gebracht, daß man da keinen Sandwich-Schaum entfernen müsse, was aber nur bei einem Innen-Einbau relevant wäre.
Was meinst du? IN der Heckbackskiste ist doch INNEN. Das sind knapp 10 cm frei,vorm Heckspiegel, die ohne Aufdoppelung sind.
Bei gut getrimmten Booten misst man hier aber nicht die Wassertiefe, sondern bekommt eine Reflexion von der Wasseroberfläche. Kann mir nicht vorstellen, dass das zu stabilen Messergebnissen führt.
Beim Einbau an dieser Stelle wird bei Welle die Anzeige immer wieder springen, denn durch Luft gehts nicht. Deshalb bin ich ja für den Einbau vor dem Kiel, so wie es in jeder Einbauanleitung steht (auch in Deiner hihi)

EINBAU DURCHBRUCHGEBER
Das Problem beim angebohrten sandwichkern ist jedoch, dass man eine 100 prozentige Wasserdichtigkeit herstellen muss. Dringt hier Wasser in den Schaum, dürfte das kaum noch zu sanieren sein. Wer hier pfuscht, riskiert Osmose und Ablösung des Verbundes durch Eisdruck, mal abgesehen.
Na klar darf hier nicht gepfuscht werden. Hatte ja vom Vorbesitzer genau so eine Pfusch übernommen und über die entstanden Probleme hier berichtet. Ich frag mich aber nur was da so schwierig dran sein soll, genau nach der Einbauanleitung zu arbeiten.

LOG
Korrekter Einbau eines Log-Gebers ist hier aber nicht das Thema.
Laut Überschrift schon.
Ja, hast recht. Dem Threaderstarter ging es damals offenbar um den Einbau eines Log/Lot-Kombigebers. Das ist aber im Verlaufe der Diskussion etwas untergegangen

ABLESBARKEIT HAND-GPS
..... während man das Mäusekino aufm Hand-GPS oft nur schwer erraten kann.
Nix Mäusekino! Wenn man das richtige Gerät hat und dieses richtig einstellt, ist die Ablesbarkeit auch bei Sonne vorzüglich. Ich habe ein Garmin GPS72 in einer Halterung am Schott und fest an der Bordstromversorgung. Die gleichen Geräte verwenden wir im Club auf dem Bojenleger zur Auslegung der Regattatonnen. (Und da sind die Anforderungen extrem, bei jedem Wetter). Man muß sich nur davor hüten, es als "eierlegende Wollmilchsau" nutzen zu wollen. Ich nehms nur als Log und habs auf große Ziffern eingestellt. Für die Navigation besser ein anderes Gerät. Brauch ich aber hier am See nicht.

Helmut

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