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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Tipps und Technik
mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

28.03.2018 20:14
Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Hallo zusammen,

der Winter neigt sich ja nun so langsam dem Ende und ich war mal wieder am Schiff.
Leider ist beim Bugkorb immernoch undicht so das über Winter etwas Wasser ins innere der Schiffes gelaufen ist.

Bei genauem betrachten ist mir hier aufgefallen, das einer der Vorbesitzer meiner Jantar auf die Idee gekommen ist den Batteriekasten ins Schiffsinnere zu legen.
Auch bin ich nun zu der Meinung gekommen, das diese Ausbuchtung nicht Original sein kann.

Drum die frage, wie sieht es bei euch so "unterm Sofa" aus?



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eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.03.2018 08:20
#2 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #1
Hallo zusammen,

der Winter neigt sich ja nun so langsam dem Ende ...


Hallo Mathias, tatsächlich?I
Wenn alle das oft genug sagen, passiert es vielleicht auch. Noch fühlt es sich anders an...
Gestern erst in dichten Schnieseltreiben durchs Freilager gestapft.



Jetzt reichst so langsam, wir haben eine Woche nach Ostern Krantermin!


Leider ist beim Bugkorb immernoch undicht so das über Winter etwas Wasser ins innere der Schiffes gelaufen ist.

Hat es in der Bootshalle durchgeregnet oder hast du im Freilager keine Plane drüber?


Drum die frage, wie sieht es bei euch so "unterm Sofa" aus?


Naja, bei den meisten Jantars sieht es halt aus, wie bei Jantar. Du hast ja was anders, wahrscheinlich eine Tango.
Dein Vorbesitzer hat echt mitgedacht. Ein Wunder, dass er beim Aussägen des Kastens nicht noch durch den Rumpf gesäbelt hat.
Guck lieber mal nach.

Also das da vorne ist die Überlebensversicherung, falls du mal auf irgendwas draufbretterst, was knapp unter der Wasseroberfläche schwimmt. Es ist gleichzeitig ein nicht aus versehen vollmüllbarer Auftriebskörper, nahezu unzerstörbar, statisch hochwirksam und wasserdicht einlaminiert.
Es sei denn, man sägt da einfach mal ein grosses Loch rein.

Mein Tipp: konsequenter Rückbau.

Mit den Riesenluken, die du unmittelbar davor hast, brauchst du doch keinen extra Batteriekasten. Du willst sicher auch keine daumendicken Kabel durchs Schiff ziehen. Trockne den Bereich sorgfältig aus, kauf 2K-Schüttelschaum (kein Bauschaum) und laminiere das ganze wieder zu oder setze danach wenigtens eine wasserdicht verschraubte Inspektionsklappe drauf. Ist aber statisch nicht das selbe, wie dieses Tragsystem wieder herzustellen.
Man sägt auch in die Schweller seines Wagens nicht einfach ein Loch und schraubt eine Klappe davor, damit man nachgucken kann, ob die von innen rosten.
Wäre schon praktisch, aber dann sind sie halt kaputt.

Bei unseren Leichtbaubooten ist halt nicht so einfach herauszufinden, welche Baugruppen zur Steifigkeit der Rumpfschale beitragen.
Aber die da vorne auf jeden Fall. Und egal wo man bei diesen Konstruktionen ein Loch reinsägt, man muss die Kräfte, die das Bauteil vorher übertragen hat, über den verbliebenen Rand ableiten. Ein gutes Beispiel für dieses Prinzip ist der Niedergang.
Ein Riesenloch in der Schale und genau an dessen Rand mächtige, einlaminierte Träger, die die Kräfte ableiten und überschüssige Kopfhaut abschälen, bis man sich im Spätsommer wieder an die Geometrie des Niedergangs gewöhnt hat. Autschn.

Die Jantars der letzten Baureihe haben da ganz in der Nähe eine in die Form einlaminierte Versenkung. Vielleicht wollte dein Voreigner das auch, hat aber das Prinzip nicht verstanden oder ist nicht fertig geworden. Die herstellerseitige Vertiefung ist aber dicht und staisch voll wirksam. Aber auch dort bleibt ja das Problem - wohin mit den dicken Kabeln. Will man darauf liegen?

Auch nicht sonderlich durchdacht ist die Vertiefung hinterm Ankerkasten, wie es bei Jantar gelöst ist. Aber hier ist die Batterie wenigstens aus dem Innenraum raus.

Das Loch fertig zu bauen ist m.E. viel komplizierter und aufwändiger, als es fachgerecht zu schliessen.
Und das Loch bringt bei dem soliden Stauraum, den die Tango dort im Vorschiff hat ohnehin keinen Vorteil. Dort wird die Batterie auch am stärksten durchgeschüttelt. Normale Autobatterien, wie die meisten von uns aus Kostengründen fahren, mögen das garnicht.

VG Eric

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

29.03.2018 10:19
#3 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Hallo Eric,

ich habe ja schon fest damit gerechnet das du als erster Antwortest :)

Wie kommst du darauf das meine geliebte Jantar eine Tango ist?
Ich vermute ja das dort eine Vertiefung vorhanden war die Aufgeschnitten wurde.
Auf den Explosionszeichnung ist ja auch eine "Box" zu sehen.
Hier würde mich ein echtes Foto Interessieren.

Zusammenfassend:
Man Vermutet ja nix böses aber es passt exakt ein Kasten Bier oder Porta Potti rein.

Nun ja, ich werde definitiv zurückbauen.
Als ich das Boot übernommen hatte, war ein Elektromotor angebaut und eine Batterie im Vorschiff sowie eine im Heck verbaut.

Nun muss ich mir überlegen welchen Position ich für die Batterie wieder wähle.
Entweder ich verbringe Sie wieder in den Ankerkasten, oder unterm Bett im Vorschiff.
Nach hinten will ich eigentlich nicht, da ich dort durch Reservetank schon viel Gewicht habe.

VG Mathias

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.03.2018 15:22
#4 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #3
Hallo Eric,

ich habe ja schon fest damit gerechnet das du als erster Antwortest :)


Und Einziger...

Wie kommst du darauf das meine geliebte Jantar eine Tango ist?

Hi Mathias, das könnte an den Fotos liegen, auf denen sie aussieht, wie eine Tango.

Ich vermute ja das dort eine Vertiefung vorhanden war die Aufgeschnitten wurde.
Auf den Explosionszeichnung ist ja auch eine "Box" zu sehen.
Hier würde mich ein echtes Foto Interessieren.


Zwei, drei Tangotänzer sind ja hier im Forum unterwegs, die anderen können nur Jantar zeigen und da hat nur die letzte Serie dort einen Kasten.
Bei allen anderen ist das Vorschiff bis auf einen kleinen Bereich vorm Kiel eine einzige Auflagefläche und unzugänglich aufgeschäumt.
Damit hat sie genügend Auftriebsvolumen im Vorschiff, um im Falle eines totalen Wassereinbruchs nicht über die Spitze abzusaufen.

Eine einlaminierte Box in belastbarer Wandstärke wäre eine mögliche Lösung. Nur die Frage ist wozu der Aufwand?
Um Stauraum zu schaffen? Davon hat die Tango doch ausreichend. Wenns nicht reicht, einfach weniger Zeug mitschleppen.

Zusammenfassend:
Man Vermutet ja nix böses aber es passt exakt ein Kasten Bier oder Porta Potti rein.


Ja. Genau dafür würde ich da auch Löcher reinsägen.

Nun ja, ich werde definitiv zurückbauen.
Zumindest fertig bauen. Entweder einen stabilen Kasten einbauen und die Lücken ausschäumen oder ganz schliessen- In jedem Fall muss es wieder einen Verbund geben, der Kräfte in andere Rumpfsegmente ableiten kann. Einfach nur Deckel drauf reicht nicht.

Als ich das Boot übernommen hatte, war ein Elektromotor angebaut und eine Batterie im Vorschiff sowie eine im Heck verbaut.

Das sind meist sehr schwere Batterien, die sehr gut nah am Kiel aufgehoben sind. Braucht man aber nur auf Trinkwassertalsperren. In rauen Seerevieren oder auf der Warnow, wo die riesigen Schwedenfähren rein und rausfahren, ist ein E-Motor möglicherweise keine so gute Idee.

Nun muss ich mir überlegen welchen Position ich für die Batterie wieder wähle.
Entweder ich verbringe Sie wieder in den Ankerkasten, oder unterm Bett im Vorschiff.
Nach hinten will ich eigentlich nicht, da ich dort durch Reservetank schon viel Gewicht habe.


Die Jantar/Tango ist ja für 3 Mann Regattabesatzung ausgelegt. Wenn du die zu zweit segelst, hat sie genügend Auftriebsreserve im Heck.
Zur Regatta machen wir allerdings den Motor ab. Aber auch nur, weil die anderen das auch so machen.
Eine ausgeräumte, regattaklare Jantar schwimmt am Heck eine Handbreit auf. Im Urlaubsmodus saugt sie sich mit dem Heck fest. Das drückt ordentlich auf die Reisegeschwindigkeit. Das könnte der tiefere Grund gewesen sein, dem Boot mit der ganz vorn eingebauten Batterie ein Art Gegengewicht zu verpassen. Nur wenn man soviel Gerödel bunkert, dass man auf solche Tricks angewiesen ist, dann ist es höchste Zeit, den Kahn mal auszumisten und das eine oder andere zu hinterfragen.
Und nein - der Grill bleibt an Bord! Was ist denn, wenn man nach der Regatta spontan Lust hat zu grillen?

VG Eric

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

29.03.2018 17:07
#5 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Hi Eric,

also ich bin mir ziemlich sicher das es eine Jantar ist und keine Tango :)

Mein Plan ist das ich den Batteriekasten ausschäumen werde und wieder mit GFK Laminat verschließe.
Gleiches gilt für die reingeschnittene Mulde.

Den E-Motor hat meine Jantar auf dem Baldeneysee gehabt und sofort verloren als Sie an die Ostsee gezogen ist.

Vermutlich werde ich die Batterie in der nähe des Kiels positionieren, die Kabelführung ist ja nun eh schon soweit geändert, da muss ich Sie nicht wieder in den Ankterkasten legen.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

29.03.2018 18:44
#6 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #5
Hi Eric,

also ich bin mir ziemlich sicher das es eine Jantar ist und keine Tango :)


Zumindest steht es ja gross genug drauf.

War wohl das Innenfoto, was mich auf die falsche Fährte gelockt hat. Meine Jantar sieht im Vorschiffsbereich innen ganz anders aus. Schon von hause aus weniger Stauraum, mehr Auftriebsvolumen. Vorne die Spitze ist komplett frei, da leuchtet auch nicht so schön die Morgensonne rein, wie bei dir. Schade eigentlich. Oder ist das LED?

Ich brauche die Spitze auch in voller Länge, weil das Vorschiff bei uns Kuschelbereich ist. Eigentlich ist das schon so einen halben Meter zu kurz. Genau wie das ganze Boot.

Sag mal Matthias, warst das nicht du selbst, der Expertenwissen angehäuft hat, weil es ihm das Rod aus dem Deck gefetzt hat und der es danach fachgerecht repariert hat? Falls ja, bist DU der Experte und kannst uns gerne mal beschlauen, statt hier tiefzustapeln und unsereins mit Fragen nach den Schräubchen und der Rodspannung aufs Glatteis zu führen. Wenn da jetzt einer Bescheid weiss, dann du.
Lernen durch Schmerz. Aber da lernt man ja auch was.

Mein Plan ist das ich den Batteriekasten ausschäumen werde und wieder mit GFK Laminat verschließe.
Gleiches gilt für die reingeschnittene Mulde.


Klingt gut. Ich verstehe nur nicht, was du mit Batteriekasten meinst. Die Vertiefung hinterm Ankerkasten? Also wenn du was ausschäumen willst, dann nur den Bereich, wo der Schaum fehlt. Dafür musst du ihn erst trocknen, was nicht so einfach ist, aber besser, als die Feuchtigkeit einzuschliessen. Zuerst dachte ich, eigentlich ein guter Platz für ein Echolot, aber dort vorne dürfte es bei Wind und Welle nur Unfug anzeigen.

VG Eric

mathias1985 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 26

01.04.2018 17:59
#7 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Ja ich war schon der "Experte" der das Rod im Deck wieder Repariert hat.

Mir ging es ja eher draum zu erfahren wie die Jantar im Original von innen aussieht :)

Zum Thema Spitze, bei mir ist der Bereich der Bugspitze mit einem Brett verschlossen, darum sieht man das "Helle" normal nicht.
Das ist quasi pures GFK nach Außen, da die Innenverkleidung komplett entfernt wurde.

Mit Batteriekasten meine ich den jetzigen Standort der Batterie.
Den Bereich werde ich wohl neu machen müssen, also wieder Originalzustand zurückbauen.

Ich werde Berichten :)

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

22.04.2018 09:31
#8 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Hallo Mathias.
Bei meiner Alibi hat der Vorbesitzer (ein Regattasegler) die Bordbatterie (jetzt 100 Ah, AGM, ca. 25 kg) in den Stauraum Bb neben dem Kielschacht und unter dem Kocherfeld verlegt. Für den guten Stand hat er ein Bodenbrettchen mit Halteklötzchenen eingepasst. Direkt an der Batterie befindet sich die Hauptsicherung und von dort gehts weiter zum Batteriehauptschalter im Steg vor dem Kocherfeld. Ein 2-pol. Kabel führt dann zum Schaltpaneel im Schott am Ende der Stb-Koje. (Das ist dort nicht ideal, aber wohl standardmäßig so).
Ich finde gewichtsmäßig sind diese ca. 25 kg am tiefsten Platz im Schiff ideal untergebracht und die (vorgeschriebene und sinnvolle) Hauptsicherung ist gut erreichbar.
Lediglich der großzügige Rotwein-Stauraum geht halt verloren, hihi.
In der Welle sollten die Schiffsenden ja leicht sein, daher war der originale Platz im Ankerkasten keine glückliche Lösung.
An der Vorderseite dieses "Elektrokammerls" ist auch noch das Ladegerät fest montiert.
Neben der Batterie und auf ihr ist nach etwas Platz in dem ich den "Elektrokram" staue. (Landkabel, Adapter usw.).

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

23.04.2018 09:01
#9 RE: Unterbau Vorschiff Zitat · Antworten

Zitat von mathias1985 im Beitrag #7
...

Mir ging es ja eher draum zu erfahren wie die Jantar im Original von innen aussieht :)


Hallo Mathias - jede anders. Paar Anhaltspunkte findest du hier aber unter den Fotos.
Startseite Bilder, ganz unten Balu - so sieht meine auch aus, also die offene Version mit dem schönen Holzausbau. Nur dass bei Balu da noch eine ganze Menge dazu gekommen ist und weil es so geschickt gemacht wurde, fällt es kaum auf.

Viele basteln sich die Ecke da zu oder kramen sie komplett voll, so als würden sie nicht segeln gehen, sondern dauernd was kochen.
Dann bammeln sie im Seegang scheppernde Küchenutensilien dran und finden es praktisch. Na ich weiss nicht.
Das Gemöle ist nicht leicht zu vermeiden, weil sich der Bereich praktisch von selbst verkrämpelt, wenn man nicht aufpasst.
Aufgeräumt gewinnt die Ecke ganz ungemein. Ich nehme sogar das Küchenhandtuch von der Stange, auf die es sich gerne wie von Geisterhand verirrt.

Diesen Bereich so offen zu halten und ihn mit den Abdeckungen und dem schmalen Trennfenster in dunklem Plexiglas so harmonisch zu gestalten, ist ja ein cleverer optischer Trick, der den Wohnraum viel größer erscheinen lässt.

Zum Thema Spitze, bei mir ist der Bereich der Bugspitze mit einem Brett verschlossen, darum sieht man das "Helle" normal nicht.
Das ist quasi pures GFK nach Außen, da die Innenverkleidung komplett entfernt wurde.


Das mit dem Schottbrett bei dir wundert mich auch. Hat die Jantar nicht. Was ist denn dahinter? Ich selbst brauche die komplette Länge zum Liegen, also bis in die Spitze. Die Vorschiffskoje dürfte gerne 10 cm länger sein.

Wandteppiche entfernt? Vielleicht waren sie verstockt oder verschimmelt.

Die Innenverkleidung ist ja der letzte modische Schrei.
Wollte mir schon mal einen schicken Hosenanzug draus nähen.
Der Designer der Innenbespannung sagt, tolle Idee, warum auch nicht, trägt er auch...



Aber sie hat doch einige wichtige Funktionen, von Schalldämmung bis zur Feuchteregulierung. Ist also nicht einfach nur so hübsch.

Lässt du bei einem Boot, auf dem zu zweit oder zu dritt gepennt wird, diese gepolsterten Stoffgeschichten weg, hast du eine lärmige Tropfsteinhöhle.
Ausserdem kannst du dann sehen, wie dünn der Kahn gebaut ist. Und wer will das schon andauernd wissen.
Eine gute Alternative ist, atmungsaktives Kork zu verkleben, aber das vergraut mit der Zeit.
Wenn man es lackiert, sieht es viele Jahre toll aus, ist immernoch ein hervorragendes Wärme- und Schallpolster, aber eben nicht mehr feuchteregulierend.

Viele Neuerscheinungen am Markt haben innen garnichts. Die blanken Jogurtbecher.
Fällt am Messestand erstmal nicht so auf, gerade wenn so viel Tamtam um die leeren Schüsseln gemacht wird. aber sorry, wenn es im Boot schallt, wenn ich mich mit paar Leuten unterhalte oder es morgens von der Decke regnet, nur weil die alle darauf bestehen, auch nachts zu atmen, dann ist das nur billig.
Länger drauf wohnen kannst du da nicht.

Hier hat man sich bei der Jantar so richtig Mühe gegeben. Alle Beschläge verdeckt, superaufwendige Innenschale mit einem fantastischen Finish, wer sich das in 3D und dann noch als Laminierform ausgeknobelt hat, hat sich ein Konstrukteurssternchen verdient.

Und eben nicht einfach billig Teppich an die Wand geklatscht, sondern aufwendig genäht, so dass man eine abnehmbare, gedämmte Wandbespannung hat, sogar die lustigen Deckenröllchen verbergen den Lichteinfall über die Fussleiste und die Rumpf-Deck-Verbindung.

Es ist eben genau dieser Innenausbau, der aus dem 21ft-Sportsegelboot eine richtige kleine Yacht macht, auf der man ganz wunderbar an einem kalten und windigen Morgen vor Anker liegen und voll gemütlich frühstücken kann.

Ich sitze dabei in Augenhöhe der Laufdecklinien und freue mich jedesmal aufs neue, wie intensiv der Konstrukteur über einheitliche Konstruktionslinien nachgedacht hat.
2. Extrasternchen.

Und dass ich vom Frühstückstisch aus sehen kann, wenn mich die Schwaneneltern mit ihren Jungen besuchen, ist ebenfalls genial.
Und das immerhin ohne komplett offenes Heck.
Das Gefühl, dass die kleine Nussschale doch ein grosses Boot ist, bekommt man ja, wenn man abends, bei einem Gläschen Wein in der Plicht sitzt und vollkommen frei aufs Wasser guckt. Windgeschützt, mit Arm auflehnen ohne drückende Kante.
Jetzt noch ein breiteres Brückenschott zum Weingläser abstellen, es wäre perfekt.

Die geneigten Laufdecks müssen schon sein, es sind halt diese Details, die auch zeigen wollen, dass die Jantar in erster Linie ein Sportboot ist.
Aber eben nicht nur.

Noch ein Extrasternchen für die durchgehenden Plichtbänke von über 2 m Länge und die geneigten Kajütschotts.
Wie geil ist das denn?!

Na und das dritte Extrasternchen gibts schon mal für diesen clevereren Klapptisch. Ein Riesending, mit Schlingerleisten und zack, ist er weg und schmiegt sich um den Kielkasten und taucht im Küchenblock unter und ist einfach mal aus dem Weg.
Auf wesentlich teureren Booten bleibt er ja gerne angeschraubt und dann darfst du ihn höchstens noch zur Seite drehen.
Beim Segeln auf einem Kleinkreuzer brauche ich aber keinen Tisch, da ist das Arbeitsbereich.

Der kleinen Küchenblock, sehr vollwertig und wenn er aufgeklart ist auch superansehnlich und nicht irgend so eine verwackelte Hilfskonstruktion auf Ikeagleitschienen, wie auf hochgejubelten, moderneren Booten, die sich dann ja gerne "Daysailer" nennen, nur weil sie im Konstruktionsbüro vergessen haben, dass man auch mal lässig am Frühstückstisch sitzen will und gleich nebenan zu Kaffee und Toast greifen will, im Idealfall beides gleichzeitig fertig.

Die sturmsichere Niedergangsstufe, Extrasternchen, kannst du lange suchen, hat kaum noch ein Kahn, so als würden die nie Lage schieben und dann muss einer mit nassem Zeug rein und Kartenarbeit machen. Einfach durchdacht ...ich höre jetzt mal auf...

Sicher haben die reinen Racer mit weggelassenem Innenbalast auf der Regattastrecke die Nase vorn, aber danach?
Ich will jedenfalls auf meinem "Daysailer" wohnen und das nicht nur am Wochenende, wir machen damit auch ein paar Wochen im Jahr Bootsurlaub.

Mit Batteriekasten meine ich den jetzigen Standort der Batterie.
Den Bereich werde ich wohl neu machen müssen, also wieder Originalzustand zurückbauen.


Meine Batterie sitzt mittig am Trennschott in der Backskiste. Dort endet die ausgeschäumte Bodengruppe und bildet damit eine gerade Abstellfläche.
In der Wasserspiegellage der Jantar bleibt sie von der Batterie unbeeindruckt.
Aber ich sage gleich, furchtbarer Ein- und Ausbauort.
Steht sie erstmal, gut verzurrt, ist sie aus dem Weg. Ladegerät hängt gleich darüber, die Landstromdose ist auch da hinten und fällt nicht auf und da sie mal mit einem E-Motor ausgerüstet war, gibts gleich noch eine genial verlegte Motorsteckdose.

Was wir rausgeschmissen haben ist der Wassertank im Heck. Es ist aus gesundheitlichen Gründen absolut nicht witzig, sich stehendes Wasser in den Zahnputzbecher zu schütten und sich dann aus Versehen zu verschlucken. So kann der schönste Segelurlaub auf dem Eimer enden und sich jedesmal aus der Seekombi zu schälen, wenn sich im Minutentakt der Dünnpfiff meldet, ist dann auch nicht so entspannt.
Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte das mit dem langen Zulaufschlauch in Weichplastik besser sein lassen.
Gewichtstechnisch war der Wassertank im Heck ohnehin Blödsinn.


Der Einbauort der Batterie neben dem Kiel ist gewichtstechnisch bestens gewählt, allerdings passt da zufällig genau ein Stück Kühltasche rein.

VG Eric

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