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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 527 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

05.01.2018 22:41
26 x 3 Zitat · Antworten

Hallo liebe Jantarianer und Ausstatter,

wenn ich mich nicht vermessen habe, hat meine Jantar Fockleitschienen, die es so im Handel nicht gibt. Oder nicht mehr.
Und natürlich auch nicht irgendwelche Genuaschlitten, die da raufpassen würden.

26 x 3 mm - der Harkenschlitten passt ja drauf. Ich glaube jedoch kaum, dass die Polen da auch eine Harkenschiene draufgetackert haben.

Ich habe natürlich auch wenig Lust, an Schlitten oder Schienen rumzufeilen, nur weil es das Maß nicht mehr gibt.
Hat irgend jemand eine Idee, wie man da mal andere Schlitten auf die noch bestens intakten Schienen draufsetzen kann?
Von welchem Hersteller könnte da was passen?

Wo wir grad dabei sind - weiss jamand zufällig, wie man beim 3-Rollen-Schlitten von Harken die seitlichen Führungsrollen ausbaut?
Sieht aus, als müsse man die Achsen rausschlagen, aber das ist ein Gussteil und das will ich nicht zerdemmeln. Das kostet ein kleines Vermögen.
Das macht einen Grobmotoriker wie mich natürlich vorsichtig.

VG Eric

Mario Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 37

09.01.2018 15:58
#2 RE: 26 x 3 Zitat · Antworten

Hallo Eric,
hast du die Genuaschiene mit einem Messchieber gemessen? Habe auch mal alle Kataloge und das Internet durchsucht, nichts gefunden, alles 25mm!
Durch die spitzen Winkel zur Winsch würde ich auch gerne einen anderen Genuaschlitten montieren

Gruß

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

10.01.2018 11:59
#3 RE: 27 x 3 Zitat · Antworten

Zitat von Mario im Beitrag #2
Hallo Eric,
hast du die Genuaschiene mit einem Messchieber gemessen? Habe auch mal alle Kataloge und das Internet durchsucht, nichts gefunden, alles 25mm!
Durch die spitzen Winkel zur Winsch würde ich auch gerne einen anderen Genuaschlitten montieren

Gruß


Hallo Mario,

uups, nee, nix Messschieber - Zollstock und dann noch nichtmal an der eigenene Jantar gemessen, weil die ja gut verpackt im Freien steht.
Was ich bis jetzt herausgefunden habe, ist recht rätselhaft. Die Amis (Harken) haben für den aussereuropäischen Markt das imperiale Masssystem beibehalten. Warum auch nicht.
Hier taucht die 27 auf, das ist nämlich 1 Zoll - hihi, deshalb der Zollstock.
Hat eine Weile gedauert, aber wenn man mal die richtigen Vokabeln raus hat, findet man die Dinger.
Genoa Lead Car - Midrange 27mm. Nur im Deutschen nennt die jeder anders, mal Genua- oder Fock-schlitten, -wagen, -rutscher...

Rätselhaft ist nur, weshalb die Jantar auch mit dieser Exotenschiene ausgestattet wurde, für die es hier gar keine oder nur schwer und teuer zu beschaffende Genuaschlitten gibt?

Die Schiene wechseln? Besser nicht, denn die Lochabstände sind dann ebenfalls nicht metrisch.
Hier hat es einen Amerikaner erwischt, der sein franzäsisches Boot auf Regattatechnik umbauen wollte.
Musste alles neu bohren, der Ärmste...
Bätschi..., sage ich dazu.
(Nicht wundern, Krabbelgruppensprech ist in der dicken Stadt grad voll angesagt, jedenfalls glaubt das die dicke Tante von der SPD.
Aber die ist ja auch nicht von hier...)

Hier ist gut zu sehen, dass der Ein- und Auslasswinkel die Schot bald killen wird.



Das dürfte bei uns noch schärfer um die Ecke gehen. Egal, ob nun die Schot von aussen um die Wanten kommt oder danach so extrem steil aufs Jantardach gewinscht wird, wird sie garantiert über die Wangen der Rolle gezerrt. Die Schiene der Jantar liegt noch viel weiter innen. Die Umlenkung der Schot an der Rolle dürfte also noch brutaler sein, denn die Blöcke kippen ja nur um ihre schienenparallele Längsachse.


Die seitlichen Führungsrollen des Harken-Schlttens sind ja der Schlüssel zum Erfolg.

Wenn du nur auf die Standardrolle wechselst, kannst du beinahe sicher sein, dass die Wangen der Rolle an der Schot schleifen, zumindest bei der Genua kommt die Schot zwischen Schothorn und Rolle zu weit von aussen. Der fette Harkenrutscher lenkt diesen Schotzug aber sauber auf seine dicke Mittelrolle. Dessen massives Gussgehäuse hat da vorne abgerundete Kanten und achtern halt die seitlichen Rollen.
Gibts noch von Pfeiffer, so ein Teil, nur eben nicht für die Ami-Schiene.

Um das Problem mit den überlasteten Genuarutschern und der schotfressenden, schwer zu bedienenden Umlenkung auf die Kajütdachwinsch in den Griff zu kriegen, läuft es wohl auf zwei Seitendeckwinschen hinaus.

Bis dahin bleibt der sündhaft teure Harkenrutscher drauf. Und danach sowieso.

Bleibt die Frage, wie man die seitlichen Führungsrollen ausbaut.
Weiss das jemand? Nicht nur theoretisch, sondern hat schon mal jemand die Rollen gewechselt, ohne den Wagen zu zerstören?


VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

10.01.2018 13:42
#4 RE: 27 x 3 Zitat · Antworten

Track Size 1" x 1/8" (25 mm x 3 mm)

Das ist die 1"-T-Schiene
Sagt Schaefermarine. Die mm-Angabe kann aber nicht stimmen, sonst würden die 25er Schlitten ja raufpassen und das machen sie def. nicht.
Gehen knirsch rauf, wenn man eine der Gleitbacken weglässt, aber dann verkanten sie auch - ich weiss nicht. Keine solide Lösung.

Jedenfalls findet man die Wagen für die 1" T-Tracks unter 27 mm midrange.
Die dazu passenden Wagen nennen sich T-Track Genoa Lead Cars, sind aber für die 27mm T-Schiene offenbar nicht vorgesehen. Jedenfalls nicht bei Harken.
Sehr verwirrend.

Kommando zurück - war nur versteckt. Hier ist das gute Stück. Für nur 243 Dollar. Na das ist ja fast geschenkt.
http://www.harken.com/productdetail.aspx?id=5377&taxid=479

Harken bringt den Hinweis, dass sich diese Rutscher unter Last nicht verstellen lassen. Ist auch meine Erfahrung. Obwohl es einige Anbieter gibt, die die Rutscher stufenlos verstellbar im Programm haben, ist das wahrscheinlich eher ein fauler Kompromiss - also Druck aus der Genua - Holepunkt verstellen - Schot anziehen - in Lee rumturnen, Profil checken, ärgern, neu verstellen. Also genau wie jetzt schon.

Die Amis schreiben unter ihre Produkte folgenden Warnhinweis:

DO NOT use Harken equipment for human suspension.

Hä? Was soll man denn sonst nehmen?

Im weltweiten ibäh findet sich dieses leckere Teil mit der genialen Schrägstellung der seitlichen Führungsrollen.
Ich habe es mal ein bisschen grösser gelassen, damit man den winzigen Sperrstift sieht.


Hier wird offenbar zuerst der kaum erkennbare, seitliche Sperrstift rausgedengelt und nicht, wie ich vermutet hatte, die Achsen der Führungsrollen. Ist das bei Harken auch so? Hat das schon mal einer probiert?

Kostet knapp über 400 Dollar das Stück. Also wenn ich sowas Edles verbaut hätte, würde ich jetzt auch nicht der Erste sein wollen, der´s kaputt kriegt. Deshalb frage ich lieber. Mir würde auch helfen, wenn einer sagt, so macht man es besser nicht...

VG Eric

p.s. grad von Kugel vorgeschlagen - gibt einen nahezu zu Harken identischen Ersatz - Tri-Roller von Lewmar, im Angebot für schlappe 135 Eus das Stück. Wird ja immer billiger.



Der hat jedenfalls KEINE seitliche Sperrachse.
Menno, das ist doch kein PKW, den man einfach so zusammentackern kann, ohne sich je Gedanken darüber zu machen, wie man den wieder auseinanderbaut, z,B. um eine Lampe zu wechseln.

Frage bleibt - wie bekommst man die seitlichen Rollen raus?

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

10.01.2018 18:22
#5 RE: 27 x 3 Zitat · Antworten

Ich habs so gelöst:
Am achteren Ende der Leitschiene eine Ringöse eingeschraubt, an der ich mittels Tauwerksschäkel einen ganz normalen Block befestigt habe. Die Schot läuft nun von der Leitöse kommend immer parallel zu Schiene nach achtern und wird erst durch diesen neuen Block auf die leeseitige Kajütdachwinsch umgelenkt. Bei viel Wind kommt die Schot dann über den Niedergang rüber zu Luvwinsch. So kommt der Vorschoter auch dran, wenn er in Luv bleibt. Die vom Voreigner montierten Deckswinschen habe ich demontiert. Die müssen ja in Lee gekurbelt werden und das geht bei so einem kleinem Boot nicht. Tauwerksschäkel deswegen, weil sich da der Block ohne zu verkanten jedem Zugwinkel anpassen kann. Einfache, billige aber effektive Lösung.

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

11.01.2018 02:13
#6 RE: 27 x 3 Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #5
Ich habs so gelöst:
Am achteren Ende der Leitschiene eine Ringöse eingeschraubt, an der ich mittels Tauwerksschäkel einen ganz normalen Block befestigt habe. Die Schot läuft nun von der Leitöse kommend immer parallel zu Schiene nach achtern und wird erst durch diesen neuen Block auf die leeseitige Kajütdachwinsch umgelenkt.


Darüber hatte ich auch schon nachgedacht, hatte aber keine Idee, woran ich so einen Block befestigen soll.
Wie hast du die Ringöse unterfüttert? Unterm Deck ist doch auch noch Stoff? Wie hast du das gelöst?
Das sind ja enorme Kräfte, die da an so einer dichtgewinschten Schot zerren und bei dem spitzen Umlenkwinkel wirkt ja beinahe die doppelte Kraft auf den Block und die Öse. Alles, was mir bis dahin an Halteösen eingefallen war, hätte es irgendwann aus dem Deck gerissen.

...Tauwerksschäkel deswegen, weil sich da der Block ohne zu verkanten jedem Zugwinkel anpassen kann. Einfache, billige aber effektive Lösung.

Wie verhinderst du, dass dir in einer schnellen Wende dieser Block aufs Deck schlägt? Selbst mit Stehfeder stelle ich mir das schwierig vor.


Bei viel Wind kommt die Schot dann über den Niedergang rüber zu Luvwinsch. So kommt der Vorschoter auch dran, wenn er in Luv bleibt.

Warum nur bei viel Wind? Bei Beinaheflaute, der Lieblingsdisziplin der Jantar, fahren wir sie in Lee sitzend und dann die Schot aus der Hand oder auf der Leewinsch.
Aber ansonsten kommt die Fockschot eigentlich immer einmal um die Leewinsch und dann rüber auf die Luvwinsch. Wir haben ein unruhiges Revier, auf einem Schlag übern See wird x mal nachgetrimmt. Ich würde ja die Krise kriegen, wenn mir da der Vorschoter jedesmal in Lee rumhampelt.

Die vom Voreigner montierten Deckswinschen habe ich demontiert.

Ich bin kurz davor, mir welche draufzupappen, graule mich aber ein wenig davor, weil ich das nicht ohne Unterfütterung machen will. Ausserdem ist die Klemmenfrage noch ungelöst. Ja und nicht zuletzt die Platzierungsfrage - Wir fahren die Jantar überwiegend zu zweit und sitzen dabei relativ weit vorn am Schot und ich habe schon ein paarmal überlegt, wo da jetzt noch eine Winsch hinpassen soll.
Im Grunde bestimmt die momentane und zu erwartende Hosengrösse der Lieblingsvorschoterin den Abstand und da das richtige Mass zu finden, da kann Mann ja nur falsch liegen. Lieber zu eng als zu weit weg vom Schott? Schatz, ich hatte dich schlanker geschätzt und dann nochmal umsetzen? Beziehungstechnisch natürlich besser, als wenn man gleich mal zwei Handbreit Reserve dazugibt. Ein Dilemma...

App - was hast du denn mit den Löchern im Deck gemacht?

Wie war das bei dir gelöst? Kannst du mal ein paar Fotos beisteuern?

Die müssen ja in Lee gekurbelt werden und das geht bei so einem kleinem Boot nicht.

Einspruch. Die Schot kann bei Seitendeckwinschen ganz genauso gefahren werden, wie eingangs beschrieben und der eigentliche Witz bei der Sache ist, dass dann garnicht gekurbelt werden muss.
Eigentlich gehören sogar die Selftailingwinschen aufs Seitendeck, wenn sie dort nicht so riesig aussehen würden, im Verhältnis zur kleinen Jantar.

VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

15.01.2018 15:59
#7 RE: 26 x 3 Zitat · Antworten

...nahezu zu Harken identischen Ersatz - Tri-Roller von Lewmar...



Der hat auch KEINE seitliche Sperrachse.

Frage bleibt - wie bekommst man die seitlichen Führungsrollen raus?

App identisch - die Dinger sind spiegelgleich in sich.
Nachdem ich die Rutscher ausgebaut hatte und nebeneinander gelegt, war klar, dass man sie so, wie sie sind, nur auf die andere Schiene (Stb nach Bb und umgekehrt) wechseln muss, um die im bisherigen Bootsleben noch vollkommen unbenutzte seitliche Führungsrolle in Betrieb zu nehmen. Danke Harken - sehr weitsichtig, die Ersatzrolle gleich einzubauen.
Viel schöner wäre es gewesen, wenn es irgendwo mal einen Tipp geben würde, wie man die Rollen ausbaut.

Weiss das inzwischen jemand?

VG Eric

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