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Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 585 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
JonasDLX Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

05.08.2017 18:36
Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Hallo an alle aus dem Forum,

wir haben uns bereits letztes Jahr ein Jantar21 gekauft, sind aber erst das erste mal unter Segel auf der Müritz unterwegs.

Leider schreibe ich gerade vom Handy, daher würde ich eine lange Vorstellung in der kommenden Woche machen.

Der Voreigner hat die Jantar aus gesundheitlichen Gründen verkauft und wir haben zugeschlagen. Er hatte die Abspanung des Mast so, wie bebildert, aber das kann niemals passen, da ein Zusammenlegen der Wanten auf Deck aber aufgrund der vorhanden Länge auch nicht funktioniert bin ich ratlos.

Überhaupt scheint meine Jantar eher ein Prototyp zu sein? Ich habe nur eine Luke unter der Pinne und musste hinten extra Decksaugen anbringen, da der Baum sonst nicht frei, unter der Mastabspannung nach hinten, durchschwingen könnte.

Vielleicht könnt ihr mir kurzfristig helfen, bin gerade in Waren auf dem Campingplatz Ecktannen.

Angeblich soll das Boot aus 1991 sein, aber habe keine Seriennummer oder so finden können.

Besten Gruß

Jonas Kaatze

Angefügte Bilder:
IMG_4064.JPG   IMG_4065.JPG   IMG_4068.JPG   IMG_4069.JPG   IMG_4070.JPG  
JonasDLX Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

06.08.2017 10:53
#2 RE: Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Die äußeren Befestigungen der Oberwanten sind innen nicht verstärkt, hoffe man kann das auf dem Teppich Bild erkennen.

Habe nun dank diesem Forum rausgefunden, dass es das so ja scheinbar Serenmässig gibt, aber das die Ösen ohne Verstärkung sind, stimmt mich sehr nachdenklich.

Bis dahin

Jonas

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

08.08.2017 13:34
#3 RE: Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Zitat von JonasDLX im Beitrag #2
Die äußeren Befestigungen der Oberwanten sind innen nicht verstärkt, hoffe man kann das auf dem Teppich Bild erkennen.

aber das die Ösen ohne Verstärkung sind, stimmt mich sehr nachdenklich.

Bis dahin

Jonas


Hi Jonas, würde mich auch nachdenklich stimmen, aber das ist dort ein Sandwichdeck, solange die Innenlage nicht vergammelt ist, ist das sehr stabil. Eventuell ist es als Laminatwinkel mit der Rumpfschale verbunden, dann ist das so tragfähig, dass du nur noch durchbohren musst und so, wie im Bild eine lastverteilende Platte unter die Muttern setzen.
Die könnte man auch mal durch Stopmuttern ersetzen, schläft man ruhiger.
Schau dir mal am Rumpf an, ob die da an der Stelle Deckschale und Rumpf zusammenlaminiert haben, wenn ja, reicht das aus.

Die lastverteilende Platte unter den innenliegenden Wanten ist - naja - bisschen Laubenpiepers Sonntagnachmittaggebastel.
Nicht schön, aber schön zu sehen.
Nach dem dritten Einschlag der abgeflexten Püttinggewinde in der Kopfhaut hat man dann schon mal Tape draufgepappt.

Einzige Erklärung für den Bastelspass ist, dass man die Fock - nee, die kriegt man auch bei aussen liegenden Unterwanten auf die Fockleitschiene.
Dafür ist die vordere Rolle unklar, denn die ist ja nicht verstellbar - dann passt es ja wieder.

Übrigens, bei den Sportinas 595 mit innenliegenden Wanten sitzen an der Stelle die Püttingeisen. Interessant, dass die Decksform das schon vorgesehen hatte.
Ev weil man wusste, dass Regattasegler sich das früher oder später ohnehin umbauen.

VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

08.08.2017 14:11
#4 RE: Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Zitat von JonasDLX im Beitrag #1
Hallo an alle aus dem Forum,

...und musste hinten extra Decksaugen anbringen, da der Baum sonst nicht frei, unter der Mastabspannung nach hinten, durchschwingen könnte.

Vielleicht könnt ihr mir kurzfristig helfen, bin gerade in Waren auf dem Campingplatz Ecktannen.

...


Nochmal icke, der originale Anschlagpunkt der Achterstalje ist ganz am Heck, da wo die Maststütze sitzt und dann kommt auch das Achterstag weiter nach achtern und dann passt das auch mit dem Grossbaum.



Da sich die Achterstagtalje dort aber nur schwer verstellen lässt, haben die meisten das so umgebaut, wie du es gemacht hast. Hoffentlich solide unterfüttert.



Nur was hast du da für eine Schnur angebammelt?
Das ist eines der wichtigsten Trimminstrumente, gerade bei stärkerem Wind entscheidet der Achterstagspanner ganz wesentlich darüber, ob dein Boot noch segelbar bleibt und deshalb ist da eine Vierertalje drin, mit einem ordentlich dimensionierten Strecker, damit man den Mast auch gebogen kriegt.

VG Eric

JonasDLX Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

10.08.2017 08:46
#5 RE: Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Ja guck mal einer an, keine Jantar...

Sowohl in den Papieren der letzen 2 Besitzer, als auch den Aussagen war das nicht zu erkennen. Aber mit der Länge passt das so auch besser (kam eher auf 6m)

Die Schnur ist eine 6mm Reepschnur vom Klettern (war noch vorhanden).

Mit der Erklärung Sportina 595 Machen viele andere Sachen auch Sinn, haben zum Beispiel unter den Polstern im Inneren keine Stauräume.

Sind den z.B. das Hubkiel baugleich zur Jantar? Das ist nämlich nicht aus Edelstahl und blüht schon ein bisschen.

Sind jetzt gerade in der Heimat, fahren am Montag wieder an die Müritz, dann werde ich mal nach der Seriennummer gucken.

Dann ist das Boot 3 Wochen im Wasser, reicht das um eventuelle Osmoseblasen zu sehen?

Denke dann entscheide ich wie groß mein Refit Aufwand wird.

Besten Dank schonmal.

Gruß

Jonas

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

10.08.2017 12:50
#6 RE: Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Zitat von JonasDLX im Beitrag #5
Ja guck mal einer an, keine Jantar...


Hi Jonas, hast du kein Internet? Hier im Forum gibt es doch auch Bilder.

...das ist keine Jantar... https://www.youtube.com/watch?v=RzDJZRghcr4

Trotzdem nicht gleich wegschütten, das sind gute Boote.
https://www.youtube.com/watch?v=Lv3OiGBEbcs

In Polen gabt es etliche Übungsversionen, bevor die Jantar21 hier in Deutschland den Durchbruch geschafft hat.
Stammen alle aus der Feder von Andrzej Skrzat. Dazu haben die dann noch international andere Namen, von Clever bis Pritty, Sportina und eben Jantar.

Die Boote sind anderes als der Einheitsbrei und gut zu erkennen. Ich freue mich jedenfalls, wenn ich mit der Jantar in einem Seehafen liege und sie eben nicht aussieht, wie alle anderen Wohndampfer. Obwohl man auf ihr auch wohnen kann.
Polnische Kähne gelten oft als schlimm, Stehhöhe auf 6,50m Länge, Innenklo, zu schwer, zu fett, segeln nicht - Skrzat hat aber alles richtig gemacht und für den deutschen Markt nochmal eine grosse Schippe Chi-chi draufgepackt.

Die Schnur ist eine 6mm Reepschnur vom Klettern (war noch vorhanden).

Das ist OK, wenn sie noch durch eine Talje geschoren wird und dafür die Last aufbringt. Bei 6 mm brauchst du eine der besseren Curryklemmen.
Aufs Achterstag muss Druck und es muss leicht zu verstellen sein, sonst ist es nur Deko.
Es genügt, wenn du eine Seite verstellen kannst. Dann ist eine Seite fest und läuft über eine grössere Achterstagrolle mit Gleitlager und Bügeln, damit dir beim Lösen des Stags nicht jedesmal das Stahlseil von der Rolle fliegt.

Mit der Erklärung Sportina 595 Machen viele andere Sachen auch Sinn, haben zum Beispiel unter den Polstern im Inneren keine Stauräume.

Ja, auch der dicke Bauch und das voluminöse Vorschiff und dass sie irgendwie so ganz anders aussieht.

Sind den z.B. das Hubkiel baugleich zur Jantar? Das ist nämlich nicht aus Edelstahl und blüht schon ein bisschen.

Dazu haben wir uns 2015 hier im Forum ausgetauscht.
Erfahrungsbericht Kielsanierung

Auch da ging es um eine Sportina 595. Seltsam war, dass deren Kielgewicht deutlich unterhalb des veröffentlichten Kielgewichtes lag. Kann eine Besonderheit sein. Da sich die Physik eines Hubkielers aber nicht überlisten lässt, schien es eher so, als hätte einer den erforderlichen Innenbalast als störend empfunden und ausgeräumt.
Und die Jantar/Sportina ist schon mit dem richtigen Kielgewicht kipplig.

Auch das wurde mehrfach nachgebessert. Zunächst Gusskiele, später die Edelstahlkiele mit dem tiefer liegenden Schwerpunkt, danach noch ein Racingkiel in Edelstahl, der noch tiefer geht und im aufgeholten Zustand weit unterhalb des Rumpfes rausguckt.

Die Sportina 595 in dem Beitrag hatte einen geschweissten Stahlkiel, der theoretisch schon mal effektiver sein sollte, als der Gusskiel.
Leider war er ein bisschen kaputt und auch zu leicht.
Mal sehen, wie es bei dir ist.

Sind jetzt gerade in der Heimat, fahren am Montag wieder an die Müritz, dann werde ich mal nach der Seriennummer gucken.

Ja, aber leine dich an. Wenn du beim Suchen nach der Seriennummer in die Riesenbackskiste reinfällst und der Deckel knallt drauf, bist du verloren.

Dann ist das Boot 3 Wochen im Wasser, reicht das um eventuelle Osmoseblasen zu sehen?

Jipp. Aber es ist Sommer, du darfst auch länger drin bleiben. Hoffe du siehst nichts. :-)

VG Eric

JonasDLX Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

20.08.2017 16:09
#7 RE: Oberwanten und Unterwanten, das gehört doch nicht so... Zitat · Antworten

Hallo again.

Seriennummer nichts zu finden... und tiefer konnte ich nicht reinkrabbeln...

Was für das Baujahr 1991 spricht ist der Trailer, der von 1991 ist und den Bootsnamen eingraviert hat.

Zum Glück konnte ich keine Osmose finden.


Hi Jonas, hast du kein Internet? Hier im Forum gibt es doch auch Bilder.

...das ist keine Jantar... https://www.youtube.com/watch?v=RzDJZRghcr4


Das Problem ist ja, wenn dir der Verkäufer sagt es ist eine Jantar und du nach Jantar suchst, die Ähnlichkeit gross ist, kommt man nicht auf Sportina :-)

Die Unterwanten werde ich kommende Woche wieder nach aussen legen, die Pütting da ist auch verstärkt (mit L unterfüttert und von aussen mit einem Streifen Edelstahl gegengeschraubt.

Kiel muss ich mal schauen, wann ich den rausholen kann.

VG

Jonas

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