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Dieses Thema hat 11 Antworten
und wurde 1.793 mal aufgerufen
 Reviere
PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

11.07.2014 12:05
Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo Zusammen,

wir wollen diesen Sommer mit unserer Jantar auf die Ostsee (Fischland bis Hiddensee).

Gibt es jemanden von Euch, der schon mal da war und Tipps für uns hat?

Viele Grüße
Bernhard

sct Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 152

14.07.2014 17:57
#2 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo,

Ich war mal an der Ostsee. Allerdings nicht mit der Jantar sondern mit einem 5t Kielboot mit meinem, leider verstorbenen Großvater.
Fischland <---->Hiddensee, dann meinst Du wohl eher den Darßer Bodden oder? Fischland liegt westlich auf dem Darss und von dort bis Hiddensee kenne ich "außen" nur einen Nothafen: "Darsser Ort". Früher war das der Grenzposten wo die DDR Patroillenboote lagen und Sperrgebiet.

Schöner ist das Gebiet Usedom und Rügen. Am besten man kommt von der Oder -> Dabysee -> Stettiner Haff -> Swinemünde oder Wolgast -> Greifswalder Bodden -> Ruden (geiler Hafen) -> Hiddensee -> Greifswalder Bodden -> Sassnitz --> Glowe. Richtig coole Häfen auf der Strecke, geile Natur, ruhige See (im Verhältnis zur offenen Ostsee). Der Darsser Bodden ist auch schön, aber ausgerechnet dort würde ich nicht "außen" lang fahren. Jedenfalls nicht in dem Wissen daß der nächste Hafen 30km entfernt ist.

Ciao
SCT

PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

14.07.2014 19:21
#3 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Du hast natürlich vollkommen recht: Ich will auf den Darßer Bodden. Vielleicht mal die Nase in die Ostsee halten, aber ansonsten schön "innen" bleiben.

Usedom ist sicher auch nett, ich möchte aber nicht so weit trailern.

Also: Hat noch jemand Tipps für mich für den Bodden + Hiddensee?

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

17.07.2014 17:38
#4 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Zitat von PanTau im Beitrag #3
Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Du hast natürlich vollkommen recht: Ich will auf den Darßer Bodden. Vielleicht mal die Nase in die Ostsee halten, aber ansonsten schön "innen" bleiben.

Usedom ist sicher auch nett, ich möchte aber nicht so weit trailern.

Also: Hat noch jemand Tipps für mich für den Bodden + Hiddensee?



Hallo, Bernhard, was ist denn für dich weit zu trailern?
Eine echte Empfehlung ist die kostenlos nutzbare Sliprampe in Ribnitz-Damgarten. Dann hast du die gesamte Boddenkette vor dir und bei überwiegend Westwindlage ist das ein schöner Startpunkt. Ansonsten reiht sich dort Hafen an Hafen, in die die dicken Töppe alle nicht reinpassen. Mit einem abendlichen Kieltraining findest du immer Platz.
Ist ein hübsches Revier und nach Hiddensee rüber und in die Jasmunder Bodden ist das ohenhin alles so, als würdest du auf einem Binnenteich herumrutschen. Kartenarbeit ist wichtig, denn so groß, wie die Wasserflächen auch aussehen, neben dem Tonnenstrich stehen die Möven im Wasser und haben die Knie frei.
Ansonsten ist das ja alles Nationalpark, also mehr Natur geht kaum. Bei eingewehten Tagen kann man hervorragend Radtouren unternehmen und wenn man gerne Fisch ist, ist man da oben sowieso genau richtig.

Hiddensee, meine absolute Lieblingsinsel. Ich würde jetzt in Versform weiterschreiben...so, so schön ist das da.
Keine Angst vor vollen Häfen, auch hier gilt es, freundlich fragen, dazwischendrängeln, in der Regel passt die Jantar noch zwischen zwei Boote, also drei Boote in zwei Boxen oder man zieht den Kiel hoch und haut sich ungestört vom Chartergetöse zwischen die flachen Anglerboote.

Der Nothafen Darßer Ort ist natürlich nicht von innen zu erreichen. Prerow an windstellen Tagen ist eine Empfehlung, falls man Mücken mag.
Aber hier und in Zingst ist man schön dicht an einem der schönsten Badestrände der Ostsee.
Auch wenn die ständige Nähe zum Ufer zu Gelassenheit und Unvorsicht verleitet, ist es doch ratsam, ab und zu mal einen Blick an den Himmel zu machen. Wir haben mal vor Barhöft die Jacke in einem Sommergewitter ordentlich vollbekommen, der Himmel schwarz, der Hafen schon so nah. Ich habe mich verzockt.
Die Ruhe vor dem Sturm - übergangslos wechselte der Wind von Flaute auf bft 8 und traf mich ungerefft und mit vollen Segeln. Und wenn man dann im Schlagregen mit Null Sicht zwischen großen Tonnen herumrast und weiss, dass man auch nicht einen Meter daneben fahren darf, dann ist das weniger witzig.
Lernen durch Schmerz. Den richtigen Zeitpunkt zum Reffen habe ich noch nie gefunden, aber er hat sich danach deutlich nach vorn verlagert.

Das Revier verlockt auch zum Ankerliegen. Allerdings ist das alles einzeitlich geprägt, so dass da im Flach oft Klamotten liegen, die deutlich härter sind, als eine Jantar. Niemals einheimischen Fischern hinterherfahren, die eine Abkürzung fahren oder den Tonnenstrich verlassen. Es werden jedes Jahr neue Findlinge entdeckt. Das überlassen die Einheimischen gerne den Urlaubern.

Viel Spaß aufm Darß

VG Eric

PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

17.07.2014 19:24
#5 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo Eric,

herzlichen Dank für die vielen, guten Tipps. Das macht richtig Lust.

Bin gespannt, ob ich den Törn ohne Bodenktakt überstehe. Habe auch schon viel von den flachen Bereichen gehört.

Ich denke, wenn der Wind passt, werden wir tatsächlich in Ribnitz starten. Ist dann auch der kürzeste Weg, da wir aus Schwerin kommen.

Sag mal, gibt es zwischen Barth und Hiddensee eigentlich noch einen netten Hafen, den man anlaufen kann? Sonst wäre mir der Schlag mit unseren Kids zu weit.

Sonnige Grüße
Bernhard

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

28.08.2014 12:06
#6 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo und guten Tag,

Und Törn schon vorbei? Wie war es

haben ist besser als brauchen!

PanTau Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 80

02.09.2014 14:06
#7 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Gerne berichte ich Euch von unserem Törn auf dem Boddengewässer. Soviel vorab: Es war super!

Da für die Tage durchgängig Nord-Ost-Wind angekündigt war, sind wir nicht wie ursprünglich geplant in Ribnitz-Dammgarten gestartet, sondern in Barth. Dort haben wir im Hafen des Barther Segelvereins geslippt und Trailer und Boot auf dem Vereinsgelände (gegen Gebühr) parken können. Zum Reinslippen war die Slipanlage gut. Beim Rausholen hatten wir so unsere Probleme ... aber dazu später mehr.

Nachdem uns am ersten Tag der Wind mit ca. 6 Bft. um die Ohren pfiff, haben wir beschlossen, erst mal eine Nacht in Barth einzulegen. Der Hafen des Segelvereins ist okay. Sanitäre Anlagen und Restaurant ebenfalls. Und da der Wind nicht nachließ, haben wir auch noch eine zweite Nacht verlängert und sind mit dem Auto auf den Darß zum Baden gefahren (es war wenigstens sehr sonnig).

Am 3. Tag war uns dann alles egal. Unter Motor raus aufs Wasser und da wir noch immer satten Nord-Wind hatten weiter unter Motor nach Zingst. Einfacher Wasserwanderrastplatz, aber gepflegte sanitäre Anlagen, Strom am Steg und ein entspannter Hafenmeister. Und auch der Ortskern ist gut zu Fuß zu erreichen.

Weiter ging es dann durch die Meinigenbrücke und dann hieß es endlich "Segel hoch" und mit herrlichem achterlichen Wind nach Born. Ist schon ein komisches Gefühl, mit den anderen Booten wie auf der Perlenkette aufgereiht durch das zum Teil enge Fahrwasser zu segeln. Der Hafen Born hat uns dann wieder sehr gut gefallen. Allerdings ist der nächste (der einzige?) Einkaufsladen ein ganzes Stück vom Hafen entfernt. Und die Entfernung wird noch länger, wenn man erst kurz vor dem Laden merkt, dass das Geld an Bord liegt ...

Nach einer Nacht Born sind wir mit weiterhin wunderbarem achterlichen Wind durch die Borner Bülten gesegelt. Eine hübsche Inselkette mit schmalem Fahrwasser. Und dort haben wir dann auch das erste mal probiert, was passiert, wenn man das Fahrwasser für ca. 1 Meter verlässt. Wie gut, dass der Grund dort schön weich ist ;-) Und wie gut dass der Skipper sagen konnte: So liebe Kinder. Jetzt haben wir unsere erste Grundberührung hinter uns. Gehört dazu, zu jedem Bodden-Törn...

Der anschließende Ritt auf den Wellen, die inzwischen deutlich über einen Meter Höhe hatten, war einfach nur herrlich. Und auf dem Bodstedter Bodden kam durch die freie Wasserfläche auch endlich mal richtiges Segelfeeling auf. Und so ließen wir uns von Wind und Wellen in Windeseile nach Dierhagen tragen. Der Hafen dort ist recht groß und von der Versorgung top. Man braucht zu Fuß ca. 30 Minuten, um auf die Ostseeseite der Insel zu kommen. Dort war dann zwar die Hölle los (Sonnenschein und Ferien) aber irgendwie gehört das für uns auch zum Urlaub dazu. Und so haben wir mit den Kids zwei super Tage am Ostseestrand verbracht.

Nach fast einer Woche Nord-Ost-Wind kam dann endlich auch der (vorhergesagte) Winddreher und wir konnten entspannt, mit leichtem Westwind nach Althagen segeln. Ach ist das ein schöner, kleiner Hafen. So mögen wir das. Traditionssegler. Bootshäuser. Und eine Fischräucherei. Und da wir den Kids versprochen hatten, so oft wie möglich baden zu gehen, war es natürlich auch top, dass der Ostseestrand in nur 15 Minuten zu erreichen war. War das schön! Daher gleich mal zwei Nächte geblieben.

Als wir am dritten Tag dann aufbrechen wollten, legten wir ein komisches Hafenmanöver hin. Nach dem Rückwärtsgang ließ sich der Vorwärtsgang nicht mehr einlegen und so trieben wir blöd in der Gegend rum, bis dann endlich mal Paddel und Bootshaken zur Hand waren. Diagnose: das gesamte untere Teil des Motorschaftes hatte sich gelöst. Zwei dicke Bolzen waren einfach weg. Keine Ahnung, wie so etwas passieren kann.

Also: Einen weiteren Tag in Althagen eingelegt und mit der Hilfe eines gut sortierten Einheimischen (er hatte passende Bolzen bei sich im Keller) und eines gut sortierten Motorbootfahrer (er hatte den passenden Nusskasten) den Motor wieder flott gemacht und ab Richtung Prerow. Ach, war das wieder ein schöner Schlag: Wieder durch die Borner Bülten (diesmal ohne Grundberührung) und dann durch den Prerow-Strom (diesmal mit Grundberührung) nach Prerow. Unterwegs waren wir auf dem Wasser fast alleine. Wo sind die ganzen Menschen und Boote? Liegen die nur in den Häfen?

Von dem Hafen Prerow waren wir dann allerdings enttäuscht: Für das WC brauchte man 50 Cent-Stücke ... und die hatten wir nicht ... vor allem nicht in ausreichender Anzahl für eine 4-köpfige Familie. Und die Läden im Umkreis rückten auch keine 50-Cent-Stücke raus. Kein Wunder, wurden ja dauernd danach angeschnorrt. Und auch sonst fanden wir den Hafen (nach dem wunderschönen Althagen) eher so lala.

Aber dafür war es am Strand wieder schön und die Kids waren glücklich.

Am nächsten Tag ging es dann wieder nach Zingst und anschließend zurück nach Barth. Das Rausslippen des Bootes gehörte dann aber nicht zu unseren Urlaubs-High-Light-Erlebnissen. Während das Zuwasserlassen noch kein Problem war (der tagelange Nord-Ost-Wind hatte den Wasserspiegel ordentlich angehoben) war der Wasserstand inzwischen gesunken und ich musste den Trailer vom Auto abhängen, um tief genug ins Wasser zu kommen. Und beim Rausziehen (mit einer Trosse am Trailerkopf) verklemmte sich das Bugrad dann in einer Ritze der Slipanlage. Der tiefe Spalt zwischen den Betonplatten war uns am Anfang zwar aufgefallen, hatte uns da aber noch nicht interessiert, weil der Trailer ja noch am Auto hing.

Und so knickte das Bugrad weg und der Trailer hing mit dem Boot hinten drauf auf halb acht in der Slipanlage fest. Tolle Nummer und großes Hafenkino für die gefühlt 35 Schaulustigen. Mit Hilfe eines Einheimischen, der vom Bauhof einen großen Wagenheber holte und mit Hilfe des stellvertretenden Bürgermeisters (keine Ahnung, wo der her kam) ist es uns dann aber gelungen den Trailer so anzuheben, dass ich ihn wieder an das Auto anhängen konnte. Oh man, das war nicht der richtige Abgang nach so einem tollen Segelurlaub. Aber egal: Die Hilfsbereitschaft der Barther war wirklich grandios. Diese Slipanlage werden wir allerdings zukünftig meiden.

Mein Fazit vom Törn: Der Darßer Bodden ist ein tolles Revier für einen Familien-Segel-Urlaub. Die Kombination aus Segeln im geschützten Boddengewässer und Baden an der Ostsee ist genial. Auch wenn wir nicht so viel Strecke gemacht haben, wie wir eigentlich wollten (zum einen, weil der Wind einfach zu lange aus der falschen Richtung bretterte, zum anderen weil die Kinder deutlich mehr Lust auf Strand, als auf Segeln hatten).

Unsere Jantar hat sich dabei gut geschlagen und hat mal wieder gezeigt, was für ein schönes Fahrtenboot sie ist. Wir kommen wieder! Das nächste mal dann allerdings Richtung Hiddensee. Wollen hoffen, dass der Wind mitspielt :-)

Bernhard

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

03.09.2014 01:46
#8 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo Bernhard,

schöne Reise, die vor allem deinen Kids in Erinnerung bleiben wird. Bei mir spült bis heute der Weg über die Dünen und der erste Blick aufs Meer, alte Kindheitserinnerungen hoch. Insofern hast du mit der Verlagerung auf weniger Segeln und mehr Meer sicher alles richtig gemacht.

Schön, dass du den Trailertrick gleich mal ausprobiert hast, wir hatten ja vor einigen Wochen hier im Forum berichtet.
Schade, dass dir dabei das Stützrad weggeknickt ist. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass die Jantar falsch liegt, also dass die Stützlast eindeutig zu hoch ist und/oder, dass die Kommunikation zwischen dem Trailerverantwortlichen und der Lieblingsvorschoterin als Fahrerin des Zugfahrzeugs irgendwie gestört war. Ich hoffe, ihr hattet die Aufgaben nicht anders herum verteilt.

Einen nicht angekoppelten Trailer behutsam und spurtreu aus dem Wasser zu ziehen oder ihn kontrolliert ins Wasser zu bringen, ist eine recht komplexe Aufgabe, bei der man ja die Hand an der Trailerbremse braucht und einen beherzten und kraftvollen Einsatz, falls irgendwas nicht so läuft, wie es soll.

Beim nächsten mal legst du einfach ein langes Brett unter das Bugrad. Da du ja schon mit der halben Darßer Bevölkerung vernetzt bist, wird dir sicher ein gut sortierter Einkeimischer helfen, so ein Brett zu finden. Mit Brett ist der Untergrund fürs Bugrad egal, dann geht sogar Sand und schlampig verlegte Steine mit Rillen. Ansonsten sind eigentlich in allen Wagen auch Wagenheber drin, ausgerechnet in deinem nicht. Das ist Pech.
In der Regel schaffen die mehr als eine Tonne, so dass die mit der zulässigen Stützlast von 75kg auf dem Bugrad nicht grad überfordert sind, aber nein, es muss ja der große Powerheber vom Bauhof sein...
Das gesamte Gespann wiegt weniger, als ein kleiner Hydraulikheber aus dem Baumarkt schafft, ein Klotz, ein Balken und zwei Fischerjungs auf dem Balkenende, hätten dir das Bugrad samt Betonplatte aus der Slipbahn gehebelt, man hätte mal einen oder zwei der 35 Zuschauer aufs Heck der Jantar setzen können, dann hättest du keine Last auf dem Stützrad mehr gehabt, man kann das verkeilte Stützrad abschrauben und wenn es festhängt, einfach mit einem Stein aus der Rille hauen, aber der Bernhard mobilisiert lieber erstmal den Bauhof, die Anglerinnung, den Tourismuschef, die Campingplatzverwaltung, die Presse und den Bürgermeister.

Das Wichtigste beim Slippen ist Ruhe zu bewahren und wie auch immer man das hinbekommt, man muss Kompetenz auszustrahlen, so als würde man von früh bis spät nichts anderes machen, als Boote zu slippen. Anders bekommt man die 35 Berater mit ihren 70 Meinungen nicht in den Griff.

Danke für den kleinen Bericht. Die Boddenkette mit ihren schnuckeligen Häfen und dem stets nahen Ostseebadestrand auch eine meiner Lieblingsecken.

VG Eric

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

03.09.2014 14:07
#9 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo Bernhard,

vielen Dank für den Bericht, da fängt man doch direkt an zu träumen und vergisst das man eigentlich selbst erst Urlaub hatte.

immer unter dem Motto:

haben ist doch besser als brauchen!

hirschi Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 9

26.04.2015 21:44
#10 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

hallo jantar 21 fans morgen geht die wilde13 in die Ostsee und werden die Neuigkeiten ausprobieren,drücke mir selbst die Daumen bis bald

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

07.09.2015 19:30
#11 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Ich nehme das mal hierhin mit...passt besser

Zitat von sct im Beitrag RE: Verkaufspreise Jantar 21
Ja, irgendwann fahren wir auch mal auf den Bodden damit. Ich hab nur keine Lust aus Berlin die Oder damit hoch und runter zu fahren. Ist mir zuviel Zeitaufwand und das Getucker geht mir auf die Nerven. Ich bin auch nicht so im Bilde ob man sich irgendwo im Sommer einen Trailer ausleihen kann und den da oben auch 14 Tage irgendwo stehen lassen kann. Das ist eigentlich ein Thema für einen neuen Thread "Miettrailer". Womöglich muß man den Trailer nach Benutzung gleich wieder leer zurück bringen weil andere nur drauf warten bzw. jeder Miettag sinnlos kostet. Und nach 2 Wochen wieder andersrum. So fährt man genau 6x hin und her. Oder ist das gar nicht so?

Ciao
SCT


Tja, wie kommt die Jantar ans Haff oder auf die Boddenkette?

Miettrailer gibt es in der dicken Stadt für 50 Eus pro Tag, manchmal sogar fürs Wochenede. einfach googeln und dann einen nehmen, der einigermaßen nördlich und nah an der Autobahn liegt, denn da gehts ja hin. In der Regel bekommt man den schon Freitag Nachmittag und kann dann ganz in Ruhe den Kahn slippen und urlaubsklar verpacken. Bei mir dauert sowas gerne mal 2-3 Stunden, geübte Regattasegler brauchen dafür 21,5 Minuten.
Dann Samstag richtig früh los, so dass man schon auf der Slipbahn in Ribnitz Damgarten steht, bevor die verpennten Großstädter wach werden und ans Meer wollen. Dann wirds nämlich voll.
Reinschmeissen, aufriggen, einkaufen fahren, bunkern, Fischbrötchen abgreifen und gegen den Stau zurück und den Trailer abstellen.
Mit etwas Vorausplanung kann man sich über die Mitfahrzentrale noch eine Rücktour ordern, so dass man ein paar Stunden später wieder am Boot ist. Dann ist Urlaub.

Nutzt man jetzt die Idealbedingung, dass man vom Haff bis in die dicke Stadt nur 1,5 -2 Tage braucht und praktisch strömungsfrei bis in den Heimathafen schippern kann, dann kann man bei begrenzter Urlaubszeit einen echten 3-Wochen-Törn rausschlagen.

Bei den Idealbedingungen, die wir hier in Europas größtem, zusammenhängenden Binnenrevier haben, werden andere ganz grün vor Neid. Erzähle mal einem, der in irgend einem mikroskopisch kleinen Braunkohlenrestlos mit zweifelhafter Badewasserqualität rumgurkt, dass du es nervig findest, dass du vor der eigenen Haustür starten kannst, um auf die Ostsee zu kommen. Nordsee geht auch, dauert nur etwas länger.

Ich glaube, das ist eher eine mentale Frage. Wenn du die Fahrt durch diese fantastische Flusslandschaft schon als Urlaub betrachtest, kannst du dir die Trailerei sparen. Dann beginnt der Urlaub exakt am Steg.

Für die Reise habe ich einen stärkeren Motor, 6PS-Viertakt, der schnurrt da am Heck mit Halbgas rum, um die Jantar auf Rumpfgeschwindigkeit zu bringen und verbraucht dabei nichtmal halb so viel Sprit, wie mein kleinerer Flautenschieber und wenn es vor einer Hafeneinfahrt mal rauh zugeht, habe ich noch Leistungsresrve. Aber nach 10-12 Stunden Flussmotoren bin ich natürlich auch froh, wenn der Jockel schweigt.

Ich fahre auch gerne die große Runde über Eisenhüttenstadt. Das dauert einen Tag länger, dafür ist man aber praktisch alleine unterwegs. Auf der Oder kann man wunderbar pennen und Lagerfeuer am Ufer machen, baden und grillen...

Für einen geplagten Stadtmenschen gibt es doch nichts schöneres zu sehen, als endlich mal niemenden zu sehen, keinen der einen anrempelt oder mit zweifelhaften Musikeinlagen die gemütliche Drängelei im öffentlichen Nahverkehr versüßen möchte.
Nur Adler, Störche und Natur, soweit das Auge reicht. Gibt sogar ein paar Verrückte, die auf der Oder segeln, mir ist das ein bisschen zu stressig, aber wenn da den halben Tag lang keine Brücke kommt, kann man schon in Versuchung kommen.
Da die Stromoder ordentlich Strömung hat, ist es eine schnelle Reise.

VG Eric

ralf2 Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 17

13.09.2016 13:41
#12 RE: Erfahrungen im Revier Fischland-Darß-Zingst-Hiddensee Zitat · Antworten

Hallo Eric,

es gibt neuerdings noch eine wunderschöne neue Slipanlage in Damgarten. Die dortigen Hafenanlagen sind wind- und wellenschlaggeschützt, weil der Bodden nur über den Flusslauf der Recknitz erreicht werden kann. Die seewärtige Zufahrt ist neuerdings auch betonnt.
LG Ralf2

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