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Dieses Thema hat 29 Antworten
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cosifantutte Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 45

15.03.2013 19:17
#16 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

endlich mal jemand der die Kirche wieder im Dorf läßt und weiß für welche Reviere und Wetterverhältnisse diese Art Schiffe gedacht sind.

Von daher ist es mehr als erstaunlich was mit einer Jantar alles möglich ist, was natürlich auch schon mal aufs Material geht.

MfG

Peter

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

16.03.2013 00:30
#17 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #15
Hi eric.
Habe bei einer Ruderblattsanierung im vorletzten Jahr festgestellt, daß im Innern ein von oben bis unten durchlaufendes Stahlrohr eingebaut ist. Haarrisse auf der Blattfläche habe ich keine festgestellt. Habe ein Ruderblatt der ersten Generation.
Vielleicht fehlt bei Deinem Blatt dieses Rohr?
Der Anlass für die Sanierung war, daß Wasser im Blatt war; die beiden Halbschalen hatten sich an ihrer Verklebung etwas geöffnet. Da ich erst das Wasser rausbekommen musste, habe ich das Blatt an einigen Stellen angebohrt und dabei bin ich auf dieses Rohr gestoßen. Neugierig geworden habe ich die Bohrlöcher auf ca 10 mm erweitert um mehr zu sehen.
Ich achte auch immer sehr darauf, das Blatt bis auf Anschlag abzusenken und ich verwende einen Niederholer ohne Reck.
Bedenke doch bitte auch mal, daß wir es hier mit einem Schwenkruder zu tun haben (das konstruktionsbedingt anfällig ist, aber auch seine praktischen Seiten hat). Das Bötchen ist ja auch nur CE-Entwurfskatergorie C (= max. 6 Bft, max. 2 m Welle). Da darf man nicht zu viel verlangen. Taugt eher für Binnengewässer, in küstennahen Gewässern grenzwertig.
Aber wären wir hiermit nicht besser im Technik-threat aufgehoben? Admin, könntest Du das hier bitte verlagern?

Beste Grüße
Helmut


Hallo Helmut, danke. Nein, rein vom Gewicht her glaube ich nicht, dass bei meinem Ruder ein Stahlrohr drin ist.
Das mit dem Wasser im Ruderblatt scheint garnicht so selten vorzukommen. Wenn das durch den relativ geringen Wasserdruck eindringen kann, müsste man es durch sanften Luftdruck auch wieder rausbekommen. Ich würde nicht ganz viele Löcher ins Ruder bohren, sondern nur einige am Fuss und eins im Ruderkopf und da ein MTB-Ventil reinschrauben. Ist jetzt nur Theorie, aber wenn man da ein bar draufgibt, das ist ein Viertel vom MTB-Rad-Luftdruck, also eher zart, dann könnte es schon sein, dass es das Wasser wieder rausdrückt. Aber ob sich so nasser Schaum trocknen lässt?
Haben denn die vielen Löcher im Ruder geholfen? Wie hast du die wieder zu gemacht?

Max- 6 bft und max. 2m Welle - ist das wenig? Ich finde nicht. Wenn die Jantar das wegsteckt ist es doch prima. Mir wirds da schon ungemütlich.
Es gibt auch keinen Grund, sich mit so einem tollen Boot das Fahrensgebiet selbst zu beschränken. Also die Segler an der Küste fahren da auch Jollen und Jollenkreuzer. Man soll bei einer Jantar ein Auge fürs Wetter haben und einen Plan, was man tun kann, wenn es dicke kommt. Aber das gilt eigentlich für jedes Boot.
Sicher mit einem doppelt so grossen Charterschiff kann man bei 6 bft und 2 Meter Welle noch voll gegenan, wenn der Rückgabetermin naht, aber besonders gemütlich ist das auch nicht. Aber dass die Jantar nur ein Binnensegelboot ist - ich sag mal - nö.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

16.03.2013 01:01
#18 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo eric.

vom Gewicht her glaube ich nicht, dass bei meinem Ruder ein Stahlrohr drin ist.
Meins wiegt -trocken- ca. 10 kg

Das mit dem Wasser im Ruderblatt scheint garnicht so selten vorzukommen.
Ja, hab ich hier schon ein paar mal gelesen. Grund wird wohl immer der gleiche sein wie bei meinem: Die Verklebung der Halbschalen hält nicht.

Wenn das durch den relativ geringen Wasserdruck eindringen kann, müsste man es durch sanften Luftdruck auch wieder rausbekommen. Ich würde nicht ganz viele Löcher ins Ruder bohren, sondern nur einige am Fuss und eins im Ruderkopf,
Haben denn die vielen Löcher im Ruder geholfen? Wie hast du die wieder zu gemacht?


Hab etwa fünf Löcher gebohrt (Kein Problen, musste später ja eh mit Epoxy arbeiten und konnte sie bei dieser Gelegenheit wieder zumachen). Dann an einem Endloch den Staubersaugerschlauch angetapet und stundenlang gesaugt. Anschließend das Blatt den ganzen Winter über in der Heizung abgestellt.
Um es dicht zu bekommen habe ich um Vorder und Achterkante herum bis ins Laminat rein abgeschliffen und dann mit Roving und Epoxy wieder aufgebaut.
Die ganze letzte Saison war es nun dicht.

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

17.03.2013 12:53
#19 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Helmut, klingt plausibel. Unterdruck richtet auch keinen Schaden an. Bei Überdruck muss man vorsichtig sein. Da du ohnehin überlaminiert hast, hättest du eigentlich auch die ganze Naht mal mit dem Dremel oder Multimaster auffräsen können und vom Schnitt aus das Blatt mit einer Japansäge auftrennen (vorausgesetzt, da ist ein Inlay aus Schaum drin und nicht aus Holz oder GfK-Schnipseln) - zwei Hälften trocknen sicher besser aus, als durch die Löcher hindurch die Nässe abzusaugen.

Bei uns im Revier fährt einer ein Holzblatt, edel, edel. Also wenn ich mich entschliesse das Blatt neu zu bauen, ist ein Ruderblatt aus verleimten Edelholzleisten eine echte Alternative. Ich hätte auch gerne ein längeres Blatt. Meins ist wohl mal gekürzt worden oder war von Geburt an etwas zu kurz geraten. Jedenfalls schiesst mir die Jantar etwas zu schnell in die Sonne.
Ein längeres Blatt wird aber wieder den zierlichen Ruderkopf belasten. Habe mich mal umgesehen, durchweg jede Jantar bei uns hat Haarrisse in der Queraussteifung des Ruderkopfes - nicht schön.

Da statisch aus meiner Sicht alles richtig gemacht wurde, ist vielleicht die Stärke der Scheibe zu schwach oder das Material zu weich.
Wenn man das schweissen lässt, sollte man auf das verschleifen der Schweissnähte verzichten, da guckt ohnehin niemand hin.

Als Bootsbauerarbeit liegt so ein Holzblatt allerdings beim doppelten Preis des FSA-Blattes. Solche Informationen sind ein Teil der Abwägung, wenn man entscheidet, ob man sich selbst ranmacht, oder einfach neu kauft oder ein Einzelstück beim Profi bestellt.
Bei meinen neuen Tüchern habe ich mich auch gegen selbernähen entschieden, weil ich nichtmal ein Taschentuch gerade umsäumen könnte.
Man kann nicht alles selbst bauen.
Damit so ein Edelblatt dann nicht geklaut wird, kann man es ja weiss streichen. ;-)

Muss meins mal auf die Waage stellen aber 10 Kg sind ein halber Sack Zement, ich glaube nicht, dass das so viel wiegt.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

17.03.2013 17:50
#20 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hi eric
Da du ohnehin überlaminiert hast, hättest du eigentlich auch die ganze Naht mal mit dem Dremel oder Multimaster auffräsen können und vom Schnitt aus das Blatt mit einer Japansäge auftrennen (vorausgesetzt, da ist ein Inlay aus Schaum drin und nicht aus Holz oder GfK-Schnipseln) - zwei Hälften trocknen sicher besser aus, als durch die Löcher hindurch die Nässe abzusaugen.
Ja, das hatte ich auch erst überlegt, hatte dann aber die Arbeit gescheut, zumal ich ja noch den ganzen Winter vor mir hatte und Zeit genug war zum Ausdiffundieren des Wassers. Ich habs vor und nach dem trocknen gewogen. Es war tatsächlich etwas leichter geworden.
(NB: Ein Loch ganz oben im Blatt hatte ich schon während der Saison gebohrt, damit das während eines Segeltages reingelaufene Wasser nach dem Hochklappen des Blattes wieder raus laufen konnte :-))

Bei uns im Revier fährt einer ein Holzblatt, edel, edel. Also wenn ich mich entschliesse das Blatt neu zu bauen, ist ein Ruderblatt aus verleimten Edelholzleisten eine echte Alternative.
Bei uns ist einer im Verein, der hat sich richtig damit befasst baute erst für seinen eigenen Regatta-Jolli und jetzt profimäßig leichte Ruderblätter aus stabverleimten Holz: Berechnet erst die Blattabmessungn für ein geeignetes NACRA-Profil und fräst dann das errechnete Profil mit einer numerisch gesteuerten Fräsmaschine aus dem Rohling. So hergestellt, stimmt das Profil auch 100%ig. Nach dem Fräsen x-facher GFK-Überzug mit Epoxy-Harz.
Hatte mir diese Lösung auch erst überlegt aber dann verworfen, weil diese leichten Teile extrem empfindlich sind. Da darf man nie auflaufen!

Ich hätte auch gerne ein längeres Blatt. Meins ist wohl mal gekürzt worden oder war von Geburt an etwas zu kurz geraten.
Meins misst Spitze-Spitze 156 cm.

Habe mich mal umgesehen, durchweg jede Jantar bei uns hat Haarrisse in der Queraussteifung des Ruderkopfes.
Da statisch aus meiner Sicht alles richtig gemacht wurde, ist vielleicht die Stärke der Scheibe zu schwach oder das Material zu weich.

Ja, ist schon etwas dünnwandig das Material des Ruderkopfes - aber gerade am den Enden soll ein schnelles Boot ja leicht gehalten werden......Wenn man es aus Regattaseglers Sicht sieht, ist es schon richtig hier Gewicht zu sparen. (Diesbezüglich frag mich immer wieder, was sich der Konstrukteur wohl dabei gedacht hat, als er die Batterie im Bug plaziert hat).
Also, der Ruderkopf meines Bootes war vom vielfachen Auflaufen verbogen und verzogen. Hab ihn mit Hammerschlägen wieder gerichtet, aber Haarisse gibt es troz all dieser Misshandlungen keine.

Als Bootsbauerarbeit liegt so ein Holzblatt allerdings beim doppelten Preis des FSA-Blattes. Solche Informationen sind ein Teil der Abwägung, wenn man entscheidet, ob man sich selbst ranmacht, oder einfach neu kauft oder ein Einzelstück beim Profi bestellt.
Unser Profi verlangt, wenn ich mich richtig erinnere etwa 1000. Bei Interesse könnte ich genauer nachfragen.

Muss meins mal auf die Waage stellen aber 10 Kg sind ein halber Sack Zement, ich glaube nicht, dass das so viel wiegt.
Nochmals nachgewogen: Mit 2 x VC17M drauf genau 10,075 kg.

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

17.03.2013 23:15
#21 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

Zitat von hgebauer im Beitrag #20
Hi eric

(NB: Ein Loch ganz oben im Blatt hatte ich schon während der Saison gebohrt, damit das während eines Segeltages reingelaufene Wasser nach dem Hochklappen des Blattes wieder raus laufen konnte :-))


Das ist doch nicht dein Ernst, oder?

Bei uns ist einer im Verein, der hat sich richtig damit befasst baute erst für seinen eigenen Regatta-Jolli und jetzt profimäßig leichte Ruderblätter aus stabverleimten Holz: Berechnet erst die Blattabmessungn für ein geeignetes NACRA-Profil und fräst dann das errechnete Profil mit einer numerisch gesteuerten Fräsmaschine aus dem Rohling. So hergestellt, stimmt das Profil auch 100%ig.
Bis hierhin an Professionalität nicht zu toppen.

Nach dem Fräsen x-facher GFK-Überzug mit Epoxy-Harz.

Warum? Ein stabverleimtes Holzruderblatt ist stabil genug. Das muss nur gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Kann man mit Matte machen, muss man aber nicht. Also entweder, man baut mit einem ultraleichten Inlay, Schaum oder Balsa oder Luft, dann muss die Stabilität aus den Schalen kommen oder der Kern ist stabil, dann genügt Lack oder eine Lage Matte.
Wenn du ein Sperrholzruderblatt am Kopf auf die Werkbank spannst und dich auf den freien Kragarm raufstellst, wirst du es nur schwer kaputtkriegen, dass jemand ein intaktes, unbeschädigtes, stabverleimtes Blatt zerdengelt, wage ich zu bezweifeln.

Hatte mir diese Lösung auch erst überlegt aber dann verworfen, weil diese leichten Teile extrem empfindlich sind. Da darf man nie auflaufen!
Nie auf Stein, da bekommt man alles kaputt. Aber Sand und Schlick? Warum soll davon ein Ruderblatt kaputtgehen?
Ist mir bisher erst bei Motorfahrt passiert, da hatte ich aber den Kiel halb hoch, so dass es zuerst das Ruderblatt getroffen hat. Dabei hat sich nichts verbogen, es hat nur den Niederhalter derartig brutal in die Klemme gezerrt, dass er erst nach einer mittleren Operation wieder herauszuholen war.
Ich überlege, für solche Fälle eine Auto-Releaseklemme nachzurüsten. Bei normaler Segelfahrt wäre es allerdings zu gefährlich, wenn die Klemme ungewollt auslöst. Wenn im Seegang das Ruder hochkommt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit brechen.

Ich glaube, die Schwachstelle liegt im Klapperatismus der ganzen Konstruktion. Das Blatt hat zu viel Spiel. Bei Seegang merkt man an der Pinne direkt, wenn das Blatt nach jedem Lastwechsel einruckt. Was das ausmacht kann man gut an einem Axtstiel nachvollziehen. Wenn der sauber verkeilt ist, bekommt man den nie kaputt oder aus dem Joch geruckelt. Ist er aber lose, kann man solange am Stil rumruckeln, bis er im Joch immer mehr kaputtgeht.
Die Haarrisse im Ruder sind genau an der Stelle, wo der Ruderkopf endet und die Haarrisse im Ruderkopf befinden sich am Ende des Quersteges.
Das passt ziemlich genau.
Ich habe aber noch keine Idee, wie man das Spiel des Ruderkopfes verringern kann.

Ich hätte auch gerne ein längeres Blatt. Meins ist wohl mal gekürzt worden oder war von Geburt an etwas zu kurz geraten.
Meins misst Spitze-Spitze 156 cm.
Muss ich mal nachmessen.


Also, der Ruderkopf meines Bootes war vom vielfachen Auflaufen verbogen und verzogen. Hab ihn mit Hammerschlägen wieder gerichtet, aber Haarisse gibt es troz all dieser Misshandlungen keine.

Es gibt verschiedene Ausführungen. Ich habe die Bauform, die auf dem FSA-Bild zu sehen ist, zwei drei Beiträge vorher.

Als Bootsbauerarbeit liegt so ein Holzblatt allerdings beim doppelten Preis des FSA-Blattes. Solche Informationen sind ein Teil der Abwägung, wenn man entscheidet, ob man sich selbst ranmacht, oder einfach neu kauft oder ein Einzelstück beim Profi bestellt.
Unser Profi verlangt, wenn ich mich richtig erinnere etwa 1000. Bei Interesse könnte ich genauer nachfragen.
Nö. Aber du kannst ihn mal fragen, welches Profil er nutzt und was die reine Fräsarbeit kosten würde und wo wir schon dabei sind, ob meine Einschätzung, dass man ein stabverleimtes Ruder nur schwer kaputt bekommt, auch seinen Erfahrungen entspricht.

Muss meins mal auf die Waage stellen aber 10 Kg sind ein halber Sack Zement, ich glaube nicht, dass das so viel wiegt.
Nochmals nachgewogen: Mit 2 x VC17M drauf genau 10,075 kg.

Und der Körperfettanteil?

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

18.03.2013 14:02
#22 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hi eric

Ein stabverleimtes Holzruderblatt ist stabil genug. Das muss nur gegen eindringendes Wasser geschützt werden. Kann man mit Matte machen, muss man aber nicht. Also entweder, man baut mit einem ultraleichten Inlay, Schaum oder Balsa oder Luft, dann muss die Stabilität aus den Schalen kommen oder der Kern ist stabil, dann genügt Lack oder eine Lage Matte.
Der Überzug ist nur Oberflächenschutz gegen Punktbelastung, Schrammen und Kratzer. Es ist in bestimmten Revieren ja manchmal unvermeidbar daß die Blattspitze am Grund schleift. Dann wäre das nakte Holz bald abgeschiefert.

Wenn du ein Sperrholzruderblatt am Kopf auf die Werkbank spannst und dich auf den freien Kragarm raufstellst.....
Dann wird es abbrechen. Bei Sperrholz tragen nur 50%. Wäre also das verkehrte Material.


Ist mir bisher erst bei Motorfahrt passiert, da hatte ich aber den Kiel halb hoch, so dass es zuerst das Ruderblatt getroffen hat. Dabei hat sich nichts verbogen, es hat nur den Niederhalter derartig brutal in die Klemme gezerrt, dass er erst nach einer mittleren Operation wieder herauszuholen war.
Tztz, im Flachwasser fährt man doch langsam...... (Und normale, offene Kammklemmen sind Sch....)

Ich überlege, für solche Fälle eine Auto-Releaseklemme nachzurüsten. Bei normaler Segelfahrt wäre es allerdings zu gefährlich, wenn die Klemme ungewollt auslöst. Wenn im Seegang das Ruder hochkommt, wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit brechen.
Hab eine solche Auto-Release. Die Auslösekraft lässt sich einstellen.

Ich glaube, die Schwachstelle liegt im Klapperatismus der ganzen Konstruktion. Das Blatt hat zu viel Spiel.
So habe ich zuerst auch gedacht. Aber dann hab ich mir alles mal näher angeschaut. Verschleißerscheinungen und Auflaufschäden.
Es gibt drei mögliche Quellen für das Spiel: Pinne/Ruderkopf, Ruderkopflager/Ruderangeln, Ruderblatt/Ruderkopf.
Bei mir kam das meiste Spiel aus den Ruderkopflager.( Hier genügen Bruchteile eines mm und schon erscheint das Ganze "klapprig"). Das Lager bestand bei mir aus zwei Lagerzapfen und einfachen Bohrungen in den Blechzungen des Kopfes. Lagerzapfen und diese Bohrungen waren aussgeleiert. Hab es so gelöst, daß ich zwei passgenaue Buchsen aufgeschweisst habe. (Achtung wenn du es auch so machen willst. Niro in Niro frisst; Buchsen sollten Ms sein).
Auch eine neue Pinne habe ich gebaut, bei der die Gabel (ich glaub eine solche gibt es bei den neuern Anlagen nicht) passgenau ist und zudem die Gabelweite über einen Spannbolzen justierbar ist.

Ich habe aber noch keine Idee, wie man das Spiel des Ruderkopfes verringern kann.
Wenn Du das Spiel zwischen Blatt und Kopf meinst: Das Blatt ist nur an zwei Punkten fixiert, an der Dreachse und an der Vorderkante. An der Achse kannst Du zwei Scheiben einlegen und dann den Bolzen ziemlich festziehen. An der Vorderkante kanns Du evtl. den Ruderkopf passgenau richten. Wenn das nicht geht, kannst Du auch zwei Führungsklötze einbringen.

Aber du kannst ihn mal fragen, welches Profil er nutzt und was die reine Fräsarbeit kosten würde
Die reine Fräsarbeit kann er bestimmt nicht anbieten, weil die Fräsmaschine ja direkt vom PC gesteuert wird. Oder meinst Du das nackte Blatt ohne Überzug bzw. Anstrich?

Ich wünsch Dir frohes Winterbasteln (aber spute Dich, bald gehts los!)

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

18.03.2013 21:35
#23 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

Zitat von hgebauer im Beitrag #22


Wenn du ein Sperrholzruderblatt am Kopf auf die Werkbank spannst und dich auf den freien Kragarm raufstellst.....
Dann wird es abbrechen. Bei Sperrholz tragen nur 50%. Wäre also das verkehrte Material.


Nein, nein, ich hatte schon viel dünnere Ruderblätter und länger als das Jantarblatt. Solange das Marine-Sperrholz in Ordnung ist und nicht angegammelt, (passiert meistens von innen, unbemerkt von aussen)hält das auch. Aber es stimmt, es wird eher brechen, als ein stabverleimtes Blatt.


Ist mir bisher erst bei Motorfahrt passiert, da hatte ich aber den Kiel halb hoch, so dass es zuerst das Ruderblatt getroffen hat. Dabei hat sich nichts verbogen, es hat nur den Niederhalter derartig brutal in die Klemme gezerrt, dass er erst nach einer mittleren Operation wieder herauszuholen war.
Tztz, im Flachwasser fährt man doch langsam...... (Und normale, offene Kammklemmen sind Sch....)

War ja langsam, zwischen zwei Inselchen, dachte ich komme durch...Ich habe solche Aluklemmen, da rutscht nichts, die beissen sich fest. Womit machst du denn den Niederholer fest? Nur mit der selbstauslösenden Klemme?
Im Grunde ist die Auto-Releaseklemme wie eine Skibindung, man erwischt nie den richtigen Punkt. Auf See will ich die unauslöslich haben, fest, fest, fest. Mir ist mal Kraut ins Blatt gekommen, bei schwerer achterlicher See. Das Blatt ist nur ein kleines Stück aus der Vorballancierung gerutscht und schon da habe ich gedacht, dass es das keine zwei Wellenberge mitmacht. Ich musste also kontrolliert auslösen, um das Kraut loszuwerden, dabei schwimmt das Blatt ja bis zur waagerechten auf und darf definitiv keinen Druck bekommen, das würde nicht halten. Die folgenden drei Minuten, bis ich das Ruder wieder senkrecht hatte, waren echt nicht witzig. Ich befürchte unvorhergesehene Auslösungen, das ist ja schon beim Skifahren blöd.


Ich glaube, die Schwachstelle liegt im Klapperatismus der ganzen Konstruktion. Das Blatt hat zu viel Spiel.
So habe ich zuerst auch gedacht. Aber dann hab ich mir alles mal näher angeschaut. Verschleißerscheinungen und Auflaufschäden.
Es gibt drei mögliche Quellen für das Spiel: Pinne/Ruderkopf, Ruderkopflager/Ruderangeln, Ruderblatt/Ruderkopf.
Bei mir kam das meiste Spiel aus den Ruderkopflager.( Hier genügen Bruchteile eines mm und schon erscheint das Ganze "klapprig"). Das Lager bestand bei mir aus zwei Lagerzapfen und einfachen Bohrungen in den Blechzungen des Kopfes. Lagerzapfen und diese Bohrungen waren aussgeleiert. Hab es so gelöst, daß ich zwei passgenaue Buchsen aufgeschweisst habe. (Achtung wenn du es auch so machen willst. Niro in Niro frisst; Buchsen sollten Ms sein).
Auch eine neue Pinne habe ich gebaut, bei der die Gabel (ich glaub eine solche gibt es bei den neuern Anlagen nicht) passgenau ist und zudem die Gabelweite über einen Spannbolzen justierbar ist.

Jetzt ahne ich, welches Ruder du hast. Das mit dem Schlitz in der Pinne - das halte ich für eine Sollbruchstelle. Bei den etwas neueren Jantars hat man das verändert. Dafür können die dann nicht mehr das Ruder fast senkrecht hochholen, aber das ist auch nur in der Boxengasse von Vorteil. Da es an der See aber nur Boxen gibt, in die die kleine Sportlerin dreimal reinpasst, ist das kein grosses Handycap.
Danke für den Tip mit den Messingbuchsen.
Ich glaube, das hat bei mir auch Spiel.

Ich habe aber noch keine Idee, wie man das Spiel des Ruderkopfes verringern kann.
Wenn Du das Spiel zwischen Blatt und Kopf meinst: Das Blatt ist nur an zwei Punkten fixiert, an der Dreachse und an der Vorderkante. An der Achse kannst Du zwei Scheiben einlegen und dann den Bolzen ziemlich festziehen. An der Vorderkante kanns Du evtl. den Ruderkopf passgenau richten. Wenn das nicht geht, kannst Du auch zwei Führungsklötze einbringen.

Stimmt. Aber es liesse sich auch noch eine Führung oben im Ruderkopf einkleben. Da hat das Blatt Spiel, ist nicht viel, aber es genügt, damit es schlabbert.
Zu eng kann man die Backen auch nicht spannen, sonst bekommt man das Blatt nur schwer bewegt.

Aber du kannst ihn mal fragen, welches Profil er nutzt und was die reine Fräsarbeit kosten würde
Die reine Fräsarbeit kann er bestimmt nicht anbieten, weil die Fräsmaschine ja direkt vom PC gesteuert wird. Oder meinst Du das nackte Blatt ohne Überzug bzw. Anstrich?

Ja, also den verleimten Rohling hinschicken, er macht die Fräsarbeiten und schickt das Teil zurück.
https://www.youtube.com/watch?v=cYxPJu0HYn4
Die 4:52 Minuten bei entspannter Warteschleifenmusik können ja nicht so viel kosten :-)

Ich hatte auch über den Einsatz einer Oberfräse nachgedacht, aber da bei vorgegebenen Profilen schon jeder Punkt bekannt ist, liegt es beinahe auf der Hand, die Daten in eine 2D oder 3D-Fräse zu übertragen, statt zu hobeln und zu schleifen, bis man schwarz wird. Nun müsste man nur noch so eine Fräse haben. Habe ich aber nicht.

Das Schöne am www ist aber, dass man auch mal gedanklich angestubst wird, wenn man etwas abseits der Pfade sucht. Das hier ist schon nahe an dem, was ich mit einer Oberfräse kann, ohne Apparaturen und 3-Wege-Progammierung. Analog sozusagen. :-)
https://www.youtube.com/watch?v=9KK-3kfX7x8

Noch ein Gedankenklexchen weiter - hier geht es darum, wie man mit der Oberfräse ein krummes Brett plan bekommt. Ich wage jetzt mal zu behaupten, dass man, wenn man statt der geraden Führungsbretter sauber vorbereitete NACA-Profile einsetzt, dass man dann seinem Ziel schneller nahe kommt, als durch schleifen und hobeln.
https://www.youtube.com/watch?v=8M1g4QcX5zA

Man kann die Fräse bewegen oder das Werkstück (hier meine neue Pinne)
https://www.youtube.com/watch?v=qGyMBkYgQsQ

Ich wünsch Dir frohes Winterbasteln (aber spute Dich, bald gehts los!)
Na bis Samstag werde ich das wohl nicht mehr hinkriegen.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

19.03.2013 12:39
#24 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hi eric.

Ich habe solche Aluklemmen, da rutscht nichts, die beissen sich fest. Womit machst du denn den Niederholer fest? Nur mit der selbstauslösenden Klemme?
Diese Auto-Release ist ja auch eine Alu-Kammklemme, nur daß diese unter der eigentlichen Klemme noch diesen Auslösemechanismus hat, der sie bei Überlast hochklappen lässt. Die Klemme hält die Leine wie jede normale Kammklemme. Nur muß die Leine, wie sonst auch die richtige Stärke haben damit sie unter Last nicht durchrutscht. Die Einstellung der Auslöskraft funktioniert einwandfrei. Ist mir noch nie beim Segeln aufgegangen, beim Auflaufen jedoch hat sie ausgelöst.

Jetzt ahne ich, welches Ruder du hast. Das mit dem Schlitz in der Pinne - das halte ich für eine Sollbruchstelle.
Richtig. Aber Sollbruchstelle? Man muß es nur richtig machen. Schau Dir die Fotos meiner neuen Pinne an. Der vordere Bolzen fängt die Querkraft ab (und dient außerdem dazu die Gabelweite so einzustellen daß kein Spiel zwischen Pinne und Kopf ist).



Bei den etwas neueren Jantars hat man das verändert. Dafür können die dann nicht mehr das Ruder fast senkrecht hochholen, aber das ist auch nur in der Boxengasse von Vorteil.
Schau doch mal ein bisschen über den Tellerrand hinaus! Die Verhältnisse sind doch überall anders. Ich z.B. könnte bei geringem Wasserstand nicht "römisch-katholisch" am Steg anlegen ohne das Blatt senkrecht nach oben zu klappen und auf meinem Landliegeplatz könnte ich das Blatt auch nicht nach achtern rausstehen lassen. Diese Art des Ruderanlage bietet einige Möglichkeiten, die ein Starruder nicht hat. Dafür muß man halt in Kauf nehmen, daß die Anlage ein wenig graziel und anfällig ist.
Ich denke ja fast, daß eine Boot mit Hubkiel und Klappruder nicht das richtige für Dich ist. Hat für Dein Segelrevier wohl mehr Nachteile als Vorteile.

Zu eng kann man die Backen auch nicht spannen, sonst bekommt man das Blatt nur schwer bewegt.
Den Bolzen der die Drehachse darstellt kannst Du bis auf spielfrei anziehen, wenn Du zwischen Blatt und Kopf 2 Scheiben einlegst. Dann ist die Reibung nur an dieser kleinen zentralen Stelle.

Ja, also den verleimten Rohling hinschicken, er macht die Fräsarbeiten und schickt das Teil zurück.
Kann ja mal fragen. Eilt es?

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

19.03.2013 16:10
#25 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

Zitat von hgebauer im Beitrag #24
...
Diese Auto-Release ...Die Einstellung der Auslöskraft funktioniert einwandfrei. Ist mir noch nie beim Segeln aufgegangen, beim Auflaufen jedoch hat sie ausgelöst.


Das klingt wie der Idealfall. Hast mich überzeugt, ich werde mir so ein Teil zulegen.

Schau Dir die Fotos meiner neuen Pinne an. Der vordere Bolzen fängt die Querkraft ab (und dient außerdem dazu die Gabelweite so einzustellen daß kein Spiel zwischen Pinne und Kopf ist).

Offenbar hast du auch diese merkwürdige Ruderniederholerumlenkung variiert. Jedenfalls schliesse ich das aus den beiden eingelassenen Umlenkrollen (die im Gegenzug gleich zwei neue Sollbruchstellen abgeben) Man kann nicht alles haben.



Bei den etwas neueren Jantars hat man das verändert. Dafür können die dann nicht mehr das Ruder fast senkrecht hochholen, aber das ist auch nur in der Boxengasse von Vorteil.
Schau doch mal ein bisschen über den Tellerrand hinaus!
Na mache ich doch.
Mal im Ernst, bei dieser Pinnenform wäre es naheliegend, die beiden bruchgefährdeten Stege als V4A-Stangen auszuführen und dazwischen was in Holz zu bauen oder eben bei Edelstahl zu bleiben. Die neueren Pinnen verzichten auf den Schlitz.
Aber die ohnehin schon schmalen Stege nochmal zu schwächen, halte ich für riskant.
das Ruderblatt der neueren Bauform bekommt man nicht senkrecht, aber doch gut 45 grad aus dem Wasser. Wenn man dann die Pinne nicht mittschiffs sondern seitlich festlascht, ist es auch aus dem Weg. Natürlich ist das keine Garantie, dass es nicht doch irgend ein Dussel schafft, dagegen zu fahren.


Die Verhältnisse sind doch überall anders. Ich z.B. könnte bei geringem Wasserstand nicht "römisch-katholisch" am Steg anlegen ohne das Blatt senkrecht nach oben zu klappen und auf meinem Landliegeplatz könnte ich das Blatt auch nicht nach achtern rausstehen lassen. Diese Art des Ruderanlage bietet einige Möglichkeiten, die ein Starruder nicht hat.

Das stimmt. Habe ich aber noch nie vermisst.

Dafür muß man halt in Kauf nehmen, daß die Anlage ein wenig graziel und anfällig ist.
Das halte ich eben für das Problem, worüber ich mir, über den Tellerrand blickend, gedanken mache.
Weil wenn dir der Klapperatismus auf See wegbricht, hast du ein richtiges Problem, was die Vorteile der römisch-katholischen Liegemöglichkeit in Niedrigwasserrevieren mit zu kurz geratenen Boxen, einfach in nichts auflöst.

Ich denke ja fast, daß eine Boot mit Hubkiel und Klappruder nicht das richtige für Dich ist. Hat für Dein Segelrevier wohl mehr Nachteile als Vorteile.
Im Gegenteil, das habe ich mir absichtlich so ausgesucht. War jetzt nicht so, dass Kielboote alle waren und nur noch Jantar übrig.
Was ich haben wollte war ein einigermassen schnelles, sportliches, attraktives, trailerbares Wandersegelboot, mit dem man binnen und auf See zurechtkommt. Hat geklappt. :-) Dass die Jantar Schwachstellen hat, vom Kielklappern bis zum Ruderschlackern, ist doch normal. Die Frage ist, was muss man tun, um Dinge, die die Sicherheit betreffen, zu verbessern und einige Dinge, wie die Mastlegerei zu erleichtern. Das ist schon alles.

Ja, also den verleimten Rohling hinschicken, er macht die Fräsarbeiten und schickt das Teil zurück.
Kann ja mal fragen. Eilt es?
Nö. Ist eher eine Frage der Abwägung. Wenn sich eine Möglichkeit eröffnet, dass einer sowas draufhat, kann man ja mal fragen, was er dafür haben will und welches Profil er inzwischen verwendet. Wie gesagt, bei Neubau würde ich ein stabverleimtes Ruder bevorzugen. Die Jantar geizt ja mit Holz, da kann man schon mal nachhelfen. Aber auch wenn der Rohling aus Balsa oder hochfestem Schaum gefräst wird, um ihn später zu lamellieren, wäre das eine interessante Möglichkeit. aber auch die in den Clips gezeigten Arbeitserleichterungen mit der Oberfräse fand ich interessant, auch wenn sie eher analog wirken.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

19.03.2013 18:25
#26 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hi eric
Stelle Dir nochmal ein Bild rein auf dem Du siehst, wie die Pinne mit dem Kopf zusammenarbeitet. Die am stärksten belastete Stelle ist ungefähr da wo der Spannbolzen ist. Diese Pinne ist auch breiter (und länger) als die originale. Und außerdem aus Teak statt Mahagonie. Ich hab die "Gewichtsspar-Ausschnitte" da gemacht, wo die Biegebeanspruchung gering ist.

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Ich z.B. könnte bei geringem Wasserstand nicht "römisch-katholisch" am Steg anlegen...... Das stimmt. Habe ich aber noch nie vermisst.
Na klar, röm.-kath. legt man ja auch nur südlich des Weisswurst-Äquators an. Und das ist bekanntermaßen die Donau

Die Frage ist, was muss man tun, um Dinge, die die Sicherheit betreffen, zu verbessern und einige Dinge, wie die Mastlegerei zu erleichtern. Das ist schon alles.
Ja, da hast Du vollkommen recht. Und man kann das Boot auch etwas auf seine persönlichen Bedürfnisse zuschneiden. Beispiel Mastlegen/Permanente Jütt. Brauch ich hier überhaupt nicht. Hab aber schon einige Male dort (charter-)gesegelt wo dieser Typ Boote herkommt, auf der masurischen Seenplatte. Da ginge es ohne eine feste Jütteinrichtung überhaupt nicht. Anderes Beispiel: Die neue Pinne hab ich wesentlich länger gemacht als die originale, so daß sie nun in den Raum hinter dem Taveller ragt. Warum wohl?

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

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Beiträge: 743

19.03.2013 23:44
#27 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

Zitat von hgebauer im Beitrag #26
Hi eric
Stelle Dir nochmal ein Bild rein...


Ja, danke, das ist die ältere Bauweise, hat man später abgeändert. Der Bolzen sitzt dann tiefer und die Pinne ist ohne Unterbrechungen (ausser im Griffbereich). Deshalb lassen sich die Ruderblattlängen auch nicht ohne weiteres vergleichen. Bei der Längenangabe ist eigentlich nur das Maß ab Heckunterkante vergleichbar. Muss ich mal nachmessen.

...Diese Pinne ist auch breiter (und länger) als die originale.
Länger wird meine neue Pinne auch. Viel geht aber nicht, weil sie sonst bei der grösstmöglichen Auslenkung an die Innenwand anstösst.
Den Rest muss die Pinnenverlängerung bringen.

Beispiel Mastlegen/Permanente Jütt. ... Hab aber schon einige Male dort (charter-)gesegelt wo dieser Typ Boote herkommt, auf der masurischen Seenplatte. Da ginge es ohne eine feste Jütteinrichtung überhaupt nicht.
Hast du davon zufällig Fotos oder weisst du, wo man welche findet?
Habe schon Streichwanten nachgerüstet, die ich vorm Mastmanöver in die Relingsfüsse einbinde und mit einem Gummizug an einem Mastrutscher mit dem Grossfall vorspanne. Was verhindert schon mal das halsbrecherische Ausscheren des Mastes, sobald es ein bisschen schaukelt. Ist aber suboptimal. Erstens dauert es zu lange, zweitens geht es nicht mit angeschlagenem Gross.
Ich glaube aber, dass die Konstrukteure den Kopf des Grossbaumes so gestaltet haben, dass man das Gross dranlassen kann. Das wäre bei raschen Brückendurchfahrten eine grosse Erleichterung. Wir haben hier Anschluss an Europas grösstes zusammenhängendes Binnenrevier, direkt vor der Haustür.
Das ist aber nur dann nett, wenn man leicht und schnell und gefahrlos für Mann und Maus den Mast legen kann.

VG Eric

eric Offline

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Beiträge: 743

09.04.2015 09:53
#28 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #20
...

Muss meins mal auf die Waage stellen aber 10 Kg sind ein halber Sack Zement, ich glaube nicht, dass das so viel wiegt.
Nochmals nachgewogen: Mit 2 x VC17M drauf genau 10,075 kg.

Beste Grüße
Helmut


Hallo Helmut,
habe gestern meine neue digitale Kofferwaage getestet, drei Stellen hinterm Komma hat sie nicht, ist aber genauer, als die Körpergewicht-Schummelwaage. Wissen wollte ich, ob ich da Wasser im Ruder habe, zumindest als Differenzwert für den kommenden Herbst.
Zuerst war ich über die 6,25 kg erstaunt, hätte ich jetzt nicht so schwer vermutet.

Dann habe ich nochmal den spannenden Ruderreparaturtröt durchforstet und bin auf deine 10 kg gestoßen.

Ist dein Blatt anders aufgebaut, irgendwie verstärkt? Schwimmt das noch auf, wenn du den Niederholer löst?

Hat noch jemand mal das reine Ruderblatt gewogen?

VG Eric

hgebauer Offline

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Beiträge: 187

11.04.2015 13:14
#29 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Zitat von eric im Beitrag #28

Dann habe ich nochmal den spannenden Ruderreparaturtröt durchforstet und bin auf deine 10 kg gestoßen.
Ist dein Blatt anders aufgebaut, irgendwie verstärkt? Schwimmt das noch auf, wenn du den Niederholer löst?



Ja, schwimmt noch auf.
Vielleicht liegt der Gewichtsunterschied an der Stahlstange, die ich schon mal erwähnt hatte.

Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 743

13.04.2015 10:28
#30 RE: Suche Ruderblatt Zitat · Antworten

Zitat von hgebauer im Beitrag #29
...
Ja, schwimmt noch auf.
Vielleicht liegt der Gewichtsunterschied an der Stahlstange, die ich schon mal erwähnt hatte.

Helmut


Hallo Helmut, wahrscheinlich. Ist das ein Rohr oder Vollmaterial?

Ein Teil des Gewichtsunterschieds sicher auch wegen der Länge. meine Jantar kommt aus einer Region mit Tiefgangsproblemen, das Blatt ist gut 20 cm kürzer. Das machen die da oft. Bei einem Neubau werde ich das wieder länger machen. Ansonsten spielt das keine Rolle, da man schnell lernt, wie man darauf reagiert. Ich kann sie eben nicht bis zur Scheuerleiste durchs Wasser pflügen, weil die nächste Boe dann den Strömungsabriss bedeutet und dann marschiert der kleine Dickbauch gnadenlos in die Sonne.
Da die Jantar aber ohnehin schon deutlich bremst, wenn sie in dieser extremen Schräglage gefahren wird, muss ich das einfach nur früher korrigieren und dann ist das kürzere Blatt nicht wirklich zu bemerken.

VG Eric

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