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Dieses Thema hat 18 Antworten
und wurde 1.484 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
Seiten 1 | 2
Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

25.08.2014 23:25
Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Leute,

das hier ist mein erster Beitrag in diesem Forum. Ich habe mir, nachdem ich mich unter anderem auch hier informiert hab, eine Jantar 21 gekauft.
Ich habe dieses Jahr den SBF Binnen und den SBF See gemacht, also entschuldigt bitte manch blöde Frage :)

Bei meiner Jantar sind die Lampen unter Deck im Eimer, gibt's da was? Evtl auch gleich als LED?

Das Boot hat ziemlich viele Risse im Gelcoat. RAL Nummer soll es ja angeblich keine geben. Jemand nen Tipp wie ich das am besten reparieren kann?
Alles was ich gefunden habe ist abschleifen, mit Gelcoat spachteln, beischleifen und polieren.
Das kann z.b. beim Traveller aber sehr umständlich sein.

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

27.08.2014 13:19
#2 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Bru,
erstmal Glückwunsch zur Kaufentscheidung. :-)

Für mich war die Jantar bislang das Boot mit der längsten Eingewöhnungszeit und noch heute, in der dritten Saison ist sie für manche Überraschung gut. Wenn sie sehr aufmerksam gefahren wird, ist sie erstaunlich schnell und lässt die Sperenzien, die man mit ihr im Hafen und in der Boxengasse erleben kann, schnell vergessen. Wird sie schlusig gefahren, ist sie nur ein lahmer Kaffeedampfer, der sich am Heck einbuddelt. Ist nicht unbedingt ein Anfängerboot, aber man kann auch ein paar Sachen weglassen, dann ist sie immernoch sportlich. Sie ist für Binnenfahrten als Wanderboot genauso gut geeignet, wie zum um die Wette fahren. Nur beides gleichzeitig will nicht recht gelingen.
Hat man Polster, Küchenkrempel, alle Einbauten und seinen Urlaubskram an Bord, wird man von einer reinen Regatta-Jantar gnadenlos versägt.
Was mich besonders begeistert, ist die gute Figur, die sie auf See macht, sowohl beim Segeln in rauem Wind und Welle, als auch als sportlicher Segelzwerg im Hafen. Und dass man sie leicht trailern kann.

Zu deinen Fragen:

Mach am besten Fotos. Mein Traveller ist z.B. aus Holz, die Schiene aus Alu. Den kann ich auch abschrauben. Da würde ich garnichts in GfK reparieren.
Mit den Begrifflichkeiten ist das so eine Sache. Was für den einen der Traveller ist, ist für den anderen möglicherweise was ganz anderes.

GfK-Risse haben sehr unterschiedliche Ursachen. Rammings oder Spannungsrisse, Alterung oder Überlastung, das wird alles ganz unterschiedlich repariert.
Ohne genaue Beschreibung und Fotos wird das nur Rätselraten.

Soffitten gibts als LED schon fertig, haben aber für mein Empfinden kein schönes Licht. Falls du die Leuchtkörper meinst, da würde ich eher in der Bäderabteilung vom Bauhaus suchen, da gibt es sicher tolle Einbauleuchten.
VG Eric

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

28.08.2014 01:16
#3 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Eric,

Vielen Dank :)

Was meinst du mit Sperenzien im Hafen und immer für eine Überraschung gut?
Da man bei der Jantar ja relativ früh reffen sollte wundert mich dass du die gute Figur auf See bei rauem Wind und Welle erwähnst.

Mein Treveller ist wie deiner, aber an der Stelle an der er verschraubt ist hat das Gelcoat Risse.
Alu und Holz haben natürlich mit Gfk nix zu tun :)

Mit Glück komme ich Freitag wieder aufs Boot, dann mache ich Fotos. Früher geht leider nicht.

Zum Thema Lampen, mein Problem ist weniger die "Birne", als die Fassung. Die ist ausgebrochen, daher dacht ich da gibt's evtl etwas.
Aber wenn nicht macht auch nichts. Zeichne ich was schönes und drucke es am 3D Drucker aus :)

Vielen Dank für deine Antwort

Mfg

Bru

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

28.08.2014 12:33
#4 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Eric,

was ist damit gemeint? "der sich am Heck einbuddelt "

Gruß Gobby

haben ist besser als brauchen!

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

29.08.2014 11:18
#5 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Zitat von Bru im Beitrag #3
Hallo Eric,

Vielen Dank :)

Was meinst du mit Sperenzien im Hafen und immer für eine Überraschung gut?


Hallo Bru, damit meine ich, dass die Jantar ja recht hochbordig ist, also windanfällig, gleichzeitig aber ein sehr schmales Kiel hat, welches erst dann wirkt, wenn es angeströmt wird, also wenn die Jantar mit etwas mehr als Schrittgeschwindigkeit durchs Wasser fährt.
Das ist aber in der Regel deutlich zu schnell für Hafenmanöver.
Wer es gewohnt ist, mit einem Boot in die Boxengasse zu fahren und mal eben in eine freie Box reinzudrehen, auch wenn Wind in der Gasse weht oder eben auf dem Teller zu drehen, heisst in der Gasse zu wenden, oder aufzustoppen und mal ein paar Meter zurückzumotoren, der wird von seiner Jantar des öfteren überrascht. Da hat sie allerhand Scherze auf Lager.

Bei richtig viel Wind wird es echt abenteuerlich. Um die Sperenzien zu steigern, kann man auch nicht einfach wieder rückwärts aus der Boxengasse rausmotoren, denn hier ist sie auch nicht spurtreu, sondern folgt mal eben dem Schraubeneffekt des Propellers.
So leistet man garantiert seinem Beitrag zum Hafenkino, auch wenn man eigentlich mit anderen Booten keine Schwierigkeiten hatte. Jedenfalls bin ich froh, dass sie mit so einer kräftigen Stoßkante versehen wurde.
Ich war es nicht gewohnt, den Dalben einer Box zu berühren, wenn ich aus der Gasse in die Box reindrehe oder wenn ich eine der Heckleinen zum abstoppen halte, dass sich dann das ganze Boot wegdreht. Auch in Schleusen mit gelegtem Mast musste ich nur einen Meter seitlich abstoßen und spurtreu rausfahren. Versuch das mal mit einer Jantar, wenn noch andere Boote in der Schleuse sind und Wind draufsteht.
Wir haben uns deshalb jantarspezifische Manöver überlegt. Ganz stressfrei ist es aber trotzdem nicht.
Ansonsten kann ich nur empfehlen, mal ein wenig im Heimathafen zu üben, wenn grad keiner zuguckt.
Man kann die Windanfälligkeit und den Radeffekt auch bewusst ausnutzen, nur ignorieren kann man das nicht.

Zu meinen Lieblingssperenzien zählt, dass man im Wettfahrtgetümmel an der Luvtonne nach der Wende nicht einfach die Fock dicht nehmen darf, sonst läuft man Gefahr, jemandem in den Kahn zu gurken. Immer erstmal Fahrt aufnehmen, danach kann man die Segel dichtnehmen. Das kostet Zeit und Höhe am Wind und der Vorschoter muss ein Gefühl dafür entwickeln, ob die Fahrt im Boot ausreicht, um die Fock gleich dicht zu nehmen, oder ob er das langsam machen muss. Das ist schon alles sehr spezial.

Zitat von Bru im Beitrag #3

Da man bei der Jantar ja relativ früh reffen sollte wundert mich dass du die gute Figur auf See bei rauem Wind und Welle erwähnst.



Was meinst du denn mit früh reffen?
Es gibt ja zwei Reffzeitpunkte, einmal - ich möchte, weil ich keine Lust auf Sportsegeln habe und der andere ist
ich muss, sonst ist das nur noch Kampf und Krampf auf der hohen Kante.
Binnen reffe ich eigentlich garnicht. In Wettfahrten nur wenn es schlimm kommt, also mehr als bft 6. Da kann man auch überlegen, das ganze mal eben abzubrechen und wenn es so kachelt, fahre ich auch nicht spazieren.
Auf See reffe ich ab bft 4-5, denn da baut sich schon ordentlich Welle auf und dann wird es leicht ungemütlich, wenn der Wind zulegt. Da die Jantar sehr unruhige Schiffsbewegungen hat, wird es auch gefährlich, wenn dann einer zum Einreffen an den Mast muss. Spätestens bei Reff 2 muss einer vor. Aber ich mag auch das Einleinenreff nicht wirklich. Das habe ich für Reff 1 und das gibt mir zu sehr nach in der Vorliek. Ich nutze lieber die Haken.

Ansonsten bin ich Binnensegler, den es im Urlaub auf die Ostsee zieht und da habe ich mit der Jantar mein bisheriges Toplevel in Sachen Sturm überstanden. Mit Reff 4, also alles runter, jeder Fetzen Tuch zuviel, Lifebelts einhaken und ablaufen vor Top und Takel. Und diese Wellenhöhe hatte ich bis dahin auch noch nicht gesehen, schon garnicht, wenn man selbst in so einer Nussschale hockt. Sowas muss ich auch nicht nochmal erleben, aber damit weiss ich auch, dass das Boot mehr aushält, als seine Mannschaft und das ist echt beruhigend.
Natürlich versuchen wir, im Urlaub eben Urlaubssegeln zu machen, aber man muss sich auch nicht verrückt machen, wenn es zwischen zwei Häfen plötzlich rauh und ungemütlich wird.

Am Heck einbuddeln
Die Jantar hat einen sehr einladenden Heckstauraum und obwohl man es besser weiss, schafft man es doch, den vollzumölen. Im Urlaub sowieso, da kommt dann noch Grillzeug und Motor und Sprit ind Heck, meine Batterie ist auch dahinten und wenn man dann im Urlaubsmodus auf der Plichtbank rumlümmelt, statt das Boot aktiv zu segeln, dann kann man schon am Heckgegurgel hören, dass sie sich tief eingräbt.
Falls man vorhat, halbwegs zügig zu segeln, sollte man das besser vermeiden. Die Jantar reagiert wegen ihrer sehr kurzen Wasserlinie und dem dicken Bauch sehr empfindlich auf Längstrimm.
Wenn ich beim Wandersegeln mit gelegtem Mast mal einen Berufsschiffer im Kanal überholen will, muss einer aufs Vorschiff, um das Heck aus dem Wasser zu hebeln, sonst fährt man wie mit angezogener Handbremse.
Aber auch beim normalen Segeln sollte man ab und zu mal nach achtern gucken, wie das Heckwasser aussieht. Wenns da sehr gurgelt und sprudelt, ist es Zeit, mal etwas Gepäck umzuräumen und das Crewgewicht neu zu platzieren.

Zitat von Bru im Beitrag #3

Mein Treveller ist wie deiner, aber an der Stelle an der er verschraubt ist hat das Gelcoat Risse.
Alu und Holz haben natürlich mit Gfk nix zu tun :)



Dachte ich mir schon.
Wahrscheinlich Überlastungsrisse. Ist in der Regel so, dass da, wo hohe Kräfte einwirken, die Risse nicht einfach zugemacht werden können, solange die Ursache nicht beseitigt ist. Wenn du Glück hat, hatte einfach einer den Traveller nicht richtig fest angeschraubt. Da ist ja nicht wenig Druck daruf. Wenn du die Schot kaum in der Hand halten kannst, dann ist da noch die vierfache Last auf dem Traveller. Mich wundert sowieso, dass die kleinen Schräubchen nicht einfach rausfetzen.
Mich würde mal interessieren, ob jemand seinen Traveller mit einem Unterzug bis zum Plichtboden ausgestattet hat.

Zitat von Bru im Beitrag #3

Zum Thema Lampen, mein Problem ist weniger die "Birne", als die Fassung. Die ist ausgebrochen, daher dacht ich da gibt's evtl etwas.
Aber wenn nicht macht auch nichts. Zeichne ich was schönes und drucke es am 3D Drucker aus :)



Meine Lampenfassungen sind aus Messing. Sowas kannst du mit dem 3D-Drucker? Ich finde die Jantarlampen jetzt nicht die schönsten, aber sie sind schön unauffällig. Habe ich auch nur kurz an, wenn mal wieder die Wechselsocken im Seesack verschwunden sind. Für echtes Licht habe ich eine LED Taschenlampe. Die hatte einen ziemlich starken Magneten hinten dran, auf den mein Kompass beleidigt reagiert hat. War ganz abgelenkt, der Gute.
Da es an Bord sowieso nichts gibt, wo man den Magneten dranklicken kann, wurde er brutal herausgebrochen und versenkt. So.

VG Eric

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

29.08.2014 11:43
#6 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Danke für den ausführlichen Bericht!

Habe da noch eine Frage, Wenn du auf Binnen erst ab 6 reffst, dann ist dies doch eher schon Material raubend oder nicht? Bereits ab einer 4 kann ich selbst mit dem zweiten Reff und der nicht ganz ausgefahrenen Genua am Limit Segeln. Auch der Speed ist dann erreicht!

Wie ist das dann bei dir? Lässt die alles weiter offen? Am Wind schießt es dann doch noch schneller in den Wind oder wie machst du das?

Sturm Ostsee? Willst du es erzählen? Würde mich ja brennend interessieren als Neuling.

haben ist besser als brauchen!

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

29.08.2014 12:38
#7 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Ja, das stimmt, aber auch Reffen ist nicht materialschonend. Wenn ich nicht grad "gezwungen" bin, durch Wettesegeln mit anderen, muss ich ja binnen nicht segeln bei bft 6. Auf See habe ich da bestimmt schon Reff 2 drin, wobei ich leider dazu neige, die Situation eher zu unterschätzen. Ist auch nur eine Frage für unterwegs. Wenn ich im Hafen liege und draußen ist eine 6, dann gehe ich wandern oder mache irgendwas anderes, aber nicht segeln. Soll ja Urlaub sein.
Zum Sturm - ja, da hat uns die erste Sturmböe einer Gewitterfront trotz Reff 1 und schon ohne Fock flach aufs Wasser gelegt. Die Jantar kann wegen der Gepfeilten Salinge den Großbaum nicht quer zum Boot rausbringen und das bisschen, was dann als Segelfläche im Wind bleibt, hat ausgereicht, um drinnen das Geschirr neu zu sortieren. Ungemütlich war es schon vorher und ich war da leider schon seit gut einer Stunde seekrank. Noch ohne kotzen, aber schon grün im Gesicht. Dann hatten wir noch ein paar Minuten Zeit, wo das ganze nochmal richtig Luft geholt hat.
Zum Glück hat sich das dann Nahende mit einer gewaltigen Böenwalze angekündigt, einmal quer über den Horizont.
Was das bedeutet habe ich hier in B. schon mal erlebt, als die Stadt eine viertel Stunde später gut 3000 Straßenbäume weniger hatte.
Das ist sehr, sehr hässlich und nicht segelbar.

Also alles Tuch runter, Großbaum und Crew in die Plicht, festzurren, heck zu den Wellen ausrichten und dann aufpassen, dass man in den Wellen nicht umschlägt. Zu sehen gab es im einsetzenden Schlagregen ohnehin nichts, das letze, was ich noch sah, war weißes Wasser und das für einen Moment die Wellen regelrecht niedergepreßt wurden. Dann war die Böe da und die Wucht hat mich echt tief beeindruckt, um nicht zu sagen, ich hatte Schiss wie nie. Kurz nach der ersten Böe kamen die Wellen und da hatte ich dann echt die Hosen voll, im übertragenen Sinne natürlich. Wo der Ritt hingeht, war auch nicht ganz klar. Ich habe noch einmal zwischendrin auf die Logge geschaut, als das Ruder im wilden Wellensurf brummte, da hatten wir eine zweistellige Zahl drauf.

Erwischt hat uns das kurz vor Mön (DK) und als wieder was zu sehen war, haben wir es Stück für Stück raus aus dem Sturm hinter die Steilküste geschafft, dort den Anker geschmissen und dann ging es nur noch in der Dünung rauf und runter. Also erstmal gemütlich kotzen, raus aus dem Ölzeug und flach in die Koje legen, zuendezittern und der Lieblingsvorschoterin, die zum Glück seefest ist, die Ankerwache aufs Auge gedrückt.
Nach Zwei Tagen hatte sich das Wetter so beruhigt, dass wir einen Hafen anlaufen konnten und mal sowas wie Urlaub machen.
Um ganz ehrlich zu sein, das klingt vielleicht locker, aber das Ereignis sitzt uns noch tief in den Knochen. Haben wir diesjahr auf unserer Seereise gemerkt, als es sich über Mön wieder dunkel zuzog. War aber nur ein Gewitterchen.

Die Wucht hat andere auch überrascht. Aber unterm Strich bleibt, dass man einer Sturmfahrt auch bei bester Planung nicht entgehen kann, es sei denn, man bleibt zuhause. Man muss sich also überlegen, welche Möglichkeiten man hat. Und dass die Jantar zwar kein hochseetaugliches Boot ist, ist ja klar, aber sie kann deutlich mehr ab, als man ihr zutraut.

VG Eric

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

29.08.2014 13:10
#8 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

, hört sich nicht gut an aber ich glaube auch dabei kann man viel lernen und über das Boot erfahren!

haben ist besser als brauchen!

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

30.08.2014 21:28
#9 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Vielen Dank für deinen Bericht!

Klingt sehr interessant, immer gut wenn man sowas mal hört und nicht unbedingt selbst im Hafen erfahren muss :)

Ich war heute am Boot und konnte Bilder der Schadstellen machen.

http://www.bilder-hochladen.net/files/dv4c-a-d3d9-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/dv4c-7-8f14-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/dv4c-8-c9f0-jpg.html

http://www.bilder-hochladen.net/files/dv4c-9-45c4-jpg.html

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

31.08.2014 17:21
#10 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Bru, auch wenn mir ein wenig die Übersicht fehlt, wo an deinem Boot das sein soll und ob du überhaupt eine Jantar hast, so würde ich doch sagen, dass die Lastrisse so aussehen, als wenn da einfach mal irgend einer ordentlich auf den Traveller gelatscht ist. Da sich das, was ich so sehe, in einem relativ erbarmungswürdigem Zustand befindet, würde ich da keine große Aktion draus machen. Risse und Löcher mit einem Dremel auffräsen und dann...

Ein Video sagt mehr als 1000 Worte:
http://www.segel-filme.de/praxis/kleine-...den-beseitigen/

VG Eric

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

31.08.2014 20:32
#11 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Eric,

ja es is eine Jantar :)
Das erste Bild ist wie man sieht beim Traveller.
Das 2. ist im Cockpit neben der Sitzfläche
Das 3. Bild ist die Außenkante Steuerbord
und das auf dem letzten ist der Übergang Sitzfläche/Niedergang Backbord.

Das sieht ja relativ einfach aus, da ich habe gefühlt 20 solcher stellen habe wird das wohl ne menge Arbeit :)
Die nächste Frage die sich stellt, welcher Farbton gebraucht wird und wo ich den bekomme.

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

31.08.2014 21:50
#12 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Bru, welchen Farbton meinst du? Mattweiss ausgekreidet? Schwer zu kriegen.

Die Jantar hat sehr scharfe Ecken, das ist schick, führt aber schnell zu Spannungsrissen. Normalerweise laminiert man dann dahinter eine Verstärkung und wenn die fest ist, wie beschrieben von vorne. Bei so vielen Rissen würde man großflächig arbeiten, nur bei einzelnen Rissen lohnt sich eine Rissbearbeitung.

VG Eric

Bru Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 12

31.08.2014 22:22
#13 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hi,

naja ich mein man sieht dann ja dass ausgebessert wurde.
Also müsste man alles polieren, theoretisch.
Daher hab ich ja gefragt wie ich die ganze Sache am besten angeh :)

Mfg

Bru

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

01.09.2014 09:54
#14 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Zitat von Bru im Beitrag #13
Hi,

naja ich mein man sieht dann ja dass ausgebessert wurde.
Also müsste man alles polieren, theoretisch.
Daher hab ich ja gefragt wie ich die ganze Sache am besten angeh :)

Mfg

Bru


Hi Bru, das sind verschieden Dinge, die du dir nur selbst beantworten kannst.
Zur Reparatur hast du schon das Video und in den Beiträgen für Ollie gibt es auch etwas Literatur zum Thema, falls du lieber liest.
Ist ein empfehlenswertes Büchlein.
Dass man hochbelastete Bereiche auf der nichtsichbaren Seite verstärken kann, bevor man sich um die Risse auf der Sichtseite kümmert, habe ich auch schon gesagt. Scharfe Kanten im Laminat reißen eben gerne. Die Risse in der Fussleiste kommen von vergeigten Anlegemanövern oder du hast alles richtig gemacht und der Anlegedalben hat sich plötzlich heftig auf dein Boot zubewegt.

Eine halbwegs passende Farbe zum Gelcoat kannst du dir aussuchen, da gibt es feine Abstimmungen. Nimm nicht ganz weiss, das fällt zu sehr auf.

Nach den Ausbesserungen kannst du alle Nichtlaufflächen polieren. Das ist eine Heidenarbeit, weil die Jantar bis auf die Rumpfaußenseiten, die schnell erledigt sind, praktisch nur aus Ecken und Kanten besteht. Aber das habe ich auch hinter mir und das verändert das Verhältnis zum Boot grundlegend.
Erst durch diese Arbeit wird so ein "verkreidetes Polending" zum Rumgurken wieder zu der kleinen, wertigen Sportyacht, als die es mal gebaut wurde. Das hat bei meiner Jantar, die ich in mattgrau gekauft hatte, gut 3 Tage gedauert, viel Schweiß und unchristliche Wortäußerungen, aber das hat sich gelohnt.

Mein Rat dazu, erst ausbessern, dann aufpolieren. Falls du bereits gewachst hast, musst du entwachsen. Nicht einfach wegschleifen, wie in dem Video, das bringt nichts. Wachs ist ein optimales Trennmittel und das würde man beim Schleifen in die Risse reiben, die man ausspachteln will. Suboptimal.

Um das bisschen Holz, was da verbaut ist, da kann man sich auch mal drum kümmern.
VG Eric

Gobby Offline

Erfahrenes Mitglied


Beiträge: 32

01.09.2014 11:42
#15 RE: Ersatzteile und Refit Zitat · Antworten

Hallo Eric,

komme noch einmal auf deine Hafenmanöver zurück!
(Wir haben uns deshalb jantarspezifische Manöver überlegt) diese lauten?

Kurze Erklärung. Am Wochenende musste ich den Liegeplatz ändern nun fahre ich in eine Gasse und lege rechte Stegreihe auf Steuerbord an. Dachte mir gut siehst besser beim reinfahren aber leider ist es etwas anders. Beim Rückwärts raus fahren und dann Vorwärtsgang einlegen, sowie versuchen nach rechts zu lenken macht das Boot was? es fährt nach links!

Na da habe ich mal nicht schlecht geschaut

haben ist besser als brauchen!

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