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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 529 mal aufgerufen
 Tipps und Technik
hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

06.08.2012 09:19
Schiffschraube für Mini-Außenborder Zitat · Antworten

Hallo.
Diese Mini-Außenborder mit so 2,3 bis 5 PS werden wohl vorwiegend für Beiboote gebaut und auch verwendet. Die Schraube ist vermutlich nicht für Segelboote (geringe Geschwindigkeit, viel Schub) optimiert. Nun habe ich gehört, dass einige Hersteller auch Schrauben anbieten die für Segelboote besser geeignet sind. Wer weiß da mehr?

Beste Grüße
Helmut

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

06.08.2012 13:46
#2 RE: Schiffschraube für Mini-Außenborder Zitat · Antworten

Hallo Helmut, Lastschrauben gibt es schon ab 4PS, das ist angenehm zu fahren, weil der Motor einfach ruhiger läuft. Ab 5 PS quält sich der Motor dann kaum noch, mit Lastschraube und 6 PS bist du quasi endversorgt.

Die Jantar reagiert ja wegen ihrer Windanfälligkeit und den winzigen Kiel- und Ruderflächen erst dann aufs Ruder, wenn sie schon Fahrt aufgenommen hat. Das ist echt gewöhnungsbedürftig, in Kombination mit einer Lastschraube aber nochmal eine Nummer schärfer.
Hier ist man gut beraten, wenn man mal ein paar Hafenmanöver probiert, so wie rückwärts aus der Box, aufstoppen und wenden in einer engen Boxengasse und Einfahrt in die Box in einer engen Gasse und das in einem fiktiven, für andere nicht sichtbaren "Hafen" und nicht erst in einem unbekannten Urlaubshaven, wenn alle zugucken.
Ich will es mal so sagen - ich hatte schon etliche Boote, aber die kleine Zicke ist doch immer wieder für eine Überraschung gut. Das ist dann ganz toll, wenn man Publikum hat.
Meine erste Rückwärtsfahrt mit Lastschraube hat mich daran erinnert, dass da mal irgendwann in irgend einer Segelschulstunde einer was über den Radeffekt erzählt hat.
Jetzt habe ich erst kapiert, was gemeint ist.
Trotzdem, Lastschraube ist eine feine Sache.

VG Eric

hgebauer Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 187

06.08.2012 16:01
#3 RE: Schiffschraube für Mini-Außenborder Zitat · Antworten

Hallo Eric.

Lastschrauben gibt es schon ab 4PS, das ist angenehm zu fahren, weil der Motor einfach ruhiger läuft. Ab 5 PS quält sich der Motor dann kaum noch.

Danke für den Tipp. Wusste nicht, das sich das "Lastschraube" nennt. Mir geht es nicht darum, daß sich der Motor nicht "quält" sondern darum daß das bisschen Leistung optimal ins Wasser kommt und ich gegen die Welle ankomme. Jetzt könnte man ja einfach einen leistungsstärkern Motor nehmen (wie Du an anderer Stelle ja auch empfohlen hast). Aber so einfach ist das nicht, denn der stärkere ist auch wesentlich schwerer. Und die Schiffsenden sollten für besseres Verhalten in der Welle ja leicht gehalten werden.
Dann muß ich noch einen Aspekt beachten: Ein- und Ausfahrt geht bei mir erst mal durch 300m Flachwasser (50 cm). Da saugt jeder wassergekühlte AB Feinsand und Schlamm mit an. Bei unseren Club-Arbeitsbooten ist da jedes Jahr ein neuer Impeller fällig und ab und zu auch ein Impellergehäuse. Mein luftgekühlter Schwächling kennt dieses Problem natürlicherweise nicht.
Kennst Du einen Hersteller der für sein 4 oder 5 PS-Modell eine Lastschraube anbietet?
Und kennst Du noch einen anderen leichten luftgekühlten außer dem 2,3 BF von Honda?

Die Bedingungen sind ja überall anders. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es leider auch hier nicht.

Die Jantar reagiert ja wegen ihrer Windanfälligkeit und den winzigen Kiel- und Ruderflächen erst dann aufs Ruder, wenn sie schon Fahrt aufgenommen hat.

Oh, wusste gar nicht, daß andere Boote bereits im Stillstand Ruderwirkung haben.



Beste Grüße
Helmut


VG Eric

eric Offline

Erfahrenes Mitglied

Beiträge: 744

07.08.2012 00:52
#4 RE: Schiffschraube für Mini-Außenborder Zitat · Antworten

Hallo Helmut,

Wusste nicht, das sich das "Lastschraube" nennt.

Ich auch nicht, aber der AB-Dealer deines Vertrauens wird mit dem Begriff schon was anfangen können.

Und die Schiffsenden sollten für besseres Verhalten in der Welle ja leicht gehalten werden.

Nicht nur in der Welle, generell. Die Jantar neigt dazu, sich am Heck festzusaugen.
Längstrimm scheint mir bei der kleinen Sportlerin ein grosses Thema zu sein.

Dann muß ich noch einen Aspekt beachten: Ein- und Ausfahrt geht bei mir erst mal durch 300m Flachwasser (50 cm). Da saugt jeder wassergekühlte AB Feinsand und Schlamm mit an. Bei unseren Club-Arbeitsbooten ist da jedes Jahr ein neuer Impeller fällig und ab und zu auch ein Impellergehäuse. Mein luftgekühlter Schwächling kennt dieses Problem natürlicherweise nicht.

So, so. Bevor ich mir jedes Jahr den Impeller oder sonstwas ruiniere, würde ich mich mal mit den anderen Betroffenen beim Bierchen zusammenhocken und ein paar Ideen ausbrüten.
Spontan würde mir einfallen, dass man bei 50cm Wassertiefe durchaus laufen kann und den Kahn ziehen oder schieben, dass man, falls man die kostenlose Kneipkur im Frühjahr und Herbst nicht so schätzt, auch staken kann, siehe Spreewald, da geht´s ja auch oder je nach Windrichtung durchsegeln oder dass man sich nach den 300m eine Clubboje setzt mit einer Seilumlenkung, den Antrieb des umlaufenden Seils auf dem Clubgelände, zuschaltbar, so wie beim Garagentor, oder ohne Antrieb, nur als Zugseil, ist ja Wassersport.
Umlaufendes Seil deshalb, damit sich jeder, der rein oder raus will, zeitgleich und ohne die anderen zu behindern, nur einzuhaken braucht, wie beim Skilift.
Oder dass man dem Jockel am Kühlwassereinlauf für die Durchfahrt ein Gummihäubchen anklammert und ihm für das kurze Stück das Kühlwasser über einen Schlauch aus einem Wasserkanister einflösst und das ist nur dass, was mir mal eben so unsortiert in den ersten 7 Sekunden einfällt. Gemeinsam werdet ihr das Problemchen wohl lösen, statt euch dauernd neue Impeller zu kaufen...


Kennst Du einen Hersteller der für sein 4 oder 5 PS-Modell eine Lastschraube anbietet?
Frag doch mal die gute alte Tante Googel. Ich glaube, die Liste der Hersteller, die keine Lastschraube anbieten, ist wesentlich kürzer.


Und kennst Du noch einen anderen leichten luftgekühlten außer dem 2,3 BF von Honda?

Nein, ich würde mir solche Nervensägen auch nicht ans Heck schrauben.

>>>Die Jantar reagiert ja wegen ihrer Windanfälligkeit und den winzigen Kiel- und Ruderflächen erst dann aufs Ruder, wenn sie schon Fahrt aufgenommen hat.

Oh, wusste gar nicht, daß andere Boote bereits im Stillstand Ruderwirkung haben.
Ja, ja - schon mal mit einem Jollenkreuzer unterwegs gewesen?
Ab Schrittgeschwindigkeit fängt die Jantar erst an steuerbar zu werden, das ist zu schnell, um in eine fremde Box zu fahren und ist man erst langsamer, wird sie rasch zum Spielball der Anlegeboen. Es gibt etliche Manöver, die ich mir mit der Jantar erst wieder abgewöhnen muss, so wie auf dem Punkt drehen in einer engen Boxengasse, die nicht breiter ist, als der Kahn lang, mit nahezu Standgeschwindigkeit punktgenau aus der Gasse in die Box drehen, mit einem einzigen Stoß vom Dalben rückwärts wie auf Schienen durch den Hafen gleiten, Abschlusswende und lossegeln, überhaupt aus dem Stand lossegeln und zwar dahin, wo man selbst hinwill und nicht der Kahn, aus dem Stand mit halbaufschwimmenden Ruder wriggen und dabei tatsächlich vorwärtskommen... gibt Bootsklassen, mit denen kann man das machen.
Wenn man exaktes Antworten auf die kleinste Pinnenbewegung gewohnt ist, dann ist die Jantar immer für Überraschungen und Hafenkino gut.
Dafür können andere Boote nicht so schön mit dem Kiel klappern.

VG Eric

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