Hallo allen Seglern, die gerne mit gerne etwas mehr Wind unterwegs sind und nicht so gerne reffen,
genau das gleiche Problem hatten wir auch. Zuerst haben wir die Reeling im Plichtbereich entfernt (statt Schäkel jetzt Karabiner). Das ging schon mal viel besser, denn, wenn man wollte, konnte man sich auf der hohen Kante raus lehnen. Das Gefühl, nach Lee zu fallen, blieb aus. Dafür entstand das flaue Gefühl im Bauch, nach Luv bei Windaussetzer raus zu fallen. Unsere Jantar ist die neuere Ausführung mit dem Alurohr in der Plicht. Durch die Schraublöcher haben wir eine 5-6 mm hochfeste ( damit sie nicht an der Rohrkante zerschnitten wird) Leine geführt. Direkt über dem Rohr wird ein Gurt (Baumarkt oder Yachtausrüster) angeknotet. Wer seinen Knotenkünsten mißtraut, kann zusätzlich die Knoten vernähen. Wichtig vor dem endgültigen Fixieren der Gurtlänge ist, in Ruhe die richtige Länge für das Ausreiten zu probieren. Damit es sich "lohnt", sollte es für Steuermann und Vorschoter gleichzeitig möglich sein. Die beiden Gurte hängen ungenutzt rum, stören aber nicht sehr. Wer will, kann zum Ausreiten, mit einen Gummi- stropp unter dem Traveller die beiden Gurte vorspannen. Dann ist ein schnelles Einfädeln im Bedarsfall möglich.
Als Idee für die ältere Plichtausführung: Befestigung am Traveller, unten mit einer Öse; das andere Ende an der Stufe im Niedergang.
Was es für ein tolles Gefühl ist, mit 6 oder mehr Knoten bei anständig Wind voran zu rauschen zeigen 2 Bilder in der Bildergalerie.
zunächst einmal Gratulation zur Jantar und willkommen im "Club"! Wenn Dein Jollensegeln schon etwas länger zurück liegt, solltest Du nicht gleich mit Deiner Jantar einhand und mit Vollzeug starten. Lerne das Schiffchen erst mal kennen und segle zu zweit. Wenn Du ein Revier hast, auf dem Du lange Schläge segeln kannst, dann kannst Du es auch bald einhand versuchen. Das handicap bei der Jantar ist, wie schon hier einige Male beschrieben, dass Du zum Schoten der Fock vom Ruder weg mußt. Es geht. Aber es kommt auf 100% iges timing an. Du leitest die Wende gefühlvoll, aber nicht übervorsichtig ein, mußt das Ruder los lassen, um an die Fockschot zu kommen, wirfst sie ab, gleichzeitig geht das Boot durch den Wind (definiert schnell, dennoch nicht zu langsam - deshalb das gefühlvolle Einleiten der Wende)und Schot sofort maximal von Hand durchsetzen (Du hattest sie schon vorbereitet). Bist Du wieder auf Kurs, fierst Du die Schot, so dass es passt. Dichtholen auf Kurs ist schwer möglich, besondere wenn es bläst und Du die Winschkurbel verwendest - ohne das Ruder zu führen - nicht möglich. Das Ganze entspannt sich etwas, wenn du eine ordentliche Pinnenverlängerung hast. Sie sollte aber stabil sein. Du kannst so länger beim Einleiten und früher nach erfolgter Wende wieder das Ruder führen/korrigieren. Wie gesagt, es geht, man muß fix sein. Unser Revier hat ein Nadelöhr. Da mußt Du immer kreuzen. Es geht so auch auf der 30m-Kreuz . Danach bist Du aber schweißgebadet (jedenfalls an einem Sommertag). Eine Selbststeueranlage hilft Dir nicht aktiv bei der Wende, wohl aber beim Kurshalten. Müßte auch gehen: Wende einleiten, Fock back stehen lassen oder vorher abwerfen, neuen Kurs fixieren auf dem AP und Fock umschoten. Aber wie sieht denn das aus? Die Winschen achtern werden Dir sicher das Ganze einfacher machen. Frag doch mal den Vorbesitzer. Ich denke, mit einer entsprechend langen Fockschot geht es dann viel eleganter: Wende einleiten, Fschot abwerfen, die vorbereitete Schot dicht holen. Wie Du schon geschrieben hast, wenn sie nicht selbstholend ist, brauchst Du etwas zum einfachen und schnellen Belegen. Eine Klampe würde ich nicht nehmen, eher eine Klemme. Vielleicht "schießt" Du auch im Internet die entsprechenden Winschen. Viele wollen kleine gegen größere austauschen und die kleinen los werden.
Ich hoffe, Dir Anregungen gegeben zu haben. In dieser Saison teste ich ein Provisorium mit eiener Selbstwedefock. Bei Bedarf kann ich über die Erfahrungen damit später berichten.
klappt ja prima! Wir kommen im August, zweite oder dritte Woche, (bei gutem Wetter) zum Scharmützelsee. Wo liegst Du denn da? Können ja auch Telnr. austauschen. Es kommt noch eine Jantar mit. Kapitän ist Segelanfänger, aber von dem Boot auch ganz begeistert.
Hallo Apollo, hab zwar schon "meinen Senf" dazu gegeben. War eben auf der Bilderseite und habe auch "Apollo besichtigt". Auf dem Bild, auf dem Du auf der hohen Kante sitzt, kann man wirklich die starke achterliche Mastneigung Deines Schiffes ausmachen. Es scheint so zu sein, wie ich es gestern geschrieben habe. Sieh Dir mal das Vorstag an, vielleicht hat es auch eine "Verlängerung" bekommen!? Grüße aus Berlin
Das selbe Problem hatte ich im ersten Jahr mit meiner Jantar auch und eine Freund von mir, der siche dann ebenfalls eine gekauft hatte, ebenfalls. Ich sehe mich noch bzw. ihn bei Windstärke 3-4 mit beiden Armen an der Pinne zerren, um den Kurs zu halten. Sehr anstrengend, schweißtreibend und frustrierend, Ruderdruck ohne Ende! Bevor Gedanken der Reuhe über den Kauf der Jantar aufkamen, habe ich mir andere J 21 angesehen, speziell bei "ordentlich Wind". Komisch, die segelten ganz locker und dann mir auch deutlich weg. Bei diesen Booten stand der Mast anders, nahezu senkrecht. Auf unseren beiden Booten ging das aber nicht zu realisieren.Warum? In beiden Fällen war das Vorstag zu "lang geworden". Wie das? In meinem Fall hatte der Erstbesitzer die Tallie für das Mastlegen zwischen Beschlag und (festem) Vorstag bleibend installiert. Damit war die wirksame Länge des Vorstags 12 cm größer. Das ganze ohne die Tallie probiert - und alles war bestens. Es folgte das Kürzen des Vorstags (Rohr und Draht) um genau diese Differenz: butterweiches Segeln, auch bei mehr Wind oder Böhen. Sonnenschüsse und und kraftraubendes Steuern wegen großen Ruderdrucks sind seit dem Fremdworte. Bei der Jantar meines Freundes stellte sich Ähnliches heraus: Hier war an das Vorstag ein Schwanenhals montiert. Klar, das Fixieren/Lösen des Vorstags beim Maststellen/legen geht so viel einfacher. Der Mast hatte in beiden Fällen gar keine Möglichkeit ohne Fall zu stehen. Der Lateralschwerpunkt lag vor dem Segelschwerpunkt. Daraus resultiert ein Hebel, der einem mit zunehmenden Wind immer mehr zu schaffen macht und mit dem Ruder nur kaum kompensiert werden kann. Mein Mast steht jetzt ganz konventionell senkrecht. Die Wanten sind ordentlich durchgesetzt. Das gut wirkende Achterstag bringt bei Bedarf die Mastbiegung. Also schau auch mal nach Deinem Mastfall. Aus den Bildern kann ich das gleiche Problem erahnen. Probier es mal! Noch ein paar schöne Herbstsegeltage! Gruß Aiolos
Hallo, lt. Prospekt bringt das Boot 920 Kg auf die Waage. Mit Ausrüstung, Motor und Urlaubssachen sicher 1100- 1200 Kg. Wenn 1300 Kg die Zuladung sind, dann reicht dieser Trailer wohl aus. Der Original-Jantar-Trailer hat eine zulässeige Gesamtmase von 1500 Kg bei einem Trailergewicht von 340Kg. Wenn 1300 Kg die zulässige Gesamtmasse des Hängers ist, kann es eng werden.
Noch ein Achtung beim Hängertransport:
Die Jantar hat eine Doppelschale, die ausgeschäumt ist. Ich kenne schon zwei Boote, die an genau den Stellen am Bug, wo die Stützrungen das Boot seitlich halten sollen, deutliche Beulen nach innen haben. So eine Beule bekommt man nur durch ausschneiden der Außenhaut, Austausch des komprimierten und an der Haut klebenden Schaumes gegen neuen und anschließendes Auflaminieren mit Schäftung, schleifen....... und zum Schluß Gelcoatauftrag wieder hin. Will damit sagen: Aufgepaßt besonders beim Kranen! Wird das Boot auf eine falsch und fest stehende Runge mit seinem Gewicht abgesetzt, kommt es zu solch unerfreulichen Erscheinungen. Ich renne immer wie aufgezogen bei den letzten 20-10 cm beim Absetzen um das Boot, ob auch alles noch ausgerichtet ist.
Die Aiolos 2 hat(te) so eine spezielle Mastlegevorrichtung mit in der Mastkeep mitlaufenden Führungswanten und einem toten Mann (Teleskoprohr). Der tote Mann wird in das Loch am unteren Ende des Mastes gesteckt. Am anderen Ende wird das Vorstag angeschlagen. Zwischen Bugbeschlag und oberem Ende toten Mannes ist der Flaschenzug, der über die Winsch geführt und langsam zum Legen laufen gelassen wird. Wie von Speedstar, geschrieben: Die Führungswanten müssen, damit sie immer konstante Spannung haben, in einer Ebene mit dem Drehpunkt des Mastes liegen. Bei mitlaufenden Führungswanten sind diese auf Deck beidseitig neben der Fußreeling und in Mastflucht ein Auge befestigt. Daran werden die Führungswanten angeschlagen. Das andere Ende wird in einem Nirobeschlag angeschlagen, der T-förmig (ca. 5 cm)ist. Er funktioniert als Mastrutscher. Daran wird das Großfall befestigt. Man muß nun nur immer für Spannung auf dem Fall beim Legen/Stellen über die Großfallklemme sorgen. Das hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht so. Die Prozedur war mir aber nicht komfortabel genug. Allein stellen und legen war nicht möglich. Am Anfang und Ende der Prozedur schwankt der tote Mann furchterregend seitlich und muß von jemandem auf dem Vorschiff geführt werden. Eine Jütt behebt diesen Mangel mit ihren 2 Fixpunkten, war mir zu viel Aufwand und es liegt noch mehr im Boot rum. Wenn schon ein Zweiter vorne stehen muß, dann kann er auch ein wenig ziehen. Also: Keine Jütt, kein toter Mann, sondern Mast selber von hinten nach vorne gehend heben; der Zweite zieht etwas am Vorstag. Keine Angst, der Mast ist nicht so schwer. Er sich läßt sich auch alleine tragen. Die Führungswanten werden durch einen doppelten Gummistropp über das Großfall ordentlich vor gespannt. Und los gehts ohne daß der Mast sich seitlich bewegt! Ich denke, die Führungswanten können auch am Reelingsfuß (da sind schon Löcher drin) mit einem Schäkel befestigt werden. Jetzt dauert das Mastlegen mit Vorbereitungen 3-5 Minuten, funktioniert problemlos und die Angst der Bordfrau "vor dem Akt" ist verschwunden!
ich habe Interesse an Deinem Spi. Ist er vermessen und welchen Schnitt und Farbe(n) hat er? Bin hin und wieder in der Schweiz bei Kunden und unsere Tochter arbeitet in Bern. Schweiz also kein großes Problem. Würd mich über Nachricht freuen.
Wir sind auf dem Zeuthener/Krossinsee in Berlin/Brandenburg zu Hause. Hier segeln noch wenigstens 4 weitere Jantar 21. Klassenvereinigung, wenigstens aber ein paar Wettfahrten, wären doch nicht schlecht?! Oder? Wo segeln denn in unmittelbarer Umgebung noch welche?
will mir neue Segel machen lassen. Kennt jemand die exakten Masse für die Segel, die in den Meßbrief kommen? Es gibt zwar (noch) keine Klassenvereinigung, aber vielleicht hat ja jemand die "Sollmaße" zur Hand (FSA Segelsport)?
möchte nun meine Kiste mit Spi ausstatten und segeln. Spi ist bestellt, Beiträge über das Spisegeln gelesen. Aber vielleicht gibt es von Euch jemanden, der selbst praktische Erfahrungen gesammelt hat und sie weiter geben kann?! Speziell interessiert mich die Installation/Handhabung von Tppnant und Niederholer.
manchmal kommt bei meiner Frau und zugegeben auch bei mir die Faulheit durch. Besonders beim Kreuzen in engen Gewässern gibt es schon mal Sehnsüchte nach einer Selbstwendefock. Hat jemand Erfahrungen mit einer solchen Einrichtung auf seinem Boot? Was muß man besonders beachten? Auf 2 Fotos von Hein B. sind Teile davon in Verbindung mit Hilfswanten zu erkennen. Wäre sehr nett, dazu Infos zu bekommen. Vielen Dank!
Ein freundliches Hallo zum Saisonstart! Unserere Jantar steht schon "sprungbereit" zum Abslippen. Bin etwas verunsichert: Beim Anschleifen für eine (weitere) Beschichting mit VC 17M habe ich bemerkt, daß da anscheinend "nichts drunter" ist, also kein Primer oder Sperrschicht aus VC Tar oder Ähnlichem. Da ich schon mal ein Schiff hatte, das irgendwann Osmose bekam, bin ich natürlich beunruhigt.Unsere Jantar ist Baujahr 2001, eins der letzten. Was würdet Ihr machen? Gibt es Kenntnis über Osmose bei Jantar 21? Eine schöne Saison!
wir denken schon an die nächste Saison und haben da eine Idee: Wir haben für unser Boot einen Trailer und sind zu dem Skandinavienfans. Wir planen deshalb auf "der Strasse" zum Vänernsee in Schweden zu fahren und den 3 Wochen zu erkunden. Zeitfenster: über die Sommersonnenwende. Im Augenblick sammeln wir Infos über den See, die Städte und Dörfer am Ufer usw. Nun die Frage, ob jemand Lust hat, mitzukommen. Nicht mit "Gruppenzwang und Reiseleitung", sondern einfach, weil es mit anderen mehr Spaß macht! Man muß nicht täglich alles gemeinsam machen. Unsere Erfahrung bisher: zu zweit sind 14 Tage Urlaub auf und mit dem Boot überhaupt kein Problem (Boddengewässer, rund Rügen; Schweriner See-Plauer See-Müritz). Und wenn man mal einen Fahrradtag o.ä. nach einem Langtörn einlegt, richtig gut!
wir wollen Mitte ab Juni für 2-3 Wochen in der Dänische Südsee mit unserer Jantar segeln. Einiges zur speziellen Vorbereitung für das Segeln auf offenen Revieren wurde schon geschrieben (Kielsicherung, Dichtigkeit der Backskistendeckel, Pinnenverstärkung, Funk). Habt Ihr noch weitere Tipps? Was ist der beste Startpunkt, welche Buchten und Häfen sind empfehlenswert? Und : Kommt jemand mit?
verkaufe unsere 2 Jahre alten Laminatsegel. Sie sind nahezu neuwertig und ziehen gut. Meiner Frau sagen sie allerdings gar nicht zu. Da ich nicht Einhandsegler werden möchte, segeln wir wieder mit unseren alten. Das Groß hat 2 Reffreihen und Mastrutscher. Die Fock/Genua hat ca.120% und wird in den Wanten geschotet, was gut Höhe bringt. Die Fock ist für Bartels Fockroller angefertigt. Sie hat dementsprechend ein Drahtvorliek. Ein "Umbau" auf eine Standardrollfock durch einen Segelmacher ist einfach möglich. Bei Interesse schicke ich auch gerne Fotos. Groß und Fock nur zusammen und für 1.200 €.